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Was sind CFDs und für wen sind sie geeignet?

Die Abkürzung CFD steht für Contract for Difference, zu deutsch Differenzkontrakt. Erfunden wurden diese Wertpapiere in den 1980er Jahren um Steuern zu sparen, heute sind sie vor allem wegen des hohen Hebels beliebt. Denn mit dem gleichen Kapitaleinsatz sind die Gewinne (und natürlich auch die Verluste) viel höher als mit Aktien oder Fonds.

CFDs im Überblick

  • Beteiligung an der Entwicklung eines Basiswertes
  • Handel mit einem Hebel
  • Über spezielle CFD-Broker gehandelt
  • Für kurzfristige Geldanlage
  • Hoch spekulativ
Was sind CFDs?

Differenzkontrakte versprechen hohe mögliche Gewinne, sind aber auch sehr riskant.

So funktionieren Differenzkontrakte

ausrufezeichenZu jedem Differenzkontrakt gibt es einen Basiswert, beispielsweise eine Aktie. Wer ein CFD auf Deutsche Bank Aktien erwirbt wird kein Eigentümer des Unternehmens, sondern wird an der Entwicklung des Aktienkurses beteiligt. Das gilt in beide Richtungen, steigt der Kurs macht der Trader Gewinne, sinkt er verliert er Geld. Anders sieht es natürlich aus, wenn ein CFD leer verkauft wurde. Dann profitiert der Verkäufer von fallenden Kursen und macht bei steigenden Verluste.

Somit gleicht die Entwicklung der des Basiswerts, allerdings wird im Regelfall mit einem Hebel gehandelt. Bei einem Hebel von 100 entsprechen die Gewinne und Verluste beim Einsatz von 1.000 Euro denen, die beim Aktienhandel mit 100.000 Euro erzielt worden wären.

Die Entwicklung des CFDs entspricht weitgehend der des Basiswertes, allerdings wird sie gehebelt.

Vor- und Nachteile von CFDs

LizenzUrsprünglich wurden CFDs in den 1980er Jahren erdacht, um die Finanztransaktionssteuer zu sparen. Weil nicht die Aktie, sondern nur ein Derivat darauf gehandelt wurde, fiel auch die auf den Aktienhandel erhobene Stempelsteuer nicht an.

Heute sind Differenzkontrakte vor allem wegen des Hebels sehr beliebt. Außerdem können hier auch Kleinanleger problemlos auf fallende Kurse setzen. Zudem ist der Handel teilweise billiger als der mit Aktien, weil außerbörslich gehandelt wird und oft nur eine prozentuale Gebühr oder ein Spread anfällt.

Allerdings bedeutet der hohe Hebel nicht nur hohe mögliche Gewinne, sondern auch ein hohes Risiko. Bei einem Hebel von 200 ist bereits bei einer Kursveränderung von 0,5 Prozent in die falsche Richtung der Einsatz verloren. Werden die Verluste noch größer, muss Geld nachgeschossen werden. Einige Broker bieten aber die Möglichkeit ohne Nachschusspflicht zu handeln.

Für langfristige Geldanleger sind CFDs nicht geeignet, denn werden sie über Nacht gehalten fallen Zinsen an.

Das sind die Vorteile von CFDs:

  • Höhere Gewinne dank Hebel möglich
  • Problemlos leer verkaufen
  •  Bei niedrigen Beträgen billiger als Aktien

Das sind die Nachteile:

  • Hohes Verlustrisiko
  • Verluste über 100 Prozent möglich
  • Rolling-Gebühren beim Halten über Nacht
  • Weniger reguliert als Börsenhandel

IG gehört zu den bekanntesten CFD Brokern.

IG gehört zu den bekanntesten CFD Brokern.

Für wen sind CFDs geeignet?

DemoDifferenzkontrakte sind vor allem für kurzfristig und spekulativ ausgerichtete Trader interessant. Das Risiko ist hoch, Anleger sollten deshalb ihr Handelskonto regelmäßig beobachten. Spaß am Traden sollten Investoren  mitbringen, meistens stehen weniger die reine Geldanlage als der Nervenkitzel und die Spannung im Vordergrund.

Wegen des hohen Risikos sollten Trader außerdem zur Not auch einen Totalverlust verkraften können. Wer das Geld fürs Studium oder den Kauf eines Hauses zurück gelegt hat, für den sind CFDs nicht geeignet.

Wegen des hohen Risikos sind CFDs vor allem für Trader mit Spaß am Risiko geeignet

Wo CFDs kaufen?

handelsplattformCFDs werden vor allem außerbörslich von spezialisierten Brokern angeboten. Dabei gibt es zwei Modelle. Bei klassischen Market Makern übernimmt der Broker selbst die Funktion der Börse. Er sammelt Angebot und Nachfrage, wenn sich beide nicht ausgleichen, wird er selbst als Marktteilnehmer aktiv. Im Regelfall sichert er seine Position später selbst über die Börse ab, damit Kundengewinne nicht zu einem Problem für den Broker werden. Unter Umständen passt er auch den Kurs an, wenn sich Angebot und Nachfrage nicht die Wage halten. Bei diesen sogenannten Requotes wird die Transaktion zunächst nicht durchgeführt, sondern die Trader erhalten einen alternativen Kurs. Diesen können sie dann annehmen oder ablehnen. CFD Broker sind in der Regel Market Maker.

Beim anderen Modell agiert der Broker nur als Vermittler. Ähnlich wie im Forex-Trading werden beim sogenannten Straight Through Processing (STP) die Kauf- und Verkaufsaufträge der Kunden direkt an Liquiditätsanbieter weitergegeben, zum Beispiel Banken oder Hedgefonds. Oft sind beide Seiten an ein Electronic Communications Network (ECN) angeschlossen, eine außerbörsliche Handelsplattform. Auch sogenannte Direkt-Market-Access-CFDs (DMA-CFDs) bieten einige Broker, wie etwa IG, mittlerweile an.

Meistens bieten die Broker auch den Handel mit Devisen, daher finden sich im Forex Broker Vergleich auch viele CFD-Anbieter. Für den Kauf von Währungspaaren, Fonds oder Rohstoffen wird meist keine Gebühr verlangt, sondern der Kaufkurs liegt etwas höher als der Verkaufskurs. Aus diesem sogenannten Spread finanziert sich das Unternehmen. Bei Aktien wird stattdessen oft eine prozentuale Kommision verlangt.

Bei der Anbieterwahl im CFD Broker Vergleich sollten Trader sich zunächst Gedanken machen, ob sie einen klassischen Marketmaker oder einen STP-Broker bevorzugen. Dann sollte ein Anbieter mit niedrigen Gebühren und großem Angebot an Basiswerten gesucht werden. Wichtig ist auch eine EU-Regulierung. Wer nicht mehr als den Einsatz verlieren will sollte einen Broker wählen, der das ausschließt, beispielsweise comdirect.

CFDs werden vor allem außerbörslich gehandelt

Fazit

Differenzkontrakte wenden sich vor allem an kurzfristig und spekulativ orientierte Trader, für die der Spaß am Handeln im Vordergrund stehen. Denn dank des Hebels sind hohe Gewinne und Verluste möglich. Beim Halten von Positionen über Nacht fallen aber Gebühren an, weshalb CFDs für langfristig orientierte Anleger nicht attraktiv sind.

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