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Kapitel 1 Investment – Der Unterschied zum Trader

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Ihnen ist klar geworden, dass sich Ihr Kapital auf dem Sparbuch auch auf lange Sicht nicht vermehren wird. Daher wollen Sie in den Börsenhandel einsteigen. Aktien und andere Finanzinstrumente versprechen hohe Gewinne, wenn man es richtig anstellt. Seit Jahren ist der Handel an der Börse für Privatanleger möglich. Dank Internet gibt es Zugang zu allen Märkten. Zudem bieten viele Broker zusätzlich den außerbörslichen Direkthandel an. Als künftiger Depotinhaber fragen Sie sich, sollen Sie in Aktien investieren oder Aktien traden?

Das Wichtigste für Sie auf einen Blick

  • Direkthandel an der Börse für Privatanleger möglich
  • Aktienkauf zusätzlich im außerbörslichen Direkthandel
  • Aktien werden als mittel- bis langfristige Anlage betrachtet
  • Beurteilung des Unternehmens wichtiger als Kurs
  • Trader sind in erster Linie kursfokussiert

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1. Unterschied Investor & Trader: Anlagehorizont wesentliches Kriterium

Mit Aktien Investment oder Trading (Handel) können Sie an Finanzmärkten kleine oder große Profite erzielen. Es handelt sich um zwei verschiedene Methoden, deren Details Sie genau kennen sollten. Bei Investments geht es darum, über längere Zeit hinweg Gewinne durch den Kauf von Aktien, Anleihen, Investmentfonds oder anderen Finanzinstrumenten zu erzielen. Ein Aktien Investor vervielfacht diese Gewinne, indem er Profite in Aktien oder Fonds reinvestiert.

Investiertes Kapital wird über einen längeren Zeitraum von mindestens fünf Jahren gehalten. In Einzelfällen verfahren Investoren nach dem Prinzip Aktien kaufen und nach mehreren Jahrzehnten oder überhaupt nicht zu verkaufen. Auch bei Anleihen sind lange Investments (Buy-and-Hold-Investment) möglich, denn Laufzeiten von bis zu 30 Jahren sind nicht unüblich. In dieser Zeit erzielen Investoren neben den allgemeinen Wertsteigerungen zusätzliche Erträge durch diverse Auszahlungen in Form von Dividenden, Aktiensplits oder Zinsen.

Der Unterschied zum Trader

Außerbörslicher Direkthandel – Alternative zum Handel an der Börse

Die Börse ist keine Einbahnstraße. Regelmäßig bewegen sich die Finanzmärkte in schwierigeren Zeiten. Investoren erwarten erneut steigende Preise und den Ausgleich möglicher Verluste. Sie sitzen diese negativen Marktphasen aus. Als Aktien Investor legen Sie großen Wert auf Marktfaktoren wie Kurs-Gewinn-Verhältnis. Kurzzeitige negative Kursentwicklungen nehmen Sie mit Gelassenheit hin.

Zum Handel bzw. Trading gehören wiederkehrende Kauf und Verkauf von Aktien, Anleihen, Rohstoffen, Devisen, CFDs oder anderen Instrumenten.

Ein Trader verfolgt als Ziel deutlich höhere Profitspannen als bei reinen Buy-and-Hold-Investments. So mancher Aktien Investor freut sich über eine jährliche Rendite seines Kapitals von 10 bis 15 Prozent. Der Aktien-Händler will monatlich ein Plus von 10 Prozent und mehr erzielen.

Für den Trader bedeutet ein derart hoher Profitanspruch, dass er beispielsweise ständig Aktien zu niedrigen Preisen kauft und zu höheren Preisen verkauft. Als Trader kann man auch durch sogenannte Leergeschäfte von fallenden Märkten bzw. sinkenden Kursen profitieren

Während Sie als Buy-And-Hold-Investor unruhige Finanzmärkte ignorieren, müssen Sie als Trader schnell auf Kursänderungen reagieren. Stopp-Loss bieten dabei die Möglichkeit, Wertpapiere automatisiert bei Erreichen einer Untergrenze zu verkaufen.

Händler werden abhängig von der Haltedauer in mehrere Kategorien eingeteilt.

  • Wer seine Anlagen einige Monate oder Jahre hält, ist ein Position Trader.
  • Wer Anlagen nach einigen Tage oder Wochen verkauft, ist ein Swing Trader.
  • Ein Day Trader ist jemand, der Kauf und Verkauf von Finanzinstrumenten innerhalb eines Tages abwickelt.
  • Scalp Trader halten Anlagen nur wenige Sekunden oder Minuten.

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Investoren und Händler suchen gleichermaßen den Gewinn an den Finanzmärkten. Investoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie über einen längeren Zeitraum Anlagen halten und damit Gewinne erzielen möchten. Für Händler steht der kurzfristige Profit im Fokus, der möglichst konstant durch den ständigen Kauf und Verkauf von Finanzinstrumenten realisiert werden soll. In der heutigen Zeit sich ständig ändernder Finanzmärkte kann es sinnvoll sein, wenn Sie Investor und in Teilen beispielsweise ein Position Trader sind.

2. Was heißt in Aktien investieren?

An der Börse wird zwar viel Geld mit Aktien verdient, aber nicht selten bleibt der Erfolg aus. Betroffene wundern sich dann, dass Ihnen so wenig gelingt. Warum schaffen es andere Anleger, durch Aktienhandel reich zu werden? Falsche Aktie, schlechtes Timing, zu früh oder zu spät ausgestiegen … immer das Gleiche. Einer der vom Börsenguru A. Kostolany zum Besten gegebenen Sprüche lautet: „Aktien kaufen und sich dann lang schlafen legen“. Der Haken dabei ist: Der Guru nennt weder die zu kaufenden Aktien noch die Marke des lang wirkenden Schlafmittels. Letzteres wäre gut, um bei zwischenzeitlichen Verlusten nicht in die bei vielen Anlegern anzutreffende Panik zu verfallen.

Rendite von Aktienanlagen

Aktien gelten auf lange Sicht als renditestark – Chart bei OnVista

Auf lange Sicht haben sich Renditen von Aktienanlagen im Vergleich mit anderen Anlagen als höher erwiesen. Viele Aktienanleger müssen immer wieder vermeidbare Gewinneinbußen hinnehmen, weil sie in „bärischen“ Börsenzeiten panikartig Anlagen verkaufen oder mangels Analyse eigener Fehler diese mehrmals machen. Aktien Investor kann jeder werden, der zum Lernen bereit ist. Wer ein guter Investor sein möchte, sollte sich an einige bewährte Spielregeln halten. Das macht einen Aktien Investor erfolgreich:

  • Aktienauswahl mit Strategie

Erfolgsversprechend ist eine Investmentstrategie, die an wenigen Kennzahlen deutlich gemacht werden kann. Die Aktie sollte eine hohe Dividendenrendite verzeichnen, die kontinuierlich ausgezahlt wird. Die Bilanzqualität eines Unternehmens (Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad) muss stimmen. Wichtig ist außerdem, wo das Aktienunternehmen Umsatz und Gewinn macht. Letztlich ist die aktuelle und künftige Gewinnentwicklung ein Kriterium für den Aktienkauf.

  • Aktien kaufen, wenn am Markt Panikstimmung herrscht

An den Börsen geht es bekanntlich auf und ab. Markante Einbrüche an den Börsen gab es u.a. 1987, 2000 oder 2008. Börsenindizes haben sich wieder erholt und in der Folge neue Allzeithochs erreicht. Immer wenn sich an den Börsen negative Stimmung breit macht und die Aktienkurse fallen, sind nur wenige Anleger trotz idealer Kaufgelegenheiten zum Aktienkauf bereit. Wer in diesen Zeiten den Mut aufbringt und dazu noch rechtzeitig investiert, bereut es meist nicht.

  • Aus eigenen Fehlern lernen

Jeder Investor muss bereit sein, seine Entscheidungen und mögliche Fehler zu analysieren. Wer die negativen Folgen bestimmter Investmententscheidungen ignoriert und ohne Analyse einfach weiter investiert, wird alte Fehler wieder machen. Jeder Fehler kostet Geld und geht zu Lasten der Gesamtrendite.

  • Volatilität des Marktes ignorieren

Viele Investoren wollen ständig steigende Kurse sehen, Kurzeitverluste mögen Sie nicht. Kommt es zu einer Korrektur an der Börse, verkaufen sie Aktien. Dabei wäre es klüger, die Volatilität an den Märkten zu ignorieren. Denn eine Korrektur an der Börse führt keineswegs zu einem permanenten Verlust. Daher sollte der Anleger nicht in Panik verfallen und die tiefen Börsenkurse für ein Nachkaufen nutzen.

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Ein erfolgreicher Aktien Investor muss keine überdurchschnittlichen Ergebnisse wie die Börsengurus erzielen. Mit Aktienwissen, Ausdauer und einem guten Depotanbieter werden Sie tolle Resultate erzielen. Broker wie DEGIRO („Bester Trading Broker„) mit Ordergebühren von wenig über 2 Euro bieten die Möglichkeit, bei einigen Anlagen Investor und bei anderen Trader zu sein.

Wenn Sie in Aktien investieren, geschieht das nicht nur unter Beachtung eines längeren Anlagehorizontes, sondern Sie gehen anders an die Dinge ran, wie es ein Trader macht. Als Investor beschäftigen Sie sich mit den wesentlichen Kennziffern der Aktiengesellschaft, deren Aktien Sie an der Börse zu kaufen gedenken. Sie bilden sich eine Meinung über das Unternehmen, dessen Wertigkeit und über die Produkte. Vor einem Investment schauen Sie sich Kriterien wie Ertragslage, Eigenkapital, Schulden, die Marktstellung und die Zukunftsaussichten genau an.

Ein langfristig orientierter Aktienkäufer unterscheidet sich vom Trader nicht nur bei der Auswahl und Anlagedauer der Aktien. Vielmehr spielt bei den Strategien unterschiedlich eine Rolle, wann der Kauf oder Verkauf stattfindet. Wenn Sie wirklich sehr langfristig orientiert sind, können Sie zu jeder Zeit ins Aktieninvestment einsteigen. Eine Aktie wird von der langfristigen Wachstumstendenz der Wirtschaft und der Unternehmen profitieren. Das gilt bei Vorhandensein einer starken Marke oder überzeugender Produkte.

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3. Welche Anlagemethode für Sie geeignet ist

Wollen Sie an der Börse eigenes Kapital vermehren, müssen Sie sich positionieren. Das heißt, Sie müssen sich über den Zeithorizont im Klaren sein, in dem Sie anlegen wollen. Wollen Sie Investor oder Trader / Spekulant sein? Langfristiges „Value-Investing" und Daytrading sind zwei Methoden mit unterschiedlichen Kriterien, die zum jeweiligen Zeithorizont passen. Als Anfänger wollen Sie nicht als Daytrader mit dem Aktienhandel starten, denn diese Anlagemethode ist Ihnen zu kurzfristig und zu riskant. Dennoch lauert auf der Gegenseite ein Problem.

  • Hier ein Beispiel, was beim Investieren passiert. Da nimmt sich der Anleger beispielsweise vor, langfristig zu investieren. Der Kurs einer „für Jahre" gekauften Aktie gerät nach wenigen Tagen aufgrund irgendwelcher Marktnews unter Druck, verliert beispielsweise 10 Prozent. Plötzlich wird die Anlagestrategie angezweifelt und möglicherweise über den Haufen geworfen. Letztlich wird der Druck auch durch die Medien so groß, dass die Aktie abseits des geplanten Zeithorizonts verkauft wird.

Traden hat in Kombination mit einem konservativen Depot auch für einen Investor Vorteile. Dies gilt insbesondere bei abwärts laufenden Markphasen oder negativen Nachrichten beispielsweise Wirtschaftsdaten oder politische Krisen. Als langfristig orientierter Investor können Sie diese Situationen aussitzen. Alternativ können Sie diese Situationen zum Traden nutzen und Ihr Investmentportfolio bzw. im Abwärtstrend befindlichen Werte beispielsweise mit Future oder Bonus Zertifikaten absichern. Damit lässt sich die Performance des Depots trotz schwächelnder Finanzmärkte erhöhen.

Wenn Sie in Aktien investieren, dann nicht ausschließlich in Jahrzehnten denken, sondern auch einen Bereich von einigen Monaten nicht ausschließen. Eine von Ihnen beim Start favorisierte Langfristmethode nützt Ihnen nichts, wenn sie nicht eingehalten wird oder werden kann. Pro Jahr können Sie an den Börsen mehrere Phasen (1 bis 4) feststellen, die sie für Profite nutzen können.

4. Fazit: Aktien Investor handelt langfristig orientiert

Wer an der Börse Geld verdienen möchte, kann sich zwischen den Methoden Investieren oder Trading entscheiden. Der Unterschied zwischen Trader und Investor ist relativ einfach: Während der eine auf schnelles Geld aus ist, hat der andere eine langfristige Perspektive. Der Typ Trader hält Aktien manchmal nur einige Minuten, der Typ Investor bleibt jahrelang investiert. Zusätzliche Performance kann sich durch eine Kombination von Investment und Trading (Absicherung gegen fallende Kurse) ergeben.

Kapitalbedarf & Renditechancen