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ING-DiBa Depot mit neuen Gebühren

ING-DiBa Depot Gebühren

Die ING (ehemals ING-DiBa) ändert ihre Gebühren für den Wertpapierhandel ab dem 18. Mai diesen Jahres. Die gute Nachricht vorweg: Das ING-DiBa Depot an sich bleibt auch weiterhin kostenfrei. Und das auch unabhängig von einem Wertpapierbestand. Änderungen gibt es vor allem im Wertpapierhandel an der Börse. Welche Änderungen es geben wird, worauf Anleger jetzt achten sollten und welche Alternativen zur Verfügung stehen, erklärt dieser Artikel. Zudem gehen wir auch ganz allgemein auf den Online Broker ein und zeigen, für welche Anlegergruppe sich das ING-DiBa Depot eignet.

Weiter zur ING: www.ing-diba.de

Gebührenänderungen im ING-DiBa Wertpapierhandel

Wie bereits erwähnt, ändern sich die Gebühren im Wertpapierhandel an der Börse. Die Änderungen beziehen sich dabei sowohl auf inländische Orders als auch für Orders an ausländischen Börsen. Auch der außerbörsliche Handel ist von den Änderungen der Gebühren betroffen. Um aufzuzeigen, was sich konkret ab dem 18. Mai ändern wird, zeigen wir hier auch noch die bisherige Regelung gemäß Preis- und Leistungsverzeichnis auf. Natürlich gehen wir nur auf die Aspekte ein, die sich ändern. Alles was bleibt, erwähnen wir hier nicht extra nochmal:

Art der GebührING-DiBa Gebühren bisherING-DiBa Gebühren ab dem 18. Mai
Gebühr Wertpapierhandel0,25 Prozent vom Kurswert4,90 Euro plus 0,25 Prozent vom Kurswert
Minimum Provision9,90 EuroEntfällt
Maximum Provision59,90 Euro69,90 Euro
Serviceentgelt für Order über Berater9,90 Euro14,90 Euro

Die wichtigsten Änderungen sind dabei die ersten drei genannten Gebühren. Vermutlich geben nur die allerwenigsten Kunden ihre Orders über einen Kundenberater auf. Bisher hatte dieser Service auch knapp 10 Euro zusätzlich gekostet. Gebühren, die man sich gut und gern sparen kann. Daher dürfte die Erhöhung um 5 Euro in diesem Bereich nicht weiter tragisch sein. Doch schauen wir uns die anderen Änderungen etwas detaillierter an. Dann wird auch klar, welche Anleger in welchem Umfang von den Änderungen der ING-DiBa Depotgebühren betroffen sein werden.

ING-DiBa Depot Test

Die ING-DiBa unterstützt Kunden bei der Wertpapierdepoteröffnung.

Ab 2.000 Euro Ordervolumen wird es teurer

Positiv ist, dass es ab dem 18. Mai gemäß Preisverzeichnis keine minimale Orderprovision mehr geben wird. Diese betrug bisher 9,90 Euro und ist im Aktiendepot Vergleich eher Mittelmaß. Wer natürlich ohnehin nur wenige Orders im Jahr aufgibt, wird damit auch gut gefahren sein. Doch Vieltrader hatten sich dann meist nach günstigeren Online Brokern umgeschaut. Wie gesagt, wird es diese Minimumprovision zwar offiziell nicht mehr geben. De facto aber schon irgendwie, wenn auch geringer. Denn die neuen Ordergebühren sehen den Preis von 4,90 Euro zzgl. 0,25 Prozent vom Ordervolumen vor. In der Realität ist damit eine Minimumgebühr von 4,90 Euro vorhanden. Auf den ersten Blick mag das sehr gut erscheinen. Und tatsächlich profitieren auch einige Kunden sicherlich von der neuen Regelung. Was ändert sich nun konkret in der Praxis?

  • Bei Orders bis 2.000 Euro Handelsvolumen ist die neue Gebührenordnung günstiger
  • Ab einem Ordervolumen von 2.000 Euro wird es in Zukunft teurer
  • Waren Orders ab einem Handelsvolumen von knapp 24.000 Euro bei den Gebühren quasi gedeckelt, erhöht sich das Volumen nun auf 26.000 Euro

Hier wird schnell ersichtlich, dass vor allem Anleger mit kleinerem Handelsvolumen von der neuen Gebührenordnung profitieren. Denn bis zu einem Ordervolumen von 2.000 Euro ist die neue Regelung günstiger, da die Minimumprovision von 9,90 Euro entfällt. Bisher wurde die maximale Orderprovision bei knapp 24.000 Euro erreicht. In Zukunft liegt dieser Betrag bei 26.000 Euro.

Weiter zur ING: www.ing-diba.de

Wird's jetzt teurer oder günstiger?

Die Antwort auf die Frage, ob es nun für den Einzelnen preiswerter oder teurer wird, hängt davon ab, wie viel und mit welchem Volumen er handelt. Die Übersicht oben zeigt, ab welchem Volumen es teurer oder günstiger wird. Als Hinweis an dieser Stelle nochmal, dass sich die ING-DiBa Ordergebühren ja nicht nur auf den Aktienhandel beziehen, sondern generell auf den Börsenhandel. Das heißt, auch Knock-Out Zertifikate, Anleihen, Fonds die über die Börse geordert werden usw. sind den Gebührenänderungen unterworfen.

Vor einiger Zeit veröffentlichte die ING-DiBa Einblicke in Kundendepots. Natürlich nur als Gesamtansicht und anonym. Da dort aber keine Zahlen zum durchschnittlichen Handelsvolumen je Kunde vorliegen, können wir auch nicht sagen, ob der Großteil der Kunden in Zukunft nun preiswerter oder teurer kommt. Wir vermuten, dass die meisten Orders im Aktien- und Anleihesegment deutlich über 2.000 Euro liegen. Von daher könnte es gut sein, dass eine Reihe von Anlegern nun mehr Ordergebühren zahlen muss.

Ob die Änderungen der ING-DiBa Ordergebühren sich für den Einzelnen positiv oder negativ auswirken, muss jeder für sich selbst entscheiden. Als Faustregel können wir festhalten, dass Anleger mit einem durchschnittlichen Ordervolumen von 2.000 Euro und mehr in Zukunft mehr Gebühren entrichten müssen. Denkbar wäre zwar auch die einmalige Ausführung eines Aktien-Sparplans bei einem Kauf. Doch das macht nur bis zu einem Volumen von knapp 450 Euro Sinn. Danach wäre eine Order über Xetra wiederum preiswerter. Außerdem muss die Aktie auch als Sparplan vorhanden sein. Das ist also keine optimale Lösung.

 ING-DiBa Direkt Depot Erfahrungen

Das ING-DiBa Direkt Depot bleibt auch weiterhin bedingungslos kostenfrei.

Keine Änderungen bei Sparplänen, ETFs und Wertpapierverwaltung

Bis auf eine kleine Ausnahme wird eine auch keine Änderungen bei Sparplänen, im ETF Handel sowie in der Wertpapierverwaltung geben. Die einzige Gebührenerhöhung betrifft die „Servicegebühr für Aufträge zu Hauptversammlungen und Kapitalmaßnahmen (nur für Aufträge per Brief, Fax oder Kundenbetreuer)". Diese wird von 9,90 Euro auf 14,90 Euro erhöht. Da das aber wohl kaum einen Leser von uns betrifft, gehen wir hier auch nicht näher darauf ein.

Das es ansonsten hier keine Änderungen geben wird, können wir positiv bewerten. Warum? Hier nur ein Beispiel: Eine ganze Reihe von Anlegern achtet bei ihrem Aktienkauf auf Unternehmen, die eine nachhaltige Dividende ausschütten. Sie verfolgen sozusagen eine „Dividendenstrategie" (obwohl dieser Begriff natürlich sehr viel umfasst). Bei der ING-DiBa ist das Einlösen von Dividenden kostenfrei. Das ist mittlerweile keine Selbstverständlichkeit mehr. Vor einiger Zeit erhöhte auch flatex seine Ordergebühren. Dort wird für die Einlösung von ausländischen Dividenden eine Gebühr bis zu 5 Euro fällig – je Auszahlung und Aktie! Wer also auf US-Amerikanische Aktien setzt, kann gut und gern einen dreistelligen Betrag an Gebühren für den Bezug von Dividenden bezahlen. Auf solche Details zu achten ist bei der Depotauswahl sehr wichtig! Bei der ING-DiBa hingegen fallen bei Auszahlung von Dividenden – egal aus welchem Land – keine Kosten an.

Weiter zur ING: www.ing-diba.de

ING-DiBa mehr als nur Online Broker

Die ING-DiBa ist kein reiner Online Broker. Kunden können dort fast das ganze Spektrum an Bankdienstleistungen nutzen, die eine Universalbank bietet. So gibt es zum Beispiel auch das ING-DiBa Girokonto, eine Kreditkarte, einen Rahmenkredit oder auch klassische Finanzierungen. Das Girokonto erhielt in unserem Test übrigens 10 von 10 Punkten, sprich die Höchstzahl. In unserem ING-DiBa Depot Test konnten wir der Bank 9 von 10 maximalen Punkten geben. Also auch eine hervorragende Leistung. Mit dazu beigetragen hat unter anderem:

  • Kostenloses Wertpapierdepot ohne Bedingungen
  • Vielzahl an Sparplänen ab 50 Euro
  • Über 1.000 ETF Sparpläne
  • Auch monatlich in Aktien, Fonds und Zertifikate sparen
  • Junior Depot für Kinder
  • Viele Serviceleistungen sind kostenfrei (Dividenden, Eintragen von Namensaktien usw.)

Wer hingegen sehr häufig handelt und das möglicherweise auch mit einem Handelsvolumen von über 2.000 Euro, kann sich in unserem Depot Vergleich nach einem alternativen Anbieter umsehen. Denkbar wären ja auch zwei Depots: Das ING-DiBa Depot zum Beispiel für Sparpläne oder als Langfristdepot mit wenigen Orders im Jahr. Und ein weiteres Depot bei unserem Testsieger DEGIRO. Dort kostet ein Aktienkauf minimal nur 2 Euro! DEGIRO eignet sich daher auch für kurzfristige orientierte Anleger. Zudem bietet der Broker einen kostengünstigen Zugang zu internationalen Börsen, was bei der ING-DiBa eher nicht gegeben ist. Eine Auslandsorder bei der DiBa kostet neben der Ordergebühr zusätzlich pauschal 12,50 Euro.

ING-DiBa 0 Euro Handel

Die ING-DiBa ist auch weiterhin ein Top Online Broker. Über 200 ETFs können gebührenfrei gekauft werden.

Fazit: Leichte Gebührenerhöhung im Bereich bis 10 Euro je Order

Die Gebührenerhöhung für Orders bei der ING-DiBa kann für den Einzelnen bis zu 10 Euro betragen. Das gilt aber nur für ein hohes Ordervolumen. Für Orders bis zu 2.000 Euro wird es sogar günstiger. Für den einen oder anderen Anleger kann es daher durchaus sein, dass er nun nach einem anderen Anbieter Ausschau hält. In unserem Depot Vergleich können Leser schnell und einfach die besten Anbieter miteinander vergleichen. Ein Depotübertrag ist zudem ebenfalls einfach und schnell auszuführen. Das übernehmen in der Regel nämlich die neuen Anbieter.

Als Fazit wollen wir festhalten, dass die ING-DiBa auch weiterhin ein empfehlenswerter Online Broker ist. Über 200 ETFs können zum Beispiel kostenfrei gehandelt werden. Ab einem Ordervolumen von 500 Euro bezahlen Kunden beim Kauf einer der Aktions-ETFs keine Gebühren.

ING-DiBa Depot Gebühren

Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich war nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann und einem BWL-Studium 6 Jahre lang im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren nun für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur
Ruben Wunderlich
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