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Sparbuch als Förderkonto: Fördern oder fördern lassen?

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Das Sparbuch ist besonders in Deutschland die traditionelle und meist geschätzte Anlageform. Selbst die ungemein niedrigen Zinsen tun der Beliebtheit keinen Abbruch – die Mehrzahl deutscher Anleger führt zumindest nebenbei noch immer ein Sparkonto. Das zugrundeliegende Prinzip ist simpel – das Guthaben auf dem Konto ist eigentlich ein Darlehen des Sparers an die Bank. Und die revanchiert sich für die Nutzung des Kapitals mit Zinsen, die, so darf man hoffen, irgendwann auch wieder steigen. Neben der eigentlichen Kapitalakkumulation kann ein Sparbuch aber auch eine zweite Funktion haben, es kann als Förderkonto genutzt werden.

  • Kapitalaufbau mit dem Sparbuch
  • Sparkonto als Förderkonto für unterschiedliche Ansätze
  • Ethikbank Förderkonten
  • Wohn-Riester Förderkonto
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Was hat es mit dem Fördern auf sich?

Wenn man davon spricht, dass ein Sparbuch als Förderkonto genutzt wird, muss man unterscheiden zwischen der eigenen Förderung des Kontoinhabers – etwa beim Wohn-Riestern – oder bei der Förderung von Dritten, beispielsweise durch das Spenden der gesamten oder eines Teils der Zinserträge für Förderprojekte. Letzteres bieten insbesondere Ethikbanken an – die Zinserträge der Anleger helfen bei der Finanzierung von Hilfsprojekten in der Dritten Welt. Derartige Angebote sichern Betreibern nachhaltiger, ethischer Projekte den Zugang zu Finanzmitteln zu guten Konditionen. Vor allem für Kleinunternehmen und Startups ein wichtiger Faktor für die erfolgreiche Umsetzung ihrer Ideen.

Hier soll es im Folgenden darum gehen, wie Förderkonten im Rahmen der ethischen Geldanlage funktionieren. Anschließend werden die Förderungen für Kontoinhaber beim Wohn-Riestern und deren Vor- und Nachteile erläutert.

Consorsbank Nachhaltige Investment Erklärung

Auf der Webseite der Consorsbank wird das Nachhaltige Investment nochmal detailliert erklärt

Exkurs: Was ist eine ‚ethische Geldanlage‘?

In den Medien, aber auch in den Diskussionen in Finanzforen taucht immer häufiger der Begriff der ethischen Geldanlage auf. Der Wunsch der Anleger nach einer transparenten und moralisch vertretbaren Form der Vermögensbildung wächst, gleichzeitig aber auch die Unklarheiten bezüglich der Terminologie. Was ist denn nun eigentlich ethisch, und wer definiert die Einschätzung bestimmter Anlageformen?

Keine Finanzierung von

  • Alkohol, Tabak, Drogen
  • Glücksspiel
  • Prostitution
  • Kinderarbeit und Ausbeutung

Um den Begriff zu erklären – Ethik ist nichts anderes als das ‚rechte Handeln‘. Also ein Verhalten, das nicht nur juristisch einwandfrei ist, sondern auch moralisch vertretbar. Dabei wird der Begriff oft verbunden mit anderen Kriterien wie ‚nachhaltig‘ oder ‚ökologisch‘. Verbraucher möchten nicht mehr hinnehmen, was ihnen angeboten wird. Das betrifft unsere Kleidung und Ernährung ebenso wie die Art und Weise, wie unser Geld für uns arbeitet. Immer öfter wird gefragt, „Woher kommt das?“ und bei Finanzierungen natürlich auch „Wohin geht das?“ Nicht alle Anleger sind sich hundertprozentig einig darin, was sie als ethisch definieren würden, aber die Grundbegriffe der un-ethischen Geldanlage sind eigentlich recht gut umrissen. Das liegt daran, dass schon im 19. Jahrhundert bestimmte religiöse Gruppierungen Investitionen ablehnten, die als ‚sündig‘ angesehen wurden – also Geschäfte, bei denen es um Alkohol, Glücksspiel oder Prostitution ging. Auch Tabakprodukte und Waffen waren schon damals keine moralisch vertretbaren Anlageformen. Heute kommen weitere Ausschlusskriterien hinzu. Wertpapiere von Unternehmen, die in irgendeiner Form von Kinderarbeit oder Ausbeutung profitieren, sind bei der ethischen Geldanlage ebenso tabu wie die Beteiligung an Konzernen, die Raubbau an der Umwelt betreiben.

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Förderkonten: Mit Zinsen Gutes tun bei einer Ethikbank

Investoren, die auf den Gewinn aus unethischen Anlagen verzichten möchten, tun sich schwer mit der Suche nach einem Anbieter. Viele konventionelle Banken wenden zwar inzwischen ebenfalls eine Negativ- und Positivliste von Kriterien an, die ihre Geschäftspartner erfüllen müssen. Allerdings werden Unternehmen, die ihre Profite beispielsweise durch Kooperation mit Waffenherstellern oder der Atomindustrie machen, nicht kategorisch abgelehnt, sondern in vielen Fällen nur innerhalb beschränkter Umsatzgrenzen zugelassen. Wer unethische Deals durch die Hintertür gänzlich vermeiden will, muss auf eine sogenannte Ethikbank zurückgreifen. Bei derartigen Kreditinstituten werden die moralischen Leitlinien, die eine Beteiligung an ethisch verwerflichen Geschäften verbieten, vollständig umgesetzt. Kunden, die aus Überzeugung ihr Kapital einer Ethikbank anvertrauen, nehmen gern in Kauf, dass sie hier oft entsprechend geringere Renditen erzielen. Und nicht nur das – mit einem Sparkonto bei einer Ethikbank kann man ein Förderkonto betreiben. Die Zinsen werden ganz oder zum Teil gespendet. Zugleich dient das Kapital der Sparer der Förderbank als Sicherheit, um ihrerseits Kredite für die Finanzierung von Initiativen in Entwicklungsländern aufzunehmen.

  • Spenden aus Guthabenzinsen
  • Förderung durch Kredite seitens der Bank aus dem Guthaben der Sparer
  • Kleinkredite in Entwicklungsländern unterstützen

Förderkonten finanzieren Projekte in Entwicklungsländern

Ein Sparbuch bei einer Ethikbank ist genau dasselbe wie ein Sparkonto bei einer Bank oder Sparkasse. Das Geld wird eingezahlt, die Bank zahlt dafür Zinsen – wenn auch zur Zeit sehr niedrige. Mit einem Förderkonto bei einer Ethikbank kann der Anleger verfügen, wie viel von den Zinserträgen er spenden möchte.

Überdies kann die Ethikbank die Gelder auf den Förderkonten nutzen, um ihrerseits Darlehen zu gewähren – bevorzugt handelt es sich dabei um Kleinkredite, die an Projekte in der Dritten Welt vergeben werden. Schon mit geringen Summen wird hier Menschen in Entwicklungsländern der Start in eine selbstbestimmte Existenz ermöglicht. Frauen und Kleinunternehmen insbesondere kommt die Förderung der Ethikbanken zugute. Möglich macht es letztlich der Anleger, der sich dazu entschließt, ein solches Förderkonto einzurichten.

EthikBank Förderkonten

Förderkonten können auch bei der EthikBank eröffnet werden

Fördern trotz niedriger Zinsen?

Sowohl die Anleger als auch die Banken mit einer ethischen Geschäftsgrundlage haben bei ihren Förderkonten nun ein Problem – aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsen gibt es kaum Renditen, die man spenden könnte.

Wie ernst es Sparern bei Ethikbanken und auch den Bankhäusern selbst damit ist, auf jeden Fall etwas bewirken zu wollen, zeigt sich daran, wie derzeit mit dieser Situation umgegangen wird. Ethikbanken spenden zum Teil aus eigenen Mitteln für die Unterstützung von Förderprojekten. Die Anleger geben gern – über die Zinsen hinaus. So werden Fördermittel derzeit unter anderem im Rahmen von Spendenaktionen aufgebracht. Dafür hält die Bank ihre Anleger über die Verwendung der Gelder und den Status der finanzierten Projekte transparent auf dem Laufenden.

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Geld aufs Sparbuch für das Wohn-Riestern

Nicht nur andere fördern kann man mit einem Sparkonto – man kann es auch nutzen, um selbst Fördermittel zu beziehen. Die Idee hinter dem sogenannten „Riestern“: der Anleger spart, der Staat legt eine Summe obendrauf und bietet außerdem Steuererleichterungen an. Letzteres ist bei allen sogenannten Riesterverträgen so konzipiert, dass der Sparer während seines Arbeitslebens Steuern spart – diese muss er aber dann im Alter für die erhaltenen Bezüge zahlen. Das kann sich lohnen, muss es aber nicht. Dementsprechend hat sich die private Altersvorsorge durch Sparen, die Riester-Rente, nicht wirklich durchsetzen können. Wohnförderkonten hingegen genießen eine gewisse Beliebtheit, sie funktionieren nach demselben Prinzip.

  • Sparen und staatliche Zuschüsse erhalten
  • Steuererleichterung während der Berufsjahre
  • Einmalige Versteuerung mit Renteneintritt oder jährliche Tilgungsraten
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Förderkonten für die eigenen vier Wände

Beim Wohn-Riestern besteht der Nutzen nicht in einer finanziellen Leistung, sondern darin, dass der Sparer seine Wohnung oder sein Haus besitzt und daher auch im Alter mietfrei wohnt. Auch hier möchte der Staat allerdings die spätere oder ‚nachgelagerte‘ Besteuerung im Alter umsetzen. Bei einem Förderkonto für Immobilien wird das in der Praxis dann so gehandhabt, dass auf einem eigentlich fiktiven Konto die geförderten Beträge verbucht werden. Diese dürfen höchstens 2.100 Euro jährlich betragen und werden bis zum Renteneintritt mit 2,0 % p. a. verzinst.

Die so akkumulierte Summe wird erst mit Beginn des Rentenalters versteuert. Hier hat der Anleger nun die Möglichkeit, die gesamte Steuerschuld sofort und einmalig zu zahlen. Dabei wird ein Nachlass von 30 % gewährt. Alternativ kann die Steuerlast in jährlichen Raten bis zum 85. Lebensjahr abgetragen werden. Wer mit 65 Jahren in den Ruhestand geht, zahlt also pro Jahr 1/20 des Gesamtsteuerbetrages ab.

Die einmalige Zahlung schafft zwar die Steuerlast aus der Welt, sorgt aber zugleich dafür, dass sich der Steuersatz des frischgebackenen Rentners sofort und deutlich erhöht. Damit wird der Nachlass im Grunde gleich wieder nichtig. Entschließt man sich zur „Stundung“ der Steuerschuld, kommt man meist besser weg. Experten raten den meisten Anlegern daher zur zweiten Option, die Einmalzahlung lohnt sich nur für Pensionäre, die mehr als 33.000 Euro jährliches Jahreseinkommen aufweisen, da ihr Steuerstatus durch die Begleichung der Schuld nur unwesentlich steigt.

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Die Steuerlast auf Wohnförderkonten

Rechnet man die maximale Förderung und die Besteuerung einmal auf, kommt man zu folgendem Ergebnis: Anleger, die tatsächlich die Fördersumme von 2.100 Euro jährlich für ein Riester-Darlehen ausschöpfen können und über dreißig Jahre den Kredit abbezahlt haben, gehen mit 67 Jahren in Rente. Das Wohnförderkonto hat zu diesem Zeitpunkt einen Kontostand von 85.193 Euro. Der Pensionär hat ein angenommenes Jahreseinkommen von 20.000 Euro aus seiner Rente und deshalb eine Steuerstatus von 27 %. Entschließt er sich zur jährlichen Abtragung seiner Steuerschuld aus dem Riesterdarlehen, muss er jährlich 1/18 der Steuerschuld, umgerechnet 4.733 Euro, versteuern. Die jährliche Steuerlast steigt insgesamt auf 1327 Euro. Entschließt er sich statt dessen zur einmaligen Tilgung, erhielte er einen Nachlass von 30 % und müsste nur 59.635 Euro versteuern. Aber: der eigene Steuerstatus würde sich deutlich erhöhen und es fielen 22.574 Euro an Steuern an. Beim „Abstottern“ der Steuerschuld lassen sich also mehr als 2.500 Euro jährlich locker einsparen.

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Lohnt sich ein Wohnförderkonto?

Sicherlich eine gute Frage, denn besonders für junge Menschen bedeutet das Wohn-Riestern eine Bindung auf Lebenszeit – in jedem Fall aber über Jahrzehnte. Dabei sind die Konditionen, die als so günstig gepriesen werden, in der Praxis nicht unbedingt vorteilhaft. Die Guthabenverzinsungen auf dem Sparkonto liegen zwischen 0,1 und 0,5 % p. a., so dass unter dem Strich selbst nach Jahren weniger Guthaben auf dem Sparbuch liegt, als man eingezahlt hat, denn die Inflation bedient sich ja auch. Und Riester-Darlehen werden mit 2,35 – 2,65  % p. a. verzinst.

Demgegenüber bieten Filial- und Direktbanken für die Finanzierung von Immobilien derzeit ausgezeichnete Zinsen auf Darlehen an, nicht mehr als 1,7 %, oft sogar weniger. Dabei sind auch Sondertilgungen und vorzeitige Tilgung des Kredits in vielen Fällen problemlos möglich. Im Alter ist man dann frei von Belastungen aus dem Immobilienerwerb oder Häuslebau. Letztere hängen den Riester-Empfängern im ungünstigsten Fall noch dann an, wenn die Immobilie verkauft und die Familie auseinandergegangen ist. Und hier kommt ein zusätzlicher Haken ins Spiel: mit der staatlichen Förderung erworbene Immobilien müssen selbst genutzt werden. Ist das nicht (mehr) der Fall, müssen die Beträge, die aufs Förderkonto gegangen sind, vollständig zurückgezahlt werden.

  • Hohe Darlehenszinsen gegenüber konventionellen Immobilienfinanzierungen
  • Jahrzehntelange Bindung
  • Steuerliche Zusatzbelastung im Rentenalter
  • Verpflichtung zur Eigennutzung der Immobilien
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Fazit zum Förderkonto: Sparen mit Hintersinn

Die Unterschiede zwischen dem Förderkonto als Vehikel für wohltätige Aktivitäten und dem Erhalt von Fördermitteln über das eigene Sparbuch dürften nun deutlich geworden sein. Anleger, die auf der Suche nach einem Anbieter sind, bei dem sie mittels des Förderkontos aktiv an der Unterstützung von Projekten in Drittweltländern beteiligt sind, sollten hier die Kontomodelle und Kooperationspartner insbesondere der Ethikbanken vergleichen. Eine transparente Darstellung der Verwendung von Spenden und Kreditvergabe ist ein Muss, schließlich will der Sparer wissen, wie die Bank unter anderem mit seinem Geld tätig wird.

Auch wenn es darum geht, selbst von Förderungen zu profitieren, lohnt es sich, genau hinzuschauen. Nur für die wenigsten Familien lohnt sich die jahrzehntelange Bindung, die beispielsweise mit einem Wohn-Riestervertrag einhergeht. Die Darlehenszinsen sind im Vergleich höher als bei Immobilienkrediten konventioneller Banken, und ob sich die Steuererleichterung während des Berufslebens angesichts dieser zusätzlichen Zinsbelastung lohnt, ist mehr als fraglich. Überdies zwingt die Nutzung eines Förderkontos dazu, erworbene Immobilien selbst zu nutzen – ein gravierender Nachteil beispielsweise bei der räumlichen Flexibilität, wenn es um Karriereaussichten geht. Bei den Wohnförderkonten gilt deshalb die Maxime, „Drum prüfe, wer sich (fast) ewig bindet“!

 

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