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AKTIENDEPOT UMSCHREIBEN – SO GEHT ES!

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Wer einen neuen Broker gefunden hat, sollte möglichst schnell sein Aktiendepot umschreiben lassen. Meistens kümmert sich darum der neue Anbieter, er stellt dann eine Vorlage bereit, die an den alten Broker gesendet werden muss. Oder Sie verwenden unser Muster für den Depotumzug.

  • Aktiendepot umschreiben in Stichpunkten
  • Neuen Anbieter im Discount Broker Vergleich finden
  • Vorlage für den Depotwechsel nutzen
  • Unterschrift nicht vergessen
  • Gegebenenfalls Konten umziehen
  • Freistellungsauftrag kündigen
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Aktiendepot umschreiben – diese Arten gibt es

Für gewöhnlich ist mit dem Begriff „Aktiendepot umschreiben“ gemeint, dass ein Broker gewechselt wird. Allerdings kann der Begriff im rechtlichen Sinne auch anderen Dinge beschrieben.

  • Umschreibung des Depots auf eine andere Person
    Trader können ihre Wertpapiere komplett an andere Anleger übertragen. Der Grund für die Übertragung ist dabei irrelevant. So können Anleger etwa Wertpapiere in die Hände ihrer Kinder übergeben. Allerdings gilt es zu beachten, dass der alte Besitzer immer noch Mitbesitzer bleibt. Das Depot wird also nicht vollständig umgeschrieben. Vielmehr muss der vorherige Besitzer die kompletten finanziellen Auswirkungen im negativen Sinne mittragen. Besonders beim Handel mit Hebelprodukten kann das zu Problemen führen. Es wird daher grundsätzlich nicht empfohlen, eine solche Umschreibung vorzunehmen.

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  • Aktien übertragen
    Es ist ebenfalls möglich, lediglich einige Wertpapiere an ein andere Person zu überschreiben. Auch hier ist der Grund wieder irrelevant, jeder Depotbesitzer hat das Recht auf eine Umschreibung. Für die Überschreibung kann der alte Besitzer auch ein Entgelt verlangen, die Wertpapiere also einfach an eine andere Privatperson verkaufen. Allerdings werden dann bis zu 30 % Steuer durch die Kapitalertragssteuer, die Kirchensteuer und den Solidaritätszuschlag fällig. Umgangen werden kann das durch eine reine Schenkung. Wertpapiere können zudem vererbt werden. Die Erben müssen dann keine Abgeltungssteuer zahlen. Unter Umständen greift aber die Erbschaftssteuer an dieser Stelle.
  • Der Depotwechsel
    Soll lediglich der Anbieter gewechselt werden, wird ebenfalls eine komplette Übertragung des Depots durchgeführt. Diese gestaltet sich für Trader allerdings sehr unkompliziert und vor allem kostengünstig. Durch ein entsprechendes Muster, welches in diesem Ratgeber weiter unten aufgeführt wird, wird die Übertragung des alten Depots beantragt.

Allgemeine Tipps zum Brokerwechsel

wissenEgal ob Sie die Vorlage ihres neuen Brokers oder unsere Musterkündigung verwenden, ein paar Ratschläge sollten Sie beachten.

Zunächst sollte ein guter Broker gewählt werden, um zu vermeiden, dass man schon bald wieder das Aktiendepot umschreiben muss. Empfehlenswert sind unsere Top-3-Broker DEGIRO, Consorsbank und OnVista Bank.

Auf jedes Kündigungsschreiben gehören Depotnummer und BIC des neuen Brokers sowie die Nummer des alten Depots und natürlich Name und Anschrift. Sollen die Wertpapiere auf das Depot einer anderen Person, beispielsweise des Partners, umgeschrieben werden, gehört auch dieser Name mit auf das Schreiben. Aus dem Brief sollte klar hervorgehen, dass die Wertpapiere nicht nur übertragen, sondern das Depot auch aufgelöst werden soll.

Ein absolutes Muss ist auch die Unterschrift. Werden die Wertpapiere in das Depot eines Anderen übertragen, muss unter den Antrag nur die Unterschrift des Inhabers des alten Depots.

Aktiendepot umschreiben – 5 Gründe für den Wechsel

Den Broker zu wechseln, ist eine weitreichende Entscheidung. Zwar ist die Umschreibung kostenlos, doch es entsteht ein gewisser Verwaltungsaufwand. Der Wechsel darf daher nicht unbedacht erfolgen.

  • Die Kosten
    Die Rendite durch geschickte Anlagestrategien zu steigern, ist kompliziert und bedarf ausgefeilter Strategien. Die Rendite durch Kostensenkungen zu erhöhen, kann aber vergleichsweise einfach sein. Durch Vergleiche von Brokern kann sich der alte Broker als deutlich überteuert herausstellen. Wichtig ist, dass bloße Umzugsprämien nicht als Grund für den Wechsel taugen. Diese sind eher als Extra oder Obolus anzusehen.
  • Produktangebot
    Im Laufe der Zeit ändern Trader ihre Anlageentscheidungen. So können sich etwa das Risikobewusstsein oder der zeitliche Anlagehorizont verändern. Anleger greifen dann auf andere Finanzprodukte oder neue Märkte zurück. Sind diese beim alten Broker nicht verfügbar, sollte ein Wechsel des Aktiendepots in Betracht gezogen werden.
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  • Servicequalität
    Weiche Faktoren wie die Servicequalität eines Brokers lassen sich im Vorhinein nur relativ schwierig beurteilen. Bewertungsportale und Fachmagazine helfen zwar bei der Einschätzung, können aber keine individuellen Präferenzen berücksichtigen. Stellt der alte Broker etwa kein ausreichendes Schulungsangebot zur Verfügung oder reagiert nur langsam auf Anfragen, kann das Aktiendepot umgeschrieben werden.
  • Sicherheit
    Auch gut aufgestellte Finanzdienstleister können in Schieflage geraten. Im Zuge der Krise um den Schweizer Franken Anfang 2015 mussten einige Unternehmen Insolvenz anmelden. Trader sollten dann versuchen, ihre Gelder so schnell wie möglich von den Konten zu räumen und sich auf die Suche nach einem neuen Broker begeben.
  • Trading-Software
    Bevor ein Konto bei einem Broker eröffnet wird, sollte dessen Handelsplattform genau unter die Lupe genommen werden. Trotz genauer Überprüfung kann es vorkommen, dass die Software den Ansprüchen doch nicht genügt. Besonders wenn sich das persönliche Anleger-Profil verändert, können bestimmte Zusatzfeatures wünschenswert sein. An dieser Stelle gilt es allerdings, nichts zu überstürzen. Trader sollten sich fragen, wie dringend das Feature wirklich benötigt wird und ob das im Verhältnis zum Wechselaufwand steht.

Die Gründe für ein Umschreiben des Aktiendepots können vielfältig sein. Besonders die Kosten sind ein entscheidendes Argument für den Wechsel. Aber auch die Weiterentwicklung oder Veränderung der persönlichen Anlageentscheidungen kann für ein Umschreiben sprechen.

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Die Top-3-Broker in der Übersicht

Beim Wechsel des Aktiendepots kommt der Wahl des Brokers eine besondere Bedeutung zu. DEGIRO, die Consorsbank und OnVista gehören dabei zu den besten Anbietern. Ein kurzer Vergleich soll Tradern die Entscheidung erleichtern

DEGIROOnVistaConsorsbank
ProduktangebotTrading an deutschen und zahlreichen Börsen weltweit möglich. Viele unterschiedliche Anlageprodukte wie Aktien, Fonds, Optionen und Zertifikate.Handel an allen deutschen und amerikanischen Börsen. Über 9.000 unterschiedliche Anlagemöglichkeiten, darunter ETFs, Aktien, Anleihen, ETCs, Fonds, Futures, Optionen und ZertifikateVielfältiges Handelsangebot. Trading an allen deutschen und zahlreichen internationalen Börsen möglich. Zusätzlich Bankdienstleistungen wie Kredite oder Girokonten verfügbar.
Spezialisierung aufFortgeschrittene und erfahrene TraderFortgeschrittene und erfahrene TraderFortgeschrittene und erfahrene Trader
KostenKontoführung komplett kostenfrei. Trades ab 2,00 Euro zzgl. 0,008 Prozent Provision (Xetra). Dauerhaft günstige Preise auch an Börsen in den USA, Kanada usw.Zwei unterschiedliche Kostenmodelle, Trades beginnen ab 5 EuroKontoführung komplett kostenfrei. Trades ab 4,95 Euro verfügbar
Trading-SoftwareIndividuelle, eigens entwickelte Handelsplattform; Trading unterwegs dank WebAppHandelssoftware GTS, die hochprofessionelles Trading ermöglichtEigens entwickelter ActiveTrader, der in drei Versionen verfügbar bist und individuelles Trading ermöglicht
SupportKomplett in deutscher Sprache, werktags rund um die Uhr telefonisch erreichbar; jederzeit per MailKomplett in deutscher Sprache, börsentäglich von 9:00 bis 18:00 Uhr per Telefon erreichbarKomplett in deutscher Sprache, montags bis sonntags von 7:30 bis 22:00 Uhr telefonisch erreichbar
Aktionen700 ETFs zum Nulltarif: Jeden Monat können Trader ein Produkt aus der Auswahlliste gebührenfrei kaufen/verkaufen.Umzugsprämie, regelmäßige Rabatte und Prämien wie FreeTradesUmzugsprämie Rabattprogramme für Viel-Trader und Einzahlungsboni für Neukunden
Einlagensicherung und RegulierungNach EU-Recht; registriert bei der BaFinNach deutschem Recht; reguliert von der BaFinNach deutschem Recht; reguliert von der BaFin

Alle drei Broker sind grundsätzlich empfehlenswert. DEGIRO richtet sein Angebot vor allem an Trader, die flexibel handeln möchten. Die Consorsbank bietet hingegen zusätzlich Dienstleistungen für professionelles Trading an. OnVista verzichtet auf Bankdienstleistungen, um sich komplett auf das Brokerage zu konzentrieren.

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 Optionale Zusätze

Namen, Kontodaten und Unterschrift sind unverzichtbar. Das Verrechnungskonto muss dagegen nicht zwingend aufgelöst werden. Einige Banken bieten kein eigenes Verrechnungskonto, sondern nutzen das Tagesgeld- oder Girokonto zur Abrechnung von Wertpapiergeschäften. Soll auch das Konto aufgelöst werden, muss das explizit im Schreiben stehen und auch eine Kontonummer für das Zielkonto angegeben werden. Wer einen Freistellungsauftrag bei der alten Bank hatte, sollte diesen kündigen oder reduzieren und einen Teil davon zum neuen Broker transferieren.

Muster für den Depotwechsel

Setzen Sie im unten stehenden Schreiben einfach ihre Daten ein, streichen Sie gegebenenfalls unerwünschte oder kreuzen Sie gewünschte Zusätze an und unterschreiben Sie das Papier. Wichtig ist, dass es nicht an den neuen, sondern an den alten Broker gesendet wird.

Name des Kunden

Depotnummer

Hiermit möchte ich die Wertpapiere in meinem oben genannten Depot in mein neues Depot/das Depot von _____ (Name des Inhabers) mit der Nummer _____ bei ______ mit der BIC ____ übertragen. Lösen Sie das Depot anschließend auf. Die Schlussabrechnung belasten Sie bitte dem Referenzkonto.

_ Ich möchte mein Verrechnungskonto mit der Nummer ____ auflösen. Bitte überweisen Sie das Geld auf mein neues Konto mit der Nummer ____ (IBAN) bei ___ (Name der Bank und BIC).

_ Bitte löschen Sie meine Freistellungsaufträge.

___Unterschrift

Aktiendepot umschreiben: Der zeitliche Ablauf

Die Umschreibung des Depots an sich ist dank dem Musterschreiben unkompliziert. Trotzdem erfordert der komplette Umzug einer gewissen Planung. Insgesamt müssen Trader folgende 4 Schritte durchführen, um das Aktiendepot komplett umzuschreiben.

  • Neues Konto erstellen
    Zunächst muss ein neuer Broker gefunden werden. Trader sollten dazu die Konditionen bei unterschiedlichen Anbietern vergleichen. Auch die Servicequalität und die Produktvielfalt spielen eine Rolle bei der Wahl des Brokers. Ist ein geeigneter Anbieter gefunden, wird dann ein Konto eröffnet. Erst wenn dieses komplett verifiziert wurde, kann mit dem nächsten Schritt fortgefahren werden.

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  • Aufsetzung und Bearbeitung des Schreibens
    Das kostenlose Musterformular muss ausgefüllt, unterschrieben und an den alten Broker übermittelt werden. Der Vorgang muss nicht zwingend auf dem Postweg erfolgen. Das Schreiben kann auch eingescannt und anschließend per Mail übermittelt werden.
  • Der Übertrag
    Es gibt keine gesetzliche Frist, innerhalb der ein Aktiendepot übertragen werden muss. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gibt allerdings an, dass der Umzug durchschnittlich vier Wochen dauert. Sind die Wertpapiere auch nach dieser Zeit noch nicht im neuen Depot angekommen, sollte der alte Broker erneut kontaktiert werden.
  • Wiederaufnahme des Handels
    Rund einen Monat nach dem Start des Depotwechsels, kann der aktive Handel dann wiederaufgenommen werden. Trader sollten aber auch in der Zwischenzeit relevante Informationen über ihre Wertpapiere einholen.

Das Umschreiben des Aktiendepots nimmt einige Zeit in Anspruch, ist an sich aber unkompliziert. Zu Problemen kommt es nur selten. Sowohl der alte als auch der neue Broker haben grundsätzlich ein Interesse daran, den Wechsel möglichst zeitnah zu vollziehen.

Aktiendepotwechsel: Diese Kosten entstehen

Ob der Broker gewechselt wird oder nicht, hängt auch von den Kosten ab, die in direktem Zusammenhang mit dem Wechsel stehen. Um es vorweg zu nehmen: Die Herausgabe der Wertpapiere muss kostenlos sein. Der alte Broker darf hierfür keinerlei Gebühren verlangen. Das hat der Bundesgerichtshof bereits im Jahr 2004 entschieden.

Kosten entstehen also nicht im monetären Sinne. Trotzdem muss der Trader einige Aufwendungen in Kauf nehmen. Auf die Wertpapiere kann während des Wechselprozesses nicht zugegriffen werden. Der Umzug des Depots kann aber rund vier Wochen in Anspruch nehmen. Bei starken Kursänderungen kann also nicht direkt auf die neue Marktsituation reagiert werden.

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Fazit: Aktiendepot umschreiben einfach und kostenlos

Der Umzug des Aktiendepots ist nicht aufwändig und außerdem im Regelfall kostenlos. Nur wenige Broker verlangen eine Eröffnungsgebühr. Gute Anbieter findet man in unserem Broker-Vergleich. Trotzdem sollte der Broker nicht überstürzt gewechselt werden. Vor allem die Kosten sind aber ein gutes Argument für das Umschreiben des Aktiendepots. Empfehlenswert sind hier vor allem DEGIRO, die Consorsbank und OnVista.

 

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