Was kostet ein Aktiendepot? Alle Kosten im Überblick

Was kostet ein Aktiendepot? Das ist eine der ersten und wichtigsten Frage, die sich Anleger stellen, wenn es um den Wertpapierhandel geht. Das Thema der Kosten und Gebühren interessiert nicht nur Einsteiger, sondern auch erfahrene Nutzer, die auf der Suche nach einem neuen Anbieter sind.

Da die Aktiendepot Kosten aus verschiedenen Aspekten bestehen, wollen wir hier einen Überblick geben und Hilfestellung bei der Entscheidung leisten, die für alle Zielgruppen relevant sind. Manche unserer Tipps haben mit der eigentliche Depotführungsgebühr nichts zu tun, fallen aber dennoch ins Gewicht.

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Was kostet ein Aktiendepot? Der Faktencheck:

  • Aktiendepot als Basis des Wertpapierhandels
  • Schnelle und einfache Eröffnung online
  • Kosten für das Depot gibt es oft nicht
  • Gebühren für Wertpapierhandel folgen unterschiedlichen Modellen
  • Zusätzliche Entgelte der Handelsplätze
  • Bisweilen kostenpflichtige Leistungen wie Kursdatenpakete oder Software
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Das Aktiendepot: Schaltzentrale für den Wertpapierhandel

Um überhaupt Wertpapiere handeln zu können, wird ein Aktiendepot benötigt. Das besondere Konto dient der Verwahrung von Aktien, aber auch anderen Wertpapieren wie Fonds, ETF, Anleihen, Futures, Optionsscheine usw. und wird elektronisch über das Online-Banking verwaltet. Denn die Ausgabe von Aktien in Papierform wird nicht mehr praktiziert.

Angeschlossen an das Aktiendepot ist in vielen Fällen ein Verrechnungskonto. Hier liegt Kapital für Wertpapierkäufe, außerdem nimmt das Verrechnungskonto den Erlös aus Verkäufen und auch ausgeschüttete Dividenden auf. Weitere Services und Tools erschließen sich je nach den Schwerpunkten des Finanzdienstleisters. Ein Zugang zu Echtzeit-Kursen, eine Ordermaske und die Möglichkeit, Stopp- und Limit-Orders zu definieren, haben allerdings fast alle gemeinsam.

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Aktiendepot Kosten/ Bilderquelle: TMLsPhotoG/ shutterstock.com

Aktiendepot Kosten: Die Einrichtung ist meist gratis

Ein Aktiendepot einzurichten, ist einfach und meist auch kostenlos. Der gesamte Vorgang läuft in der Regel online ab. Mit einem Klick auf die entsprechenden Links öffnet sich ein Online-Formular, das nun vollständig auszufüllen ist. Verlangt werden:

  • Angabe von vollständigem Namen, Adresse, Kontaktoptionen wie E-Mail und Mobiltelefon.
  • Häufig Informationen zur Erfahrung mit Wertpapieren, anhand derer später Gruppen von Finanzinstrumenten freigeschaltet werden.
  • Verifizierung der Kundendaten durch einen gültigen Ausweis und eine Versorgerrechnung per Upload oder im Video-Call mit einem Mitarbeiter.

Sind alle Daten eingegeben und geprüft, wird das Depot freigeschaltet. Bis hierher sind in der Regel keine Kosten angefallen. Nun kann der Handel aufgenommen werden, und die Aktiendepot Kosten und Konditionen unterscheiden sich abhängig vom Finanzdienstleister. Unter welchen Modellen können Anleger wählen?

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Direktbanken: Ganzheitliche Finanzlösungen

Früher wurde das Aktiendepot bei der Filialbank geführt, bei der man zwar persönliche Beratung in Anspruch nehmen konnte, dafür aber auch recht tief in die Tasche greifen musste. Diesem Modell laufen Online-Banken wie ING, onvista, Consorsbank, SBroker oder comdirect schon seit Jahren Filialbanken den Rang ab. Dank des digitalisierten Geschäftsmodells haben diese Finanzdienstleister kaum Standortkosten und geben diese Ersparnisse an ihre Kunden weiter. Daher ist die Verwaltung des Aktiendepots hier oft kostenlos.

Die Verwaltung der eigenen Finanzen über das elektronische Banking läuft dank übersichtlicher Benutzeroberflächen und Eingabemasken, unterstützt durch FAQ, Anleitungen und meist auch den Kundendienst, sehr unkompliziert ab. Überdies bieten Direktbanken alle Leistungen aus einer Hand. Zusätzlich zum Aktiendepot erhalten Anleger hier:

  • Girokonten
  • Kredit- und Debitkarten
  • Kredite
  • Baufinanzierungen
  • Versicherungen

Mit dem Aktiendepot bei einer Direktbank können Anleger nicht nur selbstständig Aktien kaufen, sondern auch weitere Optionen ausschöpfen. Dazu gehören die Nutzung von Robo Advisors und Sparpläne.

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Ein Trader rechnet seine Aktiendepot Kosten aus/ Bilderquelle: Jirapong Manustrong/ shutterstock.com
  • Robo Advisors legen in ausgewählte Werte wie Aktien oder Indexfonds an. Die Anpassung nimmt ein Algorithmus vor. Der Kunde wählt in der Regel seinen gewünschten Risikograd, nach dem sich die Gewichtung von Portfoliobestandteilen richtet, den Anlagebetrag und die Anlagedauer. Vor der Bestätigung geben interaktive Tools einen Ausblick auf die mögliche Wertentwicklung.
  • Aktien- oder ETF-Sparpläne werden zunehmend populär. Vor allem Indexfonds bringen von vornherein eine beträchtliche Streuung mit, sind auf zahlreiche Indizes erhältlich und ebenfalls algorithmisch verwaltet. Die günstigen Produkte können zum Teil – wie bei der ING – schon ab 1 Euro bespart werden, hier ist ein Blick auf die Auswahl und den Umfang des ETF-Angebots und der sparplanfähigen Fonds von Vorteil.

Die jährliche Gesamtkostenrate eines ETF ist unabhängig vom depotführenden Finanzdienstleister, die Kosten für Anlage oder Ausführung von Sparraten jedoch nicht. Im Rahmen von Aktionen bieten Banken oder Broker ausgewählte ETF zum Nulltarif an oder zu prozentualen Handelskosten. Berechnet eine Direktbank beispielsweise 1,5% pro Ausführung, fallen pro Sparrate bei Beträgen von 25 Euro jeweils 0,38 Euro Gebühren pro Ausführung an.

  • Geeignet sind derartige Lösungen für Anleger, die gern alle Services aus einer Hand beziehen, bei einer etablierten, großen Bank eine längere und/oder umfangreiche Anlage tätigen wollen und dabei zum großen Teil selbstständig handeln.
  • Nicht geeignet sind Direktbanken für sehr aktive Trader, die auch exotische Werte und risikoreiche Instrumente schätzen, die bei Banken meist nicht auf dem Plan stehen, etwa CFDs.
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Neo-Broker: Aktiendepot und Handel zum Nulltarif

Zunehmend populär werden in letzter Zeit die sogenannten Neo-Broker. Bei Anbietern wie Trade Republic, JustTrade, Scalable Capital, Finanzen.net Zero und anderen zahlen Anleger keine Aktiendepot Kosten für die Verwaltung. Auch die Orderkosten liegen entweder bei Null oder belaufen sich auf eine nominale Summe wie einen Euro.

Wie diese Broker das machen? Das wird in der Regel auf der Website sehr transparent erklärt, um Kunden zu verdeutlichen, wie die FinTechs arbeiten. Zunächst einmal wird auf alle kostentreibenden Services verzichtet. Informationsangebote, oft auch der Kundensupport fallen dem Rotstift zum Opfer. Sparpläne können nicht immer eingerichtet werden, und bei manchen Anbieter ist ein Mindest-Handelsvolumen ab 500 Euro angesetzt.

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Ein Paar checkt ihre Aktiendepot Kosten/ Bilderquelle: SFIO CRACHO/ shutterstock.com

All das reicht natürlich noch nicht aus, um die Kosten zu decken und dem Broker Gewinne zu bescheren. Die macht er, indem er seine Kunden zu einem bestimmten Handelsplatz weiterleitet, etwa zur gettex oder zum elektronischen Handelssystem von Lang & Schwarz. Für diese Vermittlung erhält er von der Börse eine Vergütung. Für Anleger bedeutet dies, wenig oder keine Auswahl an Handelsplätzen zu haben.

  • Geeignet ist dieses Modell für Kunden, die genau wissen, was sie wollen, und die gewünschten Titel beim Neo-Broker auch vorfinden, außerdem für Gelegenheitstrader und Kleinanleger.
  • Nicht geeignet sind Neo-Broker für Daytrader und sehr aktive Trader mit hohem Handelsvolumen, denn diese achten bei ihren Orders unter anderem darauf, die leicht abweichende Kursstellung unterschiedlicher Handelsplätze zu berücksichtigen.
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Multibroker: Vom Forex- und CFD-Trading zum One-Stop-Shop

Aus einer anderen Richtung kommen Anbieter, deren Kerngeschäft ursprünglich der Forex- und CFD-Handel ist. CFD-Broker wie XTB oder eToro erweitern ihr Geschäftsmodell graduell, um ihren Kunden zusätzliche Leistungen bieten zu können. So finden sich neben physischen Investitionen in Kryptowährungen auch echte Aktien neben der Spekulation mithilfe von Aktien-CFDs.

Auch hier haben Anleger natürlich den Vorteil, alles aus einer Hand zu erhalten, wobei der größte Teil der Aktivitäten oft im CFD-Trading angesiedelt ist und echte Aktien oder sogar Sparpläne nur als Ergänzung wahrgenommen werden.

Häufig fallen hier keine oder niedrige Ordergebühren an, da die direkten Wettbewerber die Neo-Broker sind. Allerdings sind derartige Multibroker häufig sogenannte Market Maker. Kunden erhalten also keine Echtzeitkurse der Börsen, sondern handeln direkt mit dem Broker, der auch die Kurse stellt und seinen Profit durch ein Markup macht. Die Höhe dieser sogenannten Spreads ist je nach Anbieter, Kontenstruktur und Anlageklasse unterschiedlich.

  • Geeignet sind CFD-Broker mit Aktiendepot für Daytrader, die auch langfristigere Anlagen in ausgewählte Aktien und andere Wertpapiere tätigen oder Sparpläne einrichten möchten, wenn auch nicht über größere Beträge – denn hier fährt man mit Direktbanken oder großen internationalen Aktienbrokern oft besser.
  • Nicht geeignet sind Multibroker für Anleger, die Wert auf ein sehr großes Aktienportfolio und weitere Finanzinstrumente wie Optionsscheine, Futures und Zertifikate legen.
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Ein Aktienchart/ Bilderquelle: aodaodaodaod/ shutterstock.com

Namhafte Wertpapier-Broker: Aktiendepot für Ehrgeizige

An erfahrene Anleger mit Ambitionen wenden sich die Großen im Markt, nämlich Online-Broker mit einem Fokus auf dem Wertpapierhandel, bei denen ein wahrhaft beeindruckendes Handelsangebot wartet. Anbieter wie Degiro, CapTrader, Lynx und das internationale Schwergewicht Interactive Brokers kommen vor allem solchen Anlegern entgegen, die umfangreich und international investieren wollen.

Hier finden sich nicht nur Allerweltsaktien aus den US-Märkten und den bekannten europäischen Börsen, sondern eine große Auswahl von Werten aus Schwellenländern, dazu Anleihen, Fonds und ETFs. Auch Derivate wie Optionen, Optionsscheine und Futures werden angeboten, bei manchen dieser Broker überdies CFDs.

Bei einem solchen Aktienbroker zu handeln, lohnt sich dann, wenn man viele Strategien auf Werte außerhalb der Eurozone umsetzen möchte, denn bisweilen kann man US-Aktien schon für zu Orderkosten von 1 US Dollar handeln. Erfahrung sollte man jedoch mitbringen, denn die Handelssoftware ist nicht immer einsteigerfreundlich und leicht zu bedienen. Außerdem ist der Einstieg oft an recht hohe Mindesteinlagen geknüpft – Neulinge im Wertpapierhandel hält man so auf Distanz.

  • Geeignet sind große Aktienbroker für erfahrene Anleger, die vor allem Wert auf internationale Titel legen und in der Lage sind, die anfallenden Kosten und Gebühren differenziert zu bewerten.
  • Nicht geeignet sind diese Marktgrößen für Einsteiger.
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Was kostet ein Aktiendepot: Weitere Aspekte

Nicht nur die Depotführung und die Handelskosten beeinflussen die Aktiendepot Kosten – es gibt weitere Faktoren, die sich auf die Gesamtkosten von Orders und Investitionen auswirken und deshalb nicht außer Acht gelassen werden sollten. Erst im Zusammenspiel aller Faktoren können die Kosten für ein Aktiendepot und den Handel genau ermittelt werden.

Orderpauschale oder prozentuale Gebühr?

Orderpauschalen sind derzeit sehr angesagt, vor allem bei den Neo-Brokern, und lassen entsprechende Depot-Banken und Broker gut ranken. Doch nicht alle Finanzdienstleister berechnen die Ordergebühren nach diesem Modell. Mitunter wird eine prozentuale Gebühr erhoben, die in Prozent-Bruchteilen rangiert. Für den Kunden lohnt sich ein solcher Aktienbroker oder eine Bank in der Regel mehr, vor allem bei größeren Handelsvolumina. Deshalb lohnt es sich, genauer nachzurechnen, wenn man eine ungefähre Vorstellung von den eigenen Aktivitäten hat.

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Eine Frau überprüft die Kosten ihres Aktiendepots/ Bilderquelle: Gutesa/ shutterstock.com

Handelsplatzübliches Entgelt

Wenig Einfluss hat ein depotführender Finanzdienstleister auf die Gebühren der Börsen. Jeder Handelsplatz erhebt seinen eigenen Aufschlag auf eine Transaktion. Da sich diese Börsengebühren jedoch unterscheiden, ist es wichtig, dass man beim Broker oder bei der Bank unter möglichst vielen Börsen wählen und auch Kursdaten vergleichen kann.

Echtzeit-Kurse

Die Basis von Handelsentscheidungen ist die Betrachtung von Kursdaten und deren historischer Entwicklung – im besten Fall erhalten Anleger Echtzeitkurse ohne einen Aufschlag des Brokers. Ebenso wie die Börsenentgelte unterscheiden sich die Kursdaten je nach Handelsplatz. Das kann bei größeren Positionen einiges ausmachen und steht natürlich in Korrelation zur Börsengebühr. Hier stellt sich nicht die Frage „Was kostet ein Aktiendepot?“, sondern eher „Lohnt sich die teurere Börse aufgrund günstigerer Kurse?“ – oder umgekehrt.

Mindesteinzahlungen oder Mindestvolumen

Bisweilen setzen Broker oder Banken Mindestbeträge an – entweder für die Ersteinzahlung auf das Verrechnungs- oder Handelskonto oder für die Ordervolumina. Nur wer diese Limits einhält, erhält überhaupt Zugang zum Handel oder profitiert von besonders günstigen Ordergebühren. Alternativ sind derartige Limits an die Kontostruktur gekoppelt, so dass sich Kunden mit steigender Einzahlung günstigere Handelsbedingungen erschließen, und unter Umständen auch weitere Services.

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Aktiendepot Kosten: Zusatzleistungen gegen Gebühr

Genauer hinschauen sollte man auch, wenn es bei einem auf den ersten Blick günstigen Aktiendepot zusätzliche Services gibt, die nur gegen Gebühr erhältlich sind. Hier tun sich für den Finanzdienstleister Nebeneinnahmen auf, die zusätzlichen Aktiendepot Kosten übertreffen bisweilen die erzielten Renditen und sind vor allem für Gelegenheitstrader eine Kostenfalle.

  • Kursdatenpakete: Die Kursdaten der deutschen Börsen und elektronischen Handelssysteme sind in der Regel inklusive – nicht immer jedoch europäische und/oder internationale Kursdatenpakete. Diese werden dann gestuft und in einem Abo-Modell angeboten. Die Höhe der monatlichen Zahlung entscheidet über Zugang zu US-Kursen oder Aktienkurse aus der Asien-Pazifik-Region.
  • Premiumversion der Software: Eine grundlegende Benutzeroberfläche, Ordermaske oder Handelssoftware wird natürlich immer zur Verfügung gestellt. Bisweilen müssen Anleger allerdings in die Tasche greifen, um alle Funktionen und Tools der Handelsplattform nutzen zu können. Auch hier werden oft Abo-Modelle genutzt.
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Die Aktiendepot Kosten/ Bilderquelle: Peshkova/ shutterstock.com

Neukundenangebote für das Aktiendepot nutzen

Da die deutsche Bankenlandschaft sehr groß und vielseitig ist, müssen sich Finanzdienstleister einiges einfallen lassen, um mit ihrem Depot Neukunden an sich zu ziehen. Dazu nutzen nicht wenige von ihnen Begrüßungsprämien oder zeitlich befristete, besonders günstige Konditionen.

Wer sich genauer umschaut, findet immer seltener das früher beliebte „Begrüßungsgeld“, bei dem oft Beträge zwischen 25 und 100 Euro geschenkt wurden, dafür aber reduzierte Orderkosten im ersten halben oder ganzen Jahr. Das kann sich unter bestimmten Bedingungen lohnen:

  • Die Bank oder der Broker bieten ohnehin gute Konditionen und Services, so dass die Neukundenangebote eine schöne Ergänzung darstellen.
  • Größere einmalige Anlagen sind geplant und können im zeitlichen Rahmen zu reduzierten Orderkosten getätigt

Unter dem Strich sollten jedoch die normalen Konditionen, die Reputation und die Sicherheit der Handelsumgebung den Ausschlag geben, ebenso wie der Umfang des Handelsangebots, außerdem zusätzliche Leistungen wie Kundendienst, Bildungs- und Informationsangebot. Wer genau hinschaut, kann als Einsteiger bei der Brokerwahl oder beim Brokerwechsel durchaus erheblich sparen. Rechnet man die Kosten durch, geht es bisweilen um Beträge von einigen hundert Euro pro Jahr.

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Übertragsgebühren beim Umzug: Kosten für den Wertpapiertransfer

In einem Bereich sollten zumindest im Inland keine Kosten beim Aktiendepot anfallen – nämlich für den Umzug von einem Anbieter zum anderen. Da die Aktien, Fondsbruchstücke und sonstigen Wertpapiere im Depot zu allen Zeiten im Besitz des Anleger bleiben, besteht für Bank und Broker eine Verpflichtung zur Herausgabe, der die Anbieter kostenlos nachkommen müssen. Das gilt auch, wenn die Herausgabe eine Übergabe zu einem neuen Broker vorsieht.

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Check der Übernachtungsgebühren im Aktiendepot/ Bilderquelle: Matej Kastelic/shutterstock.com

Dies bestätigt auch ein entsprechendes Urteil des Bundesgerichtshofes, von den „Umzugskosten“ sollte sich also niemand von einem Depotwechsel abhalten lassen. Meist unterstützt der neue Finanzdienstleister gezielt und stellt ein Formular zur Verfügung, mit dem man die Titel im Depot auflisten und die Ermächtigung zur Übertragung erteilen kann. Kosten bzw. Einbußen können jedoch im Einzelfall entstehen:

  • Bei der Übertragung von Werten aus einem Aktiendepot bei einem Anbieter im Ausland fallen meist Bearbeitungsgebühren an.
  • Bei nicht deckungsgleichem Handelsangebot kann der neue Finanzdienstleister nur Werte übertragen, die bei ihm handelbar sind. Aktien, Fonds oder ETF, die nicht passen, außerdem Fondsbruchstücke, müssen dann mangels Umzugsunterstützung verkauft werden. Hier fallen Ordergebühren und eventuell auch ungünstige Kurse an.
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Fazit: Kosten für das Aktiendepot differenziert bewerten

Was kostet ein Aktiendepot? Eine Frage, die sich nicht pauschal beantworten und bewerten lässt. Zwar gibt es das Aktiendepot bei den meisten Banken und Brokern gratis, doch welche weiteren Kosten und Gebühren anfallen, ist sehr differenziert. Damit kommen Finanzdienstleistern den individuellen Wünschen der Anleger durchaus entgegen, man muss jedoch bei den Aktiendepot Kosten genau hinschauen.

Als „Bestes Depotkonto 2022“ qualifiziert kein Anbieter absolut, denn Gelegenheitstrader und Kleinanleger haben andere Wünsche als aktive Trader, die große Beträge bewegen. Bei der Höhe und Ausgestaltung der Ordergebühren, bei möglichen Kontomodellen und der Auswahl der Börsenplätze müssen die angebotenen Möglichkeiten gegeneinander aufgerechnet werden, auch hinsichtlich des Wertpapierhandels in Deutschland und Europa oder auf internationalem Niveau gibt es Unterschiede. Nicht zuletzt kommen weitere Möglichkeiten mit Brokern hinzu, die über den Aktienhandel hinaus auch Derivate wie CFDs oder Sparverträge auf ETF anbieten.

Was kostet ein Aktiendepot

Unter den wichtigen Aspekten bei der Entscheidung für ein Aktiendepot finden sich daneben zusätzliche Leistungen – die Qualität der Handelssoftware, die Kursstellung und Auswahl an Börsen, das Informationsangebot und die Unterstützung durch ein Musterdepot und den Kundensupport. Nicht genug damit, ändern sich auch die Ansprüche von Anlegern mit zunehmender Erfahrung. Erweitert sich der eigene Aktionsradius, ist oft ein Depotwechsel angesagt. Zumindest hierfür fallen normalerweise keine Kosten an, im Gegenteil wird Unterstützung beim Wertpapiertransfer geboten, so dass der persönlichen Entwicklung keine formalen Grenzen gesetzt sind.

Bilderquelle: shutterstock.com