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Kryptowährungen & Blockchain revolutionär? BaFin-Präsident über den Trend

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Der Präsident der BaFin, Felix Hufeld, hielt vor einigen Tagen in Berlin eine Rede zum Thema „Bitcoin, Blockchain: Was ist Hype und was bleibt?“. Später wurde die Rede im Wortlaut veröffentlicht. Darin sprach Hufeld über die Herausforderungen, die Kryptowährungen und die Blockchain mit sich bringen. Für ihn ist beides revolutionär und kann die Finanzbranche dauerhaft verändern. Hufeld warnte davor, dass eine Überregulierung die Folge haben könnte, dass die Potentiale dieser neuen Technik zerstört werden könnte. Allerdings sieht er weiterhin Risiken bei Investitionen in Kryptowährungen. Insgesamt zeigte Hufeld jedoch eine durchaus positive Einstellung zu Kryptowährungen und der Blockchain.

Inhaltsverzeichnis
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    Hype oder Substanz?

    Hufeld warf in seiner Rede die Frage auf, was an Kryptowährungen lediglich ein Hype ist und was langfristig Substanz haben wird. Dabei verglich er die derzeitigen Entwicklungen mit dem Aufkommen des Internets für die Öffentlichkeit 1991. Die Frage, was rund um Kryptowährungen und die Blockchain nur ein Hype ist und was langfristig bleiben wird, ist allerdings nur schwer zu beantworten, was in den Anfangszeiten des Internets ebenfalls der Fall war. Auch damals war zunächst nicht jeder vom dauerhaften Erfolg der Erfindung überzeugt.

    Positive Beispiele zum Einsatz der Blockchain

    Schon jetzt gibt es einige positive und erfolgreiche Beispiele, an denen man die Möglichkeiten der Blockchain erkennen kann. Beispielsweise konnte es Estland ermöglichen, dass viele Dienstleistungen in der öffentlichen Verwaltung über die Blockchain abgewickelt werden und so vereinfacht wurden. Der Staat im Baltikum gilt schon seit einiger Zeit als Vorreiter der Digitalisierung. In Schweden läuft zurzeit ein Pilotprojekt, in dem Grundbucheintragungen über die Blockchaingetestet werden. Auch für afrikanische Länder könnte die Blockchain Vorteile mit sich bringen, beispielsweise bei der Aufzeichnung von Eigentumsrechten.

    Hierzulande könnte nicht nur die Finanzbranche von der Blockchain profitieren. Kleineren und mittelständischen Unternehmen könnte der internationale Zahlungsverkehr vereinfacht und günstiger werden. Dazu kommen Erweiterungen wie Smart Contracts. Diese könnten in Zukunft unter anderem für Versicherungen interessantwerden. Allerdings ist die Blockchain aus Sicht von Hufeld keine Lösung für alles. Man muss sich die Frage stellen, wer in der Tat von der innovativen Technologie profitieren kann.

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    Vermittler könnten überflüssig werden

    In der Finanzbranche könnten durch die Blockchain sogenannteIntermediäre überflüssigwerden. Finanzintermediäre sind Unternehmen, die als Vermittler zwischen Angebot und Nachfrage agieren. Die könnte auch auf Banken zutreffen und eine Revolution in der gesamten Finanzbranche bedeuten sowie Kosten einsparen. Allerdings gehen die Möglichkeiten der Blockchain aus Sicht von Hufeld über Kosteneinsparungen hinaus. Im Laufe der Zeit könnten neue Geschäftsmodelle entstehen, die heute noch undenkbar sind. Bereits jetzt arbeiten täglich Menschen in aller Welt daran, neue Einsatzfelder für die Blockchain zu entwickeln und so die Technik weiter zu verbreiten.

    Kryptowährungen trotz Gefahren nicht überregulieren

    Hufeld sprach jedoch auch die Gefahren von Kryptowährungen und der Blockchain an. Er vertritt die Auffassung, dass man Kryptowährungen nicht überregulieren sollte. Die Folge könnte eine Zerstörung der neuen Technologien sein. Innovationen benötigen gerade in der Anfangszeit viel Spielraum, um sich entwickeln zu können. Sobald jedoch die Finanzmarktstabilität oder die Sicherheit der Verbraucher auf dem Spiel steht, wird ein Eingreifen notwendig. Auch in den ersten Jahren des Internets warteten viele Unternehmen und Behörden erst einmal ab, wie sich die neue Technik entwickeln würde und griffen nicht regulatorisch ein.

    Kryptowährungen nicht mit Zentralbankgeld vergleichbar

    Die BaFin sieht aktuell eher Gefahren bei Kryptowährungen selbst; weniger hinsichtlich der Blockchain. Für Hufeld sind Bitcoins keine Variante einer Währung nach traditioneller Definition. Er sieht ausschließlich in Zentralbankgeld eine Währung. Die deutsche Finanzaufsichtsbehörde versteht unter Kryptowährungen weiterhin eine Rechnungseinheit. Hufeld verwendete in seiner Rede immer wieder Bitcoins stellvertretend für alle digitalen Währungen.

    Warnung vor ICOs

    Die Aufgabe der Aufsichtsbehörde besteht darin, Verbraucher vor Risiken zu schützen. Ein großes Thema sind hier derzeit ICOs, die bislang noch unreguliert sind. Diese würden für Anleger eine hoch spekulative Investition darstellen. Schon im vergangenen Jahr warnte die BaFin vor ICOs, letztendlich muss allerdings jeder Anleger selbst entscheiden, ob er bereits ist, diese hohen Risiken einzugehen.

    Die BaFin hat nicht den Anspruch, jeden einzelnen Investor vor Verlusten zu schützen. Aus Sicht von Hufeld ist dies nicht die Hauptaufgabe einer staatlichen Finanzaufsichtsbehörde. Die Finanzaufsicht sollte jedoch dann eingreifen, wenn die Finanzstabilität bedroht ist oder ein systematischer Schaden droht. Dennoch müsste man die Technologie zunächst besser kennenlernen, andernfalls bestünde die Gefahr einer Überregulierung.

    Sichere Weiterentwicklung von Kryptowährungen

    Felix Hufeld versteht die BaFin zunächst als Regulator, dessen Aufgabe es ist, einen rechtlichen Rahmen zu setzen, in dem sich die Blockchain und Kryptowährungen sicher weiterentwickeln können. Dabei liegt die Priorität weniger auf dem Schutz der einzelnen Anleger, sondern eher auf der Finanzmarktstabilität insgesamt. Zurzeit ist die Blockchain aus Sicht von Hufeld aufgrund ihrer dezentralen und internationalen Struktur noch anfällig für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Daher müsse das Ziel seiner Behörde internationale Vorgaben und aufeinander abgestimmte Standards bei der Aufsicht sein. Aus Angst vor Risiken dürfe man aber nicht die Chancen aus dem Blick verlieren.

    Verluste bis hin zum Totalverlust möglich

    Hufeld betonte nochmals die möglichen Verluste beim Handel mit Kryptowährungen. Er wiederholte, dass ein Investment in die Blockchain hoch spekulativ sei und Totalverluste drohen. Er rät daher Anlegern, die hohe Verluste nicht verkraften können, von einer Anlage in Kryptowährungen ab. Digitale Währungen sind noch immer sehr volatil und auch kurzfristige Verluste sind möglich. Man sollt daher nur dann sein Geld in Kryptowährungen anlegen, wenn man von langfristigen Erfolgen überzeugt ist. Ein allgemeiner Rat lautet, immer nur so viel Geld in eine Investition in Bitcoins zu stecken, wie man verlieren kann, ohne seine finanzielle Existenz aufs Spiel zu setzen.

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    Positive Einstellung zu Kryptowährungen

    Insgesamt sprach Hufeld sehr positiv über Kryptowährungen und die Blockchain. Dabei betrachtet er Kryptowährungen und die Blockchain nicht separat. Beide haben das Potential, um die Finanzmärkte zu revolutionieren. Er sprach sich deutlich dafür aus, die Blockchain zu fördern und eine Überregulierung von Kryptowährungen zu vermeiden. Schon zu Jahresbeginn zeigte sich der BaFin-Präsident positiv gegenüber Kryptowährungen. Die Kursschwankungen zum Jahreswechsel waren für ihn kein Grund, um über regulatorische Maßnahmen nachzudenken. Er sieht die Finanzmarktstabilität bisher nicht in Gefahr.

    Klare Positionierung zu ICOS

    Hinsichtlich ICOs positionierte sich die BaFin im Februar allerdings sehr klar.Die Behörden gab Informationen zur rechtlichen Einordnung dieser „Krypto-Börsengänge“ heraus. Wer einen ICO oder den Handel mit Kryptowährungen plant, muss gewährleisten, dass er alle rechtlichen Anforderungen erfüllt.

    Auch das Bundesfinanzministerium äußerte sich Ende FEbruar ebenfalls erstmals umfassend zum Thema Kryptowährungen. Hier ging es vor allem um die Besteuerung. Das Ministerium schloss sich einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2015 an. Auf den gewerblichen Handel mit Kryptowährungen wird damit keine Mehrwertsteuer erhoben. Auch das Mining ist von der Mehrwertsteuer befreit. Anbieter von Wallets sowie Kryptobörsen müssen dagegen ihre Einnahmen versteuern und auch Privatanleger müssen Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen in der Einkommenssteuererklärung angeben. Hier gibt es allerdings einen Freibetrag sowie Regelungen hinsichtlich der Haltedauer.

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    Kryptowährungen bislang kein anerkanntes Zahlungsmittel

    Die steuerlichen Vorgaben sind in Deutschland bislang recht liberal. Noch keine einheitliche Definition gibt es bei der Klassifizierung von Kryptowährungen. Der Europäische Gerichtshof, der schon vor einigen Jahren Entscheidungen zu Kryptowährungen traf, sieht in ihnen ein Zahlungsmittel. Aus Sicht der BaFin sind Kryptowährungen kein gesetzliches Zahlungsmittel. Die Behörde versteht unter Kryptowährungen eine Rechnungseinheit und ein Finanzinstrument laut der Definition des Kreditwesengesetzes. Die Finanzaufsicht vergleicht Kryptowährungen mit Devisen. Zudem bewertet sie Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen als privates Veräußerungsgeschäft.

    Fazit: Hufeld äußert sich positiv zu Kryptowährungen

    Kürzlich sprach Felix Hufeld, der Präsident der BaFin, in Berlin zu Kryptowährungen und Blockchain. Dabei sprach er von beiden sehr positiv. Während andere Experten immer wieder Blockchain und Kryptowährungen getrennt betrachten, geht er davon aus, dass beide eine Revolution für die Finanzbranchebedeuten könnten.

    Hufeld sprach auch zu den Herausforderungen und Risiken, die Kryptowährungen mit sich bringen. Er warnte allerdings vor einer Überregulierung, da dies die Weiterentwicklung der Technologie gefährden könnte. Bei allen Risiken sollte man nicht die Möglichkeiten aus den Augen verlieren. Dabei verglich er die aktuellen Entwicklungen mit der Verbreitung des Internets Anfang der 1990er Jahre. Innovationen muss aus seiner Sicht Raum gegeben werden, damit diese sich sicher entwickeln könnten.

    In einigen Ländern wird die Blockchain schon jetzt erfolgreich eingesetzt. Langfristig könnte die Technik nicht nur zuKosteneinsparungen beitragen, sondern auch neue Geschäftsmodelle ermöglichen. Dennoch sind Kryptowährungen für Hufeld keine Währung nach der traditionellen Definition. Die Finanzaufsichtsbehörde stuft Kryptowährungen weiterhin als Rechnungseinheit ein.

    Felix Hufeld warnte allerdings auch vor den Risiken im Handel mit Kryptowährungen. Seine Behörde hat zudem ICOs im Blick. Vor diesen „Krypto-Börsengängen“ warnte man schon im letzten Jahr. Allerdings sind ICOs durchaus auch in Deutschland machbar, wenn man alle Regelungen einhält.Hufeld sieht die Aufgabe seiner Behörde nicht darin, jeden einzelnen Anleger zu schützen. Wenn allerdings die Finanzmarktstabilität bedroht ist, müsse man eingreifen.

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