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Dokument zur Besteuerung von Kryptowährungen veröffentlicht

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Ende Februar wurde auf der Internetseite des Finanzministeriums in Berlin ein vierseitiges Dokument veröffentlicht. Darin geht es um die Besteuerung von Kryptowährungen. Das Dokument beschreibt, wie Erträge aus dem Handel mit Kryptowährungen, dem Mining und dem Betreiben einer Kryptobörse versteuert werden müssen. Viele Angaben aus dem Dokument beziehen sich auf Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2015, allerdings wurden damals die Themen Mining und Kryptobörsen nicht aufgegriffen. Die Angaben des Finanzministeriums betreffen vor allem Unternehmen bzw. den gewerblichen Umgang mit Kryptowährungen und beziehen sich auf das Umsatzsteuergesetz. Das Bundesfinanzministerium folgt der Einschätzung des EuGH, dass beim Kauf und Verkauf von Kryptowährungen keine Mehrwertsteuer erhoben wird.

Inhaltsverzeichnis
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    Umtausch von Kryptowährungen in traditionelle Währung

    Deutschland verfolgt bislang eine eher liberale Besteuerung von Kryptowährungen. Auch wenn das Bundesfinanzministerium vor allem von Bitcoins spricht, sind alle Kryptowährungen gemeint. Der erste Teil des Dokuments bezieht sich auf den Umtausch von Bitcoins. Der Handel mit Kryptowährungen ist nach Auffassung des Bundesfinanzministeriums eine sogenannte steuerbare sonstige Leistung und ist damit von der Umsatzsteuer befreit. Wenn Unternehmen Kryptowährungen in traditionelle Währungen tauschen, ist dies damit steuerfrei.

    Bundesfinanzministerium sieht Kryptowährungen als Zahlungsmittel

    Das Dokument macht auch deutlich, dass das Bundesfinanzministerium Kryptowährungen als Zahlungsmittel sieht. Im Punkt „Kryptowährungen als Entgelt“ werden Kryptowährungen anderen Zahlungsmitteln gleichgestellt. Die Nutzung von Kryptowährungen ist damit umsatzsteuerfrei.

    Kryptowährungen sind dann ein Zahlungsmittel, wenn alle an einer Transaktion beteiligten Personen die Kryptowährung als alternatives und direktes Zahlungsmittel akzeptieren und es seinen Zweck als Zahlungsmittel erfüllt. Eine Zahlung mit Kryptowährungen ist nicht umsatzsteuerpflichtig. Dies ist allerdings nur dann der Fall, wenn beispielsweise Bitcoins ausschließlich als Zahlungsmittel genutzt werden.

    Zahlungen im Bitcoins in Euro umrechnen

    Sobald ein Unternehmen eine Zahlung in Bitcoins erhält, muss diese in Euro umgerechnet werden. Dabei gilt der letzte veröffentlichte Verkaufskurs zum Zeitpunkt, an dem die betreffende Leistung durchgeführt wurde. Hierbei kann man sich auf die Angaben von Online-Umrechnungsportalen beziehen und damit den Umrechnungskurs festhalten.

    Eine mögliche Unsicherheit in den Vorgaben des Bundesfinanzministeriums besteht allerdings darin, dass alle Erträgen aus der Arbeit mit Kryptowährungen in Euro umgerechnet werden müssen. Vor allem der Bitcoin-Kurs ist jedoch noch immer sehr volatil. Er unterscheidet sich von Handelsplatz zu Handelsplatz und kann sich mehrmals am Tag verändern. Damit können auch Wertveränderungen entstehen. Wer Bitcoins sehr schnell in Euros eintauscht, sollte sich direkt den Umtauschkurs notieren.

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    Mining ohne Umsatzsteuer

    Das Mining unterliegt ebenfalls nicht der Umsatzsteuer. Das Bundesfinanzministerium sieht Transaktionsgebühren oder Belohnungen für Miner als freiwillig an. Diese sind daher keine Leistung. Die Belohnung für einen Miner ist kein wechselseitiges Leistungsaustauschverhältnis. Es gibt keinen Leistenden und keinen Leistungsempfänger.

    Umsatzsteuer für Wallet-Anbieter und Handelsplätze

    Das Bundesfinanzministerium spricht in seinem Dokument auch Anbieter von Wallets und Kryptobörsen an. Erhebt ein Wallet-Anbieter Gebühren, sind diese eine sonstige Leistung im Sinne des Umsatzsteuergesetzes. Damit sind diese bei Wallet-Anbietern aus Deutschland steuerbar. Wallet-Anbieter müssen für diese Einnahmen also Umsatzsteuer bezahlen.

    Bei Kryptobörsen gibt es zwei Optionen. Sie können ein Handelsplatz für Kryptowährungen sein oder eine Art Vermittlungsstelle, die im eigenen Namen tätig wird. Ein Handelsplatz stellt nur die technische Infrastruktur für den Handel mit Kryptowährungen zwischen Käufer und Verkäufer zur Verfügung. Nimmt ein Handelsplatz für seine Tätigkeit beispielsweise Gebühren, sind diese umsatzsteuerpflichtig. Wird die Börse dagegen als Mittelsperson im eigenen Namen aktiv, ist eine Befreiung von der Umsatzsteuer möglich.

    Klarstellung der steuerlichen Regelungen

    Deutschland geht mit diesen Klarstellungen zur Besteuerung von Kryptowährungen nun einen weiteren Schritt in Richtung Etablierung und Regulierung von Kryptowährungen. Klare Vorgaben zur Besteuerung gibt es in anderen Ländern noch nicht. Möglicherweise gibt es auch hier neue Erkenntnisse im Rahmen des G20-Gipfels, bei dem das Thema Regulierung von Kryptowährungen besprochen werden soll.

    Bundesfinanzministerium beruft sich auf Entscheidung des EuGH

    Das Bundesfinanzministerium bezieht sich unter anderem auf eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) aus dem Jahr 2015. Dieser hat sich bereits damals mit dem Tausch von Kryptowährungen in etablierte Währungen und umgekehrt beschäftigt. Der EuGH bewertete Kryptowährungen bei solchen Tauschgeschäften nicht als Gegenstand im Sinne des Umsatzsteuergesetzes. Damit entfällt auch aus Sicht des EuGH die Mehrwertsteuer.

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    Der EuGH stufte Kryptowährungen ausschließlich als Zahlungsmittel ein. Werden Umsätze aus dem Handel mit Kryptowährungen erzielt, können diese nur als sonstige Leistung angesehen werden. Sonstige Leistungen sind letztendlich Dienstleistungen. Tauschgeschäfte unterliegen der europäischen Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie und somit dem Umsatzsteuergesetz in Deutschland. Tauschleistungen sind also als umsatzsteuerfrei anzusehen. Der EuGH beschäftigte sich allerdings nicht mit dem Thema Mining.

    Bundesfinanzministerium äußert sich erstmals zu Kryptowährungen

    Das Bundesfinanzministerium äußerte sich in seiner Mitteilung vom 27. Februar 2018 erstmals konkret zu Kryptowährungen und deren Besteuerung. Man setzt die Vorgaben des EuGH um, erweitert diese jedoch um die Themen Mining, Kryptobörsen und Wallets. Kryptowährungen kommen damit immer mehr in der Finanzwelt an. Das Bundesfinanzministerium erkennt zudem an, dass nicht nur Privatanleger mit Kryptowährungen handeln, sondern auch Unternehmen. Diese erzielen zunehmend Umsätze aus Aktivitäten rund um Kryptowährungen.

    Kursgewinne steuerpflichtig

    Kursgewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen sind in Deutschland schon seit einiger Zeit steuerpflichtig. Die neuen Angaben des Bundesfinanzministeriums erläutern lediglich, dass diese nicht umsatzsteuerpflichtig sind. Für Privatanleger gilt, dass sie ihre Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoins oder anderen Kryptowährungen in der Steuererklärung angeben müssen. Dies gilt jedoch nicht für den Kauf von Bitcoins.

    Für Privatpersonen gilt beim Handel mit Kryptowährungen das Einkommenssteuergesetz. Der Tausch von Bitcoins in andere Währungen, das Trading gegen andere Kryptowährungen oder Zahlungen mit Bitcoins gelten als privates Veräußerungsgeschäft und ist damit gleichzeitig eine Spekulation. Dies bedeutet für Privatanleger, dass jede Transaktion mit Kryptowährungen steuerpflichtig ist. Theoretisch kann bei jeder Transaktion ein Gewinn erzielt werden.

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    Gewinn aus Bitcoin-Handel berechnen

    Um den Gewinn zu berechnen, gilt der Kurs zum Kaufzeitpunkt und der Kurs zum Verkaufszeitpunkt. Idealerweise hält man beide Kurse direkt schriftlich fest. Die Differenz zwischen beiden Kursen ist nun der Gewinn bzw. der Verlust. Beim Kauf und Verkauf von Kryptowährungen gilt die „First in, first out“-Methode (FiFo-Methode). Die Bitcoins, die man zuerst gekauft hat, werden auch zuerst wieder verkauft. Die Differenz zwischen Verkaufs- und Kaufkurs ist dann der Gewinn. Hierauf wird die Steuer berechnet.

    Haltedauer von großer Bedeutung

    Für Privatanleger ist auch die Haltedauer wichtig. Wer seine Bitcoins länger als zwölf Monate hält, ohne damit zu handeln, muss auf den Gewinn keine Steuern mehr zahlen. Werden die Coins aber weniger als ein Jahr gehalten, muss der Gewinn entsprechende versteuert werden. Für alle privaten Veräußerungsgeschäfte gibt ein Freibetrag von 600 Euro im Jahr.

    Da beim sehr volatilen Handel mit Kryptowährungen oft auch Verluste entstehen, kann man diese mit seinen Gewinnen verrechnen. Zudem kann man Ausgaben wie Gebühren für ein Wallet von der Steuer absetzen. Das Mining ist eine gewerbliche Tätigkeit. Hierfür fallen auch für Privatpersonen Steuern an. Vor allem aber professionelle Miner wollen über das Mining auch Gewinne erzielen. Zum Thema Besteuerung von Mining äußert sich auch das Finanzministerium in seiner neuen Mitteilung.

    Über Steuerpflicht informieren

    Jeder, der mit Bitcoins handelt oder die Kryptowährung als Zahlungsmittel nutzt, sollte sich informieren, wie er seine Aktivitäten in der Steuererklärung angeben muss. Es ist ratsam, sich direkt alle wichtigen Informationen zum Handel wie Ort, Zeitpunkt und Bitcoin-Kurs zu notieren. Zudem sollte man alle Rechnungen und Transaktionen speichern bzw. aufbewahren. Gewinnen aus dem Handel mit Kryptowährungen müssen bei der Steuererklärung in die Anlage SO (Sonstige Einkünfte) eingetragen werden, auch wenn man den Freibetrag von 600 Euro nicht überschreitet.

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    Bitcoins kein gesetzliches Zahlungsmittel

    Bitcoins und andere Kryptowährungen werden zwar immer häufiger als Zahlungsmittel anerkannt, sind aber bislang kein gesetzliches Zahlungsmittel. Nach Ansicht der BaFin stellen Bitcoins eine Rechnungseinheit und ein Finanzinstrument im Sinne des Kreditwesens dar. Die Aufsichtsbehörde vergleicht die Werteinheit mit Devisen und ist ebenfalls der Auffassung, dass Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoins ein privates Veräußerungsgeschäft sind.

    In anderen Ländern wird ebenfalls über eine Besteuerung von Kryptowährungen gesprochen. In Israel legte die Steuerbehörde im Februar entsprechende Pläne vor. Dort will man Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen nicht wie bei anderen Währungen, sondern wie bei Vermögenswerten behandeln. Auf Privatanleger können Steuern von bis zu 25 Prozent zukommen, auf Unternehmen bis zu 47 Prozent. In Island, wo man vor einigen Wochen einen Notstand bei der Stromversorgung aufgrund von Minern befürchtet hat, sind Steuern auf das Mining im Gespräch.

    Fazit: Bundesfinanzministerium stellt Regeln zur Umsatzsteuer bei Kryptowährungen klar

    Schon 2015 stellte der Europäische Gerichtshof fest, dass beim Kauf und Verkauf von Kryptowährungen keine Mehrwertsteuer anfällt. Dieser Einschätzung folgt nun auch das Bundesfinanzministerium. Dies geht aus einem Dokument zur Umsatzsteuerpflicht bei Kryptowährungen hervor, dass das Ministerium Ende Februar auf seiner Webseite veröffentlichte. Mit diesen Erläuterungen verfolgt das Finanzministerium weiter einen eher liberalen Weg bei der Besteuerung von Kryptowährungen.

    Allerdings äußerte sich das Finanzministerium auch zu den Themen Mining, Wallets und Kryptobörsen. Der Tausch von Bitcoins in etablierte Währungen (und umgekehrt) ist umsatzsteuerfrei. Wenn beide Seiten bei einer Transaktion die Kryptowährung ausschließlich als Zahlungsmittel anerkennen, ist die Transaktion ebenfalls umsatzsteuerfrei. Allerdings muss jede Zahlung in Bitcoins in Euro umgerechnet werden.

    Das Bundesfinanzministerium sieht auch das Mining als umsatzsteuerfreie Aktivität. Anbieter von Wallets müssen allerdings Umsatzsteuer auf Erträge, beispielsweise aus Gebühren, zahlen. Dies gilt auch für Handelsplätze, die Käufer und Verkäufer zusammenbringen. Wenn eine Kryptobörse aber als Vermittlungsstelle im eigenen Namen tätig wird, ist eine Befreiung von der Umsatzsteuer möglich.

    Diese Richtlinien gelten nur für die Umsatzsteuer. Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen sind schon länger steuerpflichtig. Auch Privatanleger müssen diese in ihrer Steuererklärung angeben. Hier gilt allerdings ein Freibetrag von 600 Euro im Jahr. Darüber hinaus sind Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoins, die länger als ein Jahr gehalten wurden, steuerfrei.

     

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