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Werbeverbot für Kryptowährungen bei Twitter

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Nach Google und Facebook zieht nun auch Twitter nach und verbietet auf seiner Plattform Werbung für Kryptowährungen. Ein solcher Schritt wurde bereits in der letzten Woche vermutet, nachdem Google ein Werbeverbot für die Suchmaschine angekündigt hatte. Bei Twitter wurden nun Werbung für ICOs und Kryptowährungen verboten, aber auch andere Produkte aus der Krypto-Branche wie Wallets sind betroffen. Das Unternehmen reagiert damit auf bevorstehende Regulierungen sowie Betrugsfälle und ändert seine Werberichtlinien.

Inhaltsverzeichnis
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    Anbieter aus Krypto-Branche betroffen

    Twitter verbietet mit seiner Ankündigung wohl neben Werbung für ICOs auch Werbung für Investitionsmöglichkeiten mit Kryptowährungen, beispielsweise Token Sales. Zudem soll auch Werbung von Wallet-Anbietern betroffen sein. Einige Ausnahmen gibt es möglicherweise für Kryptobörsen. Die Nachrichtenseite Sky News berichtet, dass das Werbeverbot bereits in zwei Wochen in Kraft treten soll.

    Betrugsfälle und fehlende Regulierung als Grund

    Der Hintergrund der Entscheidung von Twitter ist wohl, dass ICOs bislang weitestgehend unreguliert sind. In der Vergangenheit gab es immer wieder Diskussion um ICOs und auch Betrugsfälle. Diese haben ICOs auch ins Blickfeld von Behörden wie der US-Börsenaufsicht SEC gerückt. Diese will sich hier stärker einbringen und beobachtet derzeit das Vorgehen von Unternehmen bei ICOs. Die hohen Kursanstiege im letzten Jahr haben in der Tat auch Betrüger animiert, diese für sich auszunutzen. Daher reagierte Facebook schon im Januar mit einem entsprechenden Werbeverbot, Google zog in der letzten Woche nach.

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    Twitter war bisher bei Unternehmen, die Werbung für ihre ICOs machen wollten, sehr beliebt. Sogar Prominente wie der Boxer  Floyd Mayweather oder die Hotel-Erbin Paris Hilton schrieben über ICOs oder machten Werbung dafür. Betrüger stellten sich allerdings auf der Plattform als Experten aus der Krypto-Branche dar und entlockten ihren Opfern auf diesem Weg Geld.

    Stärkeres Vorgehen gegen Betrüger schon im März angekündigt

    Bereits im März erklärte der Geschäftsführer des Unternehmens, Jack Dorsey, dass man stärker gegen Betrüger vorgehen will. Das Unternehmen will daher nun die Inhalte von Werbung rund um Kryptowährungen stärker kontrollieren. Auf diesem Weg sollen Betrugsfälle vermieden werden. Das Werbeverbot von Twitter ist damit zugleich auch ein Art Zensur. Twitter will wohl Tweets mit Bezug zu ICOs, Wallets oder Blockchain-Projekten stärker überwachen.

    Komplettes Verbot oder strengere Auswahl?

    Derzeit ist noch nicht vollkommen klar, ob die Maßnahmen von Twitter nun in der Tat ein komplettes Verbot darstellen. Womöglich sollen Tweets lediglich stärker kontrolliert und ausgewählt werden. Letzteres könnte durchaus eine positive Auswirkung haben. So würde nur noch Werbung mit hochwertigen Inhalten bei Twitter veröffentlicht. Ein komplettes Verbot würde allerdings die Glaubwürdigkeit der ganzen Branche beschädigen. Derzeit muss man wohl abwarten, wie Twitter seine Ankündigung letztendlich in die Tat umsetzt. Bisher spricht das Unternehmen von Ausnahmen, lässt aber offen, wie diese aussehen könnten.

    Werbeverbote schränken Anbieter ein

    Die Werbeverbote von Facebook, Google und Twitter machen es Anbietern von Wallets und Kryptobörsen schwerer, ihre Produkte in der Öffentlichkeit zu bewerben. Dazu kommt die anhaltende Diskussion über Regulierungen. Möglicherweise gibt es hierzu bald neue Informationen, denn das Thema Kryptowährungen soll auch beim anstehenden Treffen der G20-Finanzminister zur Sprache kommen. Möglicherweise einigt man sich hier auf ein internationales Vorgehen.

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    Anbieter, die mit Tokens und ICOs arbeiten, werden nun bei ihren Marketingmaßnahmen Steine in den Weg gelegt. Ganze Absatzkanäle können wegfallen. Bereits das Werbeverbot von Google löste Unruhe am Markt aus und ließen die Kurse fallen. Schon hier befürchte man, dass auch Werbung für seriöse Anbieter und technisch anspruchsvolle Kryptowährungen sowie allgemeine Inhalte rund um Kryptowährungen und die Blockchain betroffen sein könnten. Dies könnte negative Auswirkungen auf die ganze Branche haben.

    Werbeverbote für ICOs betreffen indirekt auch Ethereum

    Werbeverbote zu ICOs belasten vor besonders die Kryptowährungen Ethereum, die Nummer 2 der Kryptowährungen. Diese ist bei Crowdfunding-Projekten über ICOs besonders beliebt. Daher ist Ethereum von Werbeverboten für ICOs indirekt beeinträchtigt. In der Vergangenheit erholte sich Ether immer sehr gut von Krisen, doch in den letzten Wochen sankt der Kurs auf derzeit etwa 428 Euro. Ende Dezember stieg der Ether-Kurs innerhalb von nur wenigen Tagen von 475 Dollar auf 850 Dollar, seit Jahresbeginn verliert Ethereum jedoch.

    Token Sales und ICOs im Fokus

    Aufsichtsbehörden und Internet-Unternehmen haben neben Bitcoin und anderen Kryptowährungen vor allem ICOs und Token Sales im Auge. So verschickte beispielsweise die amerikanische Börsenaufsicht SEC kürzlich Vorladungen an Unternehmen, die mit ICOs arbeiten, um mehr über deren Vorgehensweise zu erfahren. ICOs und Token Sales sind seit einiger Zeit vor allem bei Startups beliebt, um auf diesem Weg Investoren für ihre Projekte zu finden.

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    Initial Coin Offerings sind dabei eine Art Crowdfunding und somit eine Finanzierungsphase für Unternehmen, die mit Blockchain-Projekten arbeiten. Dabei geben sie Tokens in Kryptowährungen aus. Diese werden nach erfolgreicher Finanzierung an Kryptobörsen weitergegeben. ICOs sind dabei eine Möglichkeit, um die teilweise sehr strengen Regeln von Aufsichtsbehörde, Banken und Börsen zu umgehen. Bislang gibt es keine einheitliche Regulierung für ICOs. Je nach Land gelten unterschiedliche Gesetze, beispielsweise die Börsengesetze der USA oder Vorgaben der BaFin. Dadurch unterscheiden sich auch ICOs von Land zu Land. Token Sales ebenfalls betroffen.

    Neben ICOs fällt auch immer wieder das Wort Token Sale. Auch diesen Weg nutzen Unternehmen um an Kapital zu gelangen und ihre Krypto- oder Blockchain-Projekte zu finanzieren. Token Sales sind rechtlich einfacher zu realisieren als ICOs und für Unternehmen teilweise günstiger. Bei einem Token Sale werden Tokens verkauft. Investoren investieren damit nicht auf klassischem Weg in ein Unternehmen, sondern sind eher Kunden. Die Tokens werden dabei gegen andere Tokens oder Kryptowährungen verkauft. Auch hier ist die Gesetzeslage bislang international nicht einheitlich.

    Mikrobloggingdienst Twitter

    Der Mikrobloggingdienst Twitter, über den Kurznachrichten versendet werden, ist seit 2006 bekannt. Damals veröffentlichte der Mitgründer Jack Dorsey den ersten Tweet. Twitter ist seit 2013 auch an der Börse gelistet. Jahrelang durfte ein Tweet nur 160 Zeichen lang sein. Dies wurde aber 2016 gelockert und seit letzten Jahr kann ein Tweet auch bis zu 280 Zeichen umfassen.

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    Anders als bei Facebook muss man bei Twitter nicht seinen echten Namen angeben, wenn man einen Twitter-Account eröffnet. Zudem kann man seinen @-Nutzername immer wieder ändern. Viele Nutzer schreiben auf Twitter in Echtzeit ihre Meinung zu unterschiedlichen Themen oder kommentieren ein aktuelles Ereignis. Man kann nicht nur als Follower anderen Usern folgen und deren Tweets lesen, sondern auch über Direktnachrichten miteinander kommunizieren. Neben Facebook ist Twitter wohl das bekannteste und beliebteste soziale Netzwerk.

    Fazit: Werbeverbot für Kryptowährungen bei Twitter könnte Branche beeinträchtigen

    Nach Facebook und Google plant nun auch Twitter ein Werbeverbot für Kryptowährungen und andere Produkte aus der Krypto-Branche. Das Verbot soll bereits in zwei Wochen in Kraft treten. Der Hintergrund ist, dass ICOs und Kryptowährungen bislang unreguliert sind. Zudem kam es auch bei Twitter in Zusammenhang mit ICOs zu Betrugsfällen. Aus diesem Grund stehen diese Finanzierungsphasen für Unternehmen auch im Fokus einiger Behörden wie der US-Börsenaufsicht SEC. Von einem Werbeverbot für ICOs könnte auch die Kryptowährung Ethereum Nachteile erfahren, da viele ICOs über diese Währung erfolgen.

    Bislang ist unklar, ob es sich um ein komplettes Verbot bei Twitter handelt oder um gezieltere Überprüfungen von Inhalten. Bisher war Twitter vor allem bei Werbung für ICOs eine sehr beliebte Plattform. Nun könnte es Anbietern von Kryptowährungen, ICOs oder Wallets schwerer gemacht werden, ihre Produkte in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Ebenso wie die Verbote bei Google und Facebook könnte ein Verbot von Werbung für Kryptowährungen der gesamten Branche nachhaltig schaden.

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