Zuflüsse in ETFs auf Aktien-Indices sind gesunken!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 08.05.2020


Das finde ich durchaus etwas überraschend. Und zwar habe ich gerade gelesen, dass die Netto-Zuflüsse in ETFs auf Aktien-Indices im März (letzter Monat, für den es aktuelle Zahlen gibt) 15% unter dem Vorjahreswert geblieben sind. Absolut gesehen erreichte die Höhe der Zuflüsse 3,8 Milliarden Euro. Immer noch signifikant, aber eben 15% weniger als vor einem Jahr.

Normalerweise sehen wir bei ETFs wie bei vielen Geldanlagen auch ein prozyklisches Verhalten der breiten Anlegerschichten. Bedeutet: Wenn die Kurse deutlich gestiegen sind, lockt das neue Käuferschichten an. Sprich: In einem Bullenmarkt sind die Zuflüsse relativ hoch (gegen Ende!), in einem Bärenmarkt gehen sie zurück.

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Anlegermassen handeln oft prozyklisch

Das muss nicht mit der Fundamentalanalyse Hand in Hand gehen, sondern kann sogar dazu konträr sein: Denn aus „Value“-Gesichtspunkten könnte es lohnender sein, zu Tiefstkursen in einem Bärenmarkt in ausgewählte Qualitätsaktien einzusteigen.

Die aktuellen ETF-Zahlen (Quelle dafür: Lyxor ETF) zeigen nun, dass trotz Bullenmarkt im März die Zuflüsse in Aktien ETFs gesunken sind. Ich habe genauer hingeschaut – lässt sich das etwas genauer differenzieren?

Hohe Zuflüsse bei ETFs auf europäische Aktien-Indices!

Und in der Tat: Bei ETFs auf europäische Indices wie den DAX lagen die Netto-Mittelzuflüsse bei 5,5 Milliarden Euro. Das ist weiterhin hoch, und es liegt nur 3% unter dem bisherigen Rekordhoch von 5,7 Milliarden Euro, welches im Januar 2015 erreicht worden war.

Netto-Mittelzuflüsse gab es auch bei ETFs auf asiatische Aktien-Indices. Hier lagen die Zuflüsse netto bei 1,1 Milliarden Euro – was sogar ein neuer 12-Monats-Rekord war.

Wenn es insgesamt aber zu einem Rückgang der Netto-Zuflüsse gekommen ist – welche Märkte waren dann der Verlierer?

Netto-Mittelabflüsse hingegen bei ETFs auf US-Indices

Klare Sache: ETFs auf US-Indices. Hier kam es im März zu einem Rekordniveau an Netto-Mittelabflüssen. Deren Höhe lag bei satten 1,6 Milliarden Euro. Das war der zweite Monat in Folge mit Netto-Mittelabflüssen.

Ebenfalls Abflüsse mussten ETFs auf Indices von Aktien der „Emerging Markets“ hinnehmen. Da kam es zu Netto-Abflüssen von 593 Millionen Euro.

Sie sehen: Es kann durchaus Sinn machen, bei solchen Zahlen genauer nach Märkten zu differenzieren – da sich dann ein viel aufschlussreicheres Bild ergibt!

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Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktien zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.