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Wie kauft man Aktien: Wertpapierhandel Schritt für Schritt

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Trotz der anhaltend niedrigen Zinsen auf den früher beliebten Festgeld- oder Tagesgeldkonten entscheiden sich noch immer nur verhältnismäßig wenige Deutsche für eine Investition in Aktien oder vergleichbare Wertpapiere. Mit einem Aktienportfolio lassen sich gute Renditen erzielen. Zwar ist die Anlage in Unternehmensanteile nicht ganz ohne Risiken, aber das dürfte nicht der Hauptgrund sein, warum nur zögerlich investiert wird. Eher ist anzunehmen, dass potenziell interessierte Anleger nicht hinreichend Finanzwissen mitbringen, um sich für den Aktienkauf zu entscheiden und ihr Portfolio gut zusammenzustellen. Wie kauft man Aktien? Der Ablauf soll hier ausführlich beschrieben werden.

  • Anlageziele definieren: Beträge, Zeitraum, Wunschrendite
  • Depotführende Bank oder Broker auswählen
  • Aktiendepot eröffnen
  • Trends beobachten und Investition streuen
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Wie kauft und verkauft man Aktien? Und vor allem: Warum?

Bevor wir der Frage nachgehen, wie man Aktien handelt bzw. in Aktien investiert, soll es auch darum gehen, warum sich eine Anlage in Aktien lohnt. Die ist schnell beantwortet: Unternehmensanteil erzielen Renditen, die mitunter im zweistelligen Bereich liegen. Zugleich erwirbt der Aktionär einen Anteil am Unternehmen, wie klein auch immer. Daher profitieren sie nicht nur vom Wertzuwachs der Aktie, der bei erfolgreichen Firmen aus steigender Nachfrage entsteht. Schüttet das Unternehmen sogenannte Dividenden aus – was allerdings nicht alle börsennotierten Unternehmen tun – profitiert der Aktionär doppelt.

Das ist lukrativ, und zwar besonders auf lange Sicht. Jeder börsennotierte Konzern hat seine schlechten Jahre. Langfristig lässt sich aber schon am Kurszugewinn des gesamten deutschen DAX 30 Index sehen, welche Renditen Anleger erzielen konnten, die sich vor zehn oder zwanzig Jahren einen Aktienkorb mit den bedeutendsten deutschen Blue Chips zusammengestellt haben.

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Wie und wo kauft man Aktien?

Aktien werden zunächst an der Börse gehandelt. Unternehmen, die Aktien emittieren und damit Fremdkapital aufnehmen wollen, müssen sich den Anforderungen der Börsentauglichkeit stellen, ein zeit- und kostenintensiver Prozess, an dessen Ende die Unternehmensanteile dann in den Handel kommen. Der Börsenhandel findet zwar noch immer an sogenannten Präsenzbörsen statt, verlagert sich aber zunehmend hin zu vollelektronischen Handelssystemen. Neben die prominente Frankfurter Börse und Deutschlands andere Parkettbörsen tritt die elektronische Plattform Xetra.

Nicht nur an der Börse kann man Aktien kaufen. Auch der Direkthandel ist möglich, und zwar über manche Banken oder die Systeme von Handelshäusern wie Tradegate oder Lang & Schwarz. Während der Börsenhandel werktags zu gängigen Arbeitszeiten, aber meist nur bis 20.00 Uhr möglich ist, können im Direkthandel mitunter sogar über das Wochenende Aktien gehandelt werden.

Die dabei geltenden Preise ergeben sich aus Angebot und Nachfrage für ein Wertpapier. Käufer und Verkäufer erhalten unterschiedliche Preise: der kaufwillige Anleger zahlt den Briefkurs, auf englisch „Ask“, der ein wenig höher liegt als der Geldkurs oder „Bid“, den der Verkäufer erhält.

Beim Aktienkauf über eine Börse zahlt der Käufer überdies die Gebühr, die der jeweilige Handelsplatz erhebt, und darüber hinaus möglicherweise eine Courtage für den Broker. Wer außerbörslich handelt, kann diese Kosten sparen, dafür fallen jedoch meist Transaktionskosten an, denn die Order wird nicht der Börse erteilt, sondern einer Bank oder einem Broker, der für die Ausführung eine Gebühr erhebt.

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Aktienkauf: es braucht immer einen Mittelsmann

Als privater Anleger kann man Aktien weder im Börsen- noch im Direkthandel selbst kaufen. Dies können nur lizenzierte und regulierte Finanzdienstleister. Die Auswahl auf diesem Gebiet ist groß. Aktionäre in spe, die sich über die Möglichkeiten informieren, finden bald heraus, dass für alle Ansprüche die passende Lösung existiert.

Aktien kann man bei einer Bank kaufen – also auch bei einer Filialbank. Wer nicht sehr internet-versiert ist, kann sich bei der Hausbank beraten lassen, ein Wertpapierkonto (das sogenannte Depot) eröffnen und dort auch den Aktienkauf abwickeln. Die persönliche Ansprache hat allerdings ihren Filialbanken haben vergleichsweise hohe Personal- und Standortkosten, die sich auf die Gebühren für das Depot und die Transaktionskosten niederschlagen.

Alternativ kann die Entscheidung für eine Direktbank oder einen Online-Broker getroffen werden. In beiden Fällen hat der Anbieter dank seines Geschäftsmodells geringere Kosten, die Kunden profitieren ebenfalls von dieser Ersparnis, denn sie bekommen in der Regel günstigere Konditionen. Dafür muss man selbst Hand anlegen – ist das Depotkonto erst einmal eröffnet, erteilt der Anleger die Wertpapierorder selbst. Bei vielen Direktbanken können Kunden telefonische Beratungen in Anspruch nehmen, während gute Online-Broker nicht nur eine Telefonhotline oder einen Live-Chat anbieten, sondern in vielen Fällen auch Informationen rund um den Wertpapierhandel anbieten.

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Augen auf bei den Kosten und Gebühren!

Bevor sich ein Anleger für eine Bank oder einen Broker entscheidet, empfiehlt sich die Durchführung eines Anbietervergleichs. Denn die Kosten unterscheiden sich teils ganz erheblich. Was nützt die schönste Rendite, wenn die laufenden Kosten für das Depot und die Transaktionen den Gewinn beträchtlich schmälern?

Bei vielen Direktbanken und Online-Brokern kann ein Aktiendepot vollkommen kostenfrei eröffnet werden. Auch ein zugehöriges Verrechnungskonto ist meist inklusive und ebenfalls kostenfrei. Laufende Kosten für Einrichtung und Verwaltung eines Depots müssen also nicht sein.

Den Ordergebühren und Transaktionskosten sollten Anleger ebenfalls Aufmerksamkeit schenken. Bietet der Finanzdienstleister eine Flatrate an? Oder richten sich die Kosten nach dem Transaktionsvolumen? Beides hat seine Vorteile, je nachdem, ob sehr aktiv gehandelt oder nur gelegentlich eine Umschichtung im Portfolio vorgenommen wird.

Wie kauft man Aktien: die Eröffnung des Depots

Immer mehr Anleger entscheiden sich für ein Depotkonto bei einer Direktbank oder einem Broker. Die Einrichtung des Depots ist unkompliziert und, wie bereits erwähnt, meist kostenfrei. Oft gibt es deutlich sichtbare Schaltflächen auf der Website des Anbieters, so dass die Eröffnung mit einem Mausklick eingeleitet werden kann. Dabei werden natürlich die Angaben zur Person erfragt, aber ebenso die finanzielle Situation und die Erfahrung, die der Kunde bereits mit Wertpapieren sammeln konnte.

Die Bank oder der Broker prüfen die Angaben und verlangen darüber hinaus eine Verifizierung – entweder durch die Vorlage eines Ausweisdokuments an einem Schalter der Deutschen Post, oder per VideoIdent. Bei letzterem wird ebenfalls ein Ausweis vorgelegt, allerdings im Online-Videochat mit einem Service-Mitarbeiter.

Fällt alles zur Zufriedenheit des Anbieters aus, erhält der Kunde seine Zugangsdaten, oft auf dem Postweg. Um Aktien kaufen zu können, muss nun ein Betrag auf das Verrechnungskonto überwiesen werden, dass entweder zusammen mit dem Depot angelegt oder als Referenzkonto angegeben wurde. Danach kann es losgehen! Oder besser… erst über die eigenen Ziele nachdenken.

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Vor dem Aktienkauf: welche Strategie soll es sein?

Noch bevor überhaupt die ersten Aktien gekauft werden, sollte sich jeder Anleger überlegen, was er mit den Wertpapieren beabsichtigt. Denn die Ziele, das Budget und die zeitlichen Vorstellungen unterscheiden sich von Fall zu Fall.

  • Langfristige Anlagen planen
  • Nur entbehrliches Kapital einsetzen
  • Kein Aktienkauf auf Kredit
  • Eigenes Risikomanagement entwickeln

Bei Aktien kann man grundsätzlich sagen: die Anlage lohnt sich langfristig. Denn die Kurse von Unternehmensanteilen schwanken börsentäglich, selbst wenn der Trend mittel- und langfristig positiv bis sehr gut ausfällt. Aktien kann man bestenfalls kaufen und getrost eine Weile vergessen. Mit einem Anlagehorizont von zehn oder zwanzig Jahren zu planen ist hier keine Seltenheit.

Gleichzeitig bedeutet dies aber auch, dass das investierte Kapital langfristig gebunden ist. Der Aktionär sollte also nur Gelder binden, die er wirklich entbehren kann. Wer gezwungen ist, aufgrund mangelnder Liquidität Teile seines Aktienportfolios zum Tageskurs abzustoßen, kann herbe Verluste erleiden. Besser ist es, benötigtes Kapital graduell abzuzweigen und immer nur dann zu verkaufen, wenn die Kurse gerade günstig sind.

Für den Einstieg in den Aktienhandel sollten zunächst nur begrenzte Summen investiert werden, die einerseits auch mittelfristig verfügbar sind und andererseits im Verlustfall verschmerzt werden können. Denn auch beim Aktienkauf fällt kein Meister vom Himmel. Daher ist der Einstieg in den Wertpapierhandel auf Kredit auch ein absolutes No-Go.

Auch die eigene Risikobereitschaft sollte ein Aktionär definieren. Denn Aktienkurse sind starken Schwankungen unterworfen, und nicht jedes Wertpapier erholt sich von drastischen Kursrückgängen. Auch beim Aktienkauf gilt die Maxime, dass die Unternehmensanteile mit dem größten Renditepotenzial auch die größten Risiken bergen. Schnell viel Geld, und das auf sicherem Wege, macht man mit der Investition in Aktien nicht. Star-Investoren wie Warren Buffet setzen daher eher auf langfristig solide Entwicklungen als auf spektakuläre Sofort-Gewinne.

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Welche Aktien kaufen? Wertpapierdepot zusammenstellen

Sind die Fragen zu Strategie und Budget beantwortet, geht es in einem folgenden Schritt darum, welche Aktien überhaupt gekauft werden sollen. Und dies erfordert natürlich eine gewisse Kenntnis der Finanzmärkte, aber auch die Bereitschaft, sich mit internationaler Politik auseinanderzusetzen. Es sind keinesfalls Unternehmensanteile der bekanntesten Firmen, die sich für den Einstieg in den Aktienhandel eignen.

Im Gegenteil, die Einzelaktien von Blue Chips, seien sie deutsch oder international, sind in der Regel teuer und halten nicht immer, was die Markenbekanntheit verspricht. Der Grund? Börsennotierte Konzerne, die es bis in einen Leitindex schaffen, haben ihre Position in nationalen und globalen Märkten bereits hinlänglich zementiert. Viel interessanter für Anleger sind Branchen und Märkte mit Wachstumspotenzial. In Deutschland finden sich Aktien derartiger Unternehmen nicht im DAX 30, sondern eher unter den Mittelstandsunternehmen im MDAX, bei Startups und im Tech- oder IT-Sektor. Weltweit zeichnet sich ab, dass Aktien von erfolgreichen Konzernen aus Schwellenländern langfristig ihren Weg in das Portfolio kluger Aktionäre finden werden. Unternehmen aus China oder Indien können mit Zuwachsraten punkten, von denen die westliche Konkurrenz nur träumen kann.

In jedem Fall raten Experten, nicht auf nur ein Unternehmen, eine Branche oder eine Region zu setzen. Denn wenn eine Aktie an Wert verliert, erleidet der Anleger einen Verlust, der nicht immer wieder aufgeholt werden kann. Wer sein Portfolio möglichst krisenfest aufstellen will, wählt daher Aktien, die eine breite Streuung erlauben. So können Rückgänge innerhalb einer Industrie oder bei einem Konzern weitestgehend aufgefangen, wenn auch nie ganz ausgeschlossen werden.

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Gründliche Vorbereitung ist der halbe Erfolg

Inzwischen dürfte klar geworden sein, dass es nicht damit getan ist, denn aktuellen Kurs einer Aktie zur Kenntnis zu nehmen. Wer Aktien kauft, sollte sich gründlich informieren. Zum einen über das in Frage kommende Unternehmen, aber auch über dessen Konkurrenten, die Branche und mögliche makroökonomische und politische Einflüsse. Erst wenn man zu der Überzeugung kommt, dass man das Geschäftsmodell und das Umfeld einer Firma versteht, kann die Frage beantwortet werden, ob die Aktie tatsächlich eine geeignete Anlage ist.

Aktionäre und alle, die es werden wollen, sollten überdies bedenken, dass sie als interessierte Käufer zwar einem offensichtlich günstigen Trend folgen, dass aber zur gleichen Zeit der Verkäufer sich aus für ihn logisch nachvollziehbaren Gründen von eben diesem Wertpapier trennt. Wer sich in die Lage des Verkäufers versetzen kann und dennoch zu dem Schluss kommt, dass der Kauf sich lohnt, hat vermutlich ein gutes Geschäft gemacht.

In jedem Fall sollten Käufer vor der Transaktion das Geschäft und die Perspektiven eines Unternehmens so gründlich wie möglich und auch mithilfe verschiedener Quellen ausleuchten, um die Risiken so gering wie möglich zu halten.

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Kosten und Gebühren beim Aktienkauf

Nach der eingehenden Information und der Entscheidung für bestimmte Aktien kann die Order platziert werden. Dies heißt nichts anderes, als dass die Bank oder der Broker mit dem Kauf des Wertpapiers beauftragt werden. Das ist nicht gratis – für den Aktienkauf fallen Kosten und Gebühren an. Neben den Kosten für die Depotführung, sofern es sie gibt, sind dies die Transaktionskosten, die Bank oder Broker berechnen. Hier kann es sich um feste Kosten handeln oder aber um Gebühren, die mit steigendem Transaktionsvolumen günstiger werden. Bei Online-Brokern finden sich in vielen Fällen unterschiedliche Kontomodelle – die Basis- oder Standardkonten wenden sich an Einsteiger und Anleger, die nur selten eine Order platzieren, während Premium-Konten meist auf die Bedürfnisse sehr aktiver Trader ausgelegt sind.

Entsprechend unterscheiden sich die Kosten. Anfänger tun sich mit Flatrates für ihre Orders leichter, während erfahrene Trader von besonderen Konditionen für umfangreiche Transaktionen profitieren. Neben diesen Kosten werden die Gebühren der jeweiligen Börse aufgeschlagen, an der die betreffende Aktie gehandelt wird. Die Handelsplatzgebühren können sich in ihrer Höhe ebenfalls deutlich unterscheiden. Eine Beispielrechnung ist immer eine gute Idee, schon während die Anlagestrategie entwickelt wird.

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Handelsplätze und Kenn-Nummern

Anleger, die wissen, was sie wollen, können nach eingehender Überlegung zum Für und Wider und der Berechnung der Kosten nun die gewünschten Aktien erwerben. Dies geschieht mit einem Depot bei einer Direktbank oder bei einem Online-Broker dann über eine Handelsplattform, die mehr oder weniger komplex sein kann. Das richtet sich danach, wie das Angebot des Finanzdienstleisters ausfällt und welche Anforderungen seine Kunden stellen. In jedem Fall muss die gewünschte Aktie präzise benannt werden. Dies geschieht mittels der entsprechenden Kennzeichung. Entweder wird die Wertpapierkennnummer, die sogenannte WKN, eingegeben, oder die ISIN. Letzter ist ein zwölfstellige internationale Kennnummer, eben die International Securities Identification Number. Danach wird die gewünschte Börse definiert – viele Aktien sind an verschiedenen Börsen handelbar, deren Gebühren sich im Einzelfall unterscheiden können.

Auch die anfallenden Maklergebühren, der sogenannte Spread und der Umfang des geplanten Handels beeinflussen die Auswahl einer Börse, denn während liquide Werte wie die bekannten Blue Chips an fast allen Börsen zu ähnlichen Konditionen erhältlich sind, kann sich bei weniger bekannten Aktien die Liquidität und damit auch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage von Börse zu Börse unterscheiden. Außerbörslich kann mit Aktien direkt gehandelt werden – zwar werden nach wie vor Transaktionskosten fällig, aber die Börsengebühren lassen sich sparen. Außerdem ist der Handel über die regulären Börsenzeiten hinaus möglich. Was Investoren allerdings wissen sollten: wer nach Feierabend Orders platziert, macht die Erfahrung, dass die Spreads, die Unterschiede beim Geld- und Briefkurs, dann höher ausfallen.

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Aktien kaufen und weiterhin im Auge behalten

Grundsätzlich gilt natürlich, dass nach dem Aktienkauf die Kursentwicklung nicht mit angehaltenem Atem verfolgt werden sollte, denn Aktienkurse schwanken im Tages- und Wochenverlauf erheblich. Das ist normal – wer sich durch die Fluktuationen, die börsentäglich zu beobachten sind, aus der Ruhe bringen lässt, ist als Aktionär schnell um den Nachtschlaf gebracht. Grundsätzlich gilt, dass Aktionäre eher mittel- und langfristige Trends beachten sollten. Und die muss man natürlich durchaus im Auge behalten. Dabei geht es nicht nur darum, die Wertentwicklung bzw. die Umsätze eines einzelnen Unternehmens im Blick zu behalten, sondern Nachrichten aus der Region und der Branche, aber auch globale Ereignisse zu beobachten und auf ihre möglichen Auswirkungen auf die Investition zu analysieren.

Um ein Beispiel zu nennen: die Entwicklung der US-amerikanischen Beziehungen zur Volksrepublik China beeinflussen nicht nur direkt betroffene US-amerikanische und/oder chinesische Unternehmen, sondern auch Zulieferer oder Abnehmer. Betroffen von den überschwappenden Wellen eines köchelnden Handelskrieges sind unter Umständen sogar Firmen, die gar nicht direkt mit dem amerikanischen oder chinesischen Markt in Verbindung stehen, aber vom Wegfall eines international gut aufgestellten Konkurrenten profitieren könnten. Anleger, die beizeiten Chancen wahrnehmen, können in diesem Fall einsteigen, solange die Kurse potenzieller künftiger Gewinner noch günstig sind. Die wichtigste Voraussetzung ist natürlich, ständig gut informiert zu sein.

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Was einfach klingt: Gewinne mitnehmen, bei Verlusten aussteigen

Aktionäre sollten einen langen Atem haben, denn selbst Unternehmen mit jahrzehntelanger exzellenter Performance haben schlechte Jahre. Da muss man dann durch. Zugleich sollten Investoren aber nicht um jeden Preis an einem Wertpapier festhalten, wenn sich abzeichnet, dass sie aufs falsche Pferd gesetzt haben. Allerdings muss man hier gegen die Fallstricke des eigenen Egos ankämpfen. Bekannt ist dieselbe emotionale Falle aus dem Glücksspiel: nicht selten machen Spieler nach anfänglichen Verlusten weiter – immer in dem Glauben, ihr Geld wieder herein zu holen. Das klappt in den seltensten Fällen. Ein kluger Investor ist, wer weiß, wann er genug verloren hat. Denn längst nicht bei jedem Abwärtstrend wendet sich irgendwann das Blatt. Es zahlt sich mehr als einmal aus, wenn das eigenen Portfolio breit aufgestellt ist, damit Verluste keine allzu großen Lücken in die Anlage reißen.

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Risikomanagement und Anfängerfehler beim Aktienkauf

Die Frage „Wie kauft man Aktien?“ lässt sich umfassend am besten beantworten, indem man darauf eingeht, wie man Aktien nicht kauft. Denn es gibt natürlich klassische Anfängerfehler, die bares Geld kosten – in manchen Fällen bedrohlich viel Geld. Die wichtigsten Fehler sollen hier Erwähnung finden.

Wie schon beim Thema Anlagestrategie angeschnitten, sollten anfängliche Investitionen eher kleine Beträge sein, idealerweise Geld, dessen Verlust notfalls verschmerzt werden kann. Noch besser ist es, ein sogenanntes Musterdepot für risikofreie Übungen zu nutzen. Demokonten werden von vielen Online-Brokern kostenlos und unbefristet angeboten. Sofern zum Handelsangebot des Brokers echte Aktien gehören, kann der Aktienkauf in einer echten Handelsumgebung geübt werden. Die Orders werden zu realen Bedingungen platziert – aber mit virtuellem Kapital ausgeführt. Dank des „Spielgeldes“ geht man kein Risiko ein. Demokonten sind eine ausgezeichnete Möglichkeit, eigene Schwächen kennenzulernen und entsprechend gegenzusteuern. Mit einem Musterdepot kann man überdies die Entwicklung interessanter Aktien verfolgen. Dazu kann man bei den meisten Demokonten eine sogenannte Watchlist anlegen und im Verlauf der weiteren Entwicklung verfolgen, wie exakt die eigenen Prognosen waren.

Ein weiterer Fehler ist die Investition in Aktien von nur einem Unternehmen – egal wie gut die Aussichten sind, die Risiken sind in diesem Fall unkalkulierbar, schon weil der Anleger alles auf eine Karte setzt. Viel klüger ist es, das eigene Aktienportfolio so breit wie möglich aufzustellen.

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Fonds: Einer für alle

Neben der Investition in Einzelaktien empfehlen Finanzexperten eine Streuung der Anlage über andere Anlageklassen hinweg. Mithilfe von Fonds ist die Anlage in ganze Indizes möglich, und zwar sowohl mit aktive gemanagten Fonds als auch mit passiven Anlagemöglichkeiten. Wer börsengehandelte Indexfonds, kurz ETF, erwirbt, kann mit einem Schlag seine Anlage über den gesamten Index streuen, der dem ETF zugrunde liegt. Auch bei Fonds gilt jedoch, dass eine eingehende Information der Anlage vorausgehen sollte. Das gilt nicht nur für aktiv gemanagte Fonds, bei denen die Erfahrung des Fondsmanagers ausschlaggebend ist für die Rendite der Investition. Auch passive Anlagen sollten auf der Basis gründlicher Kenntnisse getätigt werden.

Auch bei Fonds und anderen Finanzinstrumenten spielen natürlich die anfallenden Kosten eine Rolle. Wer hier von vornherein einen Brokervergleich ausführt, findet dabei unter Umständen Anbieter, bei denen ETF zumindest während Aktionswochen praktisch zum Nulltarif erworben werden können, wenn die sogenannten Ausgabeaufschläge wegfallen.

Neben aktiv gemanagten Fonds, passiven ETF und Zertifikaten auf Aktienindizes gibt es eine weiter gute Anlagemöglichkeit – die sogenannten Differenzkontrakte.

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Aktien hedgen mit CFDs

Differenzkontrakte auf Aktien wurden entwickelt, um die britische Stempelsteuer auf Aktientransaktionen zu umgehen. Die Contracts for Difference, kurz CFD, sind so konstruiert, dass sie die Kursentwicklung eines Basiswertes 1:1 abbilden. Zunächst waren diese Basiswerte oder Underlyings lediglich Aktien, heute kann man CFDs auf fast alle Anlageklassen handeln. Differenzkontrakte erlauben dem Inhaber, von der Wertentwicklung einer Aktie zu profitieren, ohne diese jedoch tatsächlich zu besitzen. Hinzu kommt, dass man mit einem CFD sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse spekulieren kann – in der Börsensprache als „long“ bzw. „short“ gehen bezeichnet. Und nicht nur das, es wird lediglich ein Bruchteil der tatsächlich bewegten Summe als Sicherheitsleistung hinterlegt, die sogenannte Margin. Umgesetzt wird dank des Hebelfaktors mit einem CFD das Vielfache davon – bei Aktien-CFDs das bis zu Fünffache.

Der CFD-Handel findet außerbörslich statt, und zwar meist bei darauf spezialisierten Brokern. Die Finanzinstrumente sind zwar volatil, der Hebel erlaubt jedoch gute Renditen, so dass CFDs besonders im Daytrading, also innerhalb weniger Minuten oder Stunden, von erfahrenen Tradern ge- und verkauft werden. Doch auch für Aktionäre sind CFDs eine lohnende Option. Mit einem CFD auf einen fallenden Kurs einer Aktie lässt sich eben diese echte Aktie im eigenen Portfolio „hedgen“, also absichern. Denn wenn der Kurs der Aktie fällt, macht der Inhaber Verluste, das CFD macht jedoch zeitgleich aus eben dieser Entwicklung Gewinn. In den meisten Fällen nicht genug, um die Verluste vollständig zu ersetzen, als Mittel zur Schadensbegrenzung eignen sich Aktien-CFDs jedoch vorzüglich.

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Analysetools für den Aktienkauf

Ein Thema, das so gut wie alle Teilnehmer am Wertpapierhandel umtreibt, ist das rechtzeitige Erkennen des richtigen Moments. Trader und Anleger sprechen hier gern von Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt, die natürlich möglichst günstig gewählt werden sollen. Im idealen Fall kann man so die Aktie zu einem möglichst niedrigen Kurs erwerben und sie mit gutem Gewinn wieder verkaufen. Entsprechend viel wird darüber geschrieben, wie sich die optimalen Zeitpunkte möglichst exakt definieren lassen. Leider geben auch Experten zu, dass genaue Vorhersagen eben nicht möglich sind. Zu sehr beeinflussen teils unvorhersehbare globale Zusammenhänge die Entwicklung der Märkte. Dennoch gibt es Analyseverfahren, die es dem Anleger erleichtern, einen guten Einstiegszeitpunkt für den Aktienkauf zu finden.

Unter anderem kann man wirtschaftliche Indikatoren für die Prognose künftiger Trends nutzen. Neben dem Bruttoinlandsprodukt gehören dazu die Inflationsrate eines Landes, die Zinsentwicklung der Makroökonomie, beispielsweise bei der Europäischen Zentralbank, und der internationale Ölpreis. Für die Auswertung derartiger Indikatoren können die Fundamentalanalyse und die Technische Analyse hinzugezogen werden. Die Fundamentalanalyse berücksichtigt grundlegende Daten zu einer Aktie bzw. zum Unternehmen, um die Entscheidung für einen Aktienkauf zu untermauern. Werte wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis oder KGV kann dabei helfen, (noch) unterbewertete Aktien zu ermitteln und zu kaufen, bevor die Preise steigen.

Bei der Technischen Analyse hingegen werden historische Kursverläufe im Chart daraufhin untersucht, ob sich dort bestimmte Muster abzeichnen. Diese können dazu genutzt werden, vergleichbare Verläufe für die Zukunft vorherzusehen.

Aktienkauf: Ein komplexes, aber lohnendes Feld

Wie kauft man Aktien? Auf jeden Fall nicht aufs Geratewohl und aus dem Bauchgefühl heraus. Was auf den ersten Blick sehr komplex scheint, können sich Anleger jedoch aneignen. Auch anerkannte Experten werden schließlich nicht als Finanzgenies geboren. Natürlich sind kaufmännische oder ökonomische Vorkenntnisse eine große Hilfe beim Einstieg. Da jedoch inzwischen zahlreiche Bildungsressourcen zum Aktien- und Wertpapierhandel online verfügbar sind, können private Anleger sich auf diesem Wege in die Materie vertiefen. Sogar risikolose erste Schritte sind dank der kostenfrei angebotenen Musterdepots, wie sie viele Broker bieten, möglich. Einsteiger sind gut beraten, von diesen Angeboten Gebrauch zu machen und dann schrittweise mit eigenen Kapital den Aufbau eines Aktienportfolios anzugehen. Angesichts der nach wie vor niedrigen Zinsen auf andere Anlageformen sind Aktien aufgrund der oft guten Renditen nahezu alternativlos.

Bilderquelle: www.shutterstock.com

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