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Depot übertragen & umziehen: Diese Informationen über Kosten & mögliche Prämien sollten Sie kennen

 

Vor dem Hintergrund, dass immer mehr Anleger in Online-Depots wechseln, ist dieser Markt umkämpft. Ein Depotübertrag wird häufig von den Online-Brokern mit einem Bonus oder einer Prämie honoriert.

Unser Tipp:

Wenn Sie Ihr Depot zu DEGIRO verlegen, ist der gesamte Depotübertrag zwar nicht kostenlos, das Depot selbst überzeugt jedoch mit attraktiven Konditionen.


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1. Depot übertragen und Bonus kassieren

Broker locken Neukunden mit üppigen Prämien zur Depoteröffnung. Im Prämienpool finden sich Tablet-PCs, Startgutschriften, Free-Trades und quersubventionierte Zinsen für Tagesgeld. Ein Depotübertrag mit Prämie lohnt sich nicht nur für Schnäppchenjäger und muss auch nicht durch höhere Kosten an anderer Stelle amortisiert werden: Ähnlich wie bei Girokonten setzen vor allem Anbieter aus dem unteren Preissegment auf Prämien und Neukundenboni.

degiro-auszeichnungen

Depotübertrag mit Prämie: Drei Broker-Offerten

  • Consorsbank: 3% für Tagesgeld bis 20K für Depotumzug ab 6.000 EUR
  • DAB Bank: 3.5% für Tagesgeld bis 20K für Depotumzug + 20 Free-Trades
  • Postbank: 400 Euro Wechselprämie bei Depotvolumen ab 50K

2. Wann lohnt sich ein Depotübertrag und wie funktioniert er?

BeratungGrundsätzlich lohnt sich ein Depotumzug nur, wenn der neue Broker für die jeweiligen Investmentvorhaben dauerhaft günstigere Konditionen und/oder bessere Leistungen bietet als der bisherige Broker, wenn es um das Wertpapiere kaufen und verkaufen sowie die Depotführung geht. Der Depotübertrag ist in aller Regel kostenlos (Ausnahme: Lagerstellen im Ausland spielen eine Rolle) und wird schriftlich beauftragt. Dazu muss zunächst ein Depot beim Zielbroker eröffnet und anschließend die Löschung des alten Depots beauftragt werden. Bis zur Einbuchung der übertragenen Wertpapiere dauert es selten länger als 2-3 Wochen.

Bei den meisten Brokern ist ein Depotübertrag übrigens vollkommen kostenlos. Wie lange der Übertrag bis zur Vollendung dauert, richtet sich meistens nach zwei Faktoren. Zum einen kommt es darauf an, wie lange die übertragende Bank benötigt und zum anderen spielt ebenfalls eine Rolle, wo die zu übertragenden Wertpapiere lagern. In den meisten Fällen liegt es also nicht am neuen Broker, falls sich der Depotübertrag etwas in die Länge zieht.

Fazit: Der Depotübertrag ist in fast allen Fällen komplett kostenlos. Wie lange die Übertragung der Wertpapiere dauert, ist jedoch nicht klar geregelt. Zwischen zwei und acht Wochen sollten einkalkuliert werden.

degiro-preise

3. Prämien sind an Bedingungen geknüpft

GebuehrenDas Depot übertragen mit Prämie ist an Bedingungen gebunden. Broker loten ihre Angebote abhängig von ihrer Zielgruppe aus. So verlangen die meisten Broker zunächst, dass ein gewisses Volumen übertragen wird. Darüber hinaus gibt es in aller Regel noch eine weitere Bedingung, um den höchstmöglichen Bonus zu erhalten, nämlich das Depot bei der bisherigen Bank komplett zu schließen. Dies ist beispielsweise bei der Consorsbank oder auch bei der DAB Bank der Fall, will man den maximalen Zinssatz als Belohnung erhalten.

Gerade weil der Markt wie eingangs erwähnt so hart umkämpft ist, muss jedem Neukunden klar sein, dass kein Anbieter etwas zu verschenken hat. Durch das Schließen des Depots beim alten Anbieter möchte der Broker sichergehen, dass fortan nur noch beim neuen Vertragspartner gehandelt wird. Kundenbindung ist auch im Bereich des Online Brokerages nichts neues oder außergewöhnliches. Dennoch sollte man die Konditionen des neuen Anbieters genau vergleichen. Oft gibt es Broker, die zwar ein oder zwei tatsächlich günstige Konditionen im Angebot haben um Neukunden zu locken, doch diese Unkosten wird der Broker versuchen auf anderen Wegen wieder zu verdienen.

Das Depot übertragen ist oft nur der erste Schritt. Oft müssen auch gewisse Ordervolumen in einem bestimmten Zeitraum getätigt werden, um in den Genuss der Prämie zu kommen. Und schon sind weitere Einzahlungen auf das Handelskonto oder Wertpapierverkäufe unweigerlich die Konsequenz aus dem Depotübertrag.

Fazit: Die Prämien bietet der Broker natürlich nicht aus purem Eigennutz an. Selbstverständlich möchte er, dass Kunden das neue Depot möglichst lange führen und letztlich der Unternehmensgewinn steigt. Insofern sollten sich Trader genau überlegen, bei welchen Brokern sie ein Konto eröffnen und sich die Bonusbedingungen detailliert anschauen.

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4. Zinsen statt Prämien: Broker akquirieren Trockenpulver

Die Angebote auf dem wegen anhaltender Sättigungserscheinungen hart umkämpften deutschen Brokermarkt ähneln sich mitunter. So sind bei Depotwechsel zur Consorsbank 3,00 Prozent Zinsen für Tagesgeld bis 20.000 Euro mit zwölf Monaten Zinsgarantie aufgerufen. Gemessen an regulären Marktzinssätzen entspricht das einem Mehrwert von rund 500 Euro.

Um die Prämie zu erhalten, müssen Neukunden Wertpapiere im Marktwert ab 6.000 Euro zu den Franken übertragen und dort ein Jahr lang halten. Zudem muss das Depot bei der Fremdbank gekündigt werden. Bei der direkten Konkurrenz aus München findet sich ein vergleichbares Angebot: Die DAB Bank zahlt Neukunden 3,50 Prozent Zinsen für Tagesgeld bis 20.000 Euro und räumt eine sechsmonatige Zinsgarantie ein. Bedingung ist der Übertrag und/oder Aufbau von Depotwerten ab 5.000 Euro inklusive der Löschung des alten Depots.

Depot übertragen mit Bonus und Prämie

Trader, die ein Konto bei DeGiro eröffnen möchten, müssen dieses Formular ausfüllen

Fazit: Bei Prämien muss es sich nicht immer um Geldgeschenke handeln. Meist locken die Broker mit besonders hohen Zinsen für Tagesgelder, denn diese sind derzeit äußerst rar gesät. Bei vielen Unternehmen ist es möglich, das vier- bis sechsfache des aktuellen Marktniveaus an Zinsen zu erhalten.

Wie finde ich den perfekten Broker für den Depotübertrag?

Der Depotübertrag mit Prämie ist für Trader auf den ersten Blick sehr vorteilhaft. Schließlich verschenkt der neue Broker de facto Geld. Allerdings sollten Trader immer beachten, dass sie vermutlich einige Monate oder gar Jahre Kunde beim entsprechenden Anbieter bleiben. Der Bonus wird jedoch nur für einen begrenzten Zeitraum oder einmalig gewährt. Insofern ist es wichtig, bei der Wahl des neuen Anbieters nicht ausschließlich auf die Prämie zu achten, sondern weitere wichtige Aspekte zu berücksichtigen:

  • Kosten
    Wirklich lohnenswert ist der Umzug nur, wenn der neue Anbieter geringe Handelskosten anbietet. Hier gibt es unterschiedlichste Abrechnungsmodelle. Tendenziell sind Direktbanken und reine Online-Broker immer noch deutlich günstiger als die stationäre Konkurrenz, wobei hier keine pauschale Aussage getroffen werden kann. Nähere Informationen hierüber erhalten Trader entweder auf den Seiten der jeweiligen Broker oder über einen kostenlosen Brokervergleich.
  • Produktangebot
    Fast ebenso wichtig ist das Produktangebot. Hier kommt es einerseits natürlich auf die Quantität an, weil viele Optionen immer vorteilhaft sind. Trader können ihr Kapital so breit streuen und neue Märkte austesten. Gleichzeitig ist aber auch ein gewisses Maß an Qualität wichtig, dass sich vor allem auf die individuellen Präferenzen des Traders bezieht. Das Handelsangebot des neuen Brokers sollte genau studiert werden. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass vor allem die Produkte im Angebot sind, die oft gehandelt werden. Wer beispielsweise bevorzugt auf den Ermerging Markets investieren möchte, sollte logischerweise darauf achten, dass der Broker entsprechende Zugänge hierzu ermöglicht.
  • Support
    Im Online-Geschäft ist ein guter Support längst keine Selbstverständlichkeit. Es ist aber durchaus wichtig, dass sich der Broker im Notfall erreichen lässt. Bei Problemen ist es hilfreich, wenn das Unternehmen nicht nur per Mail, sondern vor allem auch telefonisch erreicht werden kann. Je nach Sitz des Brokers kann es vorkommen, dass die Mitarbeiter kein Deutsch, sondern nur Englisch sprechen. Auch hier gilt es abzuwägen, ob das für den Trader in Ordnung ist oder der deutsche Support bevorzugt wird.
  • Schulung
    Klassische Beratung gibt es im Online-Bereich kaum noch, was aber auch nicht erwünscht ist. Anleger wollen selbstständig Entscheidungen treffen und wieder die Kontrolle über ihr Geld erlangen. Das ist vor allem im Zuge der Finanzkrise 2008 deutlich geworden, als Millionen Kleinanleger ihr Kapital verloren – obwohl es scheinbar in den Händen von Experten wie Fondsmanagern war. Die Beratung erfolgt bei Direktbanken eher passiv durch Schulungsangebote wie Webinare, Einführungstexte oder Videos. Wie groß dieses Angebot ist, hängt stark vom jeweiligen Broker ab. Auch hierüber finden sich umfangreiche Informationen auf den Seiten der Unternehmen oder in unabhängigen Testberichten.
  • Handelsplattform
    Zu guter Letzt sollten Anleger einen Blick auf die Software werfen, über die künftig Aktien erworben werden. Schließlich dient die Plattform als eine Art Wohnzimmer, auch wenn beim Aktienhandel meist nur bestehende Positionen überprüft werden. Es ist hilfreich, wenn der Broker umfangreiche Statistiken zu den jeweiligen Wertpapieren zur Verfügung stellt. Performance und Charts sollten direkt einsehbar sein können, um Kauf- und Verkaufsentscheidungen treffen zu können. Auch ein Newsticker ist für viele Anleger wichtig. Einige Broker – vor allem große Konzerne wie die DAB Bank – stellen zusätzlich Analysen eigener Experten bereit. Diese sind hilfreich, wenn es darum geht, neue Aktien für das eigene Portfolio zu finden.

Fazit: Das Depot übertragen mit Prämie bringt für Trader einen großen Vorteil mit sich, ist aber nicht das einzige Kriterium, auf das bei der Wahl des Brokers geachtet werden sollte. Es geht vor allem darum, wie die Kosten beim Unternehmen langfristig ausfallen. Zudem sollten sich Trader über das Produktangebot informieren und die Handelsplattform unter die Lupe nehmen. Auch der Support und die Schulungsangebote können das entscheidende Zünglein an der Wage spielen.

Depot übertragen – in 5 Schritten zum Ziel

Die Vorteile, ein Depot übertragen zu lassen, sollten an dieser Stelle bereits klar sein. Für Trader ist natürlich noch interessant zu wissen, wie der Übertrag im Detail funktioniert. Zwischen einzelnen Brokern gibt es hierbei kaum Unterschiede, so dass eine allgemein gültige Anleitung geliefert werden kann:

  1. Natürlich suchen Trader zunächst nach einem Broker, bei dem sie ein Konto eröffnen möchten. Die Auswahlkriterien wurden bereits vorgestellt, es kann sich zum Beispiel um die Prämie, die generellen Kosten oder das Produktangebot handeln. Anschließend rufen Anleger ganz einfach die Website des jeweiligen Brokers auf, wo sich in der Regel direkt ein Anmeldeformular findet.
  2. Dieses Anmeldeformular gilt es, wahrheitsgemäß und vollständig auszufüllen. Die Broker fragen persönliche Daten wie etwa das Geburtsdatum, den Namen oder auch die Staatsangehörigkeit ab. Auch bisherige Handelserfahrungen, der Vermögensstand oder die berufliche Situation sind häufig Gegenstand der Informationserhebungen. Viele der Daten fragt der Broker ab, weil der Gesetzgeber dies vorsieht und nicht, um bloß Informationen über Trader zu sammeln. Das komplette Formular lässt sich per einfachem Mausklick an den Broker übermitteln.
  3. In Schritt drei ist es jetzt notwendig, die eigene Identität zu verifizieren. Alle Broker und Banken sind hierzu verpflichtet, weil die EU ein entsprechendes Gesetz gegen Geldwäsche erlassen hat. Bei modernen und innovativen Unternehmen kann die Legitimation mittlerweile vollständig über das Internet erfolgen. Trader telefonieren dabei mit einem Mitarbeiter der Bank und halten ihren Ausweis in die Kamera. So kann überprüft werden, ob die Daten auf dem Antrag mit denen, die auf dem Ausweis zu sehen sind, übereinstimmen. Der Mitarbeiter liest anschließend alle wichtigen Vertragspunkte noch einmal vor, welche der Trader entsprechend virtuell unterschreibt. Alternativ hierzu wird das PostIdent-Verfahren angewendet. Das Prozedere unterscheidet sich dabei nur bezüglich des Aufwands von dem, des VideoIdent-Verfahrens. Der Anleger muss mit allen Vertragsunterlagen eine nahegelegene Postfiliale aufsuchen, um die Legitimierung durchzuführen.
  4. Nach einigen Tagen oder Wochen ist das neue Depot eröffnet. Erst jetzt können Trader damit beginnen, das Depot übertragen zu lassen. Dazu genügt eine einfache Nachricht an den neuen Broker. Bei einigen Unternehmen entfällt dieser Schritt sogar vollständig, weil schon bei der Eröffnung ein entsprechender Hinweis auf den Depotübertrag vermerkt werden kann.
  5. Nachdem alle Wertpapiere übertragen worden sind, wird das alte Konto gekündigt. Es genügt, der alten Bank die Kündigung formlos und schriftlich mitzuteilen. Trader sollten aber unbedingt darauf bestehen, dass die Kündigung schriftlich bestätigt wird.

Fazit: Die Depotübertragung ist für den Anleger mit einem äußerst geringen Aufwand verbunden. Das gilt vor allem dann, wenn der Broker zur Feststellung der Identität auf das VideoIdent-Verfahren und nicht mehr das klassische PostIdent-Verfahren setzt.

7. Fazit: Depot übertragen ohne Nachteile – Hohe Prämien bei günstigen Brokern

Daumen_hochAuch der Sparkassensektor buhlt um Anleger, die ihr Depot übertragen möchten: Die Sparkassentochter 1822direkt zahlt Neukunden 100 Euro, wenn innerhalb der ersten vier Monate nach der Depoteröffnung mindestens drei Trades mit einem Marktwert ab 500,00 Euro getätigt werden.

Viele Anleger fürchten intuitiv, dass Neukundenboni später an anderer Stelle mit höheren Leistungsentgelten bezahlt werden müssen. Ein aktueller Wertpapierdepot Vergleich deckt diese Vermutung nicht: Die höchsten Prämien finden sich tendenziell bei den günstigsten Brokern. Das Phänomen ist nicht neu und auch auf dem deutschen Girokontomarkt zu beobachten. Die Anbieter scheinen den gesättigten Markt in Kunden mit und ohne Wechselbereitschaft sowie mit bedingter Wechselbereitschaft zu unterscheiden. Die Prämien zielen auf letztgenannte Zielgruppe ab.

Depot übertragen mit Prämie lohnt sich, wenn der neue Broker zu den eigenen Anforderungen passt und die Prämie nicht durch Nachteile neutralisiert wird. DEGIRO punktet als Discountbroker Nr. 1. Darüber hinaus finden sich die Top-3-Angebote am Markt bei der Postbank (bis zu 400 Euro Prämie), Consorsbank (rund 500 Euro zusätzlicher Zinsertrag) und der DAB Bank (rund 350 Euro zusätzlicher Zinsertrag).


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