Ford muss aufgrund von Chipmangel die Produktion unterbrechen

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 17.08.2021


Weiter herrscht in der Autoindustrie ein Mangel an Halbleitern. Daher sieht sich Ford nun gezwungen, die Produktion in einigen Werken zu unterbrechen. Der Chipmangel belastet die Autobauer immer mehr. Die Kosten für die Ausfälle gehen nun in Milliardenhöhe. Aktien von Autobauern sind, nach unseren XTB Depot Erfahrungen, auch im Angebot von XTB zu finden.

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Produktion in Köln und Louisville zunächst gestopppt

Aktiendepot.com Icon VerbrauchertippsFord stoppt nun vorübergehend die Produktion in den Werken in Louisville im US-Bundesstaat Kentucky und in Köln. Anfang des Jahres war bereits das Werk in Saarlouis betroffen. Dort wird der Ford Focus für den europäischen Markt hergestellt. Dort wurde die Produktion für einen Monat eingestellt. In den Werken in Valencia in Spanien und Craiova in Rumänien sind die Mitarbeiter aufgrund des Mangels an Halbleitern in Kurzarbeit.

In Köln wird der Ford Fiesta hergestellt. Dort musste schon zwischen dem 1. und 16. März die Produktion stillstehen. Ab dem 22. März stehen dann die Bänder nochmals still. Wir viele Autos Ford durch den Produktionsstopp in Köln und Lousiville nicht herstellen kann, gab das Unternehmen nicht bekannt. Die Situation sei nur schwer kalkulierbar, da es ständig Veränderungen gibt.

Ford muss aufgrund von Chipmangel die Produktion unterbrechen

Weitere Bauteile fehlen

Weitere Probleme wurden durch den starken Wintersturm in den USA verursacht. Aus diesem Grund fehlen auch andere Bauteile, die bei der Herstellung von zwei Modellen einige Bauteile zunächst weggelassen. Die Fahrzeuge werden erst dann fertiggestellt, wenn die Bauteile wieder verfügbar sind. Die betroffenen Modelle sind der Pick-UP F-150 und der SUV Edge. Mehrere Tausend Fahrzeuge sollen betroffen sein.

Ford hat die Kosten für die Produktionsstopps schon in seine Prognose miteinbezogen. Demnach rechnet das Unternehmen damit, dass durch den Mangel an Chips der Gewinn um eine Milliarde Dollar bis 2,5 Milliarden Doller sinken könnte. VW und General Motors sind ebenfalls von der aktuellen Situation betroffen. GM musste schon in drei Fabriken in Nordamerika die Produktion unterbrechen. In den Werken in Fairfax im US-Bundesstaat Kansas und in Ingersoll im kanadischen Ontario stehen die Bänder bis mindestens Mitte April still. In San Luis Potosi in Mexiko gibt es wohl bis Ende März Probleme bei der Produktion. Das GM-Werk in Sao Paulo in Brasilien soll im April und Mai stillgelegt werden.

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Viele internationale Autobauer betroffen

Aktiendepot.com Icon ChecklisteVom Chipmangel sind fast alle internationalen Autobauer betroffen. GM ging schon im Februar davon aus, dass der Mangel an Halbleitern den Gewinn in diesem Jahr um bis zu zwei Milliarden Dollar reduzieren könnte. Bei Volkswagen geriet die Produktion ebenfalls bereits in mehreren Werken ins Stocken. Betroffen waren das Stammwerk in Wolfsburg sowie die Komponentenwerke in Braunschweig, Salzgitter und Kassel. Dort wurde an einigen Tagen im Februar und März nur kurz gearbeitet.

VW gab bereits bekannt, dass aufgrund des Chipmangels schon letztes Jahr rund 100.000 Autos nicht gebaut werden konnten. Diesen Rückstand wird der Autobauer wohl in diesem Jahr nicht aufholen können. Zudem geht man bei VW davon aus, dass Halbleiter auch im zweiten Quartal des Jahres noch knapp sein werden. Die Situation sei weiter unübersichtlich.

Ford muss die Produktion unterbrechen

Situation schon länger angespannt

Die Autobauer haben schon länger mit der Situation zu kämpfen. Vonseiten der Chiphersteller gibt es keine Entwarnung. So teilte der japanische Hersteller Renesas kürzlich mit, dass sich der Mangel an Halbleitern noch länger hinziehen könnte. Experten gehen daher schon jetzt davon aus, dass durch die Situation den Autobauern Einnahmen in Höhe von 51 Milliarden Euro fehlen könnten.

Ein bekannter Chiphersteller ist Nvidia. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Santa Clara in Kalifornien gab vor einem halben Jahr bekannt, dass man den britischen Chipdesigner ARM für 40 Milliarden Dollar übernehmen will. Die Übernahme ging bisher nicht über die Bühne, da die Genehmigung von Wettbewerbshütern fehlt. Ob Nvidia nun das britische Unternehmen übernehmen darf oder nicht, ist weiter ungewiss. Bei der Übernahme geht es auch um die Macht auf dem Chipmarkt.

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Chips in vielen Branchen gefragt

Aktiendepot.com Icon ChecklisteChips werden nicht nur in der Autoindustrie gebraucht, sondern auch bei Technologieunternehmen wie Apple oder Microsoft. Der geplanten Übernahme von ARM durch Nvidia könnten die Behörden in Großbritannien und China einen Stich durch die Rechnung machen. Experten sind der Auffassung, dass das Geschäftsmodell von ARM nicht ertragreich genug ist und gingen schon länger von einer Übernahme aus. Das Unternehmen mach einen Großteil seiner Einnahmen durch die Lizenziserung von Bauplänen.

Viele Chiphersteller und Technikunternehmen haben Bedenken, dass sie in Zukunft von Nvidia abhängig sein könnten. Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang bekräftigt aber, dass beide Unternehmen auch zukünftig getrennt voneinander geführt werden. Dieser Aussage von Huang scheinen jedoch nur wenige Glauben zu schenken.

Produktionsstopp bei Ford

ARM vor Übernahme

ARM entwirft Baupläne für Chips, die die Basis für viele Prozessoren in Smartphones sind. Das Unternehmen Qualcomm aus San Diego, einer der größten Chip-Hersteller der Welt, stellt Prozessoren auf der Basis von Designs von ARM her. Apple hat seine Prozessoren lange mit Hilfe von Intel hergestellt, sich aber im letzten Jahr ebenfalls dazu entschieden, Technologie von ARM zu nutzen. Die Übernahme durch Nvidia könnte daher für viele Technikunternehmen Folgen haben.

Nvidia gehörte bis vor einigen Jahren zu den beiden größten Herstellern für Grafikkarten. Unternehmen haben sich entweder für Nvidia oder für ADM entschieden. Heute liefert Nvidia allerdings auch viel an die Automobilindustrie. Die Chips von Nvidia werden beispielsweise für selbstfahrende Autos verwendet und sind die Grundlage für Anti-Kollisions-Systeme. CPUs für Computer konnte Nvidia bisher nicht herstellen. ARM verfügt über mehr Lizenzen, die Nvidia weiterhelfen könnten.

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Unruhe auf dem Chipmarkt

Aktiendepot.com Icon KündigungAuch Politiker sind sich uneinig über die geplante Übernahme. Beispielsweise könnte die amerikanische Regierung Einspruch erheben, wenn Technologie nach China exportiert wird. Dies wäre wohl der Fall, wenn ARM ein amerikanisches Unternehmen wird. In Großbritannien gibt es womöglich Bedenken, weil so das einzige wichtige Technikunternehmen des Landes in die USA gehen würde.

Dies zeigt, wie viel Unruhe es derzeit auch abseits der Autoindustrie auf dem Chipmarkt gibt. Derzeit fehlen beim Autobau wohl vor allem komplexe Chips, die für die Steuerung von Bremssystemen und Motorsteuergeräten benötigt werden. Die Microchips können nicht im großen Umfang im Voraus hergestellt werden. Daher müssen die Autobauer rechtzeitig bestellen.

In den letzten Monaten gab es aber unter anderem Versorgungsengpässe bei Rohstofflieferanten. Auch die Spannungen zwischen China und den USA sowie die Corona-Pandemie sind Ursachen für die aktuelle Situation. Die Autoindustrie kauft rund zwölf bis 13 Prozent aller Halbleiter. Allein Apple benötigt jedoch so viele Chips wie die ganze Autobranche. Damit sind die Autobauer quasi nur ein kleiner Fisch unter den Abnehmern für Mikrochips.

Produktionsstopp bei Ford

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Fazit: Chipmangel beschäftigt Autobauer weiter

Aktiendepot.com Icon FazitDie Probleme der Autobauer durch den Mangel an Chips wird immer größer. Nun musste Ford die Produktion in einigen Werken einstellen. Mehrere Autobauer haben bereits in ihre Jahresprognose Gewinnrückgänge und Kosten durch die Situation eingerechnet. Eine Entspannung der Lage ist derzeit nicht in Sicht.

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