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Fondsgebundene Altersvorsorge – von den Börsen profitieren

Wer eine klassische Lebens- oder Rentenversicherung abschließt, hat ein klassisches Problem. Er investiert Geld in Geld und nimmt damit aktiv an der Inflation teil. Die heute abgeschlossene Versicherungssumme wird zum Auszahlungstermin bei Weitem nicht mehr die Kaufkraft haben, wie zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Jährliche Beitragsanpassungen sind die Folge. Es gibt aber auch eine Alternative.

Aktien sind inflationsresistent

Aktien gehören bekanntermaßen in die Kategorie der Sachwertanlagen. Sachwerte zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht dem Kaufkraftverlust ausgesetzt sind. Immobilien gewinnen im Laufe der Jahre an Wert, Mieten sind an die Preissteigerungen gekoppelt. Erhöht ein Zulieferer eines an der Börse notierten Unternehmens die Preise oder steigen die Produktionskosten durch einen neuen Tarifvertrag, werden diese Kostensteigerungen im Rahmen von Preiserhöhungen an die Endabnehmer weitergegeben. Der Kurs der Aktie bleibt davon völlig unbeeindruckt. Es gibt aber noch weitere Gründe, welche für ein Investment in eine fondsgebundene Altersvorsorge sprechen. Aktienkurse steigen, immer. Auch nach einem Crash geht es wieder nach oben. Das Chart „Stocks, Bills, Bonds and Inflation“ des US-Analystenhauses Ibbotson belegt dies mit einer Betrachtung der US-Börse seit 1927. Wer langfristig in Aktien investiert, kann kaum anders, als Gewinne zu realisieren. Fondspolicen haben für Anleger einen entscheidenden Vorteil. Die Sparer müssen sich nicht selbst um die Auswahl der Fonds kümmern. Natürlich besteht die Möglichkeit, aber vorbelegte Portfolios mit unterschiedlicher Risikoausprägung werden heute von jedem Anbieter zur Verfügung gestellt. Die Auswahl der Fonds und gegebenenfalls der Austausch erfolgen durch den Versicherer.

Die Kostenseite spielt auch eine Rolle

Der Abschluss einer fondsgebundenen Altersvorsorge bringt auf der anderen Seite Kosten mit sich. Entweder zahlt der Anleger mit seinen ersten Beiträgen die Provision für den Vertrieb, die Einrichtungs- und Stückkosten, oder er vereinbart einen provisionsfreien Vertrag, der ein Honorar bedingt. Ein klassisches Aktiendepot, möglichst noch kostenfrei geführt, in Verbindung mit hohen Rabatten auf den Ausgabeaufschlag der Anteile, ist hier auf den ersten Blick die günstigere Lösung. Es darf aber nicht vergessen werden, dass der Anteilskauf im Rahmen einer Fondspolice in der Regel ohne Ausgabeaufschlag erfolgt. Erfolgt der Aufbau der Altersversorgung über klassische Fondssparpläne, muss der Anleger selbst dafür sorgen, dass er sein Depot überwacht und gegebenenfalls Fonds austauscht. Dies gilt um so mehr in den Jahren vor Vertragsablauf, wenn es darum geht, aus Aktien langsam in Rentenpapiere zu wechseln. Im Rahmen eines gemanagten Portfolios einer Fondspolice wird diese Aufgabe ebenfalls vom Management übernommen. Unterschiede gibt es auch bei der Besteuerung. Wird die fondsgebundene Altersversorgung über einen Fondssparplan aufgebaut, fällt bei jedem Anteilsverkauf die Abgeltungssteuer (siehe Wikipedia) in Höhe von 25 Prozent an. Erfolgt im Rahmen einer Fondspolice eine Verrentung, muss die Rente nur mit dem Ertragsanteil besteuert werden. Strebt der Anleger eine einmalige Auszahlung an, greift das Halbeinkünfteverfahren, sofern die Versicherung bestimmte Voraussetzungen erfüllt.

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