Cashboard Erfahrungen von aktiendepot.com

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 14.04.2020

Cashboard ist ein sogenanntes Finanztechnologie-Unternehmen. Mit einer Bank im herkömmlichen Sinne hat der Anbieter nichts zu tun. Sitz des Unternehmens ist die Hauptstadt Berlin. Von hier aus macht Cashboard vor allem durch einen garantierten Mindestzins von 2,00 Prozent auf sich aufmerksam. Obwohl mit der ProSiebenSat1 Media AG der größte Medienkonzern an Cashboard beteiligt ist, überraschen diese hohen Zinsen. Bei genauer Betrachtung fällt aber auf, dass dieses Angebot nicht für das Tagesgeld zählt, sondern für Anlagen bis maximal 10.000 Euro in Wertpapierdepots.

Die Vor- und Nachteile von Cashboard

  • Prominente Partner im Background
  • Keine Depotkosten
  • 90% des Geldes kurzfristig verfügbar
  • Gewinnbeteiligung an Cashboard
  • Keine Garantie für Kapitalerhalt
  • Zinsen nur für Anlagen bis 10.000€
Weiter zu CASHBOARD: www.cashboard.deInvestitionen bergen das Risiko von Verlusten

Konditionen im Überblick

  • Kostenlose Kontoführung
  • Wahl zwischen drei verschiedenen Portfolios
  • 2 Prozent Bonuszins bei Kapitalschutz-Portfolio
  • Keine Ordergebühren bei Portfoliowahl
  • Keine laufenden Kosten
  • Service per Telefon und Live Chat
  • Moderner Online-Zugang
  • Kontoführung einlagengesichert und reguliert über eBase
  • Große Diversifizierung durch Portfolios

Ein objektiver Testbericht zu Cashboard

Portfolio-Angebot: verschiedene Portfolios zur Verfügung

kontoeroeffnungUnsere Cashboard Erfahrungen haben im Portfolio drei verschiedene Depotvarianten festmachen können. Alle Depots werden von der eBase verwaltet. Unterschiede gibt es in den Varianten laut unserem Cashboard Test vor allem im Risiko, das mit einer Anlage einhergeht. Der Kunde steht also vor der Wahl, ob er sein Geld risikovoll, aber dafür möglicherweise schnell, oder aber gesitteter und dafür sicherer, anlegen möchte. Hierfür wird nach verschiedenen Kriterien unterschieden. Neben dem Risiko-Rendite-Verhältnis spielt hier auch das Ziel der Geldanlage und natürlich die Verfügbarkeit eine Rolle. In der Regel besteht jedes Depot aus aktiv gemanagten Fonds. Beim sogenannten „Kapitalschutz“, also dem Depot, welches das geringste Risiko aufweist, wird auch tatsächlich ein Kapitalschutz garantiert. Der „Kapitalschutz“ wird aus 40 Prozent Geldmarktfonds, 25 Prozent Immobilienfonds und 21 Prozent Anleihefonds gebildet. Kosten entstehen für keines der drei Depots.
Punkte: 7 von 10

Cashboard

Cashboard garantiert einen Mindestzins von 2,00 Prozent

Verzinsung: interessanter Mindestzins beim Kapitalschutz

geldscheineAuf den ersten Blick kann das Angebot von Cashboard durchaus täuschen. Sensationelle zwei Prozent auf die Anlage lassen selbst den hartgesottensten Hausbank-Kunden hellhörig werden. Allerdings entpuppt sich das verführerische Angebot schnell als ein kleiner Werbe-Trick. Garantiert wird tatsächlich ein Mindestzins von zwei Prozent. Allerdings bezieht sich dieser nicht etwa auf ein Tagesgeldkonto, sondern stattdessen auf Anlagen in Wertpapierdepots. Zudem ist der maximale Anlagebetrag auch noch begrenzt auf eine Summe von 10.000 Euro. Somit ist für jeden Tagesgeld-Kunden der Besuch hiermit wohl schon wieder erledigt. Mit einer Verzinsung auf einem Tagesgeldkonto einer Bank ist der Mindestzins unseren Cashboard Erfahrungen nach nicht zu vergleichen. Stattdessen kassiert Cashboard für die Vermittlung von Anlagen eine Provision. Aus diesen Provisionen setzt sich schließlich auch der Mindestzins von 2,00 Prozent zusammen.
Punkte: 6 von 10

Portfolio-Wechsel: Anlagestrategie einfach ändern

Wenn man sich zunächst vielleicht für ein „falsches“ Portfolio entschieden hat und wechseln möchte, dann ist dies uneingeschränkt zu jedem Zeitpunkt möglich. Dann sollte man sich aber dennoch darüber bewusst sein, was für Konditionen mit einem Depotwechsel auf einen zukommen. Beim Kapitalschutz zum Beispiel werden auch Anlagen mit einem längeren Anlagezeitraum zum Portfolio hinzugefügt. So kann auch ein Zinssatz von mehr als 2,00 Prozent entstehen. Verlässt man den sicheren Kapitalschutz und bewegt sich in Richtung Ausgewogen, dann wird das Kapital auf mehrere Anlagen verteilt. So soll eine entsprechende Sicherheit garantiert werden, da die Last auf mehrere Schultern verteilt wird. Ist man risikofreudig und wechselt zum renditeorientierten Portfolio, dann erlebt man eine noch größere Diversifizierung der Anlagen, bekommt dafür aber unter Umständen einen sehr attraktiven Zinssatz.
Punkte: 8 von 10
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Cashboard Konditionen: kostenlose Kontoführung

EinlagensicherungDie Eröffnung eines Kontos ist unseren Erfahrungen mit Cashboard nach umsonst. Weder für die Eröffnung, noch für Sparaufträge, Ein-/ Auszahlungen oder die Kontoschließung fallen Gebühren an. Da im Zuge der Anlage auch bei Anlagepartnern Konten eröffnet werden müssen stellt sich natürlich auch hier die Frage nach den Kosten. Hier übernimmt Cashboard etwaige Kosten für die Kontoeröffnung und die Kontoführung, sodass auch bei den Anlagepartnern keine Kosten für die Kunden entstehen. Gleichzeitig sind auch die Transaktionen bei Cashboard kostenlos. Unser Cashboard Test hat gezeigt, dass Ausgabeaufschläge auf Fonds entfallen. Ebenso werden auch auf die Börsengebühren keine Aufschläge berechnet. ETFs bilden hier eine Ausnahme, denn hier liegen die Transaktionskosten aktuell bei maximal 0,4 Prozent. Gebühren für Finanzprodukte werden unseren Erfahrungen mit Cashboard nach schon bei der Berechnung der Rendite mit abgezogen. Hier liegen die indirekten Kosten für die aktiven Fonds zwischen 0 und 1,6 Prozent.
Insgesamt belaufen sich die Gesamtkosten der Cashboard-Portfolios auf 0,39 bis 0,74 Prozent. Allerdings wird von Cashboard jährlich eine Gewinnbeteiligung erhoben. Diese beträgt zehn Prozent der Gewinne über dem Mindestzins. Gemessen werden die zehn Prozent hierbei am letzten Höchststand der Anlage. Abgerechnet wird alle zwölf Monate. Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei der Verzinsung der Anlagen nicht um einen regulären Zins wie bei der Bank, sondern um eine Bündelung von Provisionen, die Cashboard für die Vermittlung erhalten hat.
Punkte: 8 von 10

Preise Cashboard

Cashboard selber erhebt keine Gebühren für die Kontoführung

Demokonto und Software: keine Testphase möglich

Ein Demokonto zum Test zu eröffnen ist bei Cashboard leider nicht möglich. Ebenso verfügt das Unternehmen bislang nicht über eine eigene Software, wie zum Beispiel eine App. Allerdings ist der generelle Aufbau des Kontos sehr intuitiv gestaltet, was auch ein Blick auf die Homepage schon vermuten lässt. Der Aufbau ist laut unserem Cashboard Erfahrungsbericht gut strukturiert und die wichtigsten Funktionen sind innerhalb weniger Augenblicke zu entdecken. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase wird niemand Probleme haben, sich im Kontrollcenter seines Cashboard Kontos zurechtzufinden. Ein Demokonto wäre hier dennoch wünschenswert, denn gerade für komplette Neuanleger ist ein Blick hierauf durchaus interessant. Hier besteht Nachholbedarf für das Unternehmen, das als junger und dynamischer Dienstleister in diesem Bereich wohl etwas besser aufgestellt sein sollte.
Punkte: 5 von 10

Support: Einfacher Kontakt zum Kundendienst

Kontakt_serviceWeitaus passender für ein junges Unternehmen im Bereich der Fin-Tech-Branche ist da schon eher der Kontakt zum Kundensupport. Unsere Cashboard Erfahrung zeigt, dass man sowohl per Telefon und E-Mail, als auch per Live-Chat den Kontakt zum Servicebereich des Unternehmens suchen kann. Gerade der Live-Chat ist hier eine innovative Entwicklung, denn dadurch spart man sich eventuelle Wartezeiten in Warteschlangen am Telefon. Außerdem können hier die Fragen in wenigen Augenblicken beantwortet werden, was wiederum gegenüber der E-Mail ein deutlicher Vorteil ist. Die Mitarbeiter des Supports sind stets freundlich und bemüht. Bei Fragen und Problemen wird in der Regel binnen weniger Augenblicke geholfen und auch eine Lösung gefunden.
Punkte: 8 von 10

Einlagensicherung: Bareinlagen zuverlässig geschützt

Ein kleineres Problem von Cashboard ist die Regulierung. Da es sich bei dem Unternehmen nicht um eine Bank handelt, unterliegt dieses auch nicht den regulären Überwachungsmechanismen eines Bankhauses. Gleichzeitig wird auch keine Einlagensicherung garantiert. Allerdings wird Cashboard auch niemals direkt mit dem Geld des Anlegers in Verbindung kommen. Anlagen der Kunden werden von der eBase verwaltet. Hierbei handelt es sich um ein Unternehmen der comdirect-Gruppe, welches somit der gesetzlichen Einlagensicherung unterliegt. Die comdirect ist gleichzeitig aber auch Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Hierbei ist aber zu beachten, dass nicht alle Anlageformen unter die Einlagensicherung fallen. Hierzu zählen nämlich lediglich Sparanlagen, die bei einer Bank angelegt werden. Investitionsfonds, Geldmarktfonds und Aktien fallen nicht unter die Einlagensicherung, da es sich hierbei nicht um Anlagen im herkömmlichen Sinne, sondern vielmehr um Investitionen handelt.
Punkte: 6 von 10

Besondere Angebote: Zinsgarantie als Aushängeschild

Einen Namen gemacht hat sich Cashboard natürlich mit der Zinsgarantie von mindestens 2,00 Prozent. Allerdings haben wir in unserem Cashboard Erfahrungsbericht ja bereits festgestellt, dass es sich hierbei eher um einen Lockvogel handelt. Reguläre Zinsen sind dies nicht, sondern nur Provisionen, die Cashboard für die Vermittlung erhält und welche dann an die Kunden in Form von Zinsen ausgezahlt werden. Dementsprechend baut Cashboard natürlich auf einen Zulauf von Neukunden. Um diesen zu unterstützen, können bestehende Kunden auch Neukunden werben. Hier werden Amazon-Gutscheine in Höhe von 20 Euro vergeben, wenn sich der Geworbene auf Cashboard anmeldet und ein Portfolio eröffnet. Gleichzeitig nimmt der Werber an der sogenannten Extra-Zinsen Aktion teil, bei der er sich höhere Zinsen auf seine Anlagen sichern kann.
Punkte: 6 von 10
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Meinungen: Mehrfache Auszeichnungen für Cashboard

ausrufezeichenObwohl hier und da noch verbesserungswürdige Stellen entdeckt wurden, wurde das Start-Up für Cashboard schon mehrfach ausgezeichnet. Im Jahr 2014 gewann die Cashboard GmbH den SevenVentures Pitch Day der NOAH Conference London, den höchstdotierten Start-Up-Preis Europas, und erhielt vier Millionen Euro Preisgeld. Von der Wirtschaftswoche wurde Cashboard zu einem der besten Fin-Tech-Unternehmen in Deutschland gekürt. Zwei Mal war das Unternehmen außerdem Finalist des Next Bank Europe Award. Zudem hat sich mit der ProSiebenSat1 Media AG der größte deutsche Medienkonzern eine Beteiligung an Cashboard gesichert. Zusammenfassen gesagt lässt sich also festhalten, dass die Branche durchaus angetan ist von dem, was Cashboard seinen Kunden bietet.
Punkte: 8 von 10

Weitere Produkte: Fokus liegt auf der Vermittlung

Selber tätig wird Cashboard bei der Anlage von Geldsummen nicht. Das Unternehmen stellt lediglich eine Plattform zur Steuerung und zum Vergleich von Anlagemöglichkeiten, hat aber selber mit der Anlage nichts zu tun. Da es sich bei Cashboard auch nicht um eine Bank handelt, werden keine regulären Bankprodukte angeboten. Als Fin-Tech-Unternehmen ist Cashboard zwar im Bereich des Bankings aktiv, allerdings beschränken sich die Dienstleistungen hier auf die Vermittlung von Anlagemöglichkeiten. Allerdings werden die Kunden auch nach der Anlage von Cashboard betreut. Im Konto-Bereich kann man jederzeit die aktuellen Anlagen aufrufen, Portfolios betrachten, oder natürlich auch sein Portfolio wechseln. Somit hat man nicht das Gefühl, dass man nach dem Abschluss fallen gelassen wird. Dies wäre natürlich auch nicht im Sinne von Cashboard, da am Ende des Jahres ja noch die zehn Prozent Gewinnbeteiligung anstehen.
Punkte: 6 von 10

Unser Fazit: Mindestzins mit Vorsicht zu genießen

FazitCashboard wirbt mit einem Mindestzins von 2,00 Prozent. Das zieht natürlich viele Interessenten an, die auf den zweiten Blick allerdings enttäuscht sein dürften. Von einer regulären Verzinsung kann hier keine Rede sein. Zudem ist dieser Zinssatz nur bei einer Anlage von bis zu 10.000 Euro gültig. Es gibt unserer Meinung nach noch eine Menge Nachholbedarf im Hause Cashboard. Zum einen müssen die Risiken transparenter dargestellt werden, zum anderen sollten die Konditionen für den Mindestzins klar deklariert werden. Insgesamt bietet Cashboard noch keine wirkliche Alternative zum Tagesgeld. Auch wenn hier die Anlagedauer weitaus länger sein kann, so sprechen eine tägliche Verfügbarkeit und die Sicherheit einer Bank für das Tagesgeld. Cashboard formuliert die Absicherung sehr unglücklich, denn Investitionen sind nicht von der Einlagensicherung betroffen und werden daher auch nicht erstattet. 
Das auf den ersten Blick so starke Angebot von Cashboard bietet beim genaueren Hinsehen leider auch einige Nachteile. Überall wird nur sehr schwammig formuliert, was den Kunden häufig im Regen stehen lässt. Gleichzeitig ist auch die Preisstaffelung der Anlagepartner nicht wirklich transparent. Es ist zwar löblich, dass Cashboard hier etwaige Kosten für die Anmeldung oder ähnliches übernimmt, dennoch muss man bei einer Anlage genauer über die Kosten informiert werden.  Der Support hilft hier auf Nachfrage zwar weiter und ist auch sonst enorm hilfsbereit, dennoch erwarten wir hier noch etwas mehr. Das gilt ebenso für die Transparenz der Risiken. Geworben wird mit einer Absicherung, allerdings sind die Investitionen im Falle einer Zahlungsunfähigkeit von dieser nicht betroffen. Insgesamt wirbt Cashboard hier mit einem überragenden Angebot, kann dieses Versprechen aber noch nicht komplett einhalten. Mit ausreichender Vorsicht sind jedoch trotzdem interessante Renditen möglich.
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