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Hot Stocks – Eine kurze Definition und eine Erklärung, die wirklich jeder versteht!

Hot Stocks, das sind Aktien mit viel Potential und großen Kurschancen. Auf den ersten Blick spricht alles dafür, sofort einzusteigen. Doch an der Börse ist nichts umsonst, die hohen Chancen muss man mit einem hohen Risiko bezahlen. Also investieren oder lieber die Finger davon lassen?

Beate Uhse Hot Stock

Hot Stock? Die Aktie der Beate Uhse AG war bei der Einführung 1999 64fach überzeichnet, hat seitdem aber massiv an Wert verloren.

Hot Stocks im Überblick

  • Aktien mit hohen Chancen
  • Oft in der Verlustzone oder mit niedrigem KGV
  • Hohe Risiken
  • Oft junge Technologieunternehmen

Was sind Hot Stocks?

DemoWer Hot Stocks in die Suchmaschine eingibt, der bekommt nicht selten Werbung für Kosmetikprodukte oder Partnerbörsen angezeigt. Doch damit haben Hot Stocks wenig gemein, es sind Aktien denen hohe Kurssteigerungen zugetraut werden. Das ist zunächst einmal gut, doch für die Aussicht auf Kursgewinne müssen Anleger teuer bezahlen.

Viele Unternehmen machen keine Gewinne oder nur sehr wenige, trotzdem sind Hot Stocks meist teuer. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist schlecht, erfüllen sich die hohen Erwartungen nicht, bricht der Kurs schnell ein, womöglich geht das Unternehmen sogar pleite. Gut dürfte vielen Anlegern noch der Niedergang des Neuen Marktes in Erinnerungen sein. Hoffnungsträger wie Mobilcom, Kabel New Media oder Infomatec verloren einen Großteil ihres Wertes oder verschwanden ganz.

Anderen Unternehmen ist der Sprung aber gelungen, wer bei Google oder Apple zum richtigen Zeitpunkt eingestiegen ist, der hat mitunter ein kleines Vermögen verdient.

Hot Stocks sind Aktien mit hohen Chancen, aber auch hohen Risiken

Hot Stocks kaufen?

bonusInvestorenlegende Warren Buffett hält nicht viel von Hot Stocks. Seine Strategie des Value Investing zieht es vor, solide aber unterbewertete Firmen zu finden und dort einzusteigen. Vor nicht allzu langer Zeit hat er beispielsweise in großem Stil amerikanische Eisenbahnaktien gekauft. Unternehmen wie doch die 1862 gegründete Union Pacific Railroad mit mehr als 45.000 Mitarbeitern gelten als eher behäbig, machen aber gute Gewinne. Der Marktanteil der Schiene ist in den USA im Güterverkehr mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland.

Mehrere Untersuchungen geben dem Investor Recht, demnach erzielen Investoren mit sicheren Aktien im Schnitt höhere Gewinne also mit riskanten. Das erscheint zunächst paradox, dürfte aber damit zusammenhängen, dass in der Öffentlichkeit vor allem die erfolgreichen ehemaligen Hot Stocks wie Google und Apple bekannt sind, während an die gescheiterten Aktiengesellschaften wie Kabel New Media außer den ehemaligen Mitarbeitern und Aktionären kaum noch jemand denkt. Die Chancen dieser Aktien werden deshalb eher überschätzt.

Deswegen müssen Hot Stocks aber nicht generell eine schlechte Entscheidung sein. Auch viele ehemals als sicher geltende Unternehmen wie RWE, die Heidelberger Druckmaschinen AG oder Hochtief sind heute in Schwierigkeiten oder sogar bereits insolvent. Die Beimischung von ein paar Hot Stocks kann deshalb sinnvoll sein.

Wem es auch um den Spaß am Zocken geht, der wird mit Hot Stocks ohnehin mehr Freude haben, denn große Kursausschläge sind hier häufiger. Zudem ist der Mittelwert nur wenig aussagekräftig. Wer den richtigen Wert erwischt, den dürfte es wenig stören, dass der Durchschnittsanleger mit Hot Stocks weniger verdient als mit Standardwerten. Allerdings sollte sich jeder im Klaren darüber sein wie schwer es ist, das nächste Google in der Schar der Hot Stocks zu finden.

Erfahrungen zeigen, dass mit Hot Stocks im Durchschnitt weniger verdient wird als mit soliden Standardwerten.

Bild historische Börsenkurse

Hot Stocks bieten ein größeres Insolvenzrisiko. Allerdings sind auch große Namen nicht vor der Pleite geschützt, wie ein Blick auf diese Kurse von 1992 zeigt. Viele der Unternehmen wie Holzmann oder Nixdorf sind insolvent.

Die richtigen Hot Stocks finden

NewsWer mit Hot Stocks handeln will, der kann dabei zwei verschiedene Strategien anwenden. Die eine besteht darin, den aktuellen Hype um die Aktie auszunutzen um kurzfristig Gewinn zu machen. Wer beispielsweise im Chart einen intakten Aufwärtstrend entdeckt hat, der kann kurzfristig ein- und weniger später sofort wieder aussteigen. Bei solchen kurzfristigen Strategien ist natürlich die Gebührenbelastung relativ groß, erfolgreich ist sie deshalb meistens wenn entweder hohe Beträge investiert werden oder ein Daytrading-Broker mit sehr niedrigen Preisen für Vieltrader gewählt wird.

Wer langfristig investieren will, der muss zunächst die Unternehmensdaten analysieren. Bei einem Unternehmen, das zumindest Gewinne macht, ist das Risiko natürlich kleiner als bei einem, das noch weit in der Verlustzone steckt. Auch die Position am Markt sollten Anleger beachten. Gerade bei Technologiewerten gilt oft „The winner takes it all". Der erste bekommt alles, schon die Nummer zwei geht unter Umständen leer aus – oder erinnert sich noch jemand an die Suchmaschine Fireball oder den Softwarehersteller Lotus Development Corporation? Zumindest in einem Markt sollte das Unternehmen gut positioniert sein, dann besteht immerhin die Chance, dass man von einem internationalen Wettbewerber übernommen wird, so wie es dem deutschen Auktionshaus Alando erging, das von eBay gekauft wurde.

Wichtig ist auch, dass das Unternehmen nicht nur ein gutes Produkt bietet, sondern auch erklären kann, wie man damit Geld verdient.

Ein Hot Stock sollte ein gutes Produkt bieten und auch wissen, wie man damit Geld verdient.

Alternativen zu Hot Stocks

Kontakt_serviceWem das Auswählen der Hot Stocks zu aufwändig ist, der kann alternativ auch in einen Fonds investieren. Wem es nur darum geht, das Portfolio mit zukunftsträchtigeren Unternehmen auch langfristig fit zu machten, für den kann auch ein ETF, beispielsweise auf den TecDAX oder den SDAX, eine gute Ergänzung sein. Aber auch unter den großen und etablierten Unternehmen gibt es viele, die auch in Zukunft noch gute Gewinne machen dürften. IBM beispielsweise ist zwar nicht so dynamisch wie Google, hat aber seit über 100 Jahren im Hochtechnologiebereich überlebt und zahlte in den vergangenen Jahren stets eine Dividende, deren Rendite über den Zinsen von Festgeld lag.

Wem es alleine um das Zocken geht, also um den Spaß an der Geldanlage und wer auch Verluste gut verkraften kann, für den können Differenzkontrakte eine Alternative sein.

Was die beste Alternative zu Hot Stocks ist, das hängt auch vom Anlageziel ab.

Fazit

Hot Stocks sind Aktien mit positiven Zukunftsaussichten, beispielsweise von zukunftsträchtigen Technologieunternehmen. Nicht immer erfüllen sich aber die Erwartungen, sie sind deshalb auch besonders risikoreich. Anleger sollte sich nicht von Versprechen blenden lassen, sondern kühl Potential und Risiko vergleichen.

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