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Xetra-Handelszeiten: Zu diesen Zeiten ist das Trading mit Vor- und Nachhandel möglich

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Rund um die Uhr sind viele Broker erreichbar, in vielen Ländern haben selbst Einzelhändler 24 Stunden am Tag geöffnet. Da erstaunt es, dass es ausgerechnet im computergestützten Xetra-Handel noch immer feste Xetra-Handelszeiten gibt. Doch das hat durchaus seinen Sinn.

Xetra-Handelszeiten im Überblick

  • Handel von 9.00 bis 20.00 Uhr
  • Am Wochenende kein Handel
  • Auktionen ab 8.50 Uhr
  • Bei Tradegate länger handeln
  • Devisen und Rohstoffe fast ohne Handelszeiten


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1. Warum gibt es Handelszeiten?

NewsVorbei sind die Zeiten, als Broker morgens erst einmal ausführlich die Zeitung lasen, am späten Vormittag in ihre Büros kamen und am Nachmittag schon wieder fertig waren, weil die Börse schloss. Der Computer hat den Handel beschleunigt, doch feste Börsenzeiten gibt es noch immer, obwohl der Parketthandel in Frankfurt schon seit 2011 abgeschafft ist.

Das hat vor allem drei Gründe. So arbeiten auch die Computer nicht alleine, sie müssen überwacht und bedient werden. Entscheidender dürfte aber sein, dass nachts zu wenig Handel stattfinden würde. Bei großen Werten wie Aktien von DAX-Unternehmen ist das kein Problem, bei weniger stark gehandelten Werten gibt es aber dann mitunter nicht mehr genug Angebot und Nachfrage, als dass noch ein ausreichender Handel möglich wäre. Eine Verlängerung der Handelszeiten würde außerdem die Banken und Investmentgesellschaft unter Druck setzen, auch nachts Mitarbeiter bereit zu halten, was bei denen natürlich auf wenig Gegenliebe stoßen würde.

Auch heute funktioniert der Handel nicht ganz ohne Menschen. Außerdem sind nachts Angebot und Nachfrage sehr gering, das erschwert die Kursbildung.

2. Die Handelszeiten im Detail

DemoDer Börsentag beginnt morgens um 7.30 Uhr mit dem Vorhandel. Der eigentliche fortlaufende Handel wird um 8.50 Uhr mit der Eröffnungsauktion eingeleitet. Hier wird zunächst der neue Startkurs ermittelt. Denn der Schlusskurs vom Vortag bildet womöglich längst nicht mehr die aktuelle Marktlage ab. Bei der Auktion wird der Kurs ermittelt, zu dem möglichst viele Marktteilnehmer zum Zuge kommen. Denn ist er zu hoch, gibt es zu wenige Käufer, ist er zu niedrig zu wenige Verkäufer.

Der eigentliche Handel beginnt um 9.00 Uhr, kurz nach Mittag finden weitere Auktionen statt. Es beginnt um 13.00 Uhr mit den DAX und TecDAX-Werten und endet zunächst um 13.17, wenn die Auktion der fortlaufend gehandelten Nebenwerte ausläuft. Von 13.25 bis 13.30 Uhr findet dann die Auktion derjenigen Aktien statt, die nicht fortlaufend gehandelt werden, also der selten gehandelten Nebenwerte. Der fortlaufende Handel endet um 17.30 Uhr, dann beginnt die Schlussauktion. Es folgt der bis 20.00 Uhr dauernde Nachhandel.

Am Wochenende bleibt die Börse geschlossen, ebenso an Feiertagen. Mitunter können auch Feiertage in den USA Einfluss auf den deutschen Börsenhandel haben. Dann bleibt die Börse zwar nicht geschlossen, die Handelsumsätze können aber niedriger sein.

Der eigentlich Handel läuft von 9.00 Uhr bis 17.30, einschließlich Vor- und Nachhandel wird von 7.30 Uhr bis 20.30 Uhr getradet.
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3. Länger handeln

usabilityNatürlich können Anleger auch nachts Anlageentscheidungen treffen. Bei fast allen Online-Brokern lässt sich rund um die Uhr handeln. Doch ausgeführt werden die Aufträge erst am nächsten Tag. Bei selten gehandelten Nebenwerten findet der Handel oft sogar mit der Auktion am nächsten Nachmittag statt.

Beim Xetra-Konkurrenten Tradegate gelten längere Handelszeiten, dort wird bis 22.00 Uhr gehandelt. Außerdem sind die Tarife dort oft günstiger, dafür sind die Handelsumsätze geringer, was vor allem bei Nebenwerten ein Nachteil sein kann.

An den meisten großen Börsen gelten aber ähnliche Regelungen wie bei den Xetra-Handelszeiten, das haben die Börsengesellschaften so vereinbart.

An der Börse Tradegate wird sogar bis 22.00 Uhr gehandelt.
Was ist ein Broker Beispielbild

Nicht nur in Frankfurt gelten feste Handelszeiten, sondern auch an anderen Börsen.

4. Xetra-Handelszeiten und der CFD-Handel

strategieDifferenzkontrakte (CFDs) werden meistens außerbörslich bei spezialisierten Brokern gehandelt. Trotzdem ist auch hier der Handel mit Kontrakten auf deutsche Aktien oft von den Xetra-Handelszeiten abhängig. Denn die Broker müssen ihre Positionen unter Umständen über die Börse absichern. Spekulieren ähnlich viele Trader auf fallende wie auf steigende Kurse, decken die Gewinne der einen die Verluste der anderen. Anders sieht es aus, wenn viele Kunden in die gleiche Richtung investieren. Dann kann nämlich die Auszahlung der Gewinne den Broker überfordern. Er sichert seine Positionen deshalb über die Börse oder über Liquiditätsgeber ab. Deshalb richten sich die Handelszeiten hier meist ebenfalls nach den Xetra-Handelszeiten.

Anders ist es bei Devisen und Rohstoffen. Die werden nämlich weltweit gehandelt. Kann eine Position nicht über die Börse in Frankfurt abgesichert werden, hat vielleicht die in New York, Hong Kong oder Tokio geöffnet. Deshalb bieten einige Broker den Handel rund um die Uhr an, am Wochenende ist aber auch hier meistens kein Handel möglich.

Auch CFD-Broker orientieren sich an den Handelszeiten der Weltbörsen.
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5. Fazit

Auch in Zeiten des Online-Handels gibt es an den Börsen Ruhepausen. Aufträge können meist auch in dieser Zeit aufgegeben werden, ausgeführt werden sie aber erst am nächsten Tag. Ohnehin wird nicht jedes Wertpapier zu jedem Zeitpunkt gehandelt. Selten gehandelte Aktien werden nicht fortlaufend, sondern ihm Rahmen von Auktionen gehandelt. Dabei werden Aufträge im Orderbuch gebündelt und ausgeführt, wenn ausreichend Angebot und Nachfrage vorliegen. An der Tradegate Exchange sind die Handelszeiten etwas länger, doch auch hier gibt es Handelszeiten. An den Wochenenden sind die Börsen generell geschlossen.

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