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Geld in Gold anlegen 2019: Wie am besten Gold kaufen?

Geld in Gold anlegen gilt gemeinhin als sichere Anlage. Denn ein Totalverlust ist unwahrscheinlich und im Gegensatz zu Bargeld lässt sich der Goldbestand auch nicht beliebig ausweiten. Vor allem als Schutz vor Inflation ist Gold deshalb beliebt. Allerdings gibt es auch Nachteile und nicht zuletzt muss die Frage beantwortet werden, auf welche Weise Anleger vom ansteigenden Goldkurs profieren wollen.

Geld in Gold anlegen

Gold fasziniert die Menschen seit Jahrhunderten. Hier australische Goldgräber um das Jahr 1870. Foto: State Library Queensland @ Richard Daintree

Geld in Gold anlegen auf verschiedene Weise

  • Physisches Gold kaufen
  • Zertifikate und Derivate auf Gold
  • Aktien von Bergbauunternehmen

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Geld in Gold anlegen: Gold kaufen?

NewsGold hat aus Anlegersicht eine Reihe von Vorteilen gegenüber Bargeld. Denn während die Zentralbank die Geldmenge durch niedrige Zinsen erhöhen kann, muss Gold aufwändig gefördert werden. Die Produktion lässt sich auch nicht immer sofort ausweiten, zumal sich viele Goldvorkommen in politisch instabilen Ländern befinden.

Anders als ein Unternehmen kann Gold auch nicht insolvent werden und im Gegensatz zu anderen Rohstoffen wie Kaffeebohnen, Erdöl oder Eisen lässt es sich vergleichsweise gut lagern. Denn wer 10.000 Euro in Eisenbarren anlegen will, der braucht viel Stauraum, Gold im gleichen Wert passt dagegen in fast jeden Tresor und wird im Gegensatz zu Weizen oder Kartoffeln auch nicht schlecht.

Gold kaufen

Entwicklung des Goldkurses am Spotmarkt von 2005 bis 2015. Quelle: Onvista.de

Auch der Rückgang des Goldkurses seit 2012 gilt vielen als Hinweis auf einen kommenden Anstieg, zumal der DAX seitdem deutlich zugelegt hat und viele Anleger den hohen Börsenkursen misstrauen. Hinzu kommt, dass Gold fast überall auf der Welt gerne gekauft wird. Außer für Schmuck wird es auch in der Industrie verwendet, vor allem beim Bau von Elektronikgeräten.

Das sind die Vorteile von Geld in Gold anlegen:

  • Weltweit akzeptiert
  • Keine Insolvenz
  • Keine beliebige Vermehrung durch Notenbanken
  • Seit 2012 deutlich verbilligt

Geld in Gold anlegen hat auch Nachteile

ausrufezeichenAllerdings hat Gold auch einige Nachteile. So ist es streng genommen totes Kapital, im Gegensatz zu einer Aktiengesellschaft erwirtschaftet das Gold nichts. Über viele Jahrzehnte hinweg hat Gold keinerlei Gewinn erzielt, zwischen 1980 und dem Jahr 2005 ging es vor allem ab- oder seitwärts, erst 2010 wurde der Wert des Jahres 1980 wieder erreicht.

Außerdem ist Gold noch immer vergleichsweise teuer, der Wert liegt zwar deutlich unter dem des Jahres 2012, aber immer noch weit über dem des Jahres 1999. Zudem hat die Ausweitung der Notenbankbilanzen bisher nicht zu einer großen Inflation geführt. Denn die Geldmenge hat sich seit Ausbruch der Finanzrkrise kaum erhöht, da gleichzeitig die Privatbanken weniger Geld schöpften.

Gold kaufen

Entwicklung der Geldmenge in Milliarden Euro seit 2002. Geldmenge M3 (blau), darunter Geldmenge M1 (rot). Quelle: Statistiker-Blog.de, Deutsche Bundesbank

Hinzu kommt das Problem der Lagerung. Wer sich Gold daheim in die Schreibtischschublade legt, der muss mit Diebstahl rechnen. Zertifikate und Bergbauaktien haben dagegen ähnliche Risiken wie andere Wertpapiere auch.
Den Vorteilen stehen auch einige Nachteile gegenüber:

  • Gold ist nicht produktiv
  • Kurs deutlich höher als 1999
  • Lagerung

Physisches Gold

bonusDer einfachste Weg Gold zu kaufen ist der Erwerb von Münzen oder Barren. Einige Münzen bieten obendrein den Vorteil, dass sie auch zugelassenes Zahlungsmittel sind. Wer beispielsweise eine 100-Euro-Münze kauft, der kann bei einem Absinken des Goldwertes unter 100 Euro das Geldstück immer noch zum Zahlen verwenden. Allerdings sind deutsche Goldmünzen deutlich teurer als der aufgedruckte Münzwert, der Verlust wäre dennoch beachtlich. Eine 100-Euro-Goldmünze kann beispielsweise leicht um die 800 Euro kosten. Andere Goldmünze wie der südafrikanische Krüger-Rand verzichten ganz auf einen festen Wert, hier ist allein der Goldwert entscheidend.

Gold kaufen Schwabach

Auch das kann man mit seinem Gold machen: Das Dach vergolden, wie hier am Türmchen des Rathauses in der Goldschlägerstadt Schwabach. Foto: Pressestelle der Stadt Schwabach

Ob Münzen oder Barren, es bleibt das Problem der Lagerung. Wer viel Geld in Gold investieren will, der braucht einen guten Tresor. Wer nur eine Münze erwirbt sollte die nicht so verstecken, dass er sie nicht wieder findet. Dafür kann aber auch keine Bankenpleite und keine Geldmengenausweitung dem Wert des Goldes etwas anhaben.

Der Kauf von physischem Gold bringt das Problem der Lagerung mit sich

Zertifikate und Derivate

FazitDer beliebteste Weg um Gold zu kaufen oder verkaufen sind Zertifikate und Derivate auf Gold. Die haben den Vorteil, dass sie ganz normal über den Broker gekauft und im Depot verwahrt werden können. Außerdem gibt es dabei besonders Konstruktionen, bei denen beispielsweise der Kapitaleinsatz abgesichert wird, so dass Verluste fast unmöglich sind.

„Fast unmöglich" deshalb, weil Zertifikate ein Emittentenrisiko haben. Ist der insolvent, ist auch das Zertifikat wertlos, unabhängig davon wie der Goldpreis steht. Damit bieten Goldzertifikate zwar einen wirkungsvollen Schutz vor Inflationen und eignen sich zur Spekulation auf steigende Preise, sie sind aber keine Versicherung gegen wirtschaftliche und politische Krisen, den in deren Rahmen könnten auch die Emittenten schnell Pleite gehen. Zumal Zertifikate nicht durch die Einlagensicherungsfonds abgedeckt sind.

Eine Ausnahme sind Goldkonten, die von einigen Banken und Sparkassen wie der Schwäbischen Bank oder der Sparkasse Pforzheim-Calw angeboten werden und bei denen das Geld durch den Einlagensicherungsfonds geschützt ist.

Zertifikate sind leichter zu verwahren als physisches Gold, sie bieten aber keinen Schutz bei einer Pleite der Bank, die das Zertifikat herausgegeben hat.

Goldaktien

FazitAuch die Bergbauunternehmen profitieren von steigenden Goldpreisen. Denn die Förderrechte werden auf Jahre hinaus vergeben. Bei steigenden Goldkursen erhält das Unternehmen also mehr für das geförderte Gold, muss aber nicht unbedingt auch im gleichen Maße mehr aufwenden.

Im Gegensatz zu physischem Gold und Zertifikaten hat diese Anlageform den Vorteil, dass tatsächlich Geld in ein produktives Unternehmen investiert wird. Außerdem machen die meisten Bergbauunternehmen auch bei gleichbleibendem Goldkurs Gewinn, Anleger sind also nicht auf steigende Edelmetallpreise angewiesen.

Allerdings birgt das Geschäft mit Rohstoffen auch eine Reihe von Risiken. Das gilt auch und gerade beim Fördern von Gold. In Südafrika, lange Zeit das größte Goldförderland, haben die Unternehmen beispielsweise mit deutlich gestiegenen Löhnen zu kämpfen. Außerdem gibt es nach wie vor Stimmen, die die Verstaatlichung des Goldbergbaus fordern. In anderen Ländern ist die Situation noch schwieriger, weil die Rechtssicherheit zu wünschen übrig lässt oder Kriege die Produktion bedrohen.

Oft zerstört die Goldförderung auch die Umwelt, was nicht nur moralische, sondern auch wirtschaftliche Probleme mit sich bringt, da die Unternehmen Schadensersatzansprüche und verschärfte Umweltauflagen fürchten müssen.

Aktien von Bergbauunternehmen werfen meist auch bei gleichbleibenden Goldpreisen Gewinne ab, sie habe aber mit politischen Risiken zu kämpfen.

Fazit

Auch Gold bietet keine 100prozentige Sicherheit. Egal ob Geld in physisches Gold, Zertifikate oder Goldaktien angelegt wird, auch hier gibt es Unwägbarkeiten. Als Teil einer umfassenden Anlagestrategie kann das Edelmetall aber durchaus seinen Platz im Portfolio haben.

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