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Depot auflösen: Kosten & Dauer? » Muster zum Aktiendepot auflösen

Wer ein teures Depot besitzt, kann durch einen Wechsel zu einem günstigeren Online Broker viel Geld sparen. Vor allem, wenn monatliche Grundgebühren zu zahlen sind, sollte man das Aktiendepot auflösen. Es kann aber auch sinnvoll sein, es als Zweitdepot weiterzuführen. Auch das Aktiendepot auflösen ist für manche Anleger ein Weg, den sie gehen möchten. Diese Entscheidung kann verschiedene Gründe haben.

Ratgeber: Aktiendepot auflösen – So geht es

Das wichtigste zum Depotwechsel

  • Depot auflösen in wenigen Schritten
  • Neuer Broker hilft meist beim Umzug der Wertpapiere
  • Zweitdepot unter Umständen aus steuerlichen Gründen sinnvoll
  • Aktiendepot auflösen ohne Kosten möglich

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Aktiendepot auflösen – das sind mögliche Gründe

wissenVielleicht haben Sie als Anleger sich entschieden, Ihr Aktiendepot auflösen zu wollen und denken nun darüber nach, ob die Gründe wirklich sinnvoll sind. Viele Anleger, die das erste Mal online bei einem Broker in sichere Aktien investieren, sind anfangs durchaus überrascht. Sie werden überrascht davon, wie schnell sie viel Geld verlieren können. Sie werden aber auch davon überrascht, wie komplex das Thema eigentlich ist. Vielleicht besteht der Wunsch für die Auflösung auch darin, einfach zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln. Auch das ist natürlich möglich. Die folgenden drei Gründe sind die häufigsten Ursachen dafür, warum Anleger ihr Aktiendepot auflösen möchten:

Für eine Depotauflösung können unterschiedliche Gründe vorliegen.

Eine Depotauflösung kann unterschiedliche Gründe haben © cardephotography – Fotolia

  1. Das Ende der Anlegerkarriere

Die fehlende Zeit, das fehlende Kapital oder auch einfach die fehlende Lust – es gibt viele Gründe, warum sich Anleger entscheiden, sich komplett vom Markt zurückzuziehen. In der Regel ist es ohne Kündigungsfrist direkt möglich, das Depot zu kündigen. Dabei ist es auch egal, ob noch Wertpapieren auf dem Depot liegen. Die Kündigung kann dennoch durchgeführt werden. Anschließend müssen aber alle Wertpapieren und Derivate verkauft werden. Nur dann kann der Broker die Kündigung auch durchführen und das Depot komplett auflösen.

  1. Das Depot soll weitergegeben werden

Man selbst hat keine Lust mehr, der Nachbar oder vielleicht Verwandte möchten dagegen schon lange ein eigenes Depot haben. Was liegt näher, als hier nun das Depot einfach umschreiben zu lassen? Klingt einfach, ist es aber nicht. Kein Anbieter schreibt ein Depot einfach auf einen anderen Namen um. Hier gibt es zwei Lösungen: Bei der ersten Lösung bleibt das Depot bestehen und es wird ein weiterer Inhaber mit in den Vertrag aufgenommen. Allerdings steht der Name des ersten Inhabers weiter mit drin. Diese Lösung kann schnell nach hinten losgehen. Sie sollte daher nicht gewählt werden. Die zweite Möglichkeit ist es, die Wertpapieren aus dem Depot an den Nachbarn oder Verwandten zu verkaufen und dann das Depot aufzulösen. Dabei muss dieser sich jedoch ein eigenes Depot anlegen.

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  1. Bessere Angebote nutzen

Die Eröffnung des Depots war eigentlich eher ein Schnellschlag. Wenn Sie sich jetzt so auf dem Markt umsehen, erkennen Sie viele bessere Angebote. Tatsächlich hat sich einiges getan. Viele Online-Broker bieten hervorragende Konditionen und locken mit interessanten Angeboten. Da ist es verständlich, dass Sie über einen Wechsel nachdenken. Sie haben die Möglichkeit, den Depotübertrag zu nutzen. Dieser wird durch den neu ausgewählten Broker angeboten und mit einem einfachen Schreiben an den alten Broker in Auftrag gegeben. Der Depotübertrag lässt sich relativ leicht und schnell durchführen. Anschließend kann das alte Depot aufgelöst werden.

Wer ein Aktiendepot auflösen möchte, der hat sich in der Regel darüber viele Gedanken gemacht. Die Gründe für eine solche Auflösung können vielseitig sein. Neben dem kompletten Rückzug aus dem Markt, ist häufig auch ein Wechsel zu einem anderen Anbieter der Auslöser.

 Aktiendepot umschreiben – eine weniger gute Alternative

ausrufezeichenInteressant ist der Aspekt, das Aktiendepot umschreiben zu wollen. Möglicherweise haben Sie wirklich diesen Wunsch und möchten jemandem damit etwas Gutes tun. Dieser jemand kann Ihr Kind oder auch der Partner sein. Meist sind es bekannte Personen, die das Aktiendepot übernehmen sollen. So einfach, wie es klingt, ist es aber nicht. Das Aktiendepot umschreiben ist oft nicht möglich.

Ihre Option ist es, eine weitere Person mit in das Depot aufzunehmen. Hier können Sie einen schriftlichen Antrag an den Broker stellen, die Angaben zur zweiten Person einreichen und diese mit aufnehmen lassen. Bei den meisten Brokern stellt das kein Problem dar. Zu einem Problem wird diese Lösung aber dann, wenn Verluste anfallen oder die Nachschusspflicht greift. In diesem Fall stehen alle Inhaber des Depots in der Schuld. Möchten Sie eigentlich nichts mehr mit dem Aktiendepot zu tun haben, kann das für Sie also böse Folgen haben.

Eine weitere Möglichkeit ist es, die Wertpapiere aus einem Depot an eine bekannte Person weiterzugeben, sie zu verschenken oder als eine Erbschaft zu übertragen. Bei einem Verkauf an eine bestimmte Person fallen Steuern an, die zu einem Verlust führen. Hätten Sie die Wertpapiere sowieso verkauft, ist das in der Regel kein Problem. Der Verlust sollte dennoch nicht unterschätzt werden.

Die Schenkung ist hier eine weitere Option. In diesem Fall wird keine Steuer fällig. Das Finanzamt muss jedoch über die Schenkung informiert werden. Hier sind Sie verpflichtet, den Umfang genau anzugeben.

Werden die Aktien in Form einer Erbschaft übertragen, dann sind Steuerzahlungen ebenfalls nicht notwendig. Hierbei handelt es sich um einen Sonderfall in Bezug auf die Abgeltungssteuer.

Der Blick auf die Möglichkeiten für eine Übertragung der Aktien macht deutlich, dass dies nicht unbedingt die beste Lösung darstellt. Um das Aktiendepot auflösen zu können ist es daher besser, die Aktien direkt zu veräußern oder einen Depotübertrag auf ein neues Depot zu veranlassen. So lassen sich Kosten und Aufwand sparen.

Schenkung, Erbschaft oder Veräußerung – es gibt unterschiedliche Varianten, die Aktien an Bekannte oder Familienmitglieder weiterzugeben. Alle Varianten sind jedoch mit Aufwand verbunden. Nicht empfehlenswert ist es, eine zweite Person in ein bestehendes Depot mit aufzunehmen. Bei Verlusten haften auch Sie als Mitinhaber des Depots selbst dann, wenn Sie diese Verluste nicht herbeigeführt haben.

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Depot dauerhaft auflösen – so geht es

usabilityWer sein Depot kündigen will, ohne ein neues einzurichten oder wer von seinem neuen Broker keinen Vordruck erhält, kann unser Muster für die Auflösung nutzen. Wichtig ist, dass angegeben wird, ob die alten Wertpapiere verkauft oder übertragen werden sollen, wohin sie gegebenenfalls transferiert werden sollen und wohin Guthaben auf dem Verrechnungskonto übertragen werden sollen. Sollen alle Wertpapiere in ein neues Depot wechseln, müssen sie nicht einzeln aufgeführt werden. Dann reicht der Auftrag, alle Papiere zu übertragen. Keinesfalls fehlen darf die Unterschrift. In wenigen Schritten ist die Auflösung dann durchgeführt:

  1. Die Wertpapieren verkaufen

Um die Auflösung des Depots durchführen zu können, müssen Sie erst einmal alle Wertpapiere verkaufen. Hier muss teilweise durchaus mit Verlusten gerechnet werden. Manchmal kann es sich daher lohnen, vielleicht noch eine gewisse Zeit mit der Auflösung zu warten. Das liegt jedoch in Ihrem Ermessen. Möglicherweise schreiben Sie sogar ein Plus durch die Auflösung und den damit verbundenen Verkauf der Wertpapieren. Sind alle Wertpapiere verkauft, dann ist das Aktiendepot auflösen nur noch eine Frage von wenigen Schritten.

  1. Das Verrechnungskonto auflösen

Um ein Depot führen zu können, brauchen Sie ein Verrechnungskonto. Dieses Verrechnungskonto steht in Verbindung mit dem Depot und wird für die Ein- sowie die Auszahlung genutzt. Meist handelt es sich hierbei um ein einfaches Girokonto. Wird dieses auch nicht mehr benötigt, dann sollte es ebenfalls gekündigt werden. Allerdings muss erst das Geld aus dem Depot auf das Verrechnungskonto und von dort auf das gewünschte Endkonto transferiert werden. Das nimmt einige Zeit in Anspruch.

Hinweis: Wer das Verrechnungskonto behalten möchte, teilt dies seiner Bank einfach mit. Das ist vor allem dann notwendig, wenn das Depot bei derselben Bank eröffnet wurde wie das Konto selbst.

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  1. Die schriftliche Kündigung durchführen

Wenn alle Punkte erledigt sind, dann muss nur noch die schriftliche Kündigung eingereicht werden. Es ist unbedingt notwendig, diese in Briefform mit einer originalen Unterschrift zu versenden. Sie können dafür unseren Vordruck nutzen. Füllen Sie alle Bereiche aus, damit der Broker die Kündigung direkt anerkennt und Sie keinen zusätzlichen Aufwand haben. Einige Broker akzeptieren auch die Kündigung per Fax oder Mail. Ziehen Sie hierzu vorher jedoch Erkundigungen ein.

Die Depotkündigung sollte immer schriftlich erfolgen.

Eine Depotkündigung sollte immer schriftlich erfolgen © dessauer – Fotolia

Tipp: Vermutlich wird sich Ihr Broker bei Ihnen melden und mit Ihnen über die Kündigung sprechen wollen. Viele Anbieter stellen bei einer Kündigung ganz besondere Angebote zur Verfügung. Wenn Sie sich sicher sind, Ihr Depot wirklich kündigen zu wollen, dann reagieren Sie nicht auf diese Angebote. Möchten Sie jedoch die Möglichkeit nutzen und vielleicht mit besseren Konditionen bei Ihrem Anbieter bleiben, dann können Sie von der Kündigung möglicherweise noch profitieren.

Es ist relativ einfach, in wenigen Schritten das Aktiendepot aufzulösen. Dafür müssen lediglich die Wertpapieren veräußert und das Verrechnungskonto gekündigt werden. Anschließend wird eine schriftliche Kündigung an den Broker verschickt. Dieser löst das Depot dann auf.

Depot nach Wechsel kündigen – so klappt der Depotwechsel

FazitEinfach geht die Depotauflösung, wenn die Wertpapiere zu einem neuen Anbieter umziehen sollen. Welches Depot für Anfänger besonders geeignet ist und wer ein Wertpapierdepot für Kleinanleger bietet, zeigt unser Depot Vergleich. Cortal Consors beispielsweise kombiniert sein Depot mit attraktiven Tagesgeldangeboten, flatex bietet einen einfachen und günstigen Pauschalpreis für Käufe und Verkäufe und die Onvista Bank punktet mit ihrem guten Informationsangebot. Für wen auch immer man sich entscheidet, die meisten Broker helfen bei der Depotauflösung. Sie senden ihren Kunden Formulare zu, mit denen die Wertpapiere übertragen und das alte Depot aufgelöst werden können. Damit alles reibungslos funktioniert, haben wir hier eine hilfreiche Übersicht für den erfolgreichen Depotwechsel zusammengestellt:

  • Nutzen Sie den Depot-Vergleich und machen Sie sich auf die Suche nach einem Anbieter, der zu Ihnen passt.
  • Eröffnen Sie bei diesem Anbieter ein Online-Depot und treten Sie mit dem Anbieter in Kontakt.
  • Teilen Sie diesem nun mit, dass Sie mit Ihrem Depot zu ihm umziehen möchten.
  • Möchten Sie ausgeschriebene Prämien für den Depotwechsel erhalten, stellen Sie sicher, dass Sie wirklich alle Anforderungen erfüllen.
  • Nutzen Sie das Formular Ihres Anbieters für den Depotwechsel.
  • Kündigen Sie Ihr altes Depot auf schriftlichem Wege. Die Kündigung muss nicht umfangreich sein. Sie muss lediglich Ihren vollen Namen, die Depot-Nummer sowie den Wunsch zur Kündigung enthalten. Bitten Sie um eine schnelle Bestätigung.
  • Nach dem Erhält der Bestätigung lehnen Sie sich entspannt zurück. Ihr neuer Anbieter wird sich um den Depotwechsel kümmern.

Hinweis: Sollte der neue Anbieter den Depotwechsel nicht übernehmen und Sie möchten dennoch wechseln, dann geht das auch schriftlich. Teilen Sie hierfür dem Anbieter Ihres alten Depots den Wechsel mit. Fügen Sie in das Kündigungsschreiben die neue Depotnummer ein und fordern Sie den Broker auf, die Wertpapiere zu übertragen.

Der Depotwechsel geht meist schnell und einfach vonstatten. Hier können Anleger von den Angeboten der Broker profitieren. Die meisten Broker übernehmen den Depotwechsel selbst. Dafür muss lediglich ein Formular ausgefüllt und eingereicht werden.

Zweitdepot aus steuerlichen Gründen

geldboerseAllerdings kann es unter Umständen sinnvoll sein, einen Teil der Wertpapiere im alten Depot liegen zu lassen. Das gilt für vor 2009 gekaufte Altbestände, die noch nicht der Abschlagsteuer unterliegen. Wer nämlich Papiere dieser Gesellschaften nachkauft und anschließend wieder verkauft, trennt sich nicht etwa von den gerade gekauften Aktien, sondern von den steuerfreien Altbeständen. „First in – First out“ heißt das Prinzip. Deshalb kann es sinnvoll sein, diese Wertpapiere im alten Depot zu behalten, solange keine Grundgebühr dafür anfällt. Das heißt aber nicht, dass auf den Handel mit einem neuen Depot verzichtet werden muss. Es ist problemlos möglich, ein Depot einfach ruhen zu lassen. Hier sind nicht einmal bestimmte Schritte notwendig. Dafür öffnen Sie einfach ein weiteres Depot und führen hier Ihren Handel durch. Das erste Depot bleibt wie es ist und sie profitieren hier davon, keine Abschlagsteuer zahlen zu müssen.

Manchmal kann es von Vorteil sein, sich für ein Zweitdepot zu entscheiden und auf das Auflösen des Aktiendepots zu verzichten. Dies ist besonders dann empfehlenswert, wenn die Wertpapiere im ersten Depot vor 2009 gekauft wurden und auf diese damit keine Abschlagsteuer gezahlt werden muss.

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Fazit: Aktiendepot auflösen ist einfacher als gedacht

geldscheineWenn Sie bisher dachten, es bringt viele Umstände mit sich, ein Aktiendepot aufzulösen, dann haben Sie sich geirrt. Nach dem Verkauf oder dem Übertrag der Wertpapiere können Sie einfach eine schriftliche Kündigung einreichen. Auch der Depotübertrag ist heute oft schnell durchgeführt. Dafür sorgt Ihr neuer Anbieter. Da dieser ein großes Interesse an Ihrem Umzug hat, kümmert er sich oft um den Übertrag der Wertpapiere.

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Bildquelle:

© cardephotography – Fotolia_69712118_XS

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