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Entwicklung von Optionen & Optionsscheinen

Wie sich die Entwicklung von Optionen & Optionsscheinen gestaltet, hängt insbesondere von der Ausgestaltung der bei spekulativen Tradern beliebten Derivate ab. Dabei unterscheiden sich die beiden Finanzinstrumente trotz aller augenscheinlichen Ähnlichkeit ganz signifikant in einigen Punkten. Während das Risiko für den Käufer bei Optionen relativ gering ist, besteht bei Optionsscheinen das Emittenten-Risiko, falls der Emittent Bankrott geht.

Inhaltsverzeichnis
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    Wo liegen die sonstigen Unterschiede zwischen diesen Finanz-Derivaten? Und wo die Risiken? Dies und mehr lesen Sie in unserem nachfolgenden Beitrag zur Entwicklung von Optionen und Optionsscheinen.

    • Unterschiede Optionen & Optionsscheine
    • Optionen & Optionsscheine im Detail
    • Gegenüberstellung der beiden Finanz-Instrumente
    • Entwicklung von Optionen & Optionsscheinen

    Unterschiede Optionen & Optionsscheine

    Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Optionen & Optionsscheinen

    Sowohl Optionen als auch Optionsscheine sind – wie im übrigen auch Futures – Spekulations-Instrumente, die als Termingeschäfte gehandelt werden. Trader spekulieren bei den bedingten Termingeschäften auf eine bestimmte Entwicklung von Optionen und auch Optionsscheinen innerhalb eines begrenzten Zeitraums. Sie zählen beide zur Gruppe der Finanz-Derivate.

    Sowohl Optionen als auch Optionsscheine beruhen auf demselben Grundprinzip. Der Käufer der sogenannten Call-Option (Kauf-Option) spekuliert auf einen steigenden Kurs des in der Option festgelegten Basiswertes in der Zukunft. So kann er den Basiswert zu einem niedrigeren, vereinbarten Preis erwerben. Verkauft er den Basiswert direkt zu dem höheren, aktuellen Kurs weiter, macht er Gewinn.

    Der Verkäufer der Call-Option spekuliert im Gegenzug auf einen fallenden Kurs und gleichzeitig darauf, dass der Käufer das Recht, den Basiswert zu erwerben, nicht wahrnimmt. Dann erzielt der Verkäufer mit der Optionsprämie einen Gewinn und behält den Basiswert.

    Anders verhält sich dies beim Optionsschein. Während es sich bei Optionen um standardisierte Produkte handelt, die als Kontrakte an einer Terminbörse gehandelt werden, zählen Optionsscheine zu den Wertpapieren und werden von Banken – dem Emittenten – herausgegeben. Der Emittent spekuliert allerdings nicht auf einen fallenden Kurs, sondern emittiert noch einen weiteren Optionsschein, der sich entgegengesetzt auswirkt. Damit besteht für die Bank kein Risiko, denn der Kurs kann nur steigen oder fallen. Die Bank generiert ihren Gewinn dabei aus den Provisionen für die ausgegebenen Optionsscheine.

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    Optionen & Optionsscheine im Detail

    Optionen – Standardisierte Finanzprodukte im Derivate-Handel

    Optionen sind ein Finanzinstrument, das den Kauf oder Verkauf eines Basiswertes zu einem zuvor festgelegten Fälligkeitsdatum und einem bestimmten Preis (Basispreis) in der Zukunft beinhaltet. Der Käufer erwirbt damit das Recht, den Basiswert am Fälligkeitsdatum zum vereinbarten Basispreis zu kaufen. Für ihn besteht aber auch die Möglichkeit, die Option verfallen zu lassen. Für die Option zahlt er an den Verkäufer eine Prämie, welche der Verkäufer in jedem Fall behalten kann.

    Der Verkäufer ist wiederum verpflichtet, den Basiswert (z.B. die Mindest-Einheit von 100 Aktien eines Basiswertes) zu liefern, er kann von der vereinbarten Option also nicht zurücktreten. Ein Käufer wird beispielsweise die Option verfallen lassen, wenn der aktuelle Kurs des Basiswertes unter dem vereinbarten Optionspreis liegt, da er den Basiswert am Markt günstiger kaufen kann. Für den Käufer ist der mögliche Verlust damit bis auf die an den Verkäufer gezahlte Prämie beschränkt.

    Bei Optionen handelt es sich um standardisierte Produkte. Sie enthalten immer die folgenden Merkmale:

    • Call- oder Put-Option (Kauf- oder Verkaufs-Option)
    • Basiswert
    • Laufzeit
    • Basispreis zum Ausübungsdatum (Fälligkeitsdatum)
    • Barausgleich oder Lieferung des Basiswertes bei Fälligkeit

    Optionen werden immer in Kontrakten mit den o.g. Ausstattungsmerkmalen gehandelt. Diese Kontrakte beinhalten beispielsweise nicht nur eine einzelne Aktie, sondern es bestehen Mindest-Einheiten, beispielsweise beträgt die Mindest-Einheit 100 Aktien eines Basiswertes. Durch die Standardisierung lassen sich Optionen einfach untereinander vergleichen und es besteht ein liquider Markt.

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    Optionsscheine – Wertpapiere von Emittenten

    Der gravierende Unterschied zu Optionen besteht bei den Optionsscheinen wie schon erwähnt darin, dass sie von Banken ausgegeben werden und ein Wertpapier darstellen. Sie werden auch nicht an Terminbörsen, sondern an sogenannten Kassabörsen gehandelt. Auch hier erwirbt der Käufer das Recht, den Basiswert zum vereinbarten Basispreis zu kaufen. Dies kann innerhalb oder spätestens am Ende der Laufzeit sein. Basiswerte von Optionsscheinen können zwar auch Aktien sein, es gibt aber auch Optionsscheine auf Indizes, Aktienkörbe, Anleihen, Währungen oder Edelmetalle. Auch hier werden die Scheine, die zum Kauf des Basiswertes berechtigen Calls und Verkaufs-Scheine Puts genannt.

    Gestaltet wird der Optionsschein vom Emittenten mit den folgenden Ausstattungsmerkmalen bzw. der Berücksichtigung der zuletzt genannten Volatilität bei der Preisgestaltung:

    • Kauf- oder Verkaufs-Schein (Call oder Put)
    • Bezugsverhältnis
    • Laufzeit
    • Ausübungsmöglichkeit (jederzeit während der Laufzeit oder nur am Laufzeitende)
    • Basispreis des Basiswertes
    • Volatilität (Schwankungsbreite des Basiswertes)

    Ausgeübt wird der Optionsschein jedoch nur selten. Käufer spekulieren eher auf den Weiterverkauf während der Laufzeit (sofern diese Möglichkeit vereinbart ist), um damit Gewinne zu machen. Durch Verwendung eines Hebels steigert sich der Wert des Optionsscheines, z.B. wirkt sich ein Hebel von 2:1 dahingehend aus, dass der Wert des Scheins zweimal so stark steigt wie der Wert des Basiswertes, z.B. der Aktie.

    Optionsscheine bieten im Gegensatz zu den standardisierten Optionen vergleichsweise viele Variationen. Die Optionsprämie ist abhängig von den jeweiligen Konditionen, die der Emittent vorgibt. Durch die vielfältigen Ausgestaltungsmöglichkeiten finden Anleger ein breites Angebot an Optionsscheinen vor. Deshalb ist der Markt auch weniger liquide als der für Optionen.

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    Gegenüberstellung Optionen & Optionsscheine

     Optionsschein

     

    Option
    HerausgeberEmittent (Bank)Jeder Marktteilnehmer
    EmittentenrisikoVolles Risiko bei Insolvenz des EmittentenKeines, abgesicherte Geschäfte
    KursstellungDurch den EmittentenOptionsbörse(z.B. EUREX)
    StandardisierungFestgelegte Bedingungen, standardisierte Ausgestaltung als Kontrakt
    StrategieNur Long Call oder Long PutLong Call / Short Call und Long Put / Short Put und Kombinationen

    In der Gegenüberstellung wird besonders das Emittenten-Risiko deutlich, der nicht nur Herausgeber ist, sondern darüber hinaus auch den Kurs des Optionsscheins stellt. Die Bepreisung durch den Emittenten kann dabei in beliebigen Abständen erfolgen. Gerät der Emittent (Bank oder Wertpapierhaus) in die Insolvenz, liegt das volle Verlustrisiko beim Käufer. Optionsscheine sollten deshalb nur bei seriösen Herausgebern gehandelt werden.

    Optionen hingegen kann jeder Marktteilnehmer herausgeben und die Kursstellung erfolgt an der jeweiligen Optionsbörse, z.B. der deutschen Terminbörse EUREX. Hier handelt es sich um abgesicherte Geschäfte durch eine hinterlegte Margin als Sicherheitsleistung. Das Käufer-Risiko beschränkt sich auf den Verlust der Optionsprämie, die er an den Verkäufer zahlt. Durch die festgelegten Bedingungen und die standardisierte Ausgestaltung als Kontrakt lassen sich Optionen am Markt besser vergleichen. Optionsscheine bieten ein breites Angebot durch die vielen Variationsmöglichkeiten in der Ausgestaltung, was Vergleiche schwierig macht.

    Bei Termingeschäften wie Optionen und Optionsscheinen handelt es sich um eine hohe Risikoklasse von Anlageprodukten. Der Handel ist nur für erfahrene Anleger geeignet. Broker oder Depotverwalter wie Banken stufen ihre Kunden in entsprechende Risikoklassen ein und erheben üblicherweise einen Fragenkatalog über die bisherige Handelserfahrung. Nur bei ausreichender Erfahrung und Kenntnissen wird der Anleger in die hohen Risikoklassen eingestuft.

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    Entwicklung von Optionen & Optionsscheinen

    Für die Entwicklung von Optionen und Optionsscheinen hinsichtlich des Preises und ihrer Wertentwicklung sind verschiedene Einflussfaktoren maßgeblich. Berechnet werden diese anhand des finanzmathematischen Black-Scholes-Modells, welches sich mathematischer Gleichungen bedient. Die teilweisen Ableitungen nach den Parametern aus dem Black-Scholes-Modell werden als die sogenannten Griechen bezeichnet. Sie bestehen aus Buchstaben des griechischen Alphabets.

    Zunächst ist die erste Größe, die diesen Preis beeinflusst der Kurs des Basiswertes. Darüber hinaus ist die implizite Volatilität des Kurses (Schwankungsbreite) ein entscheidender Preisfaktor. Je höher die Schwankungsbreite, desto höher der Optionspreis. Auch der festgelegte Ausübungspreis (Strike) zum Fälligkeitsdatum (oder bei amerikanischen Optionen auch während der Laufzeit) spielt bei der Preisgestaltung eine große Rolle, ebenso wie die Restlaufzeit (Zeitwert). Mit sinkender verbleibender Restlaufzeit sinkt auch der Wert der Option bzw. des Optionsscheines. Je näher die Fälligkeit rückt, desto mehr geht der Zeitwert gegen 0. Weiteren Einfluss, wenn auch geringeren, haben der risikofreie, kurzfristige Marktzins und Dividendenzahlungen bei Optionen auf Aktien.

    Bei Call-Optionsscheinen hat z.B. ein Zinsanstieg zur Folge, dass auch die Finanzierungskosten des Emittenten für den Kauf eines Basiswertes, den er zur eigenen Absicherung des herausgegebenen Optionsscheins benötigt, steigen. Die Finanzierungskosten des Emittenten werden auf die Optionsschein-Prämie aufgeschlagen, er gibt sie somit also weiter.

    Bei Put-Optionsscheinen wiederum muss der Herausgeber Kapital bereithalten, um den Basiswert vom Anleger zum festgelegten Basispreis kaufen zu können. Steigen die Zinsen, erhält der Herausgeber einen höheren Kapitalertrag aus dem bereitgehaltenen Kapital. Dies wirkt sich auf die Höhe der Prämie aus, sie dürfte dann für einen Put-Optionsschein niedriger ausfallen.

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    Vor- und Nachteile beider Finanzinstrumente

    Optionen verfügen gegenüber den Optionsscheinen über einige Vorteile, vor allem das Risiko betreffend. Beide Finanzinstrumente können Trader mit vergleichsweise geringem Kapitalbedarf über ein Margin-Konto handeln.

    Der Käufer ist nicht zur Durchführung verpflichtet; er hat auch die Möglichkeit, die Option verfallen zu lassen oder sie vor dem Ablaufdatum bzw. Fälligkeitsdatum weiter zu verkaufen. Aus diesem Grund braucht er nicht gezwungenermaßen die finanziellen Mittel, um dann bei Ausführung tatsächlich in einen bestimmten Basiswert investieren zu können. Das bedeutet, dass man auch Optionen und Optionsscheine handeln kann, ohne den Basiswert zu einem späteren Zeitpunkt zu kaufen. Optionsscheine werden vergleichsweise selten ausgeübt, sie dienen vor allem der Spekulation auf Gewinne durch Weiterverkauf.

    Ein Hebel kann den Gewinn, aber auch den Verlust vervielfachen, wenn sich der Kurs des jeweiligen Basiswerts der entgegengesetzten Richtung des Käufer- oder Verkäufer-Interesses bewegt. Entwickelt sich der Kurs negativ, ist es möglich, dass der Käufer ein hohes Verlustrisiko hat und unter Umständen sein gesamtes Kapital verliert, denn die Prämie darf der Verkäufer auf jeden Fall behalten.

    Bei Optionen ist ein minimales Volumen pro Basiswert vorgegeben. Die Produkte sind standardisiert und werden als Kontrakte gehandelt. Optionsscheine hingegen können auch nur einen Bruchteil des Wertes einer Aktie beinhalten und es bestehen weit mehr Kombinationen und Variationen. Es kann z.B. sein, dass man zehn Optionsscheine benötigt, um eine einzige Aktie kaufen zu können.

    Es besteht kein Emittentenrisiko bei Optionen. Bei Optionsscheinen besteht jedoch die Gefahr, dass der Herausgeber insolvent gehen kann. Damit stünde der Käufer vor einem Totalverlust und trägt das Risiko.

    Beide Finanz-Derivate werden sowohl als Spekulations-Instrument, aber auch zur Absicherung anderer Positionen im Portfolio genutzt.

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    Fazit zur Entwicklung von Optionen & Optionenscheinen

    Optionen beinhalten für den Käufer ein geringeres Handelsrisiko als Optionsscheine. Bei Optionsscheinen steht insbesondere das Emittentenrisiko im Vordergrund, welches bei Insolvenz des Emittenten für den Käufer einen Totalverlust bedeutet.

    Die Entwicklung von Optionen & Optionsscheinen bezüglich des Preises und damit des Wertes unterliegt den gleichen Einflussfaktoren, jedoch erfolgt die Kursstellung des Optionsscheins durch den Emittenten, denn es findet kein Börsenhandel wie bei Optionen statt, bei denen es sich um abgesicherte Geschäfte handelt, die überwiegend an Terminbörsen wie z.B. der deutschen EUREX gehandelt werden. Herausgeber von Optionsscheinen sind Banken und Emissionshäuser. Optionen können hingegen von jedem Marktteilnehmer herausgegeben werden. Hierbei handelt es sich um standardisierte Produkte, die als Kontrakt gehandelt werden.

    Der Handel mit beiden Finanz-Derivaten sollte allerdings nur von erfahrenen Tradern mit genügend Handelserfahrung und Kenntnissen über das Produkt selbst und auch den Basiswert durchgeführt werden. Die Spekulation auf fallende oder steigende Kurse stellt ein hohes Risiko dar, insbesondere bei Verwendung eines Hebels, der das tatsächliche Handelsvolumen, aber auch das Verlustrisiko vervielfacht, wenn sich der Kurs des Basiswertes in die entgegengesetzte Richtung und damit entgegen der Erwartung des Käufers oder Verkäufers bewegt.

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