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Newsrückblick: Das Wichtigste vom 15. bis 29. November 2018

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In den letzten Wochen wurde deutlich, dass sich nicht nur in Deutschland die Konjunktur abkühlt, sondern in der gesamten Weltwirtschaft. Neben den zahlreichen Themen, die uns schon das gesamte Jahr über begleiten, kam in den letzten Tagen mit dem wiederaufflammenden Ukraine-Konflikt ein weiterer Brennpunkt hinzu. In Frankreich demontierten an zwei Wochenenden in Folge Menschen gehen eine Erhöhung der Mineralölsteuer. Zudem findet am kommenden Wochenende das Treffen der Staats- und Regierungschefs der G20 in Buenos Aires statt.

Inhaltsverzeichnis
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    GELD- UND WÄHRUNGSPOLITIK

    EU

    Handelsstreit mit Italien

    Die italienische Regierung hat wie gefordert eine überarbeitete Version ihres Haushaltsentwurfs vorgelegt. Hinsichtlich des geplanten Defizits von 2,4 Prozent veränderte sich zunächst nichts. Die italienische Regierung kündigte später jedoch Kompromissbereitschaft an und kann sich auch ein leichtes Absenken auf zwei oder 2,1 Prozent vorstellen.

    Der italienische Finanzminister Giovanni Tria kritisierte in diesem Zusammenhang auch Deutschland. Die Konjunktur schwächele in jedem Land. Die Abschwächung der Konjunktur in Deutschland habe auch negative Auswirkungen auf Italien. Italien droht weiterhin ein Defizitverfahren, dass mit Sanktionen enden könnte.

    Entwicklungen in Großbritannien

    London und Brüssel haben sich auf ein mehrere hundert Seiten langes Abkommen zum Ausstieg Großbritanniens geeinigt. Später wurde auch eine 26 Seiten lange politische Erklärung ausgehandelt. Im Abkommen findet sich auch eine vorläufige Lösung für Nordirland. Das EU-Parlament stimmte für das Abkommen, ob es jedoch auch in Großbritannien durch das Parlament kommt, ist weiterhin fraglich, da sich dort viele Abgeordnete gegen das Abkommen ausgesprochen hatten. Auch ein Misstrauensvotum gegen Premierministerin Theresa May wurde zwischenzeitlich diskutiert.

    Wenn das Abkommen nicht durchs britische Parlament kommt, ist derzeit offen, wie es weiter geht. Möglich ist in diesem Fall auch weiterhin ein harter Brexit, bei dem das Land die EU ohne Abkommen verlässt. Denkbar sind auch Neuwahlen, doch da derzeit in Umfragen die Labour-Partei die Nase vorn hat, würden die Regierungspartei damit ein hohes Risiko eingehen. Schon am Tag nach Abschluss der Verhandlungen traten mehrere Minister zurück, darunter auch Brexit-Minister Dominic Raab. Diese Meldung löste vor allem beim Pfund einen starken Kursrückgang aus.

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    Inflation steigt

    In Europa und den USA steigt die Inflation. In Deutschland stiegen die Preise erstmals seit über zehn Jahren um 2,5 Prozent. Die steigenden Preise für Benzin und Heizöl trugen dazu bei. Bei der EZB geht man nicht davon aus, dass die Inflation dauerhaft hoch bleibt. In den nächsten Jahren soll sich die Inflationsrate bei 1,7 Prozent einpendeln.

    Hohe Einnahmen am „Black Friday“ erwartet

    Der „Black Friday“ und der „Cyber Monday“ sind in den letzten Jahren auch in Deutschland immer populärer geworden. Die Einzelhändler rechnen in diesem Jahr mit Einnahmen in Milliardenhöhe. An beiden Tagen könnte ein Umsatz von 2,4 Milliarden Euro erzielt werden. Von diesen Zahlen geht der Branchenverband HDE aus. Damit würde sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent erhöhen.

    Der „Black Friday“ und der „Cyber Monday“ könnten somit auch zu einem Impuls für das Weihnachtsgeschäft werden. In den USA sind beide Tage schon lange die umsatzstärksten im ganzen Jahr und markieren den Beginn des Weihnachtsgeschäfts. In Deutschland hoffen die Einzelhändler darauf, in diesem Jahr im Weihnachtsgeschäft erstmals über 100 Milliarden Euro einzunehmen.

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    Nachlassendes Wachstum in Weltwirtschaft befürchtet

    Die OECD warnt vor einem nachlassenden Wachstum der Weltwirtschaft. Ihrer Ansicht nach werde die weltweite Wirtschaftsleistung in den nächsten beiden Jahren nur noch um 3,5 Prozent steigen. Die OECD veröffentlichte kürzlich ihren Konjunkturausblick. In diesem Jahr soll die Weltwirtschaft nur noch um 3,7 Prozent wachsen. Noch im Frühjahr ging die OECD von einem weltweiten Wachstum von 3,7 Prozent in diesem und im nächsten Jahr aus. Das weltweite Wachstum habe ihren Höhepunkt erreicht.

    Die OECD warnte zugleich davor, dass weitere Gefahren die Weltwirtschaft belasten. In der Eurozone soll die Wirtschaft in diesem Jahr nur noch um 1,9 Prozent wachsen, in den nächsten beiden Jahren um 1,8 bzw. 1,6 Prozent. Vor allem Italien soll laut Berechnungen der OECD in den nächsten beiden Jahren schlecht abschneiden. Die Wirtschaft in Großbritannien soll sich schlechter entwickeln als in der Eurozone. Zudem prognostiziert die OECD ein nachlassendes Wachstum in den USA. Dort soll die Wirtschaft in diesem Jahr um 2,9 wachsen, in den nächsten beiden Jahren dann nur noch um 2,7 bzw. 2,1 Prozent.

    Statistikamt senkt Konjunkturausblick für Italien

    Auch das italienische Statistikamt Istat ist beim Konjunkturausblick für ihr Land skeptisch. Das Bruttoinlandsprodukt soll in diesem Jahr nur noch um 1,1 Prozent wachen. Bislang ging die Behörde von einem Zuwachs um 1,4 Prozent aus. 2019 soll die Wirtschaftskraft dann nur um 1,3 Prozent wachsen. Istat ist damit noch ein wenig pessimistischer als die italienische Regierung.

    WTO rechnet mit Abschwächen den internationalen Handels

    Nicht nur die OECD, sondern auch die Welthandelsorganisation WTO geht von schwächeren Zahlen für die internationale Wirtschaft aus. Schon in diesem Quartal könnte sich der globale Warenaustausch reduzierten. Der vierteljährliche Indikator hierzu sankt von 100,3 auf 98,6 Punkte. Dies ist der niedrigste Wert seit Oktober 2016. Die WTO sieht die Ursache darin vor allem im Handelskonflikt mit den USA.

    BoE unterstützt Brexit-Vereinbarung

    Mark Carney, der Chef der Bank of England, ist der Ansicht, dass ein Abkommen inklusive einer Übergangslösung gut für die Wirtschaft des Landes ist und den Austritt aus der EU vereinfachen könnte. Die britische Notenbank beriet zudem über die weitere Entwicklung. Falls es doch zu einem harten Brexit kommt, könnte das Land in eine schwere Rezession fallen. Die Wirtschaft könnte in diesem Fall um mehr als acht Prozent einbrechen. Dies wäre mehr als in der Finanzkrise vor zehn Jahren.

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    Des Weiteren geht die Notenbank von Staus an wichtigen Zollstellen, einem Vertrauensverlust der Märkte und einer steigenden Arbeitslosigkeitaus. Die Inflation könnte auf 6,5 Prozent steigen, während das britische Pfund 25 Prozent verlieren könnte. Falls die Inflation ansteigt, wäre die BoE gezwungen, die Zinsen zu erhöhen. Die Notenbank geht bislang nicht davon aus, dass der schlimmste Fall eintreten wird, allerdings sollten die Banken im Land entsprechende Vorkehrungen treffen.

    EU ermahnt Frankreich und andere Ländern

    Nicht nur der italienische Haushaltsentwurf stößt auf Kritik aus Brüssel, auch die Haushaltspläne von Belgien, Frankreich, Portugal, Slowenien und Spanien wurden kritisiert. Die fünf Länder sollen weitere Maßnahmen ergreifen, damit ihre Haushaltspläne für das kommende Jahr mit dem Stabilitäts- und Wachstumspakt übereinstimmen. Ein Defizitverfahren wie im Umgang mit Italien droht diesen Ländern allerdings nicht.

    XTB bietet Webinare zum aktuellen Marktgeschehen an

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    USA

    Autozölle weiter möglich

    Die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström sprach in Washington mit dem amerikanischen Handelsbeauftragten Robert Lighthizer. Dabei ging es vor allem um eine regulatorische Zusammenarbeit und den Import von Sojabohnen und Flüssiggas aus den USA. Zölle auf Autos aus der EU sind allerdings weiterhin nicht vom Tisch. In diesem Fall droht die EU mit Vergeltungszöllen.

    In den USA stehen sogar Sonderzölle von bis zu 25 Prozent auf Autos und Autoteile im Raum. Als Grund für die Einführung solcher Zölle wird die nationale Sicherheit genannt. Donald Trump droht mit Autozölle, wenn die EU ihre Handelsbarrieren nicht verringert. Strafzölle auf Autos könnten auch auf die deutschen Autobauer große Auswirkungen haben. Die deutsche Autoindustrie leidet derzeit unter einer großen Anzahl an Belastungen, die sich auf die Geschäftszahlen und die Aktienkurse immer negativer auswirken.

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    USA fordert Handelsreformen von China

    Die USA fordert, dass China seine Handelspraktiken ändert. Die Regierung in Peking äußerte sich schriftlich dazu. Unklar blieb jedoch, ob die chinesische Regierung zu Zugeständnissen bereit ist. Derzeit sind neue Verhandlungen über ein Ende des Handelskonflikts zwischen beiden Ländern möglich, die USA lehnt jedoch Verhandlung ab, solange China einige Bedenken der USA nicht ausräumen kann. Ende der Woche wollen sich Donald Trump und Xi Jinping am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires über den Handelskonflikt unterhalten. Ein persönliches Gespräch könnte der erste Schritt hin zu einer Entspannung sein. Weitere Zölle der USA gegenüber China stehen ebenfalls weiterhin im Raum.

    Fed-Mitglied warnt vor hoher Staatsverschuldung

    Robert Kaplan, der Chef der Fed von Dallas, warnt davor, dass die Schulden der USA in Relation zum Bruttoinlandsprodukt zu einem Problem werden. Die USA müsse die steigende Staatsverschuldung verlangsamen. Zudem sagte Kaplan, dass noch einige weitere Zinserhöhungen möglich sind. Der Inflationsdruck nehme zwar zu, sei aber nicht allzu stark.

    Fed möglicherweise mit Kurswechsel

    Jerome Powell, der Vorsitzende der Fed, kündigte an, dass die Notenbank bei weiteren Zinserhöhungen vorsichtig vorgehen wird. Die Geldpolitik sollte so angelegt werden, dass Gefahren ausgeglichen würden. Bisher geht man von einer weiteren Zinserhöhung im Dezember aus, im kommenden Jahr könnte es jedoch zu einer Zinspause kommen. Möglicherweise werden die Zinsen in den USA nicht so schnell erhöht wie bisher gedacht.

    Die Zinsen in den USA haben laut Powell schon jetzt fast einen neutralen Wert erreicht. Noch im Oktober ging Powell davon aus, dass es bis zu einem neutralen Zinsniveau noch ein weiter weg sei. Bis die Zinserhöhungen Wirkung zeigen, könnte es zudem noch über ein Jahr dauern. Im historischen Vergleich seinen die Zinsen in den USA weiter niedrig.

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    GELD- UND WÄHRUNGSPOLITIK

    Zinserhöhung im nächsten Jahr?

    EZB-Direktoriumsmitglied Sabine Lautenschläger geht davon aus, dass sich das aktuelle Wirtschaftswachstum mit den Prognosen der EZB weitgehend decke. Geldpolitische Entscheidungen seien jedoch von Konjunkturdaten abhängig. Dennoch zeigt sie sich zuversichtlich, was eine Zinserhöhung im nächsten Jahr angeht. Die Aussichten hätten sich nicht grundlegend verändert. Ein Hindernis auf dem Weg zu höheren Zinsen könnten allerdings die Sorgen der italienischen Banken sein. Erste Investoren gehen derzeit jedoch nicht mehr mit 100%iger Sicherheit von einer Zinserhöhung im nächsten Jahr aus. Die aktuelle Entwicklung bei einigen Terminkontrakten legt diesen Schluss nahe.

    Anleihekaufprogramm wird im Dezember auslaufen

    EZB-Präsident Mairo Draghi geht davon aus, dass das Anleihekaufprogramm wie geplant im Dezember auslaufen wird. Zudem sagte er vor dem Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON), dass die Konjunkturdaten seit September etwas schlechter ausfallen. Dies hätte neben dem schwachen Handelswachstum auch länderspezifische Ursachen. Draghi empfindet eine allmähliche Abschwächung als normal. Man befinde sich derzeit in einer reifen Phase des Konjunkturzyklus. Bereits aus dem kürzlich veröffentlichten Protokoll der Oktober-Sitzung geht hervor, dass die EZB der Auffassung ist, dass die konjunkturellen Abwärtsrisiken größer geworden sind.

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