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Sind langfristige Investments mit Kryptowährungen wie Bitcoins sinnvoll?

Kryptowährungen langfristige Investments sinnvoll?
Kaum ein Finanzinstrument war in den vergangenen Wochen und Monaten so stark im Fokus wie digitale Währungen. Bedingt durch Kurssprünge von über 50 Prozent pro Woche investieren immer mehr Anleger in Bitcoins, Ethereum und Co. Doch die Devisen fielen immer wieder stark im Kurs und verhielten sich äußerst volatil. Einige Anleger sehen in den Devisen jedoch große Kurspotenziale und das Zahlungsmittel der Zukunft. Doch ist dem wirklich so? Und lohnen sich langfristige Investments in Bitcoins oder andere, digitale Währungen?

Inhaltsverzeichnis
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    Langfristiges Investment in digitale Währungen im Überblick

    • Bisher sehr volatile Entwicklung aller Kryptowährungen
    • Zukünftige Wertentwicklung äußerst ungewisse
    • Kaum Verwendung als Zahlungsmittel
    • Möglicherweise große Spekulationsblase
    • Bei der langfristigen Geldanlage kommt es aber auf eine gewisse Konstanz an
    • Langfristiges Investment aktuell mit großer Unsicherheit verbunden

    Bisheriger Kursentwicklung von Bitcoins und anderen Kryptowährungen

    Vergangenheitswerte sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung von Währungen, sie geben aber durchaus einen ersten Anhaltspunkt hierfür. Bitcoins stehen dabei stellvertretend für fast alle anderen digitalen Devisen, so dass sich ein Blick auf die aktuelle Kursentwicklung für Anleger lohnt:

    • Im Jahr 2012 kostete ein Bitcoin gerade einmal wenige Cent.
    • Mit den ersten Kursaufzeichnungen wurde im Jahr 2013 begonnen, als Bitcoins schon rund 30 Euro kosteten. Schon jetzt hätten Anleger ihr Kapital um den Faktor 1.000 erhöht.
    • Steil bergauf ging es bis Ende 2013 als der Kurs erstmals auf 1.000 US-Dollar zusteuerte, doch kurz vor der magischen Grenze rasant abfiel. Anfang 2014 kostete ein Bitcoin nur noch rund 200 US-Dollar.
    • In den folgenden Monaten kam es immer wieder zu größeren Kurssteigerungen, aber auch ebenso starken Verlusten.
    • Erst Mitte 2015 begann ein deutlicher Aufwärtstrend, der spätestens ab Ende 2016 verstärkt wurde.
    • Von rund 1.000 Euro ging es bis auf über 2.500 Euro herauf.
    • Doch im Juni 2017 kam es erneut zu einer größeren Korrektur und einer gewissen Ernüchterung, die rund 20 bis 40 Prozent des Werts kostete.

    Wer 2012 für 50 Euro Bitcoins gekauft hat, ist heute sicherlich wohlhabend. Doch nur die wenigsten Anleger dürften tatsächlich von Anfang an bei Kryptowährungen dabei gewesen sein und diese auch gehalten haben. Schon oft wurden die Bitcoins totgesagt, Anleger stießen die Währung ab und strichen hohe Verluste ein. Die niedrigen Kurse nutzten dann wieder andere Investoren, um die Coins vermeintlich günstig zu erwerben.

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    Tatsächliche Konstanz ist damit absolute Fehlanzeige, rasant verändern sich die Kurse der digitalen Währung praktisch binnen weniger Tage. Gerade für langfristig orientierte Anleger ist eine derartige Volatilität und Zukunftsunsicherheit relativ risikoreich. Doch der allgemeine Trend bei den digitalen Währungen zeigt derzeit nach oben – auch wenn sich das schnell ändern kann.

    Fazit: Bisher haben sich alle Kryptowährungen sehr volatil entwickelt. Zwar konnten viele Anleger hohe Gewinne erwirtschaften, wer allerdings bei den dramatischen Kursverlusten Panik bekommen hat, musste ebenso hohe Verluste verzeichnen. Letztlich ist kaum zu prognostizieren, wie die Entwicklung der digitalen Währungen in der Zukunft aussehen wird.

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    Wofür werden die digitalen Devisen verwendet?

    Theoretisch handelt es sich bei Bitcoins, Ethereum und Co. um Währungen, mit denen beispielsweise schon bei Amazon bezahlt werden konnte. Immer mehr Online-Shops nehmen insbesondere Bitcoins als akzeptiertes Zahlungsmittel auf, auch die japanische Notenbank hat die Devise bereits zugelassen. Bis mit den Kryptowährungen aber wirklich dauerhaft bezahlt werden kann, dürften noch Jahre oder Jahrzehnte vergehen – wenn dies denn überhaupt geschieht.

    Gerade die inkonstante Entwicklung macht Kryptowährungen als Zahlungsmittel uninteressant. Ein Vergleich: Angenommen, heute würde der Anleger für 10.000 Euro noch einen Mittelklassewagen kaufen können. Durch Währungsspekulationen steigt der Wert des Euro jetzt allerdings so stark an, dass er sich morgen einen Oberklassewagen leisten könnte. Durch diese Wertsteigerung nehmen viele Anleger jetzt ihre Gewinne mit, so dass der Kurs wieder stark fällt – der Anleger kann sich mit dem Geld jetzt nur noch einen Kleinwagen leisten.

    Geld braucht vor allem Konstanz, um tatsächlich als Währungseinheit funktionieren zu können. Zwar schwanken auch die Kurse von Euro, US-Dollar und Co., doch diese Schwankungen sind nicht mit denen der digitalen Währungen zu vergleichen. Auch die Inflationsrate in den großen Wirtschaftsnationen wird kaum von den Marktteilnehmern wahrgenommen, weil sie stets unter 2 Prozent liegt.

    Wozu werden die digitalen Währungen also genutzt? Vor allem zu Spekulationen, nur so lässt sich die hohe Volatilität erklären. Anleger möchten möglichst kurzfristig hohe Gewinne erzielen, auch wenn es sicherlich Personen gibt, die an die idealistische Werte der Währungen glaubt.

    Fazit: Obwohl es sich bei Bitcoins, Ether und Co. eigentlich um Währungen handelt, werden die digitalen Devisen kaum zur Bezahlung etwa im Online-Handel verwendet. Vielmehr sind es Spekulanten, die aktuell für die hohen Kursgewinne und auch die starke Volatilität sorgen.

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    Worauf kommt es bei der langfristigen Geldanlage an?

    Wer langfristig Vermögen aufbauen möchte, sollte bei Finanzinstrumenten auf bestimmte Eigenschaften achten. Dazu gehören:

    • Geringe Handelskosten: Nichts sorgt nachhaltiger für einen Verlust an Rendite als zu hohe Handelskosten. Insbesondere ETFs werden daher von Anlegern genutzt, um Geld renditestark für mehrere Jahre oder Jahrzehnt an den Märkten anzulegen.
    • Rendite: Gerade bei der langfristigen Geldanlage ist es nicht weiter tragisch, wenn die Finanzinstrumente eine gewisse Durststrecke durchlaufen. Für den Anleger ist es wichtiger, dass auf lange Sicht hohe Erträge generiert werden. Schwächephasen sitzt er ganz einfach aus.
    • Sparplanfähigkeit: Vorteilhaft ist, wenn sich die Finanzinstrumente an Sparpläne binden lassen. Jeden Monat zahlt der Trader dann einen gewissen Betrag in diesen Sparplan ein, woraufhin der Broker das Geld direkt an den Märkten investiert.

    Geringe Handelskosten und hohe Renditen können Bitcoins und Co. durchaus aufweisen. Es kommt dabei aber auch immer auf die künftigen Chancen in Bezug auf die Wertentwicklung an und die sind äußert fraglich.

    Fazit: Bei der langfristigen Geldanlage sollten Anleger darauf achten, dass ihre Investmentobjekte vergleichsweise geringe Handelskosten aufweisen. Auch eine gewisse Sicherheit über die generelle Wertsteigerung der Anlageoptionen ist wichtig. Ob die bei Bitcoins und Co. wirklich gegeben ist, lässt sich derzeit nur schwer prognostizieren.

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    Zukunft von digitalen Währungen ungewiss

    Über die künftige Wertentwicklung von Finanzinstrumenten besteht immer eine gewisse Unsicherheit, die nicht umgangen werden kann. Das gilt sowohl für digitale Währungen als auch beispielsweise für ETFS. Allerdings unterscheidet sich das Maß der Unsicherheit zwischen den einzelnen Produkten sehr wohl: So ist bei Investitionen in breit aufgestellte ETFs praktisch klar, dass sich deren Wert langfristig positiv entwickeln wird.

    Bei Kryptowährungen ist die Aussage nicht mehr so eindeutig möglich. Befürworter der digitalen Währungen sehen vor allem folgende Faktoren als Grund dafür an, dass Bitcoins und Co. langfristig auch auf mehr als 10.000 Euro ansteigen könnten:

    • Fehlende Regulierung: Bitcoins können von allen Personen auf der ganzen Welt erworben werden. Mit den digitalen Währungen wurden Devisen geschaffen, die frei von staatlicher Regulierung und daher für viele Anleger interessant sind.
    • Einfaches Bezahlsystem: Dass in Zukunft immer mehr digital bezahlt wird, ist Fakt. Befürworter von Bitcoins und Co. sind sich sicher, dass bei diesen Zahlungen auch digitale Währungen eine immer größere Rolle spielen werden.
    • Begrenzte Anzahl: Anders als bei klassischen Währungen ist die rein mengenmäßige Zahl der Bitcoins begrenzt. In einigen Jahren wird das Mining aufhören, weil die zugrundeliegende Blockchain ausgeschöpft ist.
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    Doch auch die Kritiker haben gute Argumente dafür, dass die digitalen Währungen, die es heute gibt, nicht überleben werden:

    • Spekulationsblase: Wie bereits beschrieben worden ist, sind aktuell vor allem Spekulanten für die Kurssteigerungen der Bitcoins verantwortlich. Nur die wenigsten der Anleger dürften wirklich an einer langfristigen Geldanlage interessiert sein, sie möchten auf kurze Sicht hohe Gewinne mitnehmen. Platzt diese Blase, kann das Vertrauen in die Währungen nachhaltig beschädigt werden.
    • Fehlende Regulierung: Was die Befürworter als positiv empfinden, hat auch seine Nachteile. Denn die fehlende, staatliche Legitimierung kann auch beispielsweise zu verboten führen. Zudem sorgt beispielsweise die EZB für Preisniveaustabilität und eine gewisse Markttransparenz, bei digitalen Währungen ist diese nicht gegeben.
    • Sicherheitsprobleme: Zwar sind Bitcoins fälschungssicher, vor Hackerangriffen blieben Kryptowährungen aber nicht verschont. Immer wieder werden größere Beträge von Betrügern gestohlen. Nicht der reine Sachschaden, sondern der Vertrauensverlust ist hierbei die größte Gefahr für eine digitale Währung.

    Zudem gibt es noch ein ganz anderes Risiko, das viele Anleger nicht beachten. Angenommen, Bitcoins gewinnen tatsächlich immer mehr Vertrauen und werden in einigen Jahren als Zahlungsmittel eingesetzt. Wer hindert die Zentralbanken großer Wirtschaftsräume daran, nicht auch selbst digitale Währungen zu entwickeln bzw. Euro, US-Dollar und Co. zu digitalisieren? Mit der Finanzkraft, der Erfahrung und der staatlichen Legitimierung wäre es vergleichsweise leicht, solche Devisen am Markt zu etablieren.

    Fazit: Wie es mit den Kryptowährungen in der Zukunft weitergehen wird, ist derzeit mehr als Ungewiss. Sowohl starke Kurssteigerungen als auch totale Wertverluste sind denkbar und realistisch. Als problematisch anzusehen ist vor allem die fehlende, staatliche Regulierung, auch wenn die von Befürwortern begrüßt wird. Letztlich sorgen staatliche Behörden aber immer für Sicherheit und Konstanz, die insbesondere bei der langfristigen Geldanlage wichtig sind.

    Fazit: Kryptowährungen als langfristiges Investment eher ungeeignet

    Die Wertentwicklung von Kryptowährungen könnte volatiler kaum sein. Kurssteigerungen von über 50 Prozent pro Woche stehen oft ebenso große Verluste gegenüber. Für die langfristige Geldanlage und den kontinuierlichen Vermögensaufbau sind die Devisen daher kaum geeignet, zu groß ist die Unsicherheit über die künftigen Entwicklungen der Kurse.

    Kryptowährungen langfristige Investments sinnvoll?

     

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