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Lufthansa Aktien kaufen: Kranich im Sinkflug

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Die Lufthansa liefert sich vor allem aufgrund steigender Kerosinkosten einen harten Preiswettkampf mit anderen Anbietern. Das drückt auf die Renditen. Die Lufthansa Aktien haben sich zwar zum Jahresende 2018 und im darauffolgenden Februar „berappelt“, im April und Mai 2019 haben die Unternehmensanteile jedoch rund ein Fünftel ihres Wertes eingebüßt. Angesichts dieser Kursrückgänge stellt sich die berechtigte Frage, ob man derzeit Lufthansa Aktien kaufen sollte. Die Lufthansa Aktien Prognose mancher Analysten tendiert zu Verkaufsempfehlungen. Oder gibt es Anzeichen, dass sich der Lufthansa Aktien Kurs in nächster Zeit erholt?

  • Weltweit operierender DAX Konzern mit über 500 Tochterfirmen
  • Trotz der Privatisierung ein „Flagcarrier“ in der öffentlichen Wahrnehmung
  • Treibstoffkosten und sinkende Ticketpreise verschärfen das Geschäft
  • Tourismus- und Flugreiseanbieter leiden unter weltweiten Terror-Attacken
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Lufthansa Aktien: Unternehmensanteile an einem global agierenden deutschen Konzern

Die Lufthansa-Gruppe ist ein einstiger DAX-Spitzenreiter. Der Konzern ist weltweit im Geschäft mit über 500 Tochterunternehmen. Nicht nur Passagierflüge, auch Luftfracht gehört zu den Standbeinen des Unternehmens. Der Lufthansa Group gehören andere Airlines wie die Austrian und Swiss und Germanwings.

Das Traditionsunternehmen gibt es bereits seit 1926. Die „erste“ Deutsche Lufthansa AG trug den Firmennamen seit 1933. Das Unternehmen war bis 1945 im Geschäft und stellte nach Kriegsende den Flugbetrieb ein. Offiziell aufgelöst wurde die Deutsche Lufthansa AG dann 1951 auf Betreiben der Alliierten. Zwei Jahre später entstand der Vorläufer des heutigen Konzerns, der sich nicht in der Rechtsnachfolge sieht, sondern nur die Namensrechte der Vorgängerfirma hält.

Gegründet als Aktiengesellschaft für Luftverkehrsbedarf, erwarb das neue Unternehmen im Jahr 1954 die Rechte am Firmennamen und nannte sich danach Deutsche Lufthansa AG. Als die Bundesrepublik im darauf folgenden Jahr ihre Lufthoheit zurückerhielt, nahm die Lufthansa den Flugbetrieb wieder auf. Bis 1962 sollte die Lufthansa in staatlicher Hand verbleiben, der Börsengang erfolgte 1966, aber bis 1994 blieb die Fluggesellschaft der offizielle Flagcarrier der BRD. Erst 1997 wurde die vollständige Privatisierung der Airlines abgeschlossen.

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Welche Geschäftstätigkeiten stecken hinter den Lufthansa Aktien?

Bereits vor der endgültigen Privatisierung begann die Deutsche Lufthansa AG mit einer Diversifizierung ihrer Geschäftstätigkeit. Dabei wurden die einzelnen Bereiche ausgegründet und bilden selbstständige Tochterunternehmen.

Die Geschäftstätigkeit der Lufthansa Group umfasst

  • Network- und Point-to-point Airlines
  • Luftfracht und Logistik
  • Technik und Wartung
  • Catering mit mehr als 200 Betrieben in 50 Ländern

Neben der Lufthansa Cargo ist die Lufthansa Technik AG eine dieser Tochterfirmen, gleiches gilt für das Cateringunternehmen LSG. Darüber hinaus konnte sich der Konzern andere Airlines einverleiben, darunter renommierte Fluggesellschaften wie die Swiss International Air Lines, und Austrian Airlines, aber auch Eurowings, Teile der Air Berlin, Brussels Airlines und Air Dolomiti.

Die ausgedehnten Aktivitäten des Konzerns bescherten den Aktionären lange Zeit gute Renditen und machte die Lufthansa Group zu einem der Spitzenreiter im DAX. Noch in 2017 führte das Unternehmen den Leitindex an und übertraf dabei sogar die Commerzbank dank einer Performance von 144 Prozent um mehr als das Doppelte. Seitdem hat sich für die Fluglinie mit dem Kranich allerdings das Blatt gewendet, der einstige Top-Performer erlebt zur Zeit drastische Kursverluste.

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Lufthansa Aktien Prognose: welche Herausforderungen stehen an?

Der Lufthansa Aktien Kurs machte Anlegern über Jahre immer wieder Freude. Der Konzern galt lange Zeit als einer der erfolgreichsten Repräsentanten der deutschen Wirtschaft und ein Spitzentitel im DAX. Die Privatisierung und Diversifizierung, auch die Übernahme anderer Airlines, schienen samt und sonders gelungen, die Lufthansa Group auf einem guten Weg. Was erfahrene Anleger jedoch wissen: die Investition in Unternehmen aus dem Tourismussektor ist selbst bei Langzeit-Überfliegern wie dem „Kranich“ nicht ohne Risiken. Die Großwetterlage der Tourismusindustrie ist in hohem Maß von geopolitischen Faktoren abhängig, die die Stabilität und Attraktivität der Zielgebiete beeinflussen – dies gilt nicht nur für Linienflüge, sondern auch für Luftfracht-Verbindungen.

Um eine Destination unrentabel zu machen, muss es gar nicht erst zu größeren Katastrophen kommen. Es reichen wiederkehrende kleine „Nadelstiche“, bisweilen auch Gerüchte. Krisen in ganzen Regionen wie dem Mittleren Osten, aber auch wiederholte Terroranschläge in verschiedenen Zielgebieten oder erratische Visumverfahren wie in den Vereinigten Staaten dämpfen die Reiselust. Steigende Kerosinpreise und geringere Auslastung bestehender Verbindungen treiben die Ticketpreise in die Höhe. Beides zusammen führt dazu, dass Verbraucher sich anderweitig orientieren. Da vielerorts die Reise- und Urlaubsplanung Monate im voraus erfolgt, führen Preiserhöhungen oder externe Ereignisse dazu, dass Umsatzeinbrüche nur zeitverzögert korrigiert werden können.

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Konjunkturrückgang und Marktbereinigung

Die Herausforderungen, denen sich die Airlines durch politische und ökonomische Einflüsse gegenübersehen, werden auch nach Einschätzung der Lufthansa-Geschäftsleitung dazu führen, dass einige Unternehmen auf der Strecke bleiben. Der Kampf um Kunden und Geschäftsbereiche wird als Phase der Marktbereinigung betrachtet. Hier haben diejenigen Airlines die besten Aussichten, die beizeiten klug investiert haben. Bei der Lufthansa sieht man sich gut positioniert und will mit der Tochter Eurowings das eigene Touristikgeschäft noch ausweiten. Außerdem ist eine Übernahme der Condor im Gespräch, nachdem Thomas Cook sich von den eigenen Fluggesellschaften trennen will. Ob ein solcher Deal vom Kartellamt durchgewinkt wird, bleibt abzuwarten. Die Lufthansa würde vor allem von den Langstrecken der Condor profitieren, es gibt jedoch durchaus Mitbewerber. Sollte die Übernahme nicht gelingen, könnten Inhaber von Lufthansa Aktien damit rechnen, dass der Konzern einen Überschuss an Kapital an die Aktionäre ausschüttet, dies dürfte jedoch die letzte Option sein.

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Grenzen des Wachstums beim Flugverkehr

Ein starker Aufwärtstrend bei den Lufthansa Aktien ist derzeit schon allein deshalb nicht zu erwarten, weil der Flugverkehr in ganz Europa an seine Grenzen stößt. Die vorhandene Infrastruktur kann das Passagieraufkommen nicht mehr bewältigen – dies wurde im Sommer 2018 deutlich, als die Lufthansa und zahlreiche andere Fluglinien von zahlreichen Verspätungen und sogar kompletten Ausfällen betroffen war. Neben infrastrukturellen Gründen trug dazu eine fehlerhafte Personalplanung bei, insbesondere in der Flugsicherung. Die Folgen für den Konzern: mehr als eine halbe Milliarde Euro Kosten für Umbuchungen und Entschädigungen der betroffenen Passagiere.

Zwischenzeitlich hat das Unternehmen Maßnahmen ergriffen, um eine Wiederholung derartiger Krisen zu vermeiden. Der Flugplan wurde ein wenig ausgedünnt und hunderte neuer Mitarbeiter eingestellt. Zusätzliche 37 Reservemaschinen sollen dazu beitragen, dass es in Zukunft nicht mehr zu Ausfällen in großem Umfang kommt. All dies verursacht jedoch weitere Kosten, und der Sommer 2019 steht noch als Bewährungsprobe aus. Vor allem die Engpässe bei der Flugsicherung werden weiterhin eine Belastung darstellen.

Lufthansa schraubt die eigenen Ziele deutlich zurück

Angesichts der externen Herausforderungen hat die Lufthansa Group ihre Wachstumsziele für ihr gesamtes Flugangebot zurückgeschraubt. Während noch 2018 eine Zunahme der Sitzplätze um 8 % gelang, begnügt man sich für 2019 mit 3 % Wachstum, nur 2 % während der Hauptreisezeit im Sommer. Man hofft, hohe Entschädigungsforderungen wie 2018 damit weitestgehend zu vermeiden, denn neben den steigenden Kosten für Treibstoff drückt dies am stärksten auf den Profit. Schon in 2018 blieb die erwartete Rendite mit 7,9 % hinter den Ergebnissen des Vorjahres zurück, für 2019 wird vorsichtig ein Minimum von 6,5 % angepeilt.

Ein Unsicherheitsfaktor bleibt weiterhin die Entwicklung bei den Treibstoffkosten, der Ölpreis hat sich mehr als verdoppelt und stellt einen der größten Ausgabenposten für jede Airlines dar. Für Anleger stellt sich die Frage, ob die zu erwartenden Gewinne die Mehrkosten hinreichend auffangen werden.

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Drastische Kursverluste bei Lufthansa Aktien seit 2018

Im Dezember 2017 erreichten Lufthansa Aktien Rekordwerte von über 30 Euro. Davon haben sich die Aktien derzeit weit entfernt. Im Sommer 2018 verloren die Unternehmensanteile 30 % ihres Wertes und sorgten für Alarmstimmung unter den Anlegern. Analysten sahen Lufthansa Aktien in 2018 insgesamt in einer Abwärtsbewegung bis zu einem Jahrestief von 17,04 Euro am 30. Oktober. Bis zum 3. Dezember erfolgte eine Kurskorrektur zu einem ausgeprägten Zwischenhoch bei 21,87 Euro, gefolgt von einer neuerlichen Abwärtsbewegung und einem weiteren Hoch von 23,66 Euro am 26. Februar 2019.

Innerhalb von exakt einem Monat fiel der Lufthansa Aktien Kurs allerdings wieder auf 19,17 Euro und konnte im April nicht dauerhaft angehoben werden. Eine erneute Abwärtsbewegung führte zu einem Tiefstand von 16,82 Euro in der letzten Maiwoche 2019. Ob der Wert in der nächsten Zeit stabilisiert werden kann, ist nach Meinung einiger Analysten fraglich, manche Experten sehen zwar die Möglichkeit, zeitnah das Zwischenhoch vom 20. Mai mit 18,33 Euro wieder zu erreichen, aber auch ein anhaltend abwärts führender Trend ist denkbar – bis zum Werten von knapp über 15 Euro, die die Lufthansa Aktien zuletzt in 2015 und 2016 erzielten.

Dann allerdings, so die Lufthansa Aktien Prognosen, sollten die Werte gut unterstützt sein, so dass Anleger davon ausgehen könnten, dass sich der Trend umkehrt und die Aktie wieder Fahrt aufnimmt.

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Leichte Erholungen bei Lufthansa Aktien sind wahrscheinlich

In die erste Juni-Woche 2019 starten die Lufthansa Aktien mit neuem Schwung und gewinnen deutlich, auch gegenüber anderen DAX Werten kann sich der Konzern positiv abheben, mit Tageshochständen, die hoffen lassen. Dennoch liegt das Wertpapier weiterhin deutlich unterhalb des letzten 52-Wochen-Hochs – mehr als 25 % jedenfalls – und hat das 52-Wochen-Tief vom 31.Mai noch nicht sehr weit hinter sich gelassen. Gehandelt wird jedoch rege und mit zunehmendem Interesse. Wer sich genervt von den langen Talfahrten der Lufthansa nun von seinen Aktien trennt, findet offensichtlich Käufer, die ihrerseits überzeugt sind, dass die Talsohle nun erreicht ist und mit einer neuerlichen Aufwärtsbewegung der Kurse gerechnet werden kann.

Die Kursgewinne der ersten Juniwoche dürften eine direkte Folge sinkender Ölpreise sein, die sich unmittelbar in den Gewinnen der Lufthansa Group niederschlagen. Ob diese günstigeren Bedingungen von Dauer sind, bleibt abzuwarten. Weitere Unsicherheitsfaktoren für die Entwicklung des diesjährigen Geschäfts sind die handelspolitischen Spannungen zwischen den Vereinigte Staaten und China, die die Weltwirtschaft belasten und besonders den Logistik-Bereich bei der Lufthansa treffen.

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Alternativen zu Lufthansa Aktien

Seit Januar 2018 gelten Lufthansa Aktien als Risikowerte – selbst wenn zahlreiche Analysten beim derzeitigen Tiefstand Kaufempfehlungen aussprechen, halten immer noch Experten dagegen, die Anlegern raten, nicht „ins fallende Messer zu greifen“. Wer sich diesen Rat zu Herzen nimmt, findet verschiedene Alternativen, bei denen sich die Investition eher lohnen könnte. Dabei kann man in Frage kommende Unternehmensanteile auf verschiedene Weise eingrenzen. Möglich ist die Anlage in Aktien anderer Fluggesellschaften aus der „Peer Group“ der Lufthansa, die ähnlich oder sogar besser bewertet werden. Hierzu gehören namhafte Fluggesellschaften wie Air France-KLM, die australische Qantas, aber auch Ryanair und Delta Airlines.

Wer eher deutsche Aktien bevorzugt, wird nicht unbedingt beim DAX, dafür aber beim MDAX oder SDAX fündig. Vor allem die börsennotierten mittelständischen Unternehmen der Bundesrepublik bieten Investoren gute Renditeaussichten, darüber hinaus sind die Hintergrundinformationen zur Anlage leicht zugänglich und verständlich.

Auch in der Logistik-Branche können Anleger lohnende Werte ausmachen. Gut bewertet wird derzeit die Aktie der Deutschen Post – Analysten bescheinigen dem Unternehmen einen schwungvollen Start und gehen davon aus, dass die Wachstumsziele des Unternehmens mehr oder weniger erreicht werden.

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Werte aus Schwellenländern statt Lufthansa Aktien

Eine gewisse Hemmung haben viele Aktionäre noch immer, wenn es darum geht, Aktien von Unternehmen aus Schwellenländern in das eigene Portfolio aufzunehmen. Zugegebenermaßen ist es nicht einfach, verlässliche Hintergrundinformationen zu den Unternehmen zu ermitteln, und die Investition setzt voraus, dass man sich mit den Besonderheiten der jeweiligen Märkte auseinandersetzt. Dennoch bieten Schwellenländer viel Potential – China, Indien, Pakistan und einige südostasiatische Länder treiben den Ausbau der heimischen Industrie mit Elan voran und verfügen über eine junge, zunehmend besser verdienende Bevölkerung, die verstärkt in der Lage ist, zu konsumieren. Dies gilt auch für Flugreisen und Tourismus. So ist es nicht verwunderlich, dass in Indien und China Fluggesellschaften und Logistikanbieter zu den Gewinner dieser Entwicklung gehören.

Wer sein eigenes Aktienportfolio um Werte mit Potenzial ergänzen will, stößt auf Aktien beispielsweise der InterGlobe Aviation, eines indischen Flugreise- und Logistikanbieters, oder auf Unternehmensanteile der Spring Airlines, Chinas erster Billigfluglinie mit Heimatflughafen in Shanghai.

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Kein Aktienkauf ohne gute Informationen

Schon nach dem kurzgefassten Einstieg, den dieser Artikel bieten soll, wird klar, dass die Investition in Aktien einige Anforderungen an Anleger stellt. Vor dem Kauf sollte umfassende Information stehen – das heißt, die Struktur und Geschäftstätigkeit, aber auch die Strategien eines Konzerns sollten nachvollziehbar sein. Auch wenn es sich bei Lufthansa Aktien um Blue Chips handelt, also „bekannte Größen“, sollten keine Informationen aus zweiter Hand ohne Hinterfragen übernommen werden. Anleger sollten

  • Unternehmensstrukturen und -strategien verstehen
  • Börsenhandel und Finanzmärkte begreifen
  • Nachrichten und wirtschaftliche Entwicklungen verfolgen

Auch die Funktion der Börse, der Ablauf des Handels und die grundlegenden Mechanismen der Finanzmärkte sollte der angehende Aktionär verstehen, ebenso wie den außerbörslichen Handel und die dort verfügbaren Finanzprodukte, die eine interessante Ergänzung zu einem Aktienportfolio darstellen können.

Damit die eigene Investition erfolgreich ist, geht es nicht ohne einen politischen und ökonomischen Überblick über das Weltgeschehen. Denn Konzerne aus dem Bereich Tourismus sind in besonderem Maß abhängig vom Ölpreis einerseits und den politischen Abläufen in den jeweiligen Zielgebieten.

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Absichern gegen Risiken

Wie bereits erläutert, sind Unternehmen wie die Lufthansa Group nicht nur von realen Ereignissen, sondern auch von Vorankündigungen und sogar Gerüchten abhängig – im Fall der Lufthansa Aktien reagierten die Märkte nicht übermäßig begeistert auf das mutmaßliche Interesse an der Condor. Derartige Meldungen, selbst wenn sie zunächst unbestätigt sind, genügen, um den Wert einer Aktie in die Höhe zu treiben oder abstürzen zu lassen. Das kann durchaus mehrmals täglich bzw. im Wochenverlauf geschehen. Wer sich für Aktien als Mittel zum Vermögensaufbau entscheidet, braucht daher starke Nerven, um sich vom Auf und Ab der Kurse nicht erschüttern zu lassen.

Damit die eigene Seelenruhe gewahrt bleibt, ist es ratsam, das Risiko der Anlage breit zu streuen. Die Investition in nur ein Unternehmen, sogar nur eine Branche, ist übermäßig riskant. Viel besser gehen Anleger vor, die nicht nur Lufthansa Aktien, sondern Unternehmensanteile anderer Fluggesellschaften und Logistikanbieter in ihr Portfolio aufnehmen. Auch die Entscheidung für Unternehmen aus Schwellenländern kann, wenn sie zu einem überschaubaren Prozentsatz vertreten sind, gute Renditen bei begrenztem Risiko einbringen. Diversifizierung heißt das Zauberwort, das gegen Konjunktureinbrüche einer Branche oder eines nationalen Marktes schützt.

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Mit Kennzahlen zur unvoreingenommenen Entscheidung

Ein „gutes Gefühl“ reicht nicht aus, um einen begründeten Aktienkauf zu tätigen. Wesentlich besser geht man vor, wenn man Kennzahlen nutzt. In der Betriebswirtschaft finden verschiedene Kennzahlen Anwendung, um die Performance eines Unternehmens einzustufen. Gleiches ist auch für Aktien möglich. Nicht alle Kennzahlen sind wirklich objektiv – einige beruhen zumindest teilweise auf Schätzwerten. Daher kommt den geläufigsten Kennzahlen ein unterschiedliche Zuverlässigkeit zu.

Als verlässlich kann das Verhältnis von Kurs und Buchwert bezeichnet werden. Der aktuelle Aktienkurs wird durch den Buchwert der Aktie geteilt. Ist der erhaltene Wert geringer als Eins, ist die Aktie mit Sicherheit unterbewertet.

Aufschlussreich, wenn auch teilweise spekulativ, ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Hierzu wird der Kurs durch den erwarteten Gewinn geteilt. Der erwartete Jahresgewinn kann allerdings nur geschätzt werden, deshalb ziehen Analysten gern frühere Jahresgewinne zur Untermauerung der Berechnung hinzu.

Auch Dividenden gelten als Indikator für die Entwicklung einer Aktie. Nehmen sie kontinuierlich und zuverlässig zu, gilt gleiches auch für das Wachstum des Unternehmens.

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Lufthansa Aktien: bis 2018 gute Dividenden

Die Geschäftsstrategie der Lufthansa Group sieht vor, die Aktionäre am Erfolg des Unternehmens zu beteiligen. Dabei beträgt die Ausschüttungsquote zwischen 10 % bis 25 % vom EBIT des DAX-Konzerns. Auch Sonderdividenden sind neben den alljährlichen Ausschüttungen möglich. Für die Geschäftsjahre 2015 und 2016 wurden jeweils Dividenden von 0,50 Euro pro Aktie ausgeschüttet, in 2017 wurde die Dividende auf 0,80 Euro erhöht. Auch für das Geschäftsjahr 2018 wird diese Dividende beibehalten. Der Bilanzgewinn der Deutschen Lufthansa AG belief sich trotz erheblicher Mehrkosten durch Ölpreiserhöhung und die Schadensbegrenzung der Ausfälle im Sommer auf insgesamt 380 Millionen Euro. Die Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2018 erfolgte nach der Hauptversammlung am 7. Mai 2019.

CFDs statt Lufthansa Aktien handeln

Der einstige Top-Titel kämpft derzeit mit einem veränderten Geschäftsumfeld und durchläuft seit Monaten ein beachtliches Auf und Ab. Angesichts dieser Volatilität entscheidet sich nicht jeder Anleger für Lufthansa Aktien. Denn wer Unternehmensanteile hält, macht nur dann Gewinn, wenn der Konzern schwarze Zahlen schreibt. Ist dies nicht der Fall, geht der Aktionär leer aus. Schlimmstenfalls, nämlich wenn das Unternehmen Konkurs anmeldet, verliert der Investor sein eingesetztes Kapital. Dies ist zwar bei der Lufthansa nicht zu befürchten, aber große Sprünge macht der Kranich derzeit auch nicht.

Doch selbst davon kann man profitieren: mit sogenannten CFDs. Die Contracts for Difference, auf Deutsch Differenzkontrakte, wurden ursprünglich entwickelt, um die britische Stempelsteuer auf Aktienkäufe zu umgehen. Ein CFD bildet den Kursverlauf eines Basiswertes ab. Dieser kann eine Aktie sein, auch wenn mittlerweile viele andere Underlyings möglich sind. Der Halter des CFDs kauft also nicht die Aktie, sondern profitiert von der Entwicklung des Kurses. Dabei werden Differenzkontrakte, anders als Aktien, nicht langfristig gehalten, sondern vor allem im Daytrading innerhalb kurzer Zeitspannen gekauft und verkauft. Der Trader profitiert von den Kursschwankungen, die gerade bei Lufthansa Aktien derzeit an der Tagesordnung sind.

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Besonderheiten im CFD-Handel

Differenzkontrakte sind deshalb so beliebt, weil sie zu den sogenannten Hebelprodukten gehören. Das heißt, das nur ein Teil des tatsächlich bewegten Kapitals als Sicherheitsleistung hinterlegt wird. Bei Aktien-CFDs beträgt der Hebel maximal 1:5, so dass ein Trader 1.000 Euro einsetzt, um tatsächlich 5.000 Euro bewegen zu können. Dies vervielfacht die Rendite – im Verlustfall allerdings auch die Einbußen, weshalb CFDs als besonders risikoreiche Finanzprodukte gelten.

Eine weitere Besonderheit der Differenzkontrakte besteht darin, dass nicht nur auf steigende Kurse spekuliert werden kann – auch CFDs auf fallende Kurse sind möglich. Damit leuchtet ein, dass man mit diesem Finanzinstrument Gewinne machen kann, unabhängig davon, wie sich der Markt gerade verhält. Und dank des Hebels kann man mit geringem Kapital zum Teil beträchtliche Summen bewegen. Ein Anleger, der die notwendigen Grundkenntnisse und ein vernünftiges Risikomanagement mitbringt, kann mit CFDs gute, sogar sehr gute Renditen erzielen. Aber nicht nur im Daytrading sind Differenzkontrakte nützlich, auch Aktionäre haben etwas davon.

Denn CFDs eignen sich sehr gut für das „Hedging“ – also die Absicherung – des eigenen Aktienportfolios. Wer beispielsweise Lufthansa Aktien hält, kann sie mit CFDs auf dieselbe Aktie, aber auf fallenden Kurs, hedgen – so lässt sich ein Verlust bei Kurseinbrüchen zumindest teilweise auffangen, denn wenn die Aktie an Wert verliert, erzielt das CFD immerhin eine Rendite.

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Wertpapierhandel üben – mit einem Demokonto

Sowohl die Anlage in Aktien als auch der Handel mit CFDs und ähnlichen Finanzprodukten ist nicht risikofrei. Anders als beim Sparkonto oder Festgeldkonto gibt es keinen Einlagenschutz oder Zinsgarantien. Die möglichen Renditen sind attraktiv, gehen aber mit Risiken einher. Deshalb ist es wichtig, sich vor der ersten Investition so umfassend wie möglich zu informieren. Nicht jeder Anleger bringt betriebswirtschaftliche Kenntnisse mit, die einen sofortigen Einstieg erlauben.

Glücklicherweise finden sich zahlreiche, oft durchaus qualitätvolle, Bildungsangebote im Netz. Denn seriöse Online-Broker unterstützen ihre Kunden in vielen Fällen mit Schulungsressourcen, die sich sehen lassen können. Die zum Teil ausgezeichneten Angebote enthalten eBooks, Blogartikel und Videotutorials, Marktnachrichten, kostenlose Analysen und manchmal sogar Echtzeit-Webinare, in deren Verlauf auch Fragen gestellt werden können. So gut wie alle Themen und Produkte aus der Finanzwelt werden erörtert, meist sind die Angebote sogar so beschaffen, dass verschiedene Kenntnisstufen angesprochen werden. Eine Weiterentwicklung ist durchaus möglich.

Hinzu kommt, dass bei vielen Brokern ein Demokonto genutzt werden kann, und zwar kostenlos und meist unbefristet. Die Musterdepots bieten eine echte Handelsumgebung, erlauben es Einsteigern, den Umgang mit der Handelssoftware zu erlernen, und sind mit virtuellem Kapital ausgestattet. So geht der Nutzer kein Risiko ein und kann alles, was er dank der Bildungsangebote lernt, zunächst mit Spielgeld in die Tat umsetzen. Nicht nur kann man sich auf diese Weise mit dem Handwerkszeug vertraut machen, auch die eigenen Risikoneigung und persönliche Schwachstellen in der Entwicklung erster eigener Strategien können so ermittelt und behoben werden. Nicht nur Trader, sondern auch Aktieninhaber ziehen deshalb große Vorteile aus der Nutzung derartiger Demokonten.

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Fazit: In nächster Zeit wohl keine Wunder bei Lufthansa Aktien

Wird die Lufthansa im Geschäftsjahr 2019 wieder profitabler? Die Marktbereinigungsphase dürfte noch andauern, und bis der Konzern wieder an Höhe gewinnt, müssen einige Herausforderungen bewältigt werden. Die eigenen Umsatzerwartungen liegen für das laufende Jahr zwischen 6,5 bis 8,0 % nach EBIT. Zwar sind die Buchungen für den Sommer bislang nicht unerfreulich, das Problem mit den Engstellen bei der Luftsicherheit bleibt jedoch bestehen und wird auch in diesem Jahr vermutlich Folgekosten bei Ausfällen und Verspätungen verursachen.

Hinzu kommt, dass nur das Lufthansa Catering und der Technik-Bereich zur Zeit positive Entwicklungen bei den Geschäftsergebnissen vorweisen können, in anderen Bereichen fallen dies Ergebnisse weniger gut aus, und das Eigenkapital ist ebenfalls in den vergangenen Monaten gesunken. Während Lufthansa Aktien früher den DAX rechts überholten, schleppen sie sich zur Zeit eher hinterher. Immerhin ist die Aktie mit einem vergleichsweise niedrigen KGV von 5,37 zur Zeit als günstig einzustufen, was viele Analysten zu Hold bzw. Buy Empfehlungen veranlasst.

Die Zukunft der Aktie wird in hohem Maß vom Umfeld abhängen – beispielsweise von der Entwicklung der Ticketkosten, aber auch vom Ölpreis und den daraus resultierenden Kosten für Treibstoff. Falls die Flugpreise tatsächlich steigen und der Ölpreis nicht nachzieht, könnten Lufthansa Aktien in 2019 doch noch zu den Gewinnern gehören. Anleger, die sich scheuen, zum derzeitigen Zeitpunkt zuzugreifen, seien Fluggesellschaften aus der Peer Group der Lufthansa, deutsche Mittelstandsaktien oder auch Unternehmensanteile von Fluggesellschaften aus Schwellenländern mit Potenzial ans Herz gelegt, mit denen das eigene Aktienportfolio ergänzt werden kann.

Bilderquelle: shutterstock.com

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