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LYNX Broker mit neuem Portal!

Der internationale Online-Broker LYNX hat diesen Monat (= März 2017) ein neues Portal online gestellt. Artikel, Interviews, Kurse, Charts, diverse Tools – das alles soll es dort gut aufbereitet geben. LYNX hat zum Launch angekündigt, dass die Nutzer dort auch diverse Möglichkeiten zur Analyse von Wertpapieren erhalten. Das neue Portal soll ein „Informationsportal“ sein, und gerne erste Anlaufstelle für LYNX-Kunden. So soll es diverse Möglichkeiten geben z.B. um eine Aktie mit ihrer Branche zu vergleichen. Ist eine Öl-Aktie vielleicht gut gelaufen – aber dennoch nicht so gut wie die Branche?

So lassen sich auf Einzeltitel-Ebene möglicherweise interessante Spezialfaktoren herausfiltern. Nun sind die offiziellen Pressemitteilungen die eine Sache. Natürlich wird da das eigene Produkt gelobt. Doch schauen wir einmal genauer auf dieses neue Finanz-Portal von LYNX. Ist das wirklich für private Anleger(innen) empfehlenswert, sprich bietet es Nutzwert? Genau darum geht es in diesem Beitrag. Zu den Details:

 

Die Details des neuen LYNX Portals

Ich berufe mich in diesem Beitrag auf meinen subjektiven Eindruck, den ich vom nun frei geschalteten neuen Portal von LYNX erhalten habe. Unter folgendem Link ist dieses Portal zu erreichen:

https://www.lynxbroker.de/kurse-und-charts/

LYNX mit neuem Portal

Subjektiver Eindruck des neuen LYNX Portals

 Was mir direkt aufgefallen ist: Zur reinen Kursabfrage gibt es definitiv bessere Alternativen. Da würde ich eher auf die bewährten bekannten Finanzportale zurückgreifen. Die Stärken des LYNX-Portals liegen stattdessen meinem Eindruck zufolge nicht in der reinen Kursabfrage, sondern im „Content“. Mit anderen Worten: Ein bisschen Zeit mitbringen und das neue Portal einmal durchstöbern, das kann durchaus lohnend sein. Konkret:

„Börsenblick“ beim LYNX Portal

Beginnen wir beim Reiter „Analysen“, links oben beim LYNX Portal. Dort findet sich die Rubrik „Börsenblick“. Wer dies auswählt, erhält eine Auswahl von diversen Aktien oder auch Indices – und zwar eine ganze Reihe pro Börsentag. Beispiel: Ich habe am 13. März 2017 in die Rubrik „Börsenblick“ geschaut und habe dazu diese folgenden Beiträge ansehen können, die am selben Tag eingestellt worden waren:

  • BMW: Hier entsteht eine Trading-Chance!
  • Chevron: Ölaktien bleiben durch Ölpreis unter Druck
  • Apple: Darauf müssen Sie nun unbedingt achten
  • Gerresheimer: Charttechnischer Leckerbissen
  • SMA Solar: Das sieht sehr gut aus – Trendwende ist vollzogen
  • Johnson & Johnson: “Buy American” zieht die Aktie
  • Aixtron Vorsicht! Es droht ein erneuter Ausverkauf
  • Caterpillar: Matchball verpasst – und nun?
  • Evotec Aktie erneut mit Raketenstart nach oben
  • TecDAX: 2.000 sehen … und drehen?
  • Bank of America: Bankaktien an der Wall Street weiter im Höhenflug

WEITER ZU LYNX BROKER: www.lynxbroker.de

Interessante Basiswerte im Börsenblick beim LYNX-Portal

Alle diese Beiträge werden in einer Vorschau kurz angerissen, dazu gibt es auch in der Vorschau einen Chart, und bei Interesse können die Leser(innen) einfach auf „weiterlesen“ klicken. Wie gesagt: Die oben genannten Beiträge sind alle vom 13. März 2017! Wenn das LYNX Portal mit so einem guten Content in solchem Umfang weitermacht, finde ich das klasse. Zumal die genannten Aktien auch Titel sind, die mich persönlich interessieren. Aber das ist natürlich rein subjektiv.

Wie sind die Beiträge im „Börsenblick“ aufgebaut?

Die Beiträge sind grundsätzlich so aufgebaut (bzw. die, die ich mir angeschaut habe): Zunächst einmal gibt es einen Absatz „Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate“. Dann folgt ein Absatz „Expertenmeinung“ und dann das „Fazit“, das klar ist (z.B. bei Apple: Bullish!). Gut finde ich zudem, dass es unter jedem Beitrag eine Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte. So wird da kommuniziert, ob der Autor bzw. die Autorin in dem besprochenen Titel bzw. Basiswert investiert ist – zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse – oder eben nicht.

Beiträge im „Börsenblick“: Praktische Verlinkung zu Dividenden und Kennzahlen

bonus

Sehr praktisch finde ich auch, dass sich am Ende eines „Börsenblick“-Beitrags zu einem bestimmten Titel dann auf einen Link klicken lässt, der im Fall des Apple-Beitrags so lautet: „Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Apple Aktie finden Sie hier.“ Und als ich darauf geklickt habe, habe ich nicht nur den aktuellen Kurs erhalten (wie gesagt, das ist ja nichts Besonderes und da gibt es auch bessere Finanz-Portale), sondern auch diverse Kennzahlen. Und das bietet durchaus nicht jedes Portal! Konkret:

Sehr nützliche Kennzahlen für die Fundamental-Analyse

Folgende Kennzahlen in Dollar (USD) beziehungsweise Prozent (%) habe ich zu Apple gefunden. Ich gebe die einmal vollständig an, damit Sie sehen, dass es hier wirklich frei zugänglich eine ganze Reihe von sehr, sehr nützlichen Kennzahlen für die Fundament-Analyse gibt! Diese Angaben gibt es zu Apple (Quelle: Das neue Finanzportal von LYNX, Angaben zu Apple, abgerufen am 13. März 2017):

  • Dividendenrendite 1.64
  • Umsatz-Rentabilität 21.19
  • Umsatz je Aktie 40.41
  • Cashflow je Aktie 12.34
  • Anlageintensität 66.78
  • Arbeitsintensität 33.22
  • Working Capital in mio. EUR 69575.00
  • Deckungsgrad A 59.70
  • Deckungsgrad B 112.97
  • Deckungsgrad C 111.86
  • Return on Investment 14.20
  • Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) 16.26
  • Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV) 11.28
  • Eigenkapitalquote 39.87
  • Fremdkapitalquote 60.13
  • Verschuldungsgrad 150.83
  • Liquidität 1. Grades 85.00
  • Liquidität 2. Grades 104.94
  • Liquidität 3. Grades 107.64

WEITER ZU LYNX BROKER: www.lynxbroker.de

Was z.B. die Kennzahl Working Capital für Rückschlüsse zulässt

Wenn Sie wie ich auf die Fundamentaldaten achten, dann bietet eine solche Übersicht eine sehr gute Möglichkeit, um eine Aktie schnell einschätzen zu können. Klassische Kennzahlen wie das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) kennt ja wahrscheinlich jeder Börsianer, der sich zumindest halbwegs mit Aktien beschäftigt hat. Aber Angaben zum Working Capital finden sich schon sehr viel seltener. Und auch diese Angaben kann nützlich sein. Beispiel Apple: Das Unternehmen sitzt bekanntlich auf einem riesigen „Cash-Berg“ (das würde man doch selber auch mal gerne). Hier hilft die Angabe zum Working Capital weiter: Denn daraus lässt sich ersehen, dass Apple erheblich mehr Mittel zur Verfügung hat, als eigentlich für das operative Geschäft benötigt werden.

Auf was Sie beim Return on Investment achten können

Daraus lassen sich einige Rückschlüsse ziehen. Zum Beispiel der: Apple könnte problemlos eine Sonderdividende zahlen und die nicht „benötigten“ Finanzmittel an die Aktionäre ausschütten. Das Working Capital plus ggf. großzügiger Puffer könnten dann trotzdem noch da sein. Und wenn liquide Mittel nur zu z.B. 0,25% Zins geparkt werden, dann drückt das tendenziell die Eigenkapital- oder auch die Gesamtkapitalrendite des Unternehmens. So kann verdeckt werden, dass Apple im Kerngeschäft eigentlich viel profitabler ist, als es z.B. die Kennzahl Return on Investment anzeigt. Denn angekommen, es ist nur Working Capital in der Höhe der Hälfte des gesamten Kapitals notwendig.

Wie erfolgreich ist ein Unternehmen im operativen Geschäft?

Mit diesem kann dann z.B. eine Rendite von 20% im operativen Geschäft erreicht werden. Die andere Hälfte hingegen wird nicht für das operative Geschäft benötigt und liefert nur eine Rendite von unter 1% (z.B. weil es auf dem Bankkonto liegt). Dann liegt die Gesamtrendite auf das gesamte Kapital im Bereich 10,5%. Das kann verdecken, dass es im eigentlich operativen Geschäft deutlich besser läuft – hier kann es sich deshalb lohnen, genauer hinzuschauen und diese erzielte Rendite entsprechend aufzuschlüsseln. Dabei können Angaben zur Höhe des Working Capitals hilfreich sein. Genau deshalb finde ich die Angabe von solchen Kennzahlen beim neuen Portal von LYNX durchaus erfreulich.

WEITER ZU LYNX BROKER: www.lynxbroker.de

LYNX: Traden an über 100 Börsenplätzen

wissen

Sofern Sie LYNX noch nicht kennen: Dieser Online-Broker ist seit mittlerweile einigen Jahren (Gründung war 2006) aktiv, der Hauptsitz ist Amsterdam. Aber natürlich hat LYNX auch inzwischen in diversen europäischen Staaten wie Deutschland Standorte eingerichtet. Laut LYNX können die Kunden an mehr als 100 Börsenplätzen weltweit traden. Interessant dabei im Hinblick auf die Sicherheit, dass die Depots der Kunden nicht vom Broker LYNX, sondern von Interactive Brokers geführt werden. Entsprechend kann es nicht schaden, auch die Situation von Interactive Brokers im Blick zu haben.

Der Service bei LYNX

BeratungBei LYNX gibt es Montag bis Donnerstag eine Servicehotline zwischen 8 und 20 Uhr (Zeitpunkt des Verfassens dieses Beitrags ist März 2017, Angaben wie diese können sich naturgemäß auch einmal ändern). Freitags gib es diese Servicehotline bis 18 Uhr, damit da die Mitarbeiter auch das Wochenende genießen können. Aber es gibt natürlich auch Kontaktmöglichkeiten via Email und Live-Chat. Wie bei vielen anderen gilt auch hier: Es gibt keine Anlageberatung, sondern es geht um Service und Hilfestellungen z.B. bei technischen Fragen zur Orderabwicklung etc.

Auszeichnungen für LYNX

LYNX war in den letzten Jahren nicht unbedingt der bekannteste Online-Broker in Mitteleuropa – es gab aber für LYNX einige Auszeichnungen. So wurde die Handelsplattform bereits 2012 von einem Handelsmagazin als Gewinner gekürt. Es wurden Stabilität und Benutzerfreundlichkeit der Plattform gelobt. Das ist zwar keine hinreichende, aber eine notwendige Bedingung, wenn es darum geht, einen Online-Broker für die eigenen Transaktionen auszuwählen. Und auch bei Brokerwahl.de konnte LYNX einige Male in den vorderen Rängen abschneiden.

LYNX im Test von aktiendepot.com

Der Online-Broker LYNX hat im Test von aktiendepot.com eine Top-Bewertung erhalten: 9 von 10 möglichen Punkten. Der Review ist besonders für diejenigen lesenswert, die darüber nachdenken, ein Depot bei LYNX zu eröffnen. Denn in dem Beitrag werden neben den Vorteilen auch die Nachteile besprochen und es werden die Erfahrungen mit diesem Anbieter thematisiert. Unter folgendem Link erfahren Sie mehr:

LYNX Erfahrungen: Keine Gebühren im Telefonhandel!

Fazit zum neuen Portal von LYNX (3/2017):

checklisteDas neue Portal von LYNX bietet mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Wer auf Realtime-Kurse und diverse Börsenplätze und sehr breites Angebot in Bezug auf die Wertpapiere aus ist, der ist bei anderen Portalen wohl besser aufgehoben. Doch wer Wert auf Content, und zahlreiche automatisierte Kennzahlen und schöne Analysen zu Einzeltiteln legt (man muss mit denen ja nicht übereinstimmen, aber es können wertvolle Denkanstöße sein!), der sollte sich das neue Portal von LYNX definitiv anschauen. LYNX als Broker hat beim Test von aktiendepot.com mit 9 von 10 Punkten abgeschnitten. Doch auch wer kein Kunde von LYNX ist kann das neue Portal zur Gewinnung von potenziell nützlichen Informationen nutzen.

WEITER ZU LYNX BROKER: www.lynxbroker.de

Klarstellung

Betrachten Sie unsere Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben. Stand der Konditionen: März 2017

Bildquelle: pixabay.com

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