Welcher Schutz für das Depot unter Corona-Bedingungen?

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 26.08.2021


Die kalte Jahreszeit bricht an – was früher lediglich eine Erkältungswelle bedeutete, führt nun zur Rückkehr des Coronavirus und den Einschränkungen, mit denen Regierungen weltweit versuchen, die Auswirkungen der Pandemie zu kontrollieren.

Neben den Bürgern leiden die Aktienmärkte. Private Anleger können sich daher ein weiteres Mal auf Verwerfungen an den Börsen einstellen. Auf den ersten Blick schienen sich wirtschaftliche Gradmesser wie der deutsche DAX in den vergangenen Tagen zwar zu erholen, Finanzexperten führen dies jedoch auf Marktbewegungen in den Vereinigten Staaten zurück, wo im Vorfeld der nun beginnenden Präsidentschaftswahlen bestimmte Käufe und Verkäufe deutlich zugenommen hatten.

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Erneute Kursverluste in den nächsten Monaten?

Aktiendepot.com Icon VerbrauchertippsMittelfristig wird die Aussicht auf weitere Lockdowns die Kurse an den Aktienmärkten allerdings von neuem deutlich beeinträchtigen. Und das wiederum verunsichert Anleger. Schon im Frühjahr kam es mit dem Einsetzen der Pandemie zu einer wahren Verkaufswelle, die wiederum im März eine regelrechte Abwärtsspirale beflügelte. Deshalb raten Wirtschaftsexperten nun erst einmal zu einem besonnenen Vorgehen.

Langfristig, das hat sich gezeigt, sind Aktien eine sichere und auch profitable Anlage. Kurseinbrüche sind in einzelnen Fällen ganz normal, werden jedoch mit einem gut diversifizierten Portfolio und über die Jahre wieder aufgefangen. Wer in einen Aktienkorb investiert hat, der den DAX30 abbildet, konnte in den vergangenen zwei Jahrzehnten mit einer einmaligen Investition eine durchschnittliche jährliche Rendite von 8,8% erzielen. Vor allem Aktionäre, die sich mit ihrer Anlage über 20 bis 25 Jahre eine Rente oder Zusatzrente schaffen wollen, müssen dann nur darauf achten, beim Veräußern ihrer Werte Gewinne und Dividendenausschüttungen auf die bestmögliche Weise mitzunehmen.

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Nicht jeder Aktionär investiert langfristig

Aktiendepot.com Icon SteuerDoch nicht alle Anleger kaufen Aktien auf der Grundlage einer solchen langfristigen Strategie. Wer nicht darauf eingestellt ist, Verwerfungen an den Märkten über Jahrzehnte auszusitzen, braucht andere Mechanismen, um das Depot gegenwärtig gegen Verluste abzusichern. Denn die Pandemie ist nicht der einzige Risikofaktor, mit dem Aktionäre derzeit zurecht kommen müssen. Auch die US-Wahlen, deren Ausgang und die Folgen für die Weltwirtschaft tragen zur Verunsicherung der Anleger bei.

Das heißt natürlich nicht, dass es sich zur Zeit nicht lohnt, Aktien zu halten oder sogar, wenn die Kurse gerade günstig sind, neu zu kaufen. Allerdings empfehlen Experten großer Banken eine gezielte Absicherung vor allem für Investoren, die nicht jahrelang auf eine Erholung der Kurse warten wollen oder können.  Denn die bisher bewährte Strategie der Diversifizierung wird durch das Virus ausgehebelt – die Pandemie grassiert weltweit, so dass ein Ausweichen in andere Branchen, Länder und Kontinente kaum Sinn macht. Vor allem die Beeinträchtigung der globalen Lieferketten, die rund 80% der Weltwirtschaft ausmachen, beeinträchtigt nationale Ökonomien und einzelne Konzerne.

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Umschichten zugunsten von Gewinnern der Krise

Dennoch zeichnen sich schon seit dem Frühjahr Branchen und Unternehmen ab, die zu den Gewinnern der Krise gehören. Hier lohnt sich eine Anlage trotz bereits erfolgter Kursgewinne in vielen Fällen noch immer, und wer sein Portfolio so umschichtet, dass risikobehaftete Werte durch die Corona-Favoriten aus dem Online-Handel, der Pharmazie und Medizintechnik ersetzt werden, sorgt schon kurzfristig für mehr Robustheit, auch wenn man den einen oder anderen Wert mit Verlusten abstößt und sich für das laufende Jahr von einem Teil der erhofften Rendite verabschieden muss.

Eine zusätzliche Möglichkeit, sich gegen Überraschungen abzusichern, die sich aus der Fundamentalanalyse nicht ableiten lassen, ist das Setzen von Stopp Loss Limits für einzelne Werte im Portfolio. Mit dem Stopp Loss kann ein exaktes Niveau definiert werden, das man auf keinen Fall unterschreiten möchte – fallen die Kurse auf den angegebenen Wert, wird automatisch eine Verkaufsposition eröffnet. Der nützliche Orderzusatz hilft Verluste zu begrenzen, garantiert allerdings keine Ausführung des Verkaufs zum gesetzten Stopp, sondern lediglich zum nächstmöglichen Zeitpunkt – und Kurs.

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Was sich auch in Corona-Zeiten noch lohnt

Aktiendepot.com Icon KündigungWer jetzt kaufen und halten will, stellt sich angesichts multipler Unwägbarkeiten die Frage, woran die eigenen Strategien sich am besten orientieren können. Bewährte Kennzahlen erlauben lediglich eine Auswertung vergangener Erfolgs-Historien, helfen aber nicht bei der Einschätzung des vollkommen neuen Phänomens Corona-Pandemie. Und nimmt man den populären und durchaus hilfreichen Buffett-Indikator hinzu, muss man zu dem Schluss kommen, dass viele Märkte mit Prozentzahlen von weit über 100% als deutlich überteuert gelten müssen.

Dividendenperlen sind noch immer eine gute Idee

Bei der Umschichtung und Zusammenstellung des eigenen Portfolios raten Finanzprofis deshalb dazu, bestimmt Bereiche zu bevorzugen. Zum einen lohnen sich noch immer die sogenannten Dividendenperlen. Aktien, bei denen über Jahre und Jahrzehnte eine kontinuierliche und dazu noch steigende Ausschüttung von Gewinnbeteiligungen an die Aktionäre vorliegt, lassen den Schluss zu, dass der emittierende Konzern liquide genug ist, auch länger anhaltende Schlechtwetterperioden an den Börsen zu überstehen.

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Cloud-Services und Kommunikationsbranche

Ebenfalls zu den Gewinnern der Krise gehören Werte von Unternehmen aus der Kommunikations- und IT-Branche. Sie profitieren von der Verlagerung geschäftlicher und privater Aktivitäten ins Netz, vor allem von der Umsetzung von Home Office, Videokonferenzen und virtuellen Events. In diesem Segment finden sich nicht nur IT- und Cloud-Anbieter, sondern auch Zulieferer, die die technologischen Komponenten für die Service-Anbieter herstellen.

Der Online-Handel ist gleichfalls auf dem aufsteigenden Ast – man mag darüber denken wie man will, unbestrittene Tatsache ist, dass Lockdowns auf globaler Ebene das Konsumverhalten der Verbraucher beeinflusst haben, Sperrstunden und Ausgangsverbote die Kunden vom Einzelhandel hin zu den großen Online-Plattformen zwingen. Und das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben.

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Investitionen in Pharmazie und Medizin

Unbestreitbar lohnend dürfte auch der Kauf von Aktien aus den Bereichen Medizintechnik und Pharmazie sein. Dazu gehören nicht nur die Favoriten im Rennen um einen Corona-Impfstoff, sondern auch Unternehmen, die Schutzkleidung, Zubehör und Geräte etwa für die Beatmung von Intensivpatienten produzieren. Sie sind ebenfalls unter den echten Gewinnern der Pandemie. Unter Berücksichtigung dieser Bereiche kann die eigene Investition an die Herausforderungen durch Corona angepasst werden. Mit zusätzlichen Anlagen in Anleihen oder Rohstoffen können auch private Anleger einen regelrechten Stoßdämpfer gegen erneute Kursstürze einbauen.

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CFDs statt Aktien – eine Alternative für kurzfristige Renditen

Aktiendepot.com Icon Daumen hochDass unter den gegenwärtigen Umständen bei aller Besonnenheit nicht jeder private Anleger motiviert ist, zu Aktien zu greifen, ist nachvollziehbar. Denn auch wenn ein Aktienportfolio langfristig noch immer eine lohnende Investition darstellt, sind sich die Anleger meist durchaus der Tatsache bewusst, dass sie mit ihrem Kauf zu Miteignern am Unternehmen werden. Durchaus attraktiv, solange ein Konzern schwarze Zahlen schreibt, macht der Emittent jedoch Verluste, sind Aktionäre unmittelbar davon betroffen. Und nicht alle Kurseinbrüche werden wieder ausgeglichen. Zu den Nebenwirkungen der Pandemie gehört eine drastische Marktbereinigung. Die so entstehenden Einbußen trägt der Aktionär, denn bei börslichen Spekulationen greift keine Einlagensicherung wie bei einem Festgeldkonto. Ein Ausweichen auf gängige Bankprodukte ist auch keine Lösung, denn hier sorgen Null- und Negativzinsen für einen schleichenden Verlust des Kapitals.

Allerdings gibt es durchaus Möglichkeiten, kurzfristig Gewinne zu erzielen, ohne das eigene Kapital zu binden. Differenzkontrakte erlauben die Spekulation auf die Wertentwicklung von Aktien und anderen Basiswerten, die in diesem Fall nicht einmal tatsächlich gekauft werden müssen. Ein CFD erlaubt seinem Halter die Teilhabe an der Kursentwicklung vom Zeitpunkt des Kaufs bis zum Zeitpunkt des Verkaufs. Da auch sogenannte Short-Positionen eröffnet werden können, kann man beim CFD-Trading auch auf fallende Kursentwicklungen spekulieren, eine Möglichkeit, die Aktionären verwehrt ist.

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Spekulation mit begrenztem Kapital – und über kurze Zeit

Neben ihrer Flexibilität haben CFDs außerdem den Vorteil, dass sie zu den Hebelprodukten gehören. Für Trader bedeutet dies, dass sie nur einen Teil des Handelsvolumens tatsächlich aufbringen müssen, um eine Position zu eröffnen. Was darüber hinausgeht, nämlich der Hebel,  ist eine Kreditlinie des Brokers. Gehebelt wird mit Werten von bis zu 1:30 auf Forexpaare, bei Aktien-CFDs sind immer noch Hebel von 1:5 möglich.

Der Handel läuft im Rahmen überschaubarer Zeiträume ab – meist innerhalb eines Börsentages, weshalb man auch vom Daytrading spricht. Gehaltene Positionen werden binnen Stunden, mitunter schon nach einigen Minuten wieder geschlossen, nur sehr selten bleibt ein Trade über Nacht offen. Wer sich für diese Art der Spekulation entscheidet, kann also mit deutlich weniger Kapital einsteigen als bei der Anlage in ein Aktienportfolio, und das aufgewendete Kapital ist überdies nicht über Jahre gebunden. Dennoch sind gute Rendite möglich.

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CFD-Trading mit einem seriösen Broker

Aktiendepot.com Icon FazitDer Einstieg ins Trading ist für private Kunden möglich über einen Forex- und CFD-Broker mit entsprechender Lizenz. Der Broker stellt seinen Tradern eine Software für den Handel zur Verfügung und versorgt sie mit Echtzeit-Kursdaten für die gewünschten Märkte. Damit erhalten Nutzer das Handwerkszeug, das sie für den CFD-Handel benötigen.

Die gut verständlichen Finanzinstrumente gelten als lohnend, sind aber nicht ganz frei von Risiken, da sie ein spekulatives Geschäft darstellen und obendrein durch den Hebel nicht nur Gewinne, sondern auch Verluste möglich machen. Die eingehende Vorbereitung auf den Handel mit CFDs empfehlen daher nicht nur Finanzexperten, sondern auch die Broker selbst. Viele von ihnen stellen dazu Bildungsressourcen zur Verfügung und bieten kostenfreie, unverbindliche CFD Demokonten an. So können auch Anfänger mit virtuellem Kapital und ohne Risiko ein Gespür für das Verhalten der Märkte erhalten.

Welcher Broker sich für die eigenen Ziele am besten eignet, können vor allem Einsteiger oft nicht gut bewerten. Ein Brokervergleich ist deshalb in diesem Fall die erste Anlaufstelle. Vergleichsportale bewerten in Frage kommende Anbieter nach festen Qualitätskriterien und nehmen ein weitgehend objektives Ranking vor. Ergänzt durch Testberichte können sich Leser so schneller und besser ein Bild von geeigneten und seriösen CFD-Brokern machen.

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