Daimler Aktie – Kaufempfehlung der Automobilaktie trotz Corona-Crash

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 03.06.2020


Hinter dem Namen Daimler verbirgt sich ein Unternehmen aus dem Sektor Verkehr, Maschinenbau und Logistik. Der Betrieb stammt aus Deutschland. Sein Anteilsschein gehörte bis zum Jahr 2018 zu den wertvollsten Aktien im DAX. Von 2019 bis 2020 verlor sie über 50 Prozent an Wert. Im April 2020 notierte sie 28,99 Euro. Gründe für den Kursverlust bestehen im Aktiencrash, resultierend aus dem Ausbruch der Corona-Pandemie.

Durch die Ausbreitung der neuartigen Lungenkrankheit stagnierten Produktion und Verkauf der Automobile. Das bislang erfolgreichste Jahr verzeichnete die Daimler Aktie 1993. Damals profitierten die Anteilseigner von einem Kursgewinn von 57,5 Prozent. Trotz des Verlusts 2020 sprechen mehrere Analysten eine Kaufempfehlung des Wertpapiers aus. Sie glauben, dass sich Daimler auf lange Sicht erholt und sich Aktienkäufer in der Folge über finanzielle Erfolge freuen.

  • Mit einem Kursgewinn von über 57 Prozent war 1993 das bislang erfolgreichste Jahr der Daimler Aktie.
  • Der Daimler Aktienkurs befindet sich seit Januar 2020 in einem Abwärtstrend.
  • Zwischenzeitlich gab es einen Kursverlust von 45 Prozent, sodass das Wertpapier bei 21 Euro notierte.
  • Seit Mai 2020 erholt sich der Aktienkurs von Daimler langsam und kletterte auf 32 Euro hoch.

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Die Kennzahlen der Aktie von Daimler im Überblick

Die Daimler AG besteht als weltweit agierender Fahrzeughersteller. Dieser zählt zu den international führenden Autoproduzenten. Das Kerngeschäft des Konzerns bilden:

  • Finanzdienstleistungen,
  • Produktion von Personenkraftwagen und
  • Herstellung von Nutzfahrzeugen.

Die Dienstleistungen und Fahrzeuge vertreibt das Unternehmen in allen Ländern der Welt. Produktionsstätten befinden sich auf fünf Kontinenten.

Zum Markenportfolio von Daimler zählt die wertvollste Premium-Automobilmarke weltweit: Mercedes-Benz. Des Weiteren vereint der Konzern folgende Automarken unter sich:

  • Thomas Built Buses,
  • smart,
  • Setra,
  • Western Star,
  • Freightliner,
  • Fuso und
  • BharatBenz.

Die Muttergesellschaft besteht aus drei Tochtergesellschaften. Namentlich handelt es sich um die Daimler Mobility AG, die Daimler Truck AG und die Mercedes-Benz AG.

2019 schüttete das Unternehmen eine Dividende von 0,90 Euro pro Aktie aus. Das entspricht einer Dividendenrendite von 1,82 Prozent.

Im letzten Geschäftsjahr, 2019, erzielte der Autobauer einen Umsatz von 172,75 Milliarden Euro. Daraus ergab sich ein Jahresüberschuss von 2,38 Milliarden Euro.

Die Bilanzsumme, bei der die Eigenkapitalquote bei 20,28 Prozent lag, betrug 302,44 Milliarden Euro. Zum Ende des Jahres 2019 ergab sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 22,20. Weitere Kennzahlen:

  • Anzahl der Mitarbeiter bis Ende 2019: 298.655 Angestellte,
  • Personalkosten: 22,66 Milliarden Euro,
  • Umsatz je Mitarbeiter: 7.959 Euro.

Daimler Aktie – Kaufempfehlung

Vom Spitzenreiter zum Tiefflieger

Schauen Anleger auf den Aktienkurs von Daimler, bricht ihnen teilweise der Schweiß aus.

Seit dem 13. Januar 2020 befindet sich die Aktie in einem langfristigen Abwärtstrend. Als die Weltgesundheitsorganisation WHO die globale Corona-Notlage ausrief, verlor das Papier des Automobilherstellers aus Stuttgart massiv an Wert.

Seit dem Ausbruch des Virus entstand ein Wertverlust von 34,10 Prozent.

Unter normalen Umständen gehört die Aktie im DAX zum Mittelfeld. Mit einem Anteil von 2,92 Prozent belegte sie bei der Bildung des Deutschen Aktienindex an der Frankfurter Börse Platz 14.

Der Grund besteht im Börsenwert des Fahrzeugherstellers. Die frei verfügbaren Wertpapiere von Daimler besitzen einen Wert von 31,07 Milliarden Euro.

2020 stellt für Daimler ein Krisenjahr dar

Für die deutschen Automobilaktien steht das Jahr 2020 unter keinem guten Stern. Der Trend zur E-Mobilität und neue Technologien erschütterten die Märkte bereits ein Jahr zuvor.

2020 tritt eine neue Katastrophe auf den Plan: die Ausbreitung des Corona-Virus. Zu den Unternehmen, welche die Krise stark traf, gehört Daimler.

Über 40 Prozent gab der Daimler Aktienkurs zwischen Januar und März 2020 nach.

Die Folge des Rücksetzers: Zwischenzeitlich notierte das Wertpapier nur 21 Euro.

Ein derartig tiefes Kursniveau entstand bei dem Anteilsschein letztmalig während der Großen Rezession im Jahr 2009. Damals sank der Aktienwert auf rund 17 Euro.

Obgleich der Aktienkurs diesen Tiefststand bislang nicht erreichte, fürchten Aktienhalter um ihr Kapital. Während des Aktiencrashs entschieden sich zahlreiche Investoren zum eiligen Verkauf ihrer Daimler Aktien.

Bevor Anleger eine Entscheidung für oder gegen das Wertpapier treffen, sollten sie sich über die Gründe für den Kurseinbruch informieren.

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Warum traf die Corona-Krise Daimler stärker als andere Betriebe?

Zu den Hauptgründen zählen die Produktionsstopps und die Rezessionssorgen. Seit dem Lockdown infolge der Ausbreitung von Covid-19 liegt bei dem Fahrzeughersteller die Produktion still. Zunächst sollte dieser Stillstand nur zwei Wochen andauern.

Mit dem Produktionsstopp reagierten mehrere Automobilhersteller auf die Pandemie.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht sinken die variablen Kosten auf null. Beispiele stellen Kosten für das Produktionsmaterial dar. Allerdings laufen die Fixkosten, beispielsweise Abschreibungen, weiter.

Ein hoher Anteil dieser fixen Kosten bringt ein Unternehmen ohne Gewinnaussichten langfristig in Bedrängnis.

Kurzfristig besteht bei Daimler keine Gefahr, die Fixkosten nicht stemmen zu können. Der global agierende Betrieb verfügt über finanzielle Rücklagen. Gleichzeitig stehen Fahrzeuge und Ersatzteile bereit, die trotz Produktionsstopp in den Verkauf gehen.

Ende des Jahres 2019 wies die Bilanz 21,9 Milliarden Euro an fertigen Erzeugnissen, Waren und Ersatzteilen aus. Das entspricht 12,7 Prozent des Umsatzes des Unternehmens.

Laut Berechnungen könnte die Daimler AG sechs Wochen von ihrem Lagerbestand zehren.

Daimler Aktie

Bedeutet die Lockerung den Aufschwung auf dem Aktienmarkt?

Seit Mai 2020 setzt die Regierung Lockerungen der Corona-Maßnahmen durch.

Ein Ende der Corona-Krise bedeutet jedoch keinen sofortigen Aufschwung für die Autoindustrie. Experten gehen davon aus, dass im Zuge der Rezession die Nachfrage nach Fahrzeugen sinkt.

Halten sich der Nachfragerückgang und die Produktionsausfälle die Waage, ergibt sich für Daimler kein unüberwindbares Problem. Dieses droht, wenn der Autobauer trotz sinkender Produktion nicht alle Fahrzeuge absetzen kann.

Es besteht keine Möglichkeit, das Ausmaß der kommenden Rezession abzuschätzen. In der letzten Wirtschaftskrise 2008 / 2009 fielen die Autoverkäufe weltweit um fünf Prozent.

Obgleich der Wert gering wirkt, brachte dieser Rückgang die Branche in Bedrängnis. Beispielsweise schrumpfte der Umsatz von Daimler um 20 Prozent. Der operative Verlust lag in der Folge bei 1,5 Milliarden Euro.

Wie fällt für die Daimler Aktie die Dividende 2020 aus?

Für das Geschäftsjahr schlugen Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens Daimler eine Dividende in Höhe von 0,90 Euro pro Aktie vor.

Für Anleger stellt sich die Frage, wie bei der Daimler Aktie die Dividende für 2020 ausfällt.

Die Entscheidung darüber fällt in der Regel auf der Daimler Hauptversammlung. Diese hätte am 1. April 2020 stattfinden sollen. Allerdings sagte der Fahrzeughersteller die Konferenz aufgrund der Corona-Krise ab.

Der neue Termin steht für den 8. Juli 2020. Die Hauptversammlung soll online stattfinden.

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Das Wertpapier von Daimler: Pros und Kontras

Die Corona-Krise kam für den Automobilhersteller Daimler zu einer Unzeit. Um die CO2-Strafen der Europäischen Union zu umgehen, wollte das Unternehmen 2020 Produktion und Absatz der E-Fahrzeuge ankurbeln.

Mehrere Analysefirmen erwarteten bereits vor dem Ausbruch der Pandemie, dass Daimler im Jahr 2021 eine Strafzahlung in Höhe von einer Milliarde Euro bevorsteht. Aufgrund der Corona-Krise verschlechtern sich für den Autobauer die Aussichten auf lukrative Gewinne und Cashflows.

Ob es sich bei der Aktie um eine gute Investition handelt, hängt teilweise von den Erwartungen der Käufer ab. Glauben sie langfristig an große Erfolge des Fahrzeugherstellers, sehen sie den Kurseinbruch als Chance für einen günstigen Aktienkauf.

Bereits Anleger, die Daimler Aktien 2009 zum damaligen Tiefststand kauften, erfreuten sich kurze Zeit später an einer beeindruckenden Rendite.

Heute existieren strukturelle Veränderungen, die klassischen Autoherstellern das Leben schwer machen. Dazu gehört:

  • neue Software,
  • der Trend zum autonomen Fahren,
  • die Elektromobilität,
  • die Friday-for-Future-Bewegung,
  • die zunehmend kritische Betrachtung klassischer Motoren,
  • der Prestige-Status der Marke, der teilweise negativ konnotiert ist.

Diese Faktoren führten bereits 2019 zu sinkenden Aktienkursen. Dennoch glauben zahlreiche Anleger, dass dem Unternehmen auf lange Sicht ein Aufschwung bevorsteht.

Findet dieses zu seiner alten Stärke zurück, stellt der Tiefststand des Kurses eine interessante Einstiegsmöglichkeit in den Aktienkauf dar.

INFO: Der Wirtschaftsdienst Bloomberg listet 31 Analysten, die das Wertpapier von Daimler beobachten. Sieben von ihnen empfehlen, die Aktie zu kaufen [Stand: Mai 2020]. Zu den Analysten gehören renommierte Unternehmen, beispielsweise die zwei US-Banken JP Morgan und Morgan Stanley. 15 Analysten raten dazu, die Aktie im Portfolio zu halten. Neun geben eine Verkaufsempfehlung.

Wertpapier von Daimler

Daimler Aktie: eine Prognose für das Wertpapier der Daimler AG

Die Aktie von Daimler, versehen mit der Wertpapierkennnummer 710000, leidet unter den Auswirkungen der Corona-Krise.

Die Produktion der Fahrzeuge steht weitgehend still. Neben geschlossenen Absatzmärkten stellt der erzwungene Lockdown der Händler ein Problem für das Unternehmen dar.

Diese Restriktionen beeinflussen die Unternehmenskennzahlen von Daimler. Gleichzeitig nehmen sie Einfluss auf den Aktienkurs des Automobilherstellers.

Aufgrund des Ausbruchs der Lungenkrankheit Covid-19 erwarteten viele Investoren den Kurseinbruch.

Am 23. April 2020 lag das Kursniveau des Wertpapiers bei 28,46 Euro. Seit Jahresanfang verlor das Papier des Autobauers 43 Prozent an Wert.

Dennoch zeigen sich Investoren und mehrere Analysten zuversichtlich. Nicht zuletzt liegt dies an den neuen Zahlen, die das Management von Daimler im Ende April 2020 präsentierte.

Laut diesen wirkt sich das Corona-Virus maßgeblich auf das erste Quartal im Geschäftsjahr 2020 aus. Der operative Gewinn des Unternehmens brach um 80 Prozent auf 617 Millionen Euro ein.

Des Weiteren beeinträchtigen das Virus und die daraus resultierenden Einschränkungen das Kaufverhalten. In der Folge verschlechterten sich die Absatzzahlen massiv.

477.400 Fahrzeuge der Marke Mercedes-Benz vertrieb Daimler. Im Jahresvergleich entspricht das einem Rücklauf von 15 Prozent.

Bisher veröffentlichte das Management aufgrund der aktuellen Unsicherheiten keine Prognose für das Gesamtjahr 2020.

Jedoch gehen die Experten davon aus, dass die Daimler AG die Krise meistert. Um die Liquidität des Betriebs zu erhöhen, sicherte sich dieser eine Kreditlinie von zwölf Milliarden Euro. Dementsprechend erwarten Analysten kein existenzielles Risiko für Daimler.

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Gibt es eine Kaufempfehlung für das Wertpapier von Daimler?

Zahlreiche Investoren sehen sich mit einer Frage konfrontiert: Ist die Daimler Aktie einen Kauf wert? Ob das Wertpapier langfristig eine gute Investition darstellt, darauf existiert keine pauschale Antwort.

Für einen Kauf spricht der günstige Preis des Wertpapiers. Durch den starken Kursverlust zeigt sich die Aktie für viele Anleger wieder erschwinglich.

Allerdings gehören die Anteilsscheine des Stuttgarter Autobauers nicht zu den einzigen empfehlenswerten Investitionsmöglichkeiten in der Krise. Der Aktienkurs diverser Erfolgsunternehmen brach zwischen Januar und April 2020 stark ein.

Für die Daimler AG spricht die Produktivität. Obgleich diese zu Jahresbeginn 2020 zurückging, verfügt das Unternehmen über finanzielle Reserven.

Dementsprechend zeigt sich die Corona-Pandemie für den Fahrzeughersteller voraussichtlich nicht existenzgefährdend.

Einen weiteren Kaufanreiz bietet das Verhältnis zwischen Kaufpreis und zu erwartendem Gewinn der Aktie. 2019 erreichte der Anteilsschein pro Stück einen Gewinn in Höhe von 2,22 Euro.

Erholt sich der Automobilhersteller von den Folgen der Krise und knüpft an alte Erfolge an, profitieren Aktionäre von einem guten Kurs-Gewinn-Verhältnis.

Eine Voraussage, wann das Unternehmen zu seinem Erfolg zurückfindet, gibt es nicht. Obgleich sich der Daimler Aktienkurs nicht in Top-Verfassung befindet, sollten Investoren über den Aktienkauf nachdenken. Dabei berücksichtigen sie die Themen Elektromobilität.

Diese stellt auf dem Aktienmarkt eine zukunftsträchtige Branche dar. Daimler gehört zu den Unternehmen, die sich ausgiebig mit E-Mobilität und City-Mobilität befassen. Folglich stehen die Chancen gut, dass sich der Kurs der Aktie langfristig erholt und erneut Erfolge verzeichnet.

Kaufempfehlung für das Wertpapier von Daimler

Daimler Aktie Prognose: Umsatz- und Ergebnisschätzungen

Die Aktie des Unternehmens Daimler erreichte im März 2020 einen Tiefststand. Mit einem Wert von unter 20 Euro verzeichnete sie einen massiven Kursverlust. Ein ähnlich niedriges Niveau zeigte sich zuletzt während in der Finanzkrise im März 2009.

Im Rahmen der Corona-Krise schrumpfte der Börsenwert des Fahrzeugherstellers auf 23,4 Milliarden Euro.

Bekannte Analysten, darunter José Asumendi von JPMorgan, schraubten ihre Prognosen für die globale Automobilproduktion herunter.

Aus dem Grund senkten sich die Ergebnis- und Umsatzschätzungen 2020 und 2021 für den Autobauer Daimler.

Obgleich der Kurseinbruch Investoren verunsichert, glauben die Experten an einen kurzlebigen Einbruch. Sie rechnen im zweiten Halbjahr 2020 mit einer schnellen Erholung des Automobilsektors.

Das Kursziel der Daimler Aktie senkte Asumendi von 51 und 31 Euro. Aufgrund des Kursniveaus stufte er das Wertpapier Ende März 2020 als Overweight ein.

Der Daimler Aktienkurs klettert wieder in die Höhe

Aktionäre, die im Besitz des Wertpapiers von Daimler sind, atmen seit Mitte Mai 2020 wieder auf. Der Kurs der Aktie erholt sich langsam.

Am 25. Mai 2020 verteuerte sich das Papier im XETRA-Handel um 0,6 Prozent. Damit erreichte es einen Wert von 32,07 Euro.

Der Anteilsschein des Autobauers gibt dem Deutschen Aktienindex, der zu diesem Zeitpunkt 11.459 Punkte notierte, Aufwind.

In der Spitze kletterte er auf 32,65 Euro und startete den XETRA-Handelstag bei 32,30 Euro. An diesem Tag kam es zum Besitzerwechsel von 938.498 Daimler-Aktien.

Für die Zukunft gehen die Experten von einem fairen Wert von 40,06 Euro pro Anteilsschein von Daimler aus. Für das Jahr 2021 taxieren sie den Gewinn des Unternehmens auf 6,29 Euro je Aktie.

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Der Kauf der Aktie von Daimler stellt ein Risiko dar

Obgleich sich der Aktienkurs von Daimler augenscheinlich erholt, handelt es sich beim Aktienhandel um eine riskante Investition. Lange Zeit zeichnete sich der Aktienmarkt durch Kursanstiege aus. 2020 veränderte Corona die Gegebenheiten.

Die Ausbreitung des Virus beschäftigt die ganze Welt. Sie wirkte sich maßgeblich auf die Börsen aus. Der Einbruch der Wirtschaft lag an:

  • abgesagten Reisen,
  • eingeschränkter Mobilität,
  • rückläufigem Konsum,
  • unterbrochenen Lieferketten und
  • Furcht vor der Rezession.

Im März 2020 entstand ein starker Aktiencrash. Allerdings scheinen sich die Kurse wieder zu erholen. Dementsprechend steigt die Zuversicht der Anleger.

Teilweise investieren sie in neue Aktien, beispielsweise das Wertpapier von Daimler. Ein Kaufanreiz stellt der vergleichsweise günstige Preis dar.

Die Investoren erhoffen sich einen baldigen Aufschwung der Wirtschaft und der Automobilbranche. Kommt es zu diesem, profitieren sie von attraktiven Dividenden.

Eine Garantie für einen Kursanstieg von Daimler existiert nicht. Daher ergibt der Kauf der Anteilsscheine nur Sinn, wenn die Käufer eine Korrektur wirtschaftlich verkraften.

Daimler Aktienkurs

Empfehlenswerte Autoaktien 2020: Alternativen zum Anteilsschein von Daimler

In der deutschen Autobranche läuft es seit mehreren Jahren nicht rund. Der Grund besteht in der sich verändernden Mobilität.

Diese nachteiligen Aspekte beeinflussen die Aktienkurse deutscher Fahrzeughersteller laut DZ Bank seit geraumer Zeit.

Der Kurseinbruch während der Corona-Krise sieht in diesem Zusammenhang weniger gravierend aus. Zusätzlich passt sich die Autoindustrie an die neuen Gegebenheiten an. Zahlreiche Autobauer brachten in den vergangenen Jahren E-Autos oder Wasserstoffautos auf den Markt.

Aufgrund technischer Innovationen könnte der Markt der Autoaktien bis 2021 eine massive Trendwende hin zum positiven Wachstum verzeichnen.

Dieser Umstand das geringe Kursniveau der Wertpapiere stellen für interessierte Investoren einen Kaufanreiz dar.

Die DZ Bank gibt für mehrere deutsche Vertreter aus dem Automobilsektor eine Kaufempfehlung.

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BMW-Aktie

Bei BMW handelt es sich um einen Fahrzeughersteller, der mit seinem Markenportfolio eine Premium-Markenstrategie verfolgt. Neben BMW vereint der Konzern die Lifestyle-Automarke MINI und die Edelmarke Rolls-Royce.

Mit unternehmenseigenen Finanzdienstleistungen und der Produktion von BMW-Motorrädern rundet BMW seine Produktpalette ab. Wie Daimler bestehen die Bayerischen Motorenwerke als bekanntes DAX-Unternehmen.

Aufgrund der zukünftigen Erfolgsaussichten des Konzerns raten die Analysten zum Kauf der BMW-Aktie. Im Februar 2020 schätzten sie den fairen Wert des Anteilsscheins auf 90 Euro.

Im Februar 2020 notierte die Aktie bei rund 65 Euro. Einen Monat später kam es zum Kurseinbruch. Am 18. März 2020 erreichte das Wertpapier einen Kurs von 38,50 Euro.

Der Kurs erholte sich wie bei der Daimler Aktie ab April 2020. Der Anteilsschein von BMW verzeichnet Ende Mai 2020 einen Aktienwert von 50 Euro.

Im Vergleich zu anderen Automobilherstellern trumpft BMW mit leichten Wettbewerbsvorteilen auf. Diese resultieren aus der Konzentration des Unternehmens auf die Themen Nachhaltigkeit und E-Mobilität.

Continental-Aktie

Der Konzern Continental kümmert sich um die Entwicklung und Produktion wichtiger Komponenten und Module für die Automobilindustrie.

Er unterteilt sich in zwei Sparten: Automotive und Rubber. Fünf Geschäftsfelder verfolgt das Unternehmen:

  • Powertrain,
  • Interior,
  • Reifen,
  • Chassis and Safety sowie
  • ContiTech.

Die Schaeffler-Gruppe agiert bei der Continental AG als strategischer Investor mit einer Beteiligung von 46 Prozent.

Vor dem durch die Corona-Krise ausgelösten Einbruch auf dem Aktienmarkt lag der Wert einer Continental-Aktie bei über 100 Euro. Mitte März 2020 sank der Kurs um rund 50 Prozent.

Die Erholung trat in kleinen Schritten ab April 2020 ein. Am 26. Mai 2020 lag der Aktienkurs bereits wieder bei 86 Euro.

Daimler Aktie

Rheinmetall-Aktie

Ein weiteres empfehlenswertes Wertpapier stellt laut DZ Bank die Aktie von Rheinmetall dar. Der Konzern produziert Module und Komponenten für Motoren. Neben klassischen Motoren bestückt der Konzern E- und Hybrid-Motoren.

Beispielsweise stellt der Betrieb Hardparts wie Kolben sowie die Mechatronik her.

Im Januar 2020 lag der Wert eines Anteilsscheins beim bisherigen Jahreshoch bei 108 Euro. Auch der börsennotierte Autozulieferer und Rüstungskonzern bekam die Corona-Krise zu spüren.

Am 18. März 2020 sank der Kurs auf 46 Euro. Wie bei den Aktien von Daimler, BMW und Continental zeigte sich anschließend eine langsame Kurserholung. Am 26. Mai 2020 verzeichnete das Wertpapier einen Aktienwert von rund 71 Euro.

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Dürr-Aktie

Der Name Dürr gehört zu einem der weltweit größten Lackieranlagenbauer für die Automobilindustrie. Zwei Drittel des Unternehmensumsatzes entstammen dem Bau von Lackieranlagen und -Robotern.

Die hohe Umsatz-Visibilität des Konzerns kommt durch die lange Zeit der Projektabwicklung zustande. Diese beträgt im Schnitt neun bis zwölf Monate.

Den restlichen Anteil des Umsatzes generiert Dürr durch verschiedene Industriezweige. Dazu gehören Holzverarbeitung oder Maschinenbau.

Das wichtigste Absatzland stellt China mit einem Umsatzanteil von 30 Prozent dar.

Bereits vor der Ausbreitung von Covid-19 kämpfte die Dürr-Aktie mit einem stetigen Auf und Ab des Kurses. Dieser brach Mitte März 2020 auf rund 17 Euro ein.

Im Gegensatz zu den anderen Wertpapieren aus der Automobilbranche zeigt sich kein deutlicher Kursaufschwung.

Dennoch sprechen Analysten eine Kaufempfehlung aus. Nach dem Ende der Corona-Maßnahmen besteht eine gute Chance, dass die Nachfrage nach Lackieranlagen ansteigt. Des Weiteren steigt voraussichtlich der Unternehmensumsatz, wenn der chinesische Markt sich von den Folgen von Covid-19 erholt.

Aktienkurs von Daimler

Fazit: Die Aktie der Daimler AG birgt Chancen und Risiken

Sinkt der Wert einer Aktie massiv, stellt dies für Investoren Fluch und Segen zugleich dar. Aktionäre, die das Wertpapier besitzen, fürchten um ihre Investition.

Ein Vorteil ist das niedrige Kursniveau für Anleger, die sich für den Kauf der Daimler Aktien interessieren.

Der Anteilsschein des schwäbischen Fahrzeugherstellers steht aus mehreren Gründen unter starkem Druck. Neben wachsenden Herausforderungen durch autonomes Fahren und Elektromobilität wirkte sich die Ausbreitung des Corona-Virus nachteilig auf den Aktienkurs von Daimler aus.

Zwischen Januar und März 2020 verlor der Anteilsschein über 40 Prozent an Wert. Temporär befand sich der Kurs bei mageren 21 Euro.

Zum letzten Mal zeigte sich ein ähnlich tiefes Kursniveau im Zuge der Wirtschaftskrise 2009.

Obgleich Investoren aufgrund des Kurseinbruchs erschrecken, sprechen mehrere Analysten eine Kaufempfehlung aus.

Sie prophezeien der Daimler Aktie auf lange Sicht einen Anstieg.

Der Grund besteht im Erfolg des international agierenden Autobauers. Dieser verfügt über finanzielle Reserven. Durch Fahrzeugvorräte gleicht das Unternehmen den Produktionsstopp im ersten Quartal 2020 aus.

Jedoch besteht keine Möglichkeit, die Rezession nach der Corona-Krise abzusehen.

Aus dem Grund handelt es sich beim Kauf des Daimler-Wertpapiers um ein Risiko.

Bilderquelle:

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