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Aktien Order – die wichtigsten Orderzusätze im Überblick

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Aktien Order, das hört sich einfach an. Man ordert eine bestimmte Zahl von Aktien zum aktuellen Kurs. Doch manchmal kann es sinnvoll sein, erst bei einem bestimmten Kurs zu kaufen oder zu verkaufen. Dann muss man nicht die ganze Zeit die Kurse im Auge behalten, sondern kann Stop Loss oder Stop Buy Kurse setzen.

Das wichtigste zur Aktien Order im Überblick

  • Limits beim Kaufen oder für Bestände
  • Automatisches Kaufen bei bestimmtem Kurs
  • Praktisch alle Broker bieten Limits


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1. Aktien kaufen für Anfänger: Das leisten Orderzusätze

Es gibt zwei Gründe für einen Zusatz bei einer Aktien Order. Einmal soll verhindert werden, dass eine Aktie zu einem unerwartet hohen oder tiefen Preis gekauft beziehungsweise verkauft wird.

Bei den Werten großer Unternehmen ist das meistens kein Problem, die Kurse schwanken in so kurzer Zeitspanne nur gering. Anders sieht es bei Nebenwerten aus. Wird bestens gekauft, wird der Kurs automatisch so festgesetzt, dass ein Handel zustande kommt, auch wenn der Käufer dann ein Vielfaches des letzten amtlichen Kurses bezahlen muss, bei Verkäufen verhält es sich analog. Hier sollten Trader deshalb immer festlegen, wie viel sie maximal zahlen oder was sie bei Verkäufen mindestens für eine Aktie erhalten wollen.

Mit Orderzusätzen lassen sich aber auch bei bestimmten Kursniveaus automatisch Käufe oder Verkäufe auslösen.

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2. Kaufzusätze bei Aktienorders

Wer eine Aktie kaufen will, kann sowohl Limits über als auch unter dem aktuellen Kurs setzen und die Limits können beim über- oder unterschreiten ausgelöst werden.

Limit

Häufig werden Höchstpreise festgesetzt, Käufe also limitiert ausgeführt. Damit will man entweder verhindern, dass der Kauf nur zu einem unerwartet hohen Kurs zustande kommt oder aber man erwartet einen Kursverfall und will erst einsteigen, wenn das Papier deutlich billiger geworden ist.

Stop Buy

Es ist aber auch möglich, Aktien erst beim Überschreiten eines Kurses zu kaufen. Das ist vor allem sinnvoll, wenn ein Kurs regelmäßig an einer Widerstandslinie scheitert. Oft gibt es Kurse, die eine Aktie regelmäßig nicht überschreitet. Sie steigt beispielsweise immer wieder auf einen Wert von knapp unter 10,00 Euro, schafft es aber nie diesen Wert zu überschreiten, sondern fällt bei spätestens 10,00 Euro wieder. Wird eine solche Widerstandslinie durchbrochen, läutet das oft einen längeren Kursanstieg ein. Es kann also eine lohnende Strategie sein zu warten, bis die Aktie auf mindestens 10,01 Euro steigt und dann zu kaufen. Bei dieser Stop Buy Order wird die Aktie beim Überschreiten automatisch bestens gekauft.

Stop Buy Limit

Man kann aber auch eine Stop Buy Order mit einem Limit kombinieren und beim Überschreiten eines Wertes automatisch kaufen, maximal aber bis zu einem bestimmten Kurs. Man setzt also einen Korridor.

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3. Verkaufszusätze bei Aktien Order

Bei einer Aktien Order sind Orderzusätze effektive Hilfsmittel für Trader, die vor hohen Verlusten schützen können.

Aktien Order – wann kaufen oder verkaufen? © Denis Junker – Fotolia

Umgekehrt können auch beim Verkauf Höchst- oder Tiefstkurse festgesetzt werden, oder man verkauft bestens, das heißt hier zum höchsten möglichen Kurs.

Limit

Üblich ist es, beim Verkauf ein Stop Limit zu setzen. Man möchte eine Aktie verkaufen, aber nicht zu jedem Preis. Dann legt man eine Untergrenze fest, wird diese unterschritten kommt kein Handel zustande.

Stop Loss

Beim Stop Loss wird eine Aktie automatisch verkauft, wenn ein Kurs unterschritten wird. Dafür kann es mehrere Gründe geben. Beispielsweise sollen damit Verluste begrenzt werden. Wer beispielsweise einen Teil des investierten Geldes noch für andere Zwecke braucht, kann mit einer Stop Loss Order verhindern, dass die Verluste am Ende so groß sind, dass es nicht mehr für den Jahresurlaub reicht.

Wie bei der Stop Buy Order können aber auch Handelsstrategien damit flankiert werden. Gab es bisher bei tendenziell fallenden Kursen Widerstandslinien, bei denen der Kursrückgang bisher immer stoppte, kann es sinnvoll sein sofort zu verkaufen, falls diese Grenze doch unterschritten wird, denn oft wird damit ein längerer Kursverfall eingeläutet.

Stop Loss Limit

Auch hier gibt es wieder die Kombination aus beiden Orderzusätzen. Damit kann man den Korridor festlegen, innerhalb dessen verkauft wird. Beim Unterschreiten einer Grenze wird dann ein Verkaufsauftrag ausgelöst, allerdings nicht bestens, sondern mit einem Limit.

4. Orderarten Laufzeiten

Bevor der Wertpapierhandel beginnt, sollten sich Trader über die möglichen Orderarten informieren. Dabei unterscheiden sich die Funktionsweisen nicht nur in der Laufzeit. Inwieweit ein Orderzusatz eine Position in der Ausführung beeinflusst, ist zudem ein relevanter Aspekt. Orderzusätze sind ein beliebtes Hilfsmittel beim Handel, die dem Trader einen zusätzlichen Handlungsspielraum ermöglichen. Das Risiko beim spekulativen Handel mit Aktien kann somit eingegrenzt werden. Je nach Risikobereitschaft des Traders können die Orderzusätze zum Zuge kommen. Bereits vor dem Kauf einer Position sollte ein möglicher Orderzusatz in Erwägung gezogen werden. Die aktuellen Marktbegebenheiten sind dazu zu beachten.

Nicht jeder Anbieter hält alle Orderarten bereit. Daher gilt, sich zunächst genau über die Möglichkeiten zu informieren. Auch die Gültigkeitsdauer eines Orderzusatzes sollte gut bedacht werden. Dabei kann das Mindesthaltbarkeitsdatum tagesgültig sein, sodass der Orderzusatz nur für den laufenden Handelstag gilt, an dem die Aufgabe erfolgte. Zudem sind datumsbezogene Laufzeiten möglich, die bis zu einem festgelegten Datum Gültigkeit haben. Darüber hinaus sind unbefristete Laufzeiten möglich, wobei offene Positionen nach 90 Tagen zur Löschung kommen.

5. Ordergebühren

Die Ordergebühren sind vo Anbieter zu Anbieter unterschiedlich.

Die Ordergebühren fallen unterschiedlich hoch aus. © Trueffelpix – Fotolia

Wer in den Handel mit Aktien einsteigen möchte und sich noch nicht für einen Broker entschieden hat, sollte zunächst einen Vergleich anstellen. Die Ordergebühren unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter, sodass hier ein Blick auf die jeweiligen Konditionen lohnt. Dabei sollten Unter- und Obergrenzen für eine Order ebenso betrachtet werden, wie auch das Angebot von Order-Flats. Zumeist setzen sich Ordergebühren aus einer Pauschale und einer Orderpovision in Prozent zusammen.

Einige Broker bieten Vergünstigungen für Vieltrader an, sodass der aktive Handel durch günstigere Ordergebühren belohnt wird. Wer die Orderaufgabe per Telefon anweist, muss mit zusätzlichen Gebühren rechnen. Hierzu sollte zunächst eine Informationseinholung in den AGB des Anbieters geschehen. Die zusätzliche Gebühr wird zumeist pro Order erhoben.

6. Fazit: Flexibilität bei Aktien Order wichtig

Bei praktisch allen Brokern sind Orderzusätze möglich. Sollte ein Anbieter die Möglichkeit nicht bieten, wäre das ein sehr großer Minuspunkt im Wertpapierdepot Vergleich. Bei einer Aktien Order sind Orderzusätze effektive Hilfsmittel für Trader, die vor hohen Verlusten schützen können. Zudem kann über einen entsprechenden Orderzusatz ein Gewinn frühzeitig generiert werden. Zumeist gehören Orderzusätze für eine Aktien Order zu den kostenlosen Leistungen. Hierzu sollten sich Trader jedoch über die Konditionen des jeweiligen Brokers informieren.

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Bildquelle:

© Denis Junker – Fotolia_48050310_XS

© Trueffelpix – Fotolia_78363623_XS

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