Daimler mit neuem Elektroauto

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 26.08.2021


Daimler hofft im Wettbewerb mit Tesla auf sein neues Elektromodell EQS. Die vollelektrische Luxuslimousine soll den Vorsprung von Tesla schrumpfen lassen. Der Stuttgarter Autobauer baut zudem gerade auf starken Quartalszahlen auf. Autoaktien sind an den Märkten durchaus gefragt und können, laut unserer XTB Depot Erfahrungen, auch bei XTB gehandelt werden.

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Neues Modell könnte „Game changer“ sein

Schon jetzt wird das neue Elektroauto aus dem Hause Daimler als „Game changer“ gefeiert. Von allen Seiten kommt Lob für den EQS. Die Luxuslimousine feierte vor einigen Tagen ihre Weltpremiere. Für Daimler ist die Mercedes-S-Klasse weiter die wichtigste Modellreihe, die auch von ihren Prestige profitiert. In aller Welt ist der Markenname bekannt.

Im Herbst 2020 stellte Daimler seine S-Klasse mit klassischem Verbrennungsmotor vor. Allerdings gehört die Zukunft der Autobranche der Elektromobilität. Seit Jahren gibt hier Tesla mit dem Model S den Ton an. Anderen Autobauern wurde lange vorgeworfen, dass sie die Zeichen der Zeit verschlafen haben.

Daimler will dies mit dem EQS nun ändern. Laut Vorstandschef Ola Källenius wurde das Modell entwickelt, um die Erwartungen auch der anspruchsvollsten Kunden zu übertreffen. Das Management hat sich zum Ziel gesetzt, die Vorsprung von Tesla aufzuholen. Auch Branchenexperten sehen im EQS ein Zeichen für die Innovationsfähigkeit des Unternehmens.

Daimler mit neuem Elektroauto

Tesla hat weiter großen Vorsprung

Aktiendepot.com Icon MustervorlageKritiker bemängelten dies lange und warfen Daimler mangelnde Innovationsfähigkeit vor. Das Unternehmen habe zu lange an Benzinern und Autos mit Dieselmotoren festgehalten, während Tesla längst einen technologischen Vorsprung bei E-Autos hat. Diesen Vorsprung muss Daimler nun aufholen.

Bei den Verkaufszahlen liegt Tesla ebenfalls weit vorne. Mit fast 500.000 verkauften Autos hat Tesla im letzten Jahr einen Rekord aufgestellt. Im ersten Quartal 2021 betrugt der Anteil von Elektroautos am Gesamtabsatz zehn Prozent und der Sektor wächst derzeit sehr stark. Daimler will in der Pkw-Sparte bis 2030 einen Absatzanteil von über 50 Prozent bei Elektroautos erreichen. Neben reinen E-Autos gehören dazu auch Hybridfahrzeuge.

Ola Källenius erhofft sich sogar, dass die angestrebte Zielmarke schon früher erreicht werden könnte, da die Nachfrage nach E-Autos und Hybriden derzeit hoch ist. Die aktuelle Planungsgrundlage könnte daher zu konservativ sein. Der vollelektrische EQS soll ab Sommer in den Verkauf gehen. Einen Preis hat Daimler noch nicht genannt. Aus Sicht von Experten könnte das E-Auto aber rund 150.000 Euro kosten.

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EQS macht Model S von Tesla Konkurrenz

Der EQS hat eine Reichweite von 770 Kilometern und verfügt über eine Schnelllademöglichkeit. Damit könnte Daimler mit diesem Modell ein wichtiger Herausforderer von Tesla werden. Tesla will in diesem Jahr die zweite Generation des Model S herausbringen. Das neue Modell soll eine Reichweite von 660 Kilometer haben. Erst dann muss das Auto wieder Strom nachladen. Tesla punktet zudem mit Software für Kommunikation und Unterhaltung im Auto. Der EQS liegt bei Vernetzung und Software-Updates noch hinter den Autos von Tesla.

Der EQS hat eine Leistung von 500 PS. Als Armatur dient der MBUX Hyperscreen, mit dem das Autofahren weiter digitalisiert wird. Das Auto verfügt über 350 Sensoren, die zahlreiche Informationen sammeln und verarbeiten. Damit punktet der EQS nicht nur mit einem elektrischen Antrieb, sondern verbindet das Autofahren auch mit Künstlicher Intelligenz.

Daimler mit Elektroauto EQS

Erfolgreiches erstes Quartal bei Daimler

Aktiendepot.com Icon AnfängerDie Präsentation des EQS war für Daimler bereits ein Erfolg. Auch Anleger zeigten sich zufrieden. Weitere Unterstützung erhält Daimler derzeit aufgrund seiner erfolgreichen Quartalszahlen. Das operative Ergebnis hat sich verneunfacht und lag im ersten Quartal bei fast 5,8 Milliarden Euro. Allerdings war Daimler im ersten Quartal enorm vom Beginn der Corona-Pandemie gebeutelt. Experten gingen dennoch von einem geringeren EBIT aus.

Daimler gab jedoch keine Zahlen zum Umsatz und zum Überschuss bekannt. Allerdings weiß man, dass der Autobauer zuletzt vor allem vom starken China-Geschäft profitierte. Im ersten Quartal stieg der Absatz insgesamt um 22 Prozent und in China sogar um 60 Prozent. Die guten Nachrichten wirkten sich auch auf die Daimler-Aktie aus, die um drei Prozent stieg und die DAX-Spitze übernahm.

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Aktie steigt seit Jahresbeginn

Das neue Modell könnte auch Anleger erfreuen, denn erste Experten gehen davon aus, dass die Daimler-Aktie auf bis zu 80 Euro ansteigen könnte. Ende 2020 stand die Aktien noch bei 57,79 Euro. Mittlerweile ist sie teilweise auf über 77 Euro angestiegen. Damit lag die Aktie zuletzt 34 Prozent über den Werten vom Jahresende. Mitte April erreichte die Aktie mit 77,96 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch.

Zuletzt gab es aber auch Kritik an Daimler. Anlass waren Dividendenzahlungen an die Aktionäre. Die Dividende wurde erhöht, obwohl auch Daimler im letzten Jahr vom Kurzarbeitergeld profitierte. Das Kurzarbeitergeld hatte bei Daimler 2020 Einsparungen von 700 Millionen Euro zur Folge. Dennoch wurde auf der letzten Hauptversammlung eine Dividendenerhöhung von beschlossen. Die Aktionäre erhalten in diesem Jahr 1,35 Euro pro Aktie. Dies ist 50 Prozent mehr als im letzten Jahr. Daimler zahlt somit 1,4 Milliarden Euro an seine Aktionäre aus.

Daimler Aktie News

Kritik an Dividendenerhöhung

Aktiendepot.com Icon GebührenVon einigen Nichtregierungsorganisationen kam dafür deutliche Kritik. Beispielsweise sagte der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, dass sich Daimler gegenüber der gesamtgesellschaftlichen Stimmung ignorant zeige. Die Interessenvertretung Bürgerbewegung Finanzwende bezeichnete die Dividendenerhöhung „moralisch verwerflich“. Steuergelder, die Arbeit sichern sollten, würden so als Dividende an Anteilseigner weitergegeben. Es gab auch einige Protestaktionen, unter anderem in Berlin.

Manfred Bischoff, der seinen Posten als Daimler-Aufsichtsratschef vor einige Wochen aufgab, wies die Vorwürfe zurück. Dass die Dividenden aus Steuergeldern gezahlt werden, sei falsch. Zudem verwies er darauf, dass das Kurzarbeitergeld eine Versicherungsleistung der Arbeitslosenkasse sei. Daimler-Chef Källenius betonte, dass das Unternehmen auch jahrelang Geld in die Sozialversicherung eingezahlt habe. Auch von Politikern gab es Kritik an dem Vorgehen von Daimler.

Daimler-Finanzvorstand Harald Wilhelm zeigte Verständnis für die Diskussionen, betonte aber, dass eine Dividende für die Aktionäre als Eigentümer des Unternehmens wichtig sein. Zu den Anteilseignern würden auch institutionelle Pensionsfonds gehören, deren Aufgabe die Alterssicherung für viele Menschen sei. Daher seien Rentner und Pensionäre auf die Liquiditätszuflüsse durch Dividenden angewiesen.

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Dividendenzahlungen bei Daimler üblich

Außerdem sei es bei Daimler üblich, dass etwa 40 Prozent des jährlichen Nettogewinns an die Anteilseigner ausgezahlt werden. Daher ist die Dividendenerhöhung um 50 Prozent in etwa so hoch wie die Wachstumsrate im letzten Jahr. Das Unternehmen nahm vier Milliarden Euro, und damit 48 Prozent mehr als im Jahr zuvor, ein.

Andere DAX-Unternehmen wie Adidas oder BMW wollen ebenfalls Dividenden auszahlen, obwohl sie im letzten Jahr Steuergelder genutzt haben. Darüber hinaus blickt Daimler trotz der Lieferschwierigkeiten bei Computerchips zuversichtlich auf den weiteren Jahresverlauf. Der Absatz und der Umsatz sollen ebenso steigen wie das operative Ergebnis. Vor allem die hohe Nachfrage und eine strenge Kostenkontrolle könnten dies sichern. Zudem will das Unternehmen die Elektrifizierung des Produktportfolios beschleunigen. Schon vor zwei Jahren hatte Daimler angekündigt, dass man bis 2038 eine CO2-neutrale Neuwagenflotte anbieten will. Dieses Ziel soll nun früher erreicht werden.

E-Mobilität bei Daimler

Daimler in heutiger Form seit 1998

Aktiendepot.com Icon KündigungDie Anfänge des Unternehmens gehen bis ins Jahr 1883 zurück. Die heutige Daimler AG wurde 1998 gegründet. 2007 trennte sich das Unternehmen endgültig von Chrysler. Danach erfolgt die Umbenennung in Daimler AG. Ola Källenius übernahm im Mai 2019 den Posten als Aufsichtsratsvorsitzender von Dieter Zetsche. Im Herbst 2019 wurden die Aktivitäten des Unternehmens dann in drei eigenständige Unternehmen aufgeteilt, die unter dem Dach der Daimler AG agieren. Die Mercedes-Benz AG ist die größte der drei Tochterunternehmen und für alle Pkws und Vans zuständig. Die Daimler Truck AG ist für Lkws und Busse verantwortlich. Schon vor einigen Jahren wurde die Tochtergesellschaft Daimler Financial Services selbstständig. Diese heißt seit Mai 2019 Daimler Mobility AG.

Börsennotiert ist lediglich die Daimler AG. Diese übernimmt auch konzernübergreifende Dienstleistungen. Seit Anfang des Jahres ist jedoch im Gespräch, dass der große Konzern aufgespalten werden könnte. Die Daimler Truck AG könnte Ende des Jahres selbst an die Börse gehen. Zudem wird darüber gesprochen, Daimler in Mercedes-Benz umzubenennen.

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75 Prozent der Aktien im Streubesitz

Die Daimler AG verfügt über rund 1,07 Milliarden Namensaktien. Die Aktie ist nicht nur im DAX, sondern auch im DivDAX vertreten. Unter anderem halten die Investoren Li Shufu, Kuwait Investment Authority (KIA), die Beijing Automotive Group (BAIC) und Renault-Nissan Anteile an Daimler. Li Shufu ist der Eigentümer des chinesischen Autounternehmes Geely. Diese Anteile werden als Festbesitz betrachtet. Die weiteren etwas mehr als 75 Prozent der Aktien sind im Streubesitz. Aktuell ist es wichtig zu wissen, dass nach Renault nun auch Nissan bei Daimler aussteigt.

Daimler will eine nachhaltige Dividendenpolitik mit einer Ausschüttungsquote von etwa 40 Prozent als Orientierungswert betreiben. 2018 lag die Dividende bei 3,25 Euro, was eine Quote von 48 Prozent bedeutete. Die Dividendenrendite blieb in den letzten Jahren überdurchschnittlich hoch, daher ist die Daimler-Aktie seit Herbst 2011 im DivDAX.

E-Auto bei Daimler

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Die Experten von XTB unterstützten Trader auch mit einer Strategieanalyse bei einem persönlichen Ansprechpartner. Dazu kommen

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Informationen für Trader

Über aktuelle Nachrichten sind Trader zudem immer gut über die Märkte informiert. Der Broker hat über 15 Jahre Erfahrung an den Märkten und betreut über 275.000 Kunden. In den letzten Jahren expandierte XTB in zahlreiche europäische Länder und wird daher unter anderem von der FCA und der KNF reguliert. Zudem ist XTB selbst an der Warschauer Börse notiert. Regelmäßig finden Webinare mit bekannten Experten statt, die für XTB-Kunden kostenlos sind. Die Anmeldung erfolgt über die Webseite des Brokers. Die Inhalte können beispielsweise über die Angebote der Trading Academy oder über das XTB Demokonto vertieft und in der Praxis geübt werden.

E-Mobilität bei Daimler

Fazit: Daimler will Tesla Konkurrenz machen

Aktiendepot.com Icon FazitDaimler stellte kürzlich die Luxuslimousine EQS vor. Diese könnte dazu beitragen, den Vorsprung von Tesla bei E-Autos aufzuholen. Medien und Experten zeigten sich voll des Lobes. Unterstützung bekommt Daimler auch durch gute Quartalszahlen. Beide Nachrichten wurden auch an der Börse positiv aufgenommen.

Autoaktien können auch bei XTB gehandelt werden. Der börsennotierte Broker aus Warschau bietet den Aktienhandel bei monatlichen Umsätzen von bis zu 100.000 Euro kommissionsfrei an. Insgesamt finden Trader 2.500 Aktien von 16 internationalen Börsen. Von diesen werden auch kostenfreie Echtzeitkurse angeboten.

Bilderquelle:

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