Mehr digitale Geldgeschäfte durch die Corona Krise

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 26.05.2020


Online Banking, also die elektronische Abwicklung von Finanzgeschäften, wird inzwischen von fast einem Drittel der Bundesbürger genutzt. Der Anstieg ist stetig – von 2006 bis 2019 hat sich die Zahl von 31% auf 62% verdoppelt. Mit zunehmender Internetaffinität und -verfügbarkeit machen auch immer mehr Deutsche von der komfortablen Möglichkeit Gebrauch, ihre Geldgeschäfte am heimischen PC oder sogar über das Smartphone abzuwickeln.

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Noch immer Skepsis gegenüber dem digitalen Banking

Ein Fünftel der Bürger ist zwar noch skeptisch, was die Sicherheit der eigenen Daten – und Gelder – beim digitalen Banking und Bezahlen angeht, doch 25% nutzen nicht nur das kontaktlose Bezahlen über Karten mit entsprechenden Chips, sondern Bezahl-Apps wie Google Pay oder Apple Pay – bei den Millenials sind es mit 40% sogar deutlich mehr. Wer seine Kredit- und Debitkartendaten in den Apps hinterlegt, kann ohne Geldbörse einkaufen gehen.

Derartige Technologien erhalten durch Corona nun Auftrieb. Denn deutlich weniger Kunden möchten in der Hausbank Schlange stehen. Auch das Handhaben von Bargeld, in Deutschland immer noch die Nummer Eins beim „kleinen Warenverkehr“, nimmt deutlich ab. Zwar haben Virologen längst darauf hin gewiesen, dass die Keimbelastung von Münzen und Geldscheinen eher nicht ins Gewicht fällt, doch Ladeninhabern und Kunden geht es eher um die physische Annäherung beim Austausch von Bargeld. So wundert es wenig, dass bei Einkäufen um die Nutzung des kontaktlosen Bezahlens gebeten wird.

Corona und Onlinebanking

Das Corona-Virus gibt dem kontaktlosen Bezahlen Auftrieb

Wo sich zuvor rund 30% der Bürger beim direkten Umgang mit Menschen in allen finanziellen Belangen einfach sicherer gefühlt haben, greifen nun mehr Nutzer zum E-Banking und zur Banking App. Gerade die Altersgruppe der Nutzer ab 55 Jahren, unter denen sich zuvor ein Großteil der Digital-Verweigerer fanden, möchte nun schon allein wegen der Hygiene auf Distanz und online gehen.

Die Finanzdienstleister kommen dem veränderten Kundenverhalten entgegen – während bislang das Limit für kontaktlose Zahlungen bei 25 Euro lag, ist es nun heraufgesetzt auf 50 Euro. Zugleich kommt von den Netzwerkbetreibern die Rückmeldung, dass mehr Anträge auf Bezahlterminals eingehen – gerade der Einzelhandel, der sich lange Zeit generell gegen Kartenzahlungen gestellt hatte, hat die Zeichen der Zeit erkannt. Auch beim Bäcker können Kunden nun nicht selten per Karte und kontaktlos zahlen.

Der Trend zum Online Banking und zur Nutzung digitaler Apps dürfte langfristig von der Pandemie profitieren. Zwar liegen noch keine Zahlen vor, doch wer einmal die Möglichkeiten einer Banking App entdeckt hat, wird die Vorteile zu schätzen wissen.

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Banking Apps: Nicht alle bieten umfassende Leistungen

Nicht alle Apps bringen jedoch den gleichen Leistungsumfang mit. Beliebt bei Nutzern sind die ING Banking App oder die Banking App der DKB und der comdirect. Als Vorteil wird das sogenannte Multibanking angesehen, wenn also auch die Umsätze auf Konten bei anderen Banken mit der App angezeigt werden können. Eine Analyse der Kontoumsätze ist ebenfalls willkommen, genau wie die praktische Geldautomatensuche.

Wer früher genervt war vom Ausfüllen der Formulare für Überweisungen, kann bei manchen der Apps Vordrucke und Rechnungen einfach mit dem Smartphone abfotografieren. Das macht besonders das Eingeben der langen und damit fehleranfälligen IBAN deutlich komfortabler, ist aber nicht bei allen Apps möglich. Die N26 Banking App muss hier passen. Doch so gut wie alle Finanzdienstleister sind ständig bemüht, den Funktionsumfang der Apps zu erweitern, weil sie hier einen deutlichen Wettbewerbsvorteil im Kampf um neue Kunden sehen.

Corona und Banking Apps

Das Ende der TAN-Liste

Geschätzt wird auch, wenn mit dem Smartphone eine zugleich schnelle und sichere Freigabe von Transaktionen möglich ist. Die früher im Online Banking verbreiteten TAN-Listen, Ausdrucke der Codes auf Papier, sind nunmehr obsolet – Bankkunden können statt dessen einen TAN-Generator nutzen, ein kleines Gerät, das nach dem Einschieben der Karte eine TAN erzeugt, oder mobile TANs per SMS anfordern. Bei vielen Banking Apps erfolgt die Freigabe durch die Eingabe einer Geheimzahl – fertig. Alternativ können separate Apps nur für die TAN-Erzeugung auf dem Handy installiert werden. Die kleinen Programme für das Smartphone können also immer mehr Funktionen immer schneller ausführen, so dass Nutzer ihre Bankgeschäfte buchstäblich in der Tasche haben.

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Den Sicherheitsbedenken stehen die technischen Möglichkeiten des Smartphones entgegen

Zwar haben rund 46% der Bundesbürger Sicherheitsbedenken, doch auch hier dürfte sich im Laufe der Zeit herumsprechen, dass mit den integrierten Funktionen des Smartphones auch bei Verlust oder Diebstahl ein Zugriff möglich ist. Der Gerätemanager von Google beispielsweise erlaubt auf Android Smartphones den Fernzugriff. Neben der Ortung des Geräts ist auch das Löschen aller Daten möglich. IOS-Geräte bringen eine ähnliche Funktion mit.

Wer den Zugriff auf das Smartphone mit einer starken PIN sichert und seine Passwörter regelmäßig ändert, tut ebenfalls viel für ein hohes Maß an Sicherheit beim Online Banking und beim bargeldlosen Bezahlen mit Apps wie Google Pay oder Apple Pay. Nicht zuletzt kann das Gerät mit dem Fingerabdrucksensor entsperrt werden. Die jüngeren Nutzer von Banking Apps sind sich dieser Möglichkeiten bewusst und setzten sie auf dem Handy oder Tablet bereits ein.

Corona und Onlinebanking per Smartphone

Bargeld bleibt beliebt, die GiroCard macht eine Evolution durch

Dem Trend zum verstärkten elektronischen Banking steht zwar noch immer die Liebe der Deutschen zum Bargeld entgegen, doch die Nutzung des Online-Bankings dürfte auch ohne den Auftrieb durch die Corona-Pandemie weiter in die Höhe gehen. Was sich auch in nächster Zukunft nicht ändern dürfte, ist die Verbundenheit der Bundesbürger mit ihrer GiroCard. Die typisch deutsche Karte, früher als EC-Card bekannt, sollte ursprünglich primär dem Abheben von Bargeld am Automaten dienen. Das Konzept kam und kommt den Zahlungsvorlieben der Nutzer in so hohem Maße entgegen, dass sich Kreditkarten, anderswo auf der Welt das Nonplusultra, hierzulande nie so recht durchsetzen konnten. Und die GiroCard passt sich den Wünschen der Kunden durch ständig erweiterte Funktionen an – so sind sogar die Sparkassen inzwischen bei dem Smartphone Bezahldienst Apple Pay aufgesprungen.

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Fazit: Bestehende Trends im digitalen Banking verstärken sich leicht durch die Pandemie

Zusammenfassend lässt sich konstatieren: Die Corona-Pandemie verstärkt Trends, die sich ohnehin schon zuvor abgezeichnet haben. Die Nutzung digitaler Geldgeschäfte ist auf dem Vormarsch, unterstützt durch die technischen Möglichkeiten der Smartphones. Wer sich vor der Pandemie nicht recht an eine Banking App herangetraut hat, dürfte nun die vielen Vorzüge der praktischen kleinen Programme kennen und schätzen gelernt haben.

Bilderquelle:

  • www.shutterstock.com