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LYNX erweitert Finanzportal!

Es ist erst wenige Wochen her (diesen Beitrag habe ich im April 2017 geschrieben), dass der internationale Online-Broker LYNX sein neues Finanz-Portal online gestellt hat. Im März 2017 war es so weit. Dieses Portal hatte ich mir genauer angeschaut. Und erfreulicherweise gibt es da nicht nur Kurse und Charts, sondern diverse Tools und auch Artikel, Fundamentaldaten, Interviews, Markteinschätzungen – sehr überzeugend. Nun teilte LYNX mit, dass dieses Finanz-Portal erweitert wurde. Da wurde ich natürlich hellhörig. Um was geht es? LYNX teilt mit, einen „Aktionärskalender“ in das Portal integriert zu haben. Das klingt nach hohem Nutzwert – denn wer hat nicht schon einmal bei einer Aktie die dazu gehörigen Termine recherchiert? Hier soll genau das nun schnell und übersichtlich gehen. Doch hält das neue Feature im Finanz-Portal von LYNX, was es verspricht? Das ist die Frage, die in diesem Beitrag beantwortet werden soll. Zu den Details:

Inhaltsverzeichnis

    Zunächst noch einige allgemeinere Anmerkungen zum neuen Finanz-Portal von LYNX vorab. Laut dem Anbieter ist das Portal so gedacht, dass es erste Anlaufstelle für LYNX-Kunden – aber auch für Nichtkunden, da kein Login notwendig – sein soll. Es ist ein „Informationsportal“, das diverse Informationen aus einer Hand anbietet. Ein Beispiel: Eine Aktie kann mit ihrer „Peer Group“ = Aktien derselben Branche verglichen werden. Wenn z.B. ein Autobauer nicht gut gelaufen ist, und gleichzeitig die „Peer Group“ schon, dann könnte das ein Hinweis auf unternehmensspezifische Probleme sein. Und umgekehrt. Auf diese Weise lassen sich auf Einzeltitel-Ebene eventuell interessante Spezialfaktoren herausfiltern.

    Hält das neue Feature, was es verspricht?

    Natürlich wird die neue Funktion „Aktionärskalender“ per Pressemitteilung gelobt. Doch PR ist eine Sache. Die Praxis manchmal eine ganz andere. Deshalb habe ich die Funktion „Aktionärskalender“ direkt anhand eines Beispiels ausprobiert. Das Finanz-Portal von LYNX ist bekanntlich seit März freigeschaltet, also warum nicht ein eigenes Bild machen. Unter folgendem Link ist dieses Portal zu erreichen:

    https://www.lynxbroker.de/kurse-und-charts/

    Die Details des neuen LYNX Aktionärskalenders

    Und nun zur Frage, ob das neue Finanz-Portal für private Anleger(innen) empfehlenswert ist oder nicht – und im speziellen der Blick auf das neue Angebot des Aktionärskalenders. Bietet das realen Nutzwert? Exakt darum geht es hier in diesem Beitrag. Wie üblich kann ich mich dabei nur auf meinen höchst subjektiven Eindruck berufen. Und der sieht so aus:

    Nutzwert des neuen LYNX Portals

    Ich habe beim Finanz-Portal von LYNX einfach einmal eine beliebige Aktie eingegeben – in diesem Fall „Daimler“. Wenn Sie dann nach unten scrollen, erscheinen unten rechts Angaben zur „Peer Group“ und die „Aktionärstermine“, um die es hier in erster Linie gehen soll. Als ich dies konkret für Daimler abgerufen habe, sah das Ganze dann so aus:

    LYNX Aktionärskalender

     

     

     

     

     

     

     

     

    Angaben des neuen Finanzportals – Beispiel „Daimler“, Abruf im April 2017. Quelle: LYNX

    Nützliche Angaben zur „Peer Group“ der betreffenden Aktie

    Da sehen Sie zunächst die besagte „Peer Group“ – soweit es sich um börsennotierte Unternehmen handelt. Hier sind das also: BMW, Ford, Peugeot, VW und Tesla. Hier könnte sich weiter differenzieren lassen, zum kann sich ein Anleger nur europäische Auto-Titel anschauen oder nur solche, welche verstärkt auf Elektro-Mobilität setzen. Das gilt es dann selber zu recherchieren – aber auf jeden Fall ist die Angabe von Aktien der „Peer Group“ ein hilfreicher erster Schritt. Und nicht immer ist es ja so einfach wie hier im Fall einer bekannten Automarke, wo wohl jeder auf Anhieb andere Unternehmen der Branche nennen kann. IN anderen Branchen – von Biotech bis Goldminen – muss das keineswegs so einfach sein.

    WEITER ZU LYNX BROKER: www.lynxbroker.de

    Dann direkt darunter die „Aktionärstermine“. Diese neue Angabe wurde von LYNX per Pressemitteilung kommuniziert. Nun, es ist bestimmt kein revolutionäres neues Feature und ich weiß auch nicht, ob ich dafür extra eine Pressemitteilung verschickt hätte. Nichts desto weniger ist es eine wirklich nützliche Sache. Schauen wir wieder auf das konkrete Beispiel der Daimler-Aktie, siehe vorige Grafik.

    Der Dividenden-Abschlag dank „Aktionärsterminen“ im Blick

    bonus

    Bei den „Aktionärsterminen“ zu Daimler wird zunächst einmal angezeigt, was unmittelbar in der Vergangenheit passiert ist. Wieso die Vergangenheit interessant sein sollte? Nun, fragen Sie das keinen Historiker. Aber auch als kurzfristiger Trader kann das wichtige Angaben bieten. Konkret hier: Hier steht, dass am 30. März der Kurs der Daimler-Aktie „Ex Dividende“ gehandelt wurde. Und gerade bei Werten mit hoher Dividendenrendite ist das durchaus wichtig zu wissen! Denn sonst könnte es im Chart auffallen, wenn der Kurs mal eben z.B. 3% gefallen ist, und das auch noch vielleicht an einem für den Gesamtmarkt freundlichen Tag. Das könnte zu möglicherweise falschen Rückschlüssen führen. Und genau da kann das Finanz-Portal mit den „Aktionärsterminen“ helfen, denn:

    Was es mit dem Dividendenabschlag auf sich hat

    Schnell das Finanz-Portal von LYNX aufgerufen, dann im Suchfeld „Daimler“ eingegeben und nach unten scrollen – und dann zeigt sich hier am Beispiel, dass die Aktie am 30.3. „Ex Dividende“ notierte und mithin gewissermaßen die Dividendenzahlung vom Kurs abgezogen wurde. Das ist sinnvoll, denn: Die liquiden Mittel des Unternehmens haben sich um diese Dividendenzahlung verringert, der Wert des Unternehmens sinkt (ceteris paribus, d.h. wenn alles andere gleich bleibt). Deshalb wird der Kurs um diesen „Dividendenabschlag“ angepasst. Das ist auch im Hinblick auf die Charttechnik oder auf die Berechnung der Stückzahl bei einem Kauf beachtenswert. Die „Aktionärstermine“ zeigen noch ein interessantes Detail:

    Unterschied zwischen den Terminen: Ex Dividende und Dividendenauszahlung

    Die Dividendenauszahlung selbst erfolgte hier einige Zeit nach dem „Dividendenabschlag“. Das kann wichtig sein, wenn direkt die durch die Dividende erhaltenen liquiden Mittel genutzt werden sollen. So könnte man fälschlicherweise denken, wenn am 30.3. „Ex Dividende“ ist, dass dann die Dividende zufließt und direkt für eine am 31.3. fällige Zahlung verwendet werden kann. Ein Blick auf die „Aktionärstermine“ zeigt allerdings, dass die Auszahlung an die Aktionäre erst am 3.4. erfolgt ist. Das mag nur ein Detail sein – doch für jemanden, dessen Dispo-Kredit z.B. ausgereizt ist und der am 31.3. eine wichtige Zahlung zu leisten hat, kann diese Angabe durchaus wertvolle Dienste leisten.

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    Aktionärstermine: Die Quartalsergebnisse im Blick behalten

    Wichtiger dürften im Normalfall aber die Termine der Zukunft sein. Und natürlich listen die „Aktionärstermine“ diese auf. So erfahre ich, dass am 26.4.2017 bei Daimler die Ergebnisse zum ersten Quartal veröffentlicht werden sollen. Solche Termine sind potenziell sehr wichtig – denn es kann da naturgemäß Überraschungen beim vermeldeten Ergebnis geben. Und wie wir wissen, kann der dazu gehörige Aktienkurs im Fall einer positiven Überraschung durchaus deutlicher steigen. Analog dazu kann es im Fall einer negativen Überraschung nach unten gehen. In dem Zusammenhang sind übrigens die Erwartungen der Marktteilnehmer(innen) oft entscheidender als der Vorjahreswert, mit dem die Zahlen von Seiten des jeweiligen Unternehmens üblicherweise verglichen werden. Was das bedeutet:

    Wie kann das sein: Gute Zahlen – doch der Kurs fällt?

    Das gibt es durchaus: Ein Unternehmen meldet um 10% gestiegene Umsätze und Gewinne – und dennoch fällt der Kurs. Oder das Gegenteil: Eine Aktiengesellschaft meldet um 10% gesunkene Umsätze und Gewinne – und der Kurs steigt. Das widerspricht auf den ersten Blick der Logik. Ja spinnen denn die an der Börse? Das „keineswegs“ streiche ich lieber, denn es sind auch nur Menschen. Aber in dem Fall kann ich eine Erklärung liefern. Und zwar kommt es darauf an – auf die Erwartungen eben. Im Fall des Kursrückgangs bei gestiegenen Umsätzen und Gewinnen war es wahrscheinlich so, dass die Erwartungen noch höher lagen. Vielleicht handelt es sich bei der Aktie bzw. dem Unternehmen um einen Börsenliebling, bei dem man sich an Zuwachsraten im Bereich 20% gewöhnt hat. Die Bewertung ist dann üblicherweise auch überdurchschnittlich. Wenn es dann zu „nur“ 10% Wachstum kommt, sind die Erwartungen enttäuscht und die Aktie wird verkauft – was den Kursverlust erklärt.

    Und was ist damit: Schlechte Zahlen – doch der Kurs steigt?

    Nehmen wir nun den Fall, dass ein Aktienkurs steigt, obwohl das Unternehmen gerade „schlechte Zahlen“ (Umsatzrückgang und gesunkener Gewinn) gemeldet hat. Auch da gilt es, die Erwartungen im Blick zu behalten. Denn die Veränderung von Umsatz und Gewinn bezieht sich naturgemäß auf einen vorigen Wert, üblicherweise das Vorjahresquartal (selten auch nur das Vorquartal). Und da war es vielleicht so: Ein wichtiges Patent ist ausgelaufen und ein starker Wettbewerber ist in den Markt eingetreten. Die Anleger(innen) erwarteten deshalb beim Unternehmen, das vorher der Platzhirsch war, deutliche Umsatzeinbrüche und rote Zahlen. Wenn dieses Unternehmen dann „nur“ 10% Umsatzrückgang meldet und weiterhin schwarze Zahlen (gesunkener Gewinn, aber kein Verlust), dann kann das bedeuten: Besser als erwartet! Das wiederum kann Käufe von neuen Anlegerschichten (oder auch den Alt-Aktionären) motivieren, was wiederum den Kurs steigen lässt. So wäre dann der Kursanstieg erklärt.

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    Hoher Nutzwert: Kennzahlen für die Fundamental-Analyse

    Sie sehen: Die „Aktionärstermine“ sind ein gutes Tool, um schnell einen Überblick über die anstehenden und die unmittelbar zurückliegenden Finanztermine eines Unternehmens zu erlangen. Aber das Finanz-Portal von LYNX bietet auch übersichtlich Angaben zu diversen Kennzahlen. Wieder das Beispiel „Daimler“. Über dem Aktionärskalender gibt es auch Angaben zum Cash Flow je Aktie oder dem Arbeitskapital des Unternehmens. Im Fall der Daimler-Aktie gab es zum Zeitpunkt des Abrufens der Daten unter anderem diese Kennzahlen zu Daimler:

    • Dividendenrendite 4.84
    • Umsatz-Rentabilität 5.56
    • Umsatz je Aktie 143.26
    • Cashflow je Aktie 3.47
    • Anlageintensität 58.00
    • Arbeitsintensität 42.00
    • Working Capital in mio. EUR 90485.00
    • Deckungsgrad A 41.12
    • Deckungsgrad B 111.65
    • Deckungsgrad C 94.61

    Nutzwert in der Praxis: Das „working capital“

    Bei der Kennzahl „working capital“ musste ich erst einmal genau hinschauen. 90.485,00 Mio. Euro, achso 90,485 Mrd. Euro. Das bedeutet: Diese Summe benötigt Daimler, um das laufende Geschäft aufrecht zu erhalten. Rund 90,5 Millärdchen Euro. Diese Angabe bedeutet: Wenn Daimler erheblich mehr liquide Mittel hat, dann werden die im Grunde für das operative Geschäft nicht benötigt. Diese Mittel könnten natürlich für die Expansion genutzt werden – oder sie könnten schlicht und einfach an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Die meisten Manager geben das Geld erfahrungsgemäß lieber für neue Großprojekte aus (dann fühlen sie sich vielleicht auch wichtiger, zu Recht oder zu Unrecht kommt natürlich immer darauf an). Doch letztlich könnten die Aktionäre auf die Ausschüttung solcher „überschüssigen“ Mittel pochen. Und die Angabe des „working capitals“ zeigt, wie viel Geld das Unternehmen für das operative Geschäft eben braucht – und wie viele nicht.

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    Wieviel Geld könnte ein Unternehmen ausschütten?

    Ein klassisches Beispiel für ein Unternehmen, das erheblich mehr Cash besitzt, als es für das operative Geschäft benötigt, ist Apple. Deshalb „hortet“ Apple auch Milliardenbeträge, denn als „working capital“ werden diese gar nicht benötigt. Dieses Geld ließe sich auch an die Aktionäre ausschütten. Das entscheiden letztlich die Eigentümer des Unternehmens = die Aktionäre, die auf der Hauptversammlung einen entsprechenden Antrag unterstützen könnten. Doch das nur am Rande. Hier geht es darum, dass das Finanz-Portal von LYNX es ermöglicht, solche Fundamentaldaten (in dem Fall Angaben zum „working capital“) leicht zu finden. Sofern Sie LYNX noch nicht kennen, hier noch einige Angaben zu diesem Broker:

    Hintergrundinformationen zu LYNX

    Der Online-Broker LYNX ist in diversen europäischen Staaten vertreten, gegründet wurde er im Jahr 2006, wobei der Hauptsitz Amsterdam ist. Die Kunden können dabei laut Angaben des Anbieters an mehr als 100 Börsenplätzen weltweit traden. Interessant dabei im Hinblick auf die Sicherheit: Die Kunden-Depots der Kunden werden nicht vom Broker LYNX selbst, sondern von Interactive Brokers geführt. Entsprechend sinnvoll ist es im Hinblick auf die Sicherheit, auch die Situation von Interactive Brokers im Blick zu haben. Und wie sehr überzeugt nun LYNX als Online-Broker?

    LYNX: Der Test von aktiendepot.com

    Natürlich hat auch der Test von aktiendepot.com den Online-Broker LYNX unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist eine Bewertung, die sich sehen lassen kann: 9 von 10 möglichen Punkten. Die Details dieses Reviews sind bestimmt besonders für diejenigen lesenswert, die über eine Depot-Eröffnung bei LYNX nachdenken. So müssen Sie nicht die Katze im Sack kaufen, denn neben den Vorteilen werden auf der unten verlinkten Seite auch die Nachteile thematisiert sowie die Erfahrungen mit diesem Anbieter. Unter dem folgendem Link erfahren Sie mehr dazu:

    LYNX Erfahrungen: Keine Gebühren im Telefonhandel!

    Fazit zum Aktionärskalender von LYNX (4/2017):

    checklisteWer nur den aktuellen Aktienkurs eines bestimmten Wertes sucht und z.B. einen 12-Monats-Chart, der ist bei zig Portalen gut bedient. Wer aber auch an Fundamentaldaten interessiert ist, kostenlose Analysen lesen möchte und den Nutzwert eines Aktionärskalenders schätzen gelernt hat, dem kann das Finanz-Portal von LYNX nur ans Herz gelegt werden. Bilden Sie sich Ihr eigenes Bild – das ist problemlos möglich, denn das Finanz-Portal von LYNX ist frei zugänglich und richtet sich explizit nicht nur an Kunden von LYNX. Unabhängig davon könnte LYNX als Online-Broker einen Blick wert sein, denn beim Test von aktiendepot.com hat dieser Anbieter immerhin mit 9 von 10 Punkten abgeschnitten. Doch wie gesagt, das Finanz-Portal von LYNX mit dem nützlichen Feature „Aktionärskalender“ ist unabhängig davon frei zugänglich und definitiv einen Blick wert.

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    Klarstellung

    Betrachten Sie unsere Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben. Stand der Konditionen: April 2017

    Bildquelle: LYNX, pixabay.com

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