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iForex: Schutz vor negativem Handelssaldo

Die Aufwertung des Schweizer Frankens hat viele Trader wieder daran erinnert: Forex Trading bietet hohe Chancen, aber auch genauso hohe Risiken. Viele Trader verloren ein Vielfaches ihres Einsatzes und einige konnten den so entstandenen Schuldenberg nicht zurückzahlen. Beim Broker Alpari waren die Verluste der Trader durch die Freigabe des Franken sogar so groß, dass das Unternehmen Insolvenz anmelden musste. Da kommt ein Angebot des Konkurrenten iForex gerade recht: Er verzichtet auf einen Nachschuss, Kunden können nicht mehr als die Einlage verlieren.

iForex

Einige Alpari-Trader verloren durch die Franken-Freigabe so viel Geld, dass der Broker daran zerbrach.

iForex im Überblick

  • Broker aus Zypern
  • Verzicht auf Nachforderung
  • Automatisches Schließen von Positionen
  • Hohe Spreads
  • Kein Demokonto
  • Hebel bis 400
  • Kein MetaTrader

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Das Problem der Nachschusspflicht

ausrufezeichenNicht jedem Trader ist klar, dass beim CFD- und Forex-Handel mehr als das eingesetzte Kapital verloren werden kann. Denn die 400 Euro, die beim Kauf von Schweizer Franken im Wert von 40.000 bei einem Hebel von 100 hinterlegt werden müssen, sind nicht der Kaufpreis, sondern nur eine Sicherheitsleistung (Margin). Ist die aufgebraucht, muss Geld nachgezahlt werden. Das ist bei einem Hebel von 100 schon bei einem Kursverlust von mehr als 1,00 Prozent der Fall, bei einem Hebel von 400 sogar schon ab 0,25 Prozent.

Kein Wunder, dass der Anstieg des Franken um rund 20 Prozent einige Trader und sogar einige Broker in den Ruin getrieben hat. Allerdings ist ein solcher Sprung eher ungewöhnlich. Er entstand, weil die Schweizer Notenbank den Eurokurs zunächstkünstlich bei 1,20 Franken fixiert hatte. Der Kurs bildete damit nicht mehr die Marktlage ab, sondern war politisch bestimmt. In dem Moment, in dem die Zentralbank ihre Politik aufgab, brach der Kurs des Euro ein. Die üblichen Sicherungsmaßnahmen wie automatische Verkaufsorders griffen nicht mehr. Wer einen Stop-Loss bei 1,19 Franken gesetzt hatte, fand zu diesem Kurs keinen Käufer. Erst bei rund 1,00 Franken je Euro konnte die Position aufgelöst werden.

Die üblichen Schutzmechanismen wie Stop-Loss schützen nicht bei extremen Einbrüchen, weil sich keine Käufer für Bestände finden.

So funktioniert der Kundenschutz

sicherheitiForex ist nicht der einzige Broker, der auf eine Nachschusspflicht verzichtet, auch Comdirect tut das beispielsweise. Grundsätzlich ist die Funktionsweise immer gleich. Der Broker löst Positionen automatisch auf, wenn das eingezahlte Kapital aufgebraucht ist. Sollten trotzdem Verluste entstehen weil der Stop-Loss erst zu einem viel tieferen Kurs als geplant ausgeführt werden kann, dann muss der Broker die Verluste tragen.

Während aber beispielsweise Comdirect sich schützt, indem der maximale Hebel auf 25 begrenzt wird, bietet iForex trotzdem einen Hebel von bis zu 400. Allerdings kann der hohe Hebel auch Nachteile haben, vor allem dann wenn auf eine Trendwende spekuliert wird. Womöglich ist die Position längst aufgelöst, bis sich die erhoffte Entwicklung einstellt.

Ist die Margin aufgebraucht, wird die Position aufgelöst. Sollte der Verlust trotzdem größer sein als die Sicherungseinlage, übernimmt der Broker die Verluste.

Wie gut ist der Broker sonst?

LizenzTatsächlich ist der Verzicht auf eine Nachschusspflicht ein wichtiges Argument für iForex. Aber wie gut ist das Unternehmen insgesamt? Kann der Broker mit den Spitzenreitern wie GKFX oder IG mithalten?

Der erste Eindruck ist zunächst durchwachsen, die Seite ist ansprechend gestaltet, die Sprache aber an manchen Stellen holprig, etwa wenn es heißt „iForex (Cyprus) Ltd. Ist das neuste Mitglied der iForex Gruppe, und ist unter der‚ Zypriotische Investment-Firma‘ (Cypriot Investment Firm – CIF) registriert". Auch den Sitz auf Zypern werden viele Anleger gegenüber einem in Großbritannien oder gar Deutschland als Nachteil sehen. Allerdings fallen auch positive Dinge auf, beispielsweise eine tägliche Marktanalyse in deutscher Sprache.

Der erste Eindruck ist durchwachsen. Die Seite ist übersichtlich gestaltet, die Sprache aber an manchen Stellen holprig.

Die Handelsbedingungen im Einzelnen

NewsBei einer genaueren Bewertung des Brokers fällt zuerst auf, dass es kein Demokonto gibt. Wer ihn ausprobieren will, muss mindestens 100 Euro investieren. Das ist schade, denn viele Konkurrenten bieten diesen Service. Auch die Spreads sind im Vergleich mit anderen Brokern nicht die günstigsten, für Auszahlungen können Gebühren anfallen.

Immerhin ist die Auswahl an Handelsgütern akzeptabel. Neben Devisen und Rohstoffen werden CFDs auf Aktien und Indizes angeboten. Getradet wird entweder über eine webbasierte Plattform oder die FXnet-Plattform. Den MetaTrader bietet der Broker nicht standardmäßig an, dafür aber zusätzlich eine Mobilplattform.

Bei der Analyse überzeugt iForex nur teilweise.

Vor- und Nachteile von iForex im Überblick

In einigen Punkten macht iForex tatsächlich ein gutes Angebot, nämlich

  • Verzicht auf Nachschusspflicht
  • Hebel bis 400
  • Regulierter EU-Broker
  • Tägliche Nachrichten
  • Schulungsangebote
  • Forex, Rohstoffe, Aktien und Indizes
  • Handeln ab 100 Euro

Allerdings bleibt das Angebot bei einigen Punkten hinter dem der Konkurrenz zurück.

  • Hohe Spreads
  • Kein Demokonto
  • Auszahlungsgebühren möglich
  • Kein MetaTrader

Fazit

Größtes Plus ist der Verzicht auf eine Nachschusspflicht, ein großes Minus dagegen das fehlende Demokonto. Attraktiv ist der Broker vor allem für Trader, die ohne Nachschusspflicht mit hohem Hebel handeln wollen. Wer sich mit einem niedrigeren Hebel zufrieden gibt, findet mit Comdirect einen deutschen Broker ohne Nachschusspflicht, wer kein Problem mit einer möglichen Margin Call hat findet mit GKFX oder IG bessere Alternativen.

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