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Aktien zeichen – so bekunden Sie 2019 Ihr Interesse an Aktien

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Wenn Unternehmen an die Börse gehen, dann können Anleger sich um diese bewerben, indem sie Aktien zeichnen. Insbesondere in der Hochzeit des Neuen Marktes waren solche Neuemissionen ein beliebtes Spekulationsfeld. Dann wurde es mehrere Jahre still um die Börsengänge, in Deutschland hat es seit dem Jahr 2000 keine einzige Neuemission mit einem Volumen von mehr als 5,0 Milliarden Euro mehr gegeben. Doch im Ausland gab es mit den Börsengängen von Alibaba, Facebook und anderen bereits einige IPOs, die das Volumen der späten 1990er Jahre sogar überschritten. Das sollte man wissen, wenn man Aktien zeichnen will.

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Beate Uhse Hot Stock

Vor dem Börsengang können Anleger Aktien zeichnen. Auch die Beate Uhse AG ging Ende der 1990er Jahre an die Börse. Foto: Pressebild der Beate Uhse AG.

Aktien zeichnen in Kürze

  • Vor dem Börsengang
  • Für Aktien oder Anleihen
  • Bekundet verbindliches Interesse
  • International kleine Unterschiede
  • Abgeändertes Verfahren bei Ausgabe neuer Aktien

Aktien zeichnen – so geht's

Vor dem Börsengang legt das Unternehmen beziehungsweise die den Börsengang begleitende Bank den Emissionspreis und die Zahl der Aktien sowie die Zeichnungsfrist fest. Seltener kann es auch vorkommen, dass die neuen Aktien versteigert werden, meist jedoch gibt es eine Preisspanne, in der das Wertpapier liegen soll. Jetzt können interessierte Anleger das Papier zeichnen, das bedeutet, sie bekunden verbindlich ihr Interesse an einer bestimmten Zahl von Aktien und legen einen Höchstpreis fest.

Privatanleger können Aktien meist über ihren Broker zeichnen. Die Consorsbank bietet beispielsweise eine eigene Kategorie „Zeichnen". Dort muss zunächst das Wertpapier ausgesucht werden, angezeigt werden nur solche, die aktuell tatsächlich gezeichnet werden können. Im zweiten Schritt müssen die Stückzahl und das Limit eingegeben werden, also der Höchstpreis den man zahlen möchte. Der muss natürlich innerhalb der vorgegebenen Preisspanne liegen.

Aktien zeichnen am Beispiel Consorsbank

Eingabemaske der Consorsbank zum Zeichnen von Aktien.

Beim Börsengang der Sixt Leasing AG im Mai 2015 wurde die Preisspanne mit 17,90 bis 21,30 Euro festgelegt. Beim Zeichnen der Aktien kann ein Anleger beispielsweise einen Maximalpreis von 20,00 Euro festlegen. Ist die Zeichnungsfrist abgelaufen werden alle Gebote gesichtet, der Preis wird so festgelegt, dass möglichst alle Aktien verkauft werden können, er aber gleichzeitig auch möglichst hoch ist. Niedrigere Gebote kommen nicht zum Zug, höhere Gebote werden zum Emissionspreis bedient.

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Gibt es zu dem Preis mehr Nachfrage als angebotene Aktien, so spricht man von einer Überzeichnung. Dann kann die Aktiengesellschaft entweder zusätzliche Aktien herausgeben oder es gehen einige Aktionäre leer aus. Beim Börsengang der Infineon AG war das Papier beispielsweise selbst zum Höchstpreis 33fach überzeichnet. Berücksichtigt wurden deshalb nur die ersten Zeichner, unter ihnen wurden die Aktien verlost.

Beim Zeichnen von Aktien bekunden Anleger, wie viele Aktien sie zu welchem Höchstpreis kaufen würden. Das Gebot ist für den Anleger verbindlich, eine Garantie die Aktien auch zu bekommen gibt es dagegen nicht. Der endgültige Emissionspreis wird so festgelegt, dass so viele Aktien wie möglich emittiert werden bei gleichzeitig maximalem Ertrag für das Unternehmen.

Deutsche Privatanleger kommen bei Neuemissionen meist nicht zum Zug

Jetzt haben wir den theoretischen Vorgang beschrieben, wie Anleger eine Aktie zeichnen können. Doch in der Praxis sieht es so aus, dass private Anleger meist nicht am Primärmarkt zum Zuge kommen. In der Regel verkaufen Startup's bzw. Unternehmen ihre Aktienpakete an große und institutionelle Investoren. Einerseits ist es einfacher, sie vom Kauf zu überzeugen. Andererseits haben diese viel mehr Kapital zur Verfügung. Es ist schließlich ein Unterschied, ob Tausende Einzelaktionäre überzeugt werden müssen oder nur ein paar große Investoren.

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Aktien zeichnen im Ausland

Neue Aktien werden natürlich nicht nur hierzulande zum Zeichnen angeboten, sondern auch im Ausland. Für deutsche Anleger ist es jedoch schwierig, ausländische Aktien zu zeichnen, da die Emissionsbank ebenfalls im Ausland sitzt. Manchmal wird die Emission sogar lokal beschränkt, sodass ausländische Anleger gar nicht zum Zug kommen können. Sobald die Aktie jedoch dann auf dem Parkett bzw. an einer Börse für jeden zugänglich ist, kann sie auch von Deutschland aus gekauft werden.

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Chancen und Risiken einer Neuemission

Vor allem während des Hypes um den neuen Markt waren Neuemissionen meist hoch überzeichnet. Wer Glück hatte und Aktien zugeteilt bekam, der durfte oft mit einem deutlichen Kursanstieg am ersten Handelstag rechnen, wer sofort verkaufte hatte viel Geld verdient.

Allerdings erfüllten viele Unternehmen langfristig ihre Versprechen nicht, die Mehrzahl notierte fünf Jahre später unter dem Ausgabepreis. Ganz anders war der Verlauf bei der Facebook-Aktie. Dort brach der Kurs nach der ersten Notierung ein, erst nach und nach erholte er sich wieder und lag nach einigen Monaten wieder deutlich über dem Ausgabekurs. Heute ist Facebook eines der größten Unternehmen der Welt und die Aktie darf in fast keinen Depot der Welt mehr fehlen.

Neuemissionen bieten also keine garantierten Gewinne. Warum sollten sie auch, denn natürlich haben die Altaktionäre ein Interesse daran, möglichst hohe Preise zu erzielen. Grundsätzlich liegt der Kurs der ersten Notierung oft deutlich vom Emissionspreis entfernt, das bietet für Anleger hohe Chancen, aber auch hohe Risiken.

Bei der ersten Notierung kann der Kurs deutlich vom Emissionspreis abweichen – allerdings in beide Richtungen.

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Was Anleger beachten sollten

Wie bei der Auswahl jeder anderen Aktie auch sollten Anleger vor einer Neuemission das Papier genau unter die Lupe nehmen. Weil es keine Kursdaten für die Vergangenheit gibt, bietet sich hier nur die Fundamentalanalye an. Aktionäre sollten deshalb ein Blick auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis im Vergleich zu den Mitbewerbern werfen. Dann müssen die Wettbewerbssituation und die Zukunftsaussichten bewertet werden. Stehen das Kurs-Gewinn-Verhältnis und die Zukunftsaussichten in einem vernünftigen Verhältnis? Wieso wird sich ausgerechnet dieses Unternehmen gegen andere durchsetzen= Andere Daten wie die Eigenkapitalquote runden das Bild ab.

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Auch die Machtverhältnisse sollten Aktionäre nicht vergessen. Gibt es einen Großaktionär und wenn ja, vertraut man diesem? Außerdem muss die Frage gestellt werden, warum es jetzt zum Börsengang kommt. Braucht das Unternehmen neues Geld für die Expansion? Wollen die Gründer ihr Vermögen etwas breiter streuen und verkaufen deshalb einen Teil? Oder soll hier ein unattraktives Unternehmen schnell noch zu Geld gemacht werden? Gerade der Grund für die Emission von Aktien ist sehr wichtig. Anleger sollten bedenken, dass Unternehmen die neue Aktien zum zeichnen anbieten, damit frisches Eigenkapital erhalten. Eine Alternative dazu ist die Beschaffung von Fremdkapital, was jedoch meist teurer ist, da in der Regel ein fester Zins gezahlt werden muss. Wer Aktien zeichnet kann auch nicht auf eine Dividendenhistorie zurückgreifen. Doch es macht Sinn, sich bereits im Vorfeld über eine mögliche Dividendenpolitik der Aktiengesellschaft zu informieren.

Anleger sollten nicht nur die fundamentalen Daten unter die Lupe nehmen, sondern auch nach den Beweggründen für den Börsengang fragen. Denn mit einem Börsengang holt ein Unternehmen frisches Geld in Form von Eigenkapital.

Neue Aktien ohne Zeichnungsfrist

Nicht nur bei Neuemissionen werden Aktien herausgegeben, auch bestehende Unternehmen können sich über neue Aktien zusätzliches Geld verschaffen. Allerdings ist das Verfahren dann etwas anders. Im Regelfall erhalten alte Aktionäre ein Bezugsrecht, sie dürfen die neuen Aktien bevorzugt kaufen. Die nicht von den Altaktionären erworbenen Papiere werden dann meist im Rahmen einer Privatplatzierung an große Unternehmen verkauft, ohne dass Kleinaktionäre sie zeichnen können.

Oft verkaufen auch junge Unternehmen ihre Aktien zunächst außerbörslich an ausgewählte Investoren, beispielsweise Risikokapitalgeber. Erst später erfolgt der Börsengang, dann meist schon zu deutlich höheren Kursen.

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Teilweise werden Aktien auch einfach verschenkt, die sogenannten Gratis Aktien. Das passiert meist im Rahmen der Abspaltung und Ausgliederung eines Unternehmensteils. Als Siemens 2013 die Tochter Osram abspaltete, konnten Interessenten keine Aktien zeichnen, anders als bei der Abspaltung der Halbleitersparte unter dem Namen Infineon 14 Jahre zuvor. Stattdessen wurde jedem Siemens-Aktionär je zehn Aktien eine Osram-Aktie geschenkt. Reicher wurden die Altaktionäre dadurch nicht, denn gleichzeitig sank der Wert der Siemens AG.

Nicht immer kann man neue Aktien auch zeichnen, mitunter werden sie an Altaktionäre verkauft, verschenkt oder nur großen Investoren angeboten.

Aktien zeichnen: Auf die Gebühren achten

Aktien zeichnen ist das eine. Das andere sind die Gebühren die bei der Neuemission von Aktien anfallen. Die Gebühren variieren natürlich von Bank zu Bank. Im comdirect bank Depot zum Beispiel ist die Erteilung einer Neuemission kostenlos. Erhält der Kunde anschließend einen Zuschlag, dann hängt die Gebühr vom Betrag der zugeteilten Aktien ab. Die Kosten sind dabei genauso hoch, wie als würde der Kunde die Aktien an einer Börse kaufen. Lediglich Zusatzkosten wie Maklercourtage usw. entfallen.

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Fazit: Beim Aktien zeichnen Chancen und Risiken abwägen

Für das Zeichnen von Aktien gilt das gleiche wie für deren Kauf. Anleger sollten die Investition kritisch abwägen und untersuchen, ob das Unternehmen das geforderte Geld auch wert ist. Nicht vergessen sollten sie, dass an den ersten Notierungstagen besonders hohe Kursauschläge möglich sind, das Zeichnen von Aktien birgt also für kurzfristige Investoren höhere Chancen, aber auch größere Risiken. Neben den Risiken sollten Anleger auch die Gebühren im Blick behalten. Je nachdem bei welchen Broker der Trader Kunde ist, fallen mehr oder weniger hohe Gebühren für das Zeichnen der Aktien an.

Auch wenn das Unternehmen bereits seit geraumer Zeit existiert, so stehen dem Anleger womöglich nur eingeschränkte Fundamentaldaten zur Verfügung. Abhängig von der Börse an der die Aktiengesellschaft später gelistet wird, muss das Unternehmen dann nämlich mehr oder weniger umfangreiche Bilanzdaten regelmäßig veröffentlichen. Als Faustregel lässt sich festhalten, dass börsennotierte Unternehmen transparenter ihre Daten zur Verfügung stellen als nicht börsennotierte Firmen.

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Bilderquelle: shutterstock.com

 

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