Wird Kaufhof von Karstadt übernommen? – Alle Hintergründe zu den Gerüchten!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 27.05.2020


Immer wieder machen Gerüchte die Runde, dass Kaufhof auf der Einkaufsliste von Karstadt steht. Das Handelsblatt fragte zu dem Thema gestern mit klaren Worten: „Kommt die Deutsche Warenhaus AG?“
Quelle: Handelsblatt-Artikel
Nichts Genaues weiß man (noch) nicht – hier meine Einschätzung zu dieser Thematik.

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Karstadt – genauer gesagt: Karstadt Warenhaus GmbH – gehört inzwischen der Signa Holding. Hinter dieser wiederum steht ein österreichischer Investor. Der vorige Investor Nicolas Berggruen hatte 2014 seinen Anteil verkauft, das war damals durchaus groß in den Medien.

[biginfobox textcolor=“#ffffff“ title=“Karstadt Warenhaus GmbH“]Die Karstadt Warenhaus GmbH betreibt rund 80 Warenhäuser und einen Online-Shop via karstadt.de. Bei dem Unternehmen handelt es sich um ein deutsches Traditionsunternehmen, welches 1881 gegründet wurde unter der damaligen Firmenbezeichnung „Tuch-, Manufactur- und Confectionsgeschäft Karstadt“.[/biginfobox]

Wird Kaufhof von Karstadt übernommen?

Karstadt-Stammhaus in Wismar. Quelle: Wikipedia

Kaufhof wiederum gehört zum Metro-Konzern. Es zeigt sich allerdings, dass der deutsche Markt relativ gesättigt, zufrieden, träge ist. Der typische Konsument hat von Knoblauchpresse bis Spielkonsole alles zu Hause, es besteht wenig Anreiz, große Ausgaben im Konsumbereich durchzuführen. „Fehlende Produktinnovationen“ nennt das die Metro AG übrigens. Und starker Wettbewerb erzeugt Druck auf die Preise – wo sollen da stark steigende Umsätze und hohe Margen herkommen?

Das Online-Geschäft wächst

Allerdings gibt es durchaus auch bei Kaufhof einige Wachstumsbereiche – wie das Online-Geschäft. Da gab es im letzten Geschäftsjahr zwischenzeitlich Wachstumsraten von 70%! Doch das Umsatzvolumen von unter 100 Mio. Euro fällt für den Metro-Konzern mit seinen Milliardenumsätzen (9-Monats-Umsätze rund 47,9 Mrd. Euro) nicht besonders ins Gewicht.

Übernahme: Fundamental durchaus sinnvoll

Angesichts der oben skizzierten Situation könnte ein Zusammenschluss von Karstadt und Kaufhof durchaus sinnvoll sein. Man müsste sich an guten Standorten nicht gegenseitig Konkurrenz machen, könnte vielmehr das „Gebiet aufteilen“. Nachteil: Wahrscheinlich würden einige Filialen geschlossen werden, das würde Arbeitsplätze kosten. Die Frage ist aber natürlich, ob es nicht ohnehin zu Schließungen kommt, und zwar von Filialen, welche dauerhaft rote Zahlen schreiben.

Kommt ein dritter Bieter ins Spiel?

Es ist ein offenes Geheimnis, dass der Karstadt-Eigentümer Kaufhof kaufen möchte. Noch hält sich der Kaufhof-Eigentümer Metro dazu bedeckt. Es ist wohl – wie auch sonst oft im Leben – alles eine Frage des Preises. Ungünstig für Karstadt wäre es, wenn noch ein weiterer Interessent ins Rennen einsteigen würde. Dies wiederum wäre für Metro äußerst günstig. Denn Konkurrenz belebt das Geschäft – bedeutet hier: Zwei Bieter könnten sich gegenseitig mit dem Preis nach oben treiben, was den Verkäufer (Metro) freuen könnte.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktien zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.