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Kapitel 1 Trading – Der Unterschied zum Investor

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Mit etwas Kapital, Technik und Persönlichkeit kann jeder Anleger ein Aktien Trader werden. Ein wesentlicher Unterschied zum Aktien Investor besteht darin, dass Sie kurzfristig orientiert handeln. Dabei kommt es nicht darauf an, dass Sie wie beim Daytrading jeden Tag Positionen öffnen und schließen. Sie können geöffnete Trades abhängig von Ein- und Ausstiegssignalen tage- oder wochenlang offen halten. Wichtig ist die Konzentration auf bestimmte Finanzinstrumente und ein passendes Tradingsystem, um Kursschwankungen für Profite auszunutzen. Mit einem guten Risikomanagement sichert der Trader sein Handelskapital und damit seine Existenz insgesamt ab.

Das Wichtigste zum Aktien Trader auf einen Blick

  • Kursschwankungen für Profite ausnutzen
  • kurzfristige ständige Profite erzielen
  • Portfolio handeln mit System
  • Handel basiert auf bestimmten Ein- und Ausstiegssignalen

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1. Aktien Investment oder Trading: Kann man Traden lernen?

In Aktien investieren bedeutet das Einbringen von Kapital in ein Unternehmen. Beim Kauf von Aktien stehen für die Entscheidungsfindung Fundamentaldaten an erster Stelle. Ein Aktien Investor wird seine Beteiligung über einen langen Zeitraum von mehreren Jahren bis Jahrzehnten halten. Das Ziel ist das Erzielen eines Wertzuwachses oder das Kassieren von Dividenden. Beim Trading steht meist ein kurzfristig orientiertes Kaufen oder Verkaufen von Finanzinstrumenten im Vordergrund. Der Trader verfolgt dabei das Ziel, bei Wertpapieren Kursschwankungen auszunutzen.

Während für einen Investor die Fundamentaldaten eine wichtige Rolle spielen, interessiert das einen Trader kaum oder nicht. Er folgt bei seinem Handel bestimmten Ein- und Ausstiegssignalen, die auf der Basis von technischer Analyse oder Chartanalyse ermittelt werden.

Der Unterschied zum Investor

Trader können bei OnVista Musterdepot und Watchlist zum Lernen nutzen

Kann man Traden lernen?

Während sich erfolgreiche Investoren wie die Börsengurus Warren Buffet oder Soros namentlich benennen lassen, ist die Suche nach einem erfolgreichen Trader schon schwerer. Vielleicht liegt es daran, dass die Mehrzahl der Trader im Vergleich mit Investoren auf lange Sicht weniger erfolgreich ist. Der Grund ist, dass sie beim Trading zu vieles dem Zufall überlassen. Dabei kann man Aktien Trader werden in gewisser Weise lernen. Einen Doktor der Wirtschaftswissenschaften braucht man dabei nicht. Es gibt wie beim Investieren einige Verhaltensregeln und Vorgehensweisen beim Trading, die in Kombination mit einer Strategie bzw. einem Tradingsystem zum Erfolg beitragen können.

Als erstes muss man Interesse für einen gewünschten Zielmarkt zeigen und ihn beobachten. Danach gilt es, Handelsregeln für diesen Markt aufzustellen. Häufig wird ein Tradingsystem ausschließlich am Öffnen und Schließen von Positionen festgemacht und als alles entscheidend angesehen.

Doch entscheidet sich der Trading-Erfolg ebenso durch gutes Risikomanagement sowie die Wahl der Handelsinstrumente unter Beachtung des eingesetzten Systems. Ein Handel von Währungspaaren wie EUR/USD macht eine andere Herangehensweisen als das Trading an den Aktien- oder Anleihemärkten notwendig. Einen DAX Future tradet man anders als Rohöl oder Gold. Selbst Aktien können Sie möglicherweise nicht mit einem System handeln. Ist Ihr System auf US-Märkte ausgelegt, wird dieses System kaum bei DAX-Werten funktionieren.

Niemand sollte davon ausgehen, dass jede Strategie auf jeden Markt anwendbar ist. Ein gutes Tradingsystem ist in der Regel ein „Betriebsgeheimnis". Wenn ein „besonders gutes“ System empfohlen wird, beschert es in der Regel nur dem Verkäufer einen Gewinn.

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Investment ist gut und Trading unverantwortlich oder unseriös?

Trader werden nicht selten als Zocker und unverantwortliche Spekulanten dargestellt. Ihnen wird beispielsweise vorgeworfen, durch Leerverkäufe von Aktien den Markt in ihre Richtung zu lenken. Dabei stimmt das so absolut nicht. Jeden Monat gelangen weltweit riesige Geldbeträge in den Aktienmarkt. In den USA sorgen viele Menschen mit Aktien für ihre Pension vor. Das Anlegen übernehmen dabei Investmentgesellschaften, Pensionskassen oder Fonds. All das viele Geld wird mit dem Ziel steigender Kurse investiert. Irgendwann müssen die Großinvestoren ihre Long-Positionen auflösen und zu Geld machen. Sinkende Börsenkurse entstehen nicht, weil Trader leerverkaufen.

Warum soll es unseriös sein, heute zum Beispiel BMW-Aktien zu kaufen und vier Tage später wieder zu verkaufen? Ist ein Trader unverantwortlich, wenn er VW Aktien auf fallende Kurse spekuliert und sich wenige Tage später erneut eindeckt. Der Trader nutzt doch lediglich das typische Marktverhalten zu seinem Vorteil. Ist es nicht weitaus unverantwortlicher, beispielsweise Waffen zu verkaufen oder Billigprodukte zu kaufen? Es gibt eine Vielzahl von Dingen, die als unverantwortlich zu bezeichnen wären.

Investor sein und Traden?

Sie können investieren und traden zur gleichen Zeit. Der erfahrene Anleger kombiniert beide Handelsstile sogar mit hoher Effektivität. Wenn die Aktienkurse richtig fallen, was ja durchaus mit großer Regelmäßigkeit vorkommt, haben Sie als Investor zwei Möglichkeiten: drin bleiben oder aussteigen. Beides wäre nicht besonders sinnvoll. Alternativ könnten Sie auf fallende Kurse setzen bzw. short gehen. Short-Positionen lassen sich sehr gut als Anlagestrategie nutzen oder um sich in schwierigen Marktphasen gegen Verluste abzusichern.

Aktien Investment oder Trading: Beides kann man lernen. Ein Trader muss einige Spielregeln mehr als ein Investor beachten. Als Day Trader oder Swing Trader nutzt er das typische Marktverhalten zur Profiterzielung. Dabei hilft ihm neben einer Daytrading Software ein zu den Handelsinstrumenten passendes Trading System.
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2. Aktien Trader: Der Unterschied zum Investor erklärt

Viele Normalanleger, die mit Aktien befasst sind, vertreten öffentlich die Meinung, kein Trader, sondern ein Investor zu sein. Das hat damit zu tun, dass die Medien meist Trader mit Spekulanten gleichsetzen, Investoren hingegen immer gut sind. Warren Buffet gilt vielen Aktienanlegern als das Vorbild. Ihn kümmert es nicht, ob ein Kurs kurzfristig etwas runter oder hoch geht. Als Investor kennt er den inneren Wert seiner Aktien. Er hat Kennziffern ausreichend lange geprüft und das Unternehmen insgesamt analysiert. Verkauft werden diese erst dann, wenn sich der Wert vermehrt hat. Er will einen Preis nach seinen Vorstellungen bekommen. Er nimmt es hin, dass das Jahre dauern kann. Soweit zum Thema, was einen Investor ausmacht.

Wie viele Anleger beginnen nach kurzer Überlegung aufgrund von Medienberichten mit dem Kaufen von Aktien, weil sie deren Preis als „billig" ansehen. Aber sind das echte Investoren? Verhalten sich diese Anleger nicht wie Trader? Es gibt mehrere Methoden beim Traden. Neben Daytrading gibt es Position Trading oder Swing Trading, bei denen Aktien einen Tag bis mehrere Monate gehalten werden. Will ein Anleger flexibel bleiben, wird er Investieren und Traden in irgendeiner Form kombinieren müssen.

Trader Wette auf Kursentwicklung

Schlechtes Rating nutzt Trader zur Wette auf fallenden Kurs (Quelle: pixabay)

Was ist ein Aktien Trader?

Im Unterschied zum Investor macht ein Trader Unternehmensanalysen und Wertermittlungen nicht oder nur oberflächlich. Denn ihn interessiert in erster Linie, wie sich der Kurs der Aktie, eines Rohstoffs oder eines Währungspaares entwickelt. Sein Ziel besteht darin, die gewählte Anlage innerhalb von Tagen oder Wochen, teilweise auch Monaten mit hohem Gewinn zu verkaufen. Mit Analysetools und Charts versucht er die Kursentwicklungen ausgewählter Zielmärkte zu prognostizieren.

Zum Trading werden mindestens drei Komponenten benötigt: Startkapital, gute Technik und mentale Stärke. Mehr dazu im Kapitel 2 Trading Kapitalbedarf & Renditechancen. Ein Full-Time-Trader braucht ein Kapital in mittlerer sechsstelliger Höhe. Anders als ein Investor ist für einen Trader die Technik von existenzieller Bedeutung. Mentale Stärke ist ohne gute Technik nichts wert, was umgekehrt ebenso gilt. Mentale Defizite sind meist die Ursache, dass Trading trotz eines guten Systems nicht erfolgreich funktioniert.

Ohne ausreichende Kenntnis der eigenen Ziele, sollte man nicht mit Trading anfangen. Als Trader müssen Sie Risikomanagement betreiben. Das muss zwar ein Investor auch, doch kann er damit bis etwa fünf Jahre vor dem avisierten Verkauf und einer Kapitalrücknahme warten. Als Trader müssen Sie für jede Position festlegen, bei wie viel Gewinn bzw. Verlust Sie wieder aussteigen. Automatisiert gelingt der Ausstieg durch das Setzen sogenannter Stop-Loss-Limits.

Wer in kurzen Zeitabständen Aktien kauft und wieder verkauft, gilt bereits als Aktien Trader. In erster Linie geht es beim Trading darum, auf der Grundlage bestimmter Handelssignale Positionen einzugehen und in möglichst kurzer Zeit mit hohem Gewinn zu verkaufen. Zwischen Kauf und Verkauf können durchaus mehrere Tage oder Wochen liegen.

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3. FAQ – 3 Fragen zum Aktien Trading

Frage 1: Aktien Trader und Investor sein – geht das?

Für einen Trader kann Investieren durchaus eine Teilstrategie sein. Es spricht nichts dagegen, wenn der Markt die Talsohle erreicht hat, eine längerfristig orientierte Position zu eröffnen und gleichzeitig auf kurzfristige Schwankungen zu wetten. Ein Beispiel: Ein Trader eröffnet zu einem Tiefpunkt eine Longposition auf den DAX und hält diese über mehrere Monate. Parallel dazu eröffnet er Shortpositionen auf den DAX-Index, um damit das Verlustrisiko des Langfristtrades zu mindern.

Frage 2: Muss ein Trader den ganzen Tag vor dem Rechner sitzen?

Ein Trader muss nicht täglich und nicht rund um Uhr am Rechner sitzen. Nicht jeder Händler ist ein Daytrader. Ein Position Trader handelt mit einem zeitlichen Horizont von wenigen Tagen bis zu einigen Monaten. Als Swing Trader folgen Sie kurzen Trends, die innerhalb von Tagen beendet sein können.

Meist arbeitet das System. Die Software liefert automatisch entsprechend der Einstellungen aktuelle Handelssignale. Der Trader braucht die Signale nur an den Broker weiterzuleiten und eine Order zu platzieren. Die Kauforder wird mit einer Ausstiegsorder verbunden. Dieser Prozess ist in einer Viertelstunde erledigt. Ist das Kapital komplett gebunden, braucht der Trader die nächsten Tage nichts mehr zu tun. Eine wöchentliche Netto-Tradingzeit von kaum mehr als 60 Minuten ist daher nicht ungewöhnlich.

Frage 3: Wie kann man am Aktienmarkt richtig Geld verdienen?

Antwort: Die sicherste Art, an der Börse Geld zu verdienen, ist tief kaufen und hoch verkaufen. Da Aktienkurse nicht ständig steigen, gibt es bei Kursrückgängen immer auch Einstiegsmöglichkeiten für langfristige Investments. Langfristig investieren heißt, sich eine Haltedauer von zehn Jahren und mehr vorzustellen. Geld verdienen werden Sie, wenn Sie die besten Aktien kaufen. Dazu müssen Sie die Aktien mit den besten Zukunftschancen identifizieren. Günstig können Sie Aktien bei DEGIRO, ausgezeichnet als „Bestes Depot für Anfänger„, ordern!

4. Fazit: als Aktien Trader kurzfristig orientiert handeln

Wer an der Börse aktiv ist, kann entscheiden, ob er in erster Linie als Aktien Investor oder Aktien Trader agieren will. Traden kann man wie investieren lernen. Bei einem Online-Broker mit Musterdepot kann man kostenlos und ohne Risiko Aktien Trading lernen. Ein Profi-Daytrader benötigt ausreichend Kapital, gute Technik und mentale Stärke. Für den nebenberuflichen Einstieg empfehlen sich Tradingmethoden wie Position- oder Swing-Trading. Da jeder echte Aktien-Trade Kosten verursacht, sollten beim gewählten Broker die Ordergebühren je Aktienorder niedrig sein.

Kapitalbedarf & Renditechancen