Immer mehr Konkurrenz für Lieferando

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 28.04.2021


Lieferando bekommt immer mehr Konkurrenz. Dies ist einer der Gründe, warum es der Lieferdienst trotz umfangreichem Marketings und der Tatsache, dass seit der Corona-Pandemie mehr Menschen Essen bestellen, nicht schafft, profitabel zu werden. Lieferdienste und Online-Dienste gehören im Allgemeinen aber zu den Gewinnern der Krise. Aktien aus vielen Bereichen sind, laut unseren XTB Depot Erfahrungen, auch bei XTB zu finden.

Jetzt zum Testsieger XTB!CFD Service - 77% verlieren Geld

Lieferando in Deutschland sehr bekannt

Aktiendepot.com Icon KündigungIn vielen Städten sieht man die Werbung von Lieferando und die Fahrer des Lieferdienstes. Seit einiger Zeit sind aber auch die Fahrer des Lieferdienstes Wolt aus Finnland auf den Straßen unterwegs. Der Name Lieferando ist so bekannt, dass man denken könnte, dass das Unternehmen auf dem deutschen Markt längst sehr erfolgreich ist. Zwar ist das Unternehmen Marktführer in Deutschland, doch die Ziele sind höher gesteckt.

Bei vielen Kunden sind lokale Lieferdienste und Essensanbieter weiter sehr gefragt und machen den Lieferdiensten Konkurrenz. Viele Kunden möchten auch während der Pandemie den Kontakt zu ihrem Lieblingsrestaurant beibehalten und die Gastronomen in ihrer Umgebung unterstützen. Teilweise sind sogar lokale Lieferdienste entstanden oder Restaurants eines Stadtteils haben sich zusammengetan. Zudem liefern viele Restaurants und Cafés selbst Essen und Getränke aus.

Lieferando und der Mutterkonzern Just Eat Takeaway habe es trotzt des Aufschwungs in der Corona-Krise auf dem deutschen Markt weiter schwer. Die Zahl an Bestellungen hat sich zuletzt kaum verändert. Laut Statista.de haben im letzten Jahr etwa 37,62 Millionen Menschen Essen bei Lieferdiensten bestellt. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl kaum verändert.

Immer mehr Konkurrenz für Lieferando

Unternehmen möchte mehr Marktanteile gewinnen

Aktiendepot.com Icon MustervorlageDas Unternehmen möchte aber ebenso wie seine Konkurrenten Marktanteile gewinnen. Dies gelingt zumindest teilweise. 2020 ging die Zahl der aktiven Lieferando-Nutzer in Deutschland um fast 30 Prozent nach oben und betrug zwölf Millionen. Zuletzt haben laut Unternehmenschef Jitse Groen aber nur 18 Prozent den Lieferdienst für Bestellungen verwendet. Groen sieht im Telefon den größten Konkurrenten für sein Unternehmen, denn viele Kundinnen und Kunden rufen für Bestellungen weiterhin im Restaurant um die Ecke an. Just Eat Takeaway sagt, man müsse bei Essenslieferungen 70 bis 80 Prozent der gesamten Bevölkerung erreichen, um profitabel arbeiten zu können. Ein solcher Wert scheint für Lieferando in Deutschland noch nicht in Sicht.

Damit sind Online-Dienste für Essenslieferungen ein Beispiel für „The Winner Takes It All“. Ein Anbieter bestimmt den Markt. Dabei kommt es vor allem auf die Größe des Unternehmens an. Die Reichweite sollte möglichst groß sein und damit das Angebot für Kundinnen und Kunden besonders attraktiv. Konkurrenz belebt in diesen Fall nicht das Geschäft.

Jetzt zum Testsieger XTB!CFD Service - 77% verlieren Geld

Neue Anbieter kommen auf den Markt

Aktiendepot.com Icon ErfahrungenDer zeitweise womöglich bekannteste Mitbewerber Deliveroo hat sich 2019 vom deutschen Markt verabschiedet. Allerdings kommen neue Anbieter auf. Im letzten Herbst nahm der finnische Anbieter Wolt sein Angebot in Deutschland auf. Zudem soll bald auch in Deutschland der Lieferdienst Uber Eats des Fahrdienst-Vermittlers Uber starten. Den Anfang macht wohl Berlin.

Schon jetzt soll es zahlreiche Berliner Restaurants geben, die mit Uber Eats zusammenarbeiten wollen. Das Unternehmen will dabei eine Marktlücke füllen, da viele Restaurants in Deutschland weiter selbst ausliefern. Uber arbeitet demnach mit lokalen Lieferfirmen zusammen. Bei diesen sind die Kuriere angestellt. Ähnlich geht das Unternehmen auch bei seinem Fahrdienst vor.  Lieferando-Chef Groen versuchte vor einiger Zeit, die Folgen des Markteintritts von Uber Eats kleinzureden.

Essenslieferungen wurden für Uber zuletzt aber deutlich wichtiger. Beim Fahrdienst gab es Rückgänge. Uber leidet durchaus unter der Krise. Ohne Essenslieferungen wäre der Verlust wohl noch höher ausgefallen. Im vierten Quartal betrug der Nettoverlust 986 Millionen Dollar. Der Umsatz sank im Vergleich zum vierten Quartal des Vorjahres um 16 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar. Der Umsatzeinbruch beim Uber-Fahrdienst war mit 52 Prozent besonders hoch.

  Konkurrenz für Lieferando

Uber will andere Geschäftsfelder ausbauen

Aktiendepot.com Icon VerbrauchertippsZuletzt arbeitete das Management aber stark daran, den Lieferdienst Uber Eats nach vorne zu bringen. Dem Unternehmen geht es auch darum, dass die Wagen weiter auf der Straße sind und die Fahrer etwas zu tun haben. So wird Umsatz erzielt, denn Uber macht sein Geld über Gebühren. Daher arbeitet der Fahrdienst bereits seit einiger Zeit daran, neue Geschäftsfelder und Einnahmequellen zu erschließen. Diese müssen jedoch mit den bisherigen Angeboten kombinierbar sein. Vereinfacht gesagt können die Uber-Fahrer gleichzeitig Fahrgäste von A nach B bringen und Essen ausliefern.

Auch Delivery Hero, mittlerweile DAX-Mitglied, hat schon seit einiger Zeit mehrere Dienstleistungen im Angebot, die von Blumen über Lebensmittel bis Elektronikwaren reichen. Uber will ebenfalls unabhängiger vom Fahrdienst werden. Im letzten Jahr wurde beispielsweise der amerikanische Lieferdienst Postmats übernommen und das Angebot darüber ausgeweitet.

Jetzt zum Testsieger XTB!CFD Service - 77% verlieren Geld

Wachstum von Uber Eats

Aktiendepot.com Icon ChecklisteUber Eats erreichte im vierten Quartal ein Wachstum von 130 Prozent im Vergleich zu 2019. Im Vergleich zum Vorquartal wuchs der Lieferdienst um fast 20 Prozent. Der Umsatz lag bei 1,4 Milliarden Euro. Die Gesamtbilanz ist aber alles andere als rosig. Der Nettoverlust betrug 2020 6,8 Milliarden Dollar und der Umsatz ging um 14 Prozent auf rund elf Milliarden Dollar zurück. Im Jahr zuvor war der Verlust bei Uber noch höher. Alleine für den Börsengang entstanden Kosten von 8,5 Milliarden Dollar.

Immer mehr Unternehmen kämpfen damit um Marktanteile, was für die einzelnen Unternehmen mit hohen Kosten verbunden ist. Lieferando ist daher in Deutschland noch immer in den roten Zahlen, obwohl die Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr um 75 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro anstiegen. Der Markt bietet zudem weiter Chancen für lokale Anbieter. Kundinnen und Kunden suchen wohl auch nach Alternativen zu Lieferando.

 mehr Konkurrenz für Lieferando

Restaurants suchen Alternativen

Aktiendepot.com Icon FAQsAuch Restaurants, die bisher mit Lieferando zusammengearbeitet haben, halten Ausschau nach günstigeren Alternativen. Bisher war die Zusammenarbeit mit einem großen Lieferdienst für viele Restaurants zu teuer. Sie müssen einen Teil ihrer Einnahmen als Provision an den Lieferdienst zahlen. Daher liefern weiter viele Gastronomen ihr Essen selbst aus, vor allem kleinere Betriebe.

Lieferando verlangt je nach Art der Zusammenarbeit teilweise Provisionen und Gebühren in Höhe von bis zu 30 Prozent. Die genaue Höhe hängt davon ab, ob das Unternehmen nur die Bestellung vermittelt oder auch die das Essen ausliefert. Der Lieferdienst kann vielen Restaurants zwar dabei helfen, Reichweite und Umsätze auszuweiten, die Provisionen gehen aber rasch zulasten der Gewinne. Daher übernehmen die Restaurants selbst etwa 93 Prozent der Bestellungen, die über Lieferando eingegangen sind.

Viele Menschen haben in der Pandemie auch wieder begonnen, vermehrt selbst zu kochen. Hier kommen Einkaufs-Apps ins Spiel, die den Lieferdiensten ebenfalls Konkurrenz machen. So verspricht beispielsweise das Start-up „Gorillas“, dass Lieferungen an sieben Tagen in der Woche von neun bis 24 Uhr oft schon in zehn Minuten da sind. Das Angebot expandiert derzeit in weitere Städte.

Jetzt zum Testsieger XTB!CFD Service - 77% verlieren Geld

Umsatz von Lieferando steigt

Aktiendepot.com Icon AnfängerDennoch ging der Umsatz von Just Eat Takeaway 2020 im Vergleich zu 2019 um fast 50 Prozent nach oben und lag bei rund 2,4 Milliarden Euro. Allein im vierten Quartal stieg der Umsatz um 60 Prozent. Allerdings reicht dieser Umsatz gegenüber den Kosten wohl nicht aus, um in die Gewinnzone zu kommen. Der Onlineanbieter für Lieferdienstleistungen wurde 1999 gegründet und hat seinen Sitz in Amsterdam. International gibt es mehrere Onlineportale. Unter verschiedenen Namen ist Just Eat Takeaway in zwölf europäischen Ländern vertreten. Dazu kommen Israel, Kanada und Vietnam.

In den Niederlanden ging 2000 die erste Webseite von Jitse Groen online. Seit 2008 ist das Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktiv und seit 2010 als Takeaway.com bekannt. 2014 übernahm das Unternehmen den deutschen Konkurrenten Lieferando für einen Preis von 50 Millionen Euro. Weitere Übernahmen, darunter Foodora und Pizza.de, folgten.

Lieferando News

An der Euronext notiert

Aktiendepot.com Icon VerbrauchertippsIm Sommer 2019 wurde Just Eat Takeaway Teil des AEX-Index an der Euronext in Amsterdam. Mit der Übernahme von Just Eat aus Großbritannien kam übrigens der heutige Name zustande. Immer wieder wird Lieferando vorgeworfen, seine Marktmacht auszunutzen. Schlechte Arbeitsbedingungen für die Kurieren führen ebenfalls immer wieder zu Kritik. Über eine Kooperation mit Google ist es möglich, direkt aus den Suchergebnissen heraus zu bestellen und die Lieferung über Lieferando abzurechnen. Zu den größten Anteilseignern von Just Eat Takeaway gehört übrigens Morgan Stanley.

Jetzt zum Testsieger XTB!CFD Service - 77% verlieren Geld

Kommissionsfreier Aktienhandel bei XTB

Aktien vieler Branchen sind auch bei XTB zu finden. Passende Aktien können Trader über einen Aktien-Scanner auf der Handelsplattform wählen. Insgesamt bietet der Broker 2.500 Aktien von 16 Börsen an. Bis zu einer monatlichen Handelssumme von 100.000 Euro im Monat ist der Handel kommissionsfrei.

Der Broker stellt zudem zahlreiche Echtzeitkurse kostenlos zur Verfügung. Weitere Tools sind ein Wirtschaftskalender oder ein Trading-Rechner. Der Broker bietet zudem CFDs und ETFs an, die über das gleiche Konto wie Aktien gehandelt werden. Das Handelsangebot kann 30 Tag lang risikolos über ein XTB Demokonto getestet werden. Um ein Livekonto zu eröffnen, stehen Tradern mehrere kostenlosen Einzahlungswege zur Verfügung.

Immer mehr Konkurrenz für Lieferando

Moderne Handelsplattform

Aktiendepot.com Icon KündigungXTB hat seine Handelsplattform, die xStation 5, selbst entwickelt. Eine Order wird hier sehr schnell ausgeführt. Auf der Plattform finden Trader zudem zahlreiche Indikatoren und Charts. Der Broker bietet seinen Trader zudem ein breites Angebot an Schulungsangeboten der Trading Academy an. Regelmäßig finden Webinare statt, bei denen Trader ihre Fragen an Experten aus der Welt des Handels richten können. Zahlreiche Marktnachrichten und Analysen runden das Angebot ab.

Weitere Fragen beantwortet das Team von XTB am Standort in Frankfurt am Main. Dort beraten Experten die Trader auch zu Anlagestrategien. Das Frankfurter Büro wurde 2008 eröffnet. Der Broker stammt aus Warschau, expandierte in den letzten Jahren aber in viele europäische Länder. Daher wird der Broker von mehreren Finanzaufsichtsbehörden reguliert. Die 275.000 Kunden in aller Welt können über 4.000 Finanzinstrumente handeln. XTB blickt auf mehr als 15 Jahre Erfahrung an den Märkten zurück und ist in Warschau auch an der Börse notiert. Damit gehört XTB zu den größten börsennotierten Brokern der Welt.

Jetzt zum Testsieger XTB!CFD Service - 77% verlieren Geld

Fazit: Konkurrent setzt Lieferando unter Druck

Aktiendepot.com Icon FazitLieferando bekommt immer mehr Konkurrenz auf dem deutschen Markt. Viele Restaurants setzen auf eigene Lieferungen. Zudem drängen andere Lieferdienste, bald auch Uber Eats, auf den Markt. Nur ein großer Marktanteil ermöglicht es Online-Lieferdiensten, profitabel zu arbeiten. Dies ist bei Lieferando nicht der Fall, obwohl der Lieferdienst Marktführer in Deutschland ist.

XTB bietet 2.500 Aktien vieler Branchen an. Die Aktien stammen von 16 internationalen Börsen. Von diesen bietet der Broker auch Echtzeitkurse an. Dazu kommen Marktnachrichten und zahlreiche Tools. Der Aktienhandel online ist bis zu einer Summe von 1000.000 Euro im Monat kommissionsfrei möglich.

Bilderquelle:

  • shutterstock.com