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Depot umziehen: Diese Informationen zur Dauer und Kosten sollten Sie kennen, bevor Sie es übertragen

Wer sich einmal im Internet einen Depotvergleich anschaut, und selbst noch bei einer Filialbank sein Aktiendepot unterhält, wird schnell zu der Überlegung kommen, einen Depotumzug vorzunehmen. Die Gebühren der Geschäftsbanken und Sparkassen gehen schnell zu Lasten der Rendite. Durch das fehlende Filialnetz schaffen es Online-Anbieter sehr günstige Konditionen für Trader zu realisieren. Der Service leidet darunter nur in den wenigsten Fällen.


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Der Depotumzug ist kostenlos

Ein Depotumzug sollte innerhalb weiger Tage ohne großen Aufwand abgeschlossen sein.

Ein Depotumzug darf keinen Aufwand darstellen und sollte in wenigen Tagen abgeschlossen sein. © cardephotography – Fotolia

ausrufezeichenGenerell dürfen Banken für einen Depotumzug keine Gebühren verlangen. Ein Depotumzug stellt einen standardisierten Geschäftsvorgang dar, so der BGH in einem Urteil.

Für Sie ist mit dem Depot umziehen keinerlei Aufwand verbunden. Im Rahmen Depoteröffnung ermächtigen Sie die neue Bank mit einem Formular, welches den Eröffnungsunterlagen beigefügt ist, das Depot in Ihrem Namen umzuziehen.

Dieser Vorgang dauert nur wenige Tage, da in der Regel keine effektiven Stücke ausgeliefert werden müssen, sondern im Rahmen der Girosammelverwahrung übertragen werden. In diesem Sinn gibt es für Sie als Depotinhaber wenig zu beachten, der Vorgang wird vollständig ohne Ihr Zutun zwischen den beiden Instituten abgewickelt.

Depot umziehen: Das sollten Anleger beachten

Der Wechsel des Brokers ist leicht. Allerdings müssen Trader einige wichtige Aspekte beachten, um keine unschönen Überraschungen zu erleben.

  • Handelssperre:

    Der Umzug des Depots erfolgt nicht von heute auf morgen. Je nach Anbieter kann der Übertrag einige Tage oder mehrere Wochen andauern. Für den Anleger kann die Wartezeit Nachteile habe. Trader haben während der Übertragung keinerlei Zugriff auf Wertpapiere und Fonds. Die Finanzprodukte können nicht verkauft werden. Brechen die Kurse während des Wechsels ein, entstehen also Verluste. Vor dem Wechsel sollten sich Anleger also unter Umständen von risikoreichen Finanzprodukten trennen.

  • Bestandsschutz:

    Wertpapiere und Fondsanteile, die vor dem 01. Januar 2009 erworben wurden, unterliegen einer besonderen Regelung. Für Kursgewinne müssen keine Steuern gezahlt werden. Auch wenn der Broker gewechselt wird, bleibt der sogenannte Bestandsschutz gültig. Im Zuge des Depotwechsels kann es hier in einigen wenigen Fällen aber zu Störungen kommen. Anleger können in den Bestandsinformationen zu den Wertpapieren kontrollieren, ob der Kaufzeitpunkt der Wertpapiere korrekt übertragen wurde.

  • Verlustübertrag:

    Gewinne aus Börsengeschäften müssen grundsätzlich versteuert werden. Gleichzeitig können Verluste verrechnet werden, um Abgeltungssteuer zu sparen. Selbst Quellensteuern aus dem Ausland können auf die erzielten Gewinne angerechnet werden. Beim Depotwechsel ist es daher sinnvoll, einen Verlustübertrag bei der alten Bank zu beantragen.

  • Bruchstücke:

    Grundsätzlich ist die Bank dazu verpflichtet, alle Wertpapiere an den neuen Broker zu übertragen. Für sogenannte Bruchstücke gilt das jedoch nicht. Diese Fondsanteile können allerdings ohne Zusatzkosten an die Fondsgesellschaft verkauft werden. Ein großer Verlust entsteht dabei nicht, da die Positionen in der Regel sehr klein sind.

Besonders die Handelssperre sollten Anleger beim Depot umziehen beachten. Sie kann unter Umständen für einige Verluste sorgen, wenn sich die Märkte ungünstig entwickeln.

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Das Depot umziehen, erhöht indirekt die Rendite

geldscheineDie Rendite Ihrer Wertpapiere errechnet sich nicht nur aus dem Wertzuwachs oder der Ausschüttung. Genau genommen fällt unter die Rendite-Entwicklung auch die Kostenseite. Je höher die Depotverwaltungsgebühren sind, umso niedriger ist am Jahresende der Netto-Ertrag, den Sie erwirtschaftet haben. Ein Depotumzug zu einer Bank mit niedrigeren Kosten erhöht faktisch die Erträge Ihres Depots.

Ein Depotumzug zu einer Bank mit niedrigeren Kosten erhöht faktisch die Erträge Ihres Depots.

Günstigere Depotkosten bringen faktisch mehr Redite © sp4764 – Fotolia

Nicht nur der Wegfall der Depotverwaltungsgebühr ist ein Grund für einen Depotumzug. Ordergebühren, die sich nicht am Auftragsvolumen orientieren, sondern einen festen Betrag haben, rentieren sich in der Regel gerade für Anleger, die Orders mit einen Gegenwert von über 2.000 Euro aufgeben. Vor dem Hintergrund der Gebührenstrukturen der Geschäftsbanken und Sparkassen für Wertpapierdepots und Wertpapieraufträge ist ein Depotumzug zu einem Online-Broker eigentliche eine logische Konsequenz. Die Wertpapier-Beratung durch die Bank ist häufig überflüssig.

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Depot umziehen in 4 einfachen Schritten

Der Wechsel des Brokers ist oftmals einfacher als gedacht. Viele Anleger scheuen sich allerdings ob des vermeintlich großen Verwaltungsaufwandes vor einem Umzug – und verlieren dadurch viel Geld. In der Praxis können aber selbst unerfahrene Kleinanleger in 4 einfachen Schritten ihren Broker wechseln.

  • Wahl des neuen Brokers

    Von entscheidender Bedeutung ist natürlich die Wahl des neuen Brokers. Nur wenn dieser besser ist als der vorherige Anbieter, lohnt sich ein Wechsel. Besser meint in diesem Fall ganz einfach günstiger. Zudem kann ein Depotumzug in einem größeren Produktangebot, einer ausgereifteren Tradingsoftware oder der Servicequalität begründet sein. Damit der Wechsel des Depots vollzogen werden kann, müssen Trader ein Handelskonto beim neuen Broker vollständig eröffnen. Erst wenn alle notwendigen Legitimationsprozesse abgeschlossen sind, kann es mit dem eigentlichen Wechsel losgehen. Hilfreich bei diesem Prozess ist unser Online Broker Vergleich.

  • Antrag zur Übertragung stellen

    Der Antrag für den Depotumzug muss in der Regel nicht beim alten Anbieter gestellt werden. Viele Direktbanken und Online-Broker bieten Neukunden an, den kompletten Umzug für sie zu übernehmen. Dazu werden spezielle Übertragungsformulare ausgefüllt. Mit diesen wird der neue Broker dazu berechtigt, den Umzug des Depots beim alten Broker zu initiieren. Für Trader hat das den Vorteil, dass der Verwaltungsaufwand sehr gering ausfällt.

  • Löschung des alten Depots

    Der neuen Broker wird das Depot beim alten Anbieter allerdings nicht löschen lassen. Das Unternehmen kümmert sich ausschließlich um den Übertrag. Die Löschung des Kontos muss gesondert erfolgen. Dazu genügt es, dem alten Broker ein formloses Schreiben zukommen zu lassen. Wird das Depot nicht gekündigt, kann der alte Broker weiterhin laufende Depotführungsgebühren einfordern. Selbst wenn diese nicht erhoben werden lohnt sich die Löschung, um den Überblick über die eigenen Finanzen zu wahren.

  • Auf Wertpapiere warten

    Anschließend müssen Trader ganz einfach abwarten. Grundsätzlich gilt, dass der Übertrag der Wertpapiere maximal zwischen vier und sechs Wochen andauern sollte. Sind die Wertpapiere und Fondsanteile dann immer noch nicht auf dem neuen Handelskonto angekommen, sollte der neue Broker kontaktiert werden.

Der Wechsel des Aktiendepots könnte einfacher kaum sein. Lediglich die Suche nach dem passenden Broker in Anspruch. Dank moderner Vergleichsrechner gestaltet sich diese aber ebenfalls unkompliziert. Anschließend müssen nur einige standardisierte Formulare ausgefüllt werden.

Depot umziehen – diese rechtlichen Regelungen existieren

Der Wechsel eines Depots sollte auch aus rechtlicher Sicht beleuchtet werden. Schließlich müssen Trader Gewissheit darüber haben, dass der Depotumzug einwandfrei ablaufen kann. Der deutsche Gesetzgeber versucht, Verbraucher zu schützen und den Wettbewerb durch einfache Rahmenbedingungen für Depotwechsel zu fördern.

  • Kündigung:

    Der Gesetzgeber sieht vor, dass die Kündigung des Kontos auf dem Schriftweg erfolgen muss. Es ist zulässig, das alte Depot per Mail zu kündigen. Eine besondere Form muss dabei nicht eingehalten werden, ein einfaches Schreiben genügt. Auch gewisse Fristen müssen vom Trader nicht beachtet werden. Im Zuge der Kontolöschung kann der Broker auch direkt mit dem Verkauf von Bruchstücken beauftragt werden, die nach dem Depotwechsel noch auf dem alten Konto verweilen.

  • Kosten:

    Es wurde bereits erwähnt, aufgrund der Relevanz für Trader soll aber nochmals zum Ausdruck gebracht werden, dass der Depotumzug keine Kosten verursachen darf. Die Verwahrung und anschließende Freigabe der Wertpapiere gehören laut Urteil des BGH aus dem Jahr 2004 zu den Pflichten des Brokers.

  • Dauer:

    Das einzige gesetzliche Manko beim Depotumzug ist dessen Dauer. Der Gesetzgeber schreibt nicht vor, wie viel Zeit der Prozess in Anspruch nehmen darf.

  • Steuern:

    Bei der Übertragung des Depots werden nicht nur Wertpapiere übermittelt. Auch die Steuerdaten werden vom neuen zum alten Broker übertragen. Unter Umständen müssen allerdings Freistellungsaufträge bei der alten Bank widerrufen und dem neuen Broker übermittelt werden.

Das Depot umziehen, ist also auch aus rechtlicher Sicht problemlos möglich. Der Gesetzgeber schützt Verbraucher durch ein einfaches Kündigungsrecht und die Kostenfreiheit.

Depot umziehen aber wohin? – So finden Trader den passenden Broker

Wie der Depotumzug abläuft, wurde ausführlich erläutert. Ganz entscheiden ist dabei die Wahl des neuen Brokers. Dieser sollte vor allem aufgrund der Kosten gewählt werden. Dank moderner Technik kann ein Kostenvergleich schon in 4 einfachen schritten durchgeführt werden.

  1. Handelsgewohnheiten ermitteln und angeben

    Die Basis für den Vergleich bilden die persönlichen Handelsgewohnheiten. Insbesondere gilt es, das monatliche Handelsvolumen abzuschätzen. Es empfiehlt sich dazu, das Depot beim alten Broker auszuwerten. Zudem muss auch die durchschnittliche Höhe pro Trade ermittelt werden. Da von einigen Anbietern immer noch Depotführungsgebühren verlangt werden, spielt auch das durchschnittlich gehaltene Depotvolumen eine Rolle. Alle erhobenen Daten werden dann in entsprechend beschrifteten Felder des Vergleichsrechners eingegeben.

  2. Vergleich starten

    Per einfachem Mausklick wird der Vergleichsrechner gestartet. Die Software wertet aktuelle Informationen zu einer Vielzahl von Brokern aus. Anschließend werden die Unternehmen beginnend mit dem günstigsten Broker in absteigender Reihenfolge aufgelistet.

  3. Vergleich auswerten

    Welcher Broker der günstigste ist, kann dank des Vergleichsrechners schnell ermittelt werden. Es gilt allerdings, auch weichere Faktoren wie Produktangebot, Servicequalität und Tradingsoftware zu bewerten. Besonders wenn zwei Broker annähernd die gleichen Konditionen anbieten, lohnt sich eine etwas ausführlichere Informationseinholung. Der professionelle Vergleichsrechner stellt dazu direkt Testberichte zur Verfügung. Diese geben Aufschluss über die genannten Aspekte.

  4. Konto eröffnen

    Ist die Wahl dann auf einen bestimmten Broker gefallen, sollte ein Konto beim jeweiligen Unternehmen eröffnet werden. Der Vergleichsrechner stellt zu diesem Zweck einen Link bereit, der direkt zum Portal des Brokers führt. Wie erwähnt stellt die Kontoeröffnung gleichzeitig den ersten Schritt des Depotwechsels dar.

Die Wahl des Brokers basiert also vor allem auf den Kosten. Dank des Vergleichsrechners sind diese schnell ersichtlich. Durch Testberichte oder die Nutzung von kostenlosen Demokonten können sich Trader zusätzlich über Produktangebot, Servicequalität und Co. informieren.

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Wechselprämie sichern: Belohnung für den Depotumzug erhalten

bonusAus Sicht von Broker sind Depotumzüge besonders lukrativ. Schließlich kann ein Neukunde geworben werden, der in vielen Fällen über Trading-Erfahrung verfügt und entsprechend oft Positionen eröffnet. Um einen zusätzlich Anreiz für den Wechsel zu schaffen, werden daher in regelmäßigen Abständen Umzugsprämien ausgegeben.

Trader sollten aber immer beachten, dass der Grund für einen Depotwechsel nicht in der Prämie selbst liegen sollte. Nur wenn zwei Anbieter als gleichwertig einzustufen sind, kann der Bonus den Ausschlag für oder gegen einen Broker geben. Zusätzlich sollten die Bedingungen für die Prämie beachtet werden. Einige Broker verlangen etwa, dass in den ersten Monaten nach dem Wechsel ein bestimmter Handelsumsatz oder eine Mindestanzahl an Positionen eröffnet wird. Andernfalls wird die Prämie teilweise nicht ausbezahlt.

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Informationen über aktuelle Aktionen erhalten Trader entweder auf der Seite des Brokers selbst oder im Newsbereich dieses Portals.

Fazit: Depot umziehen unkompliziert und lukrativ

wissenAuf dem Markt werben etliche Broker um die Gunst von Kunden. Besonders Direktbanken und reine Online-Broker können Tradern enorme Kostenvorteile bescheren. Aber auch das Produktangebot oder die Servicequalität beim neuen Anbieter kann Anleger zum Wechsel bewegen. Das Depot umziehen selbst könnte einfacher kaum sein und ist zudem kostenlos. Tradern wird daher empfohlen, regelmäßige Vergleiche von Brokern durchzuführen. Ergibt der Vergleich, dass der alte Broker zu teuer ist, lohnt sich der Umzug fast immer. Zumal er bei vielen Anbietern durch eine attraktiven Wechselprämie versüßt wird.

Bildquelle:

© cardephotography – Fotolia_69712118_XS

© sp4764 – Fotolia_77367109_XS

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