Wirtschaftseinbruch durch Lockdown

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 03.05.2021


Das Bruttoinlandsprodukt ist aufgrund des Lockdowns im ersten Quartal, wie von Experten erwartet, zurückgegangen. Allerdings war der Rückgang mit 1,7 Prozent stärker als erwartet. Damit hat die dritte Corona-Welle die Wirtschaft in Deutschland nochmals deutlich ausgebremst. Allerdings ist Licht am Ende des Tunnels in Sicht. Viele Aktien aus Deutschland sind, laut unseren XTB Depot Erfahrungen, auch im Angebot von XTB.

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Andere Länder mit besseren Zahlen

Aktiendepot.com Icon KündigungÖkonomen gingen lediglich von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 1,5 Prozent aus. Mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 1,7 Prozent ist Deutschland damit deutlich schlechter ins Jahr 2021 gestartet als andere Länder. Frankreich erreichte im ersten Quartal ein deutliches Wachstum von 0,4 Prozent. In Spanien ging die Wirtschaftsleistung nur um 0,5 Prozent zurück.

In Deutschland ist eines der Probleme für die Wirtschaft, da die Kauflaune der Menschen derzeit eher bescheiden ist. Viele Geschäfte und Restaurants sind weiter geschlossen. Dazu kommt, dass viele Waren wieder teurer geworden sind, da die Mehrwertsteuer wieder sieben bzw. 19 Prozent beträgt. Viele Menschen habe daher teurere Anschaffungen wohl schon Ende 2020 gekauft. Diese Käufe fallen nun aus der Konsum-Statistik für das erste Quartal heraus.

Während auf der einen Seite Händler, Gastronomen und Hoteliers hohe Umsatzeinbußen zu verkraften haben, läuft es in der Industrie bereits wieder recht gut. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass die exportlastige deutsche Industrie von der wirtschaftlichen Erholung in China und den USA profitierten konnten. Die Exporte lagen im Februar schon fast wieder auf dem Vorkrisenniveau.

Wirtschaftseinbruch durch Lockdown

Deutschland nicht in einer Rezession

Trotz der schwachen Zahlen für das erste Quartal befindet sich Deutschland nicht in einer Rezession, da das BIP in den letzten zwei Quartalen gestiegen war. Im dritten Quartal 2020 lag das Plus noch bei 8,7 Prozent und im vierten Quartal immerhin noch bei 0,5 Prozent. In der ersten Jahreshälfte wirkte sich die Corona-Pandemie stark auf die Wirtschaft aus. Daher sank die Wirtschaftsleistung im gesamten Jahr um 4,9 Prozent.

Forschungsinstitute und Ökonomen rechnen aber mit einem baldigen Aufschwung. Beispielsweise gehen die Volkswirte der Deutschen Bank für 2021 weiter von einem Wirtschaftswachstum von vier Prozent aus. Nicht alle sind jedoch so optimistisch. Beispielsweise gehen die sogenannten Wirtschaftsweisen für dieses Jahr nur von einem Wirtschaftswachstum von 3,1 Prozent aus. Sie senkten damit ihre Prognose aus dem Herbst deutlich und zeigt sich pessimistischer als die Bundesregierung.

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Erwartungen der Bundesregierung eher pessimistisch

Aktiendepot.com Icon VerbrauchertippsDie Bundesregierung zeigt sich aktuell etwas weniger pessimistisch und erhöhte ihre Prognose von drei auf 3,5 Prozent. Diese Verbesserung basiert auch auf der Stabilität der Exporte. Viele Experten hoffen, dass die Situation schon im zweiten Quartal besser aussieht und die deutsche Wirtschaft auf ihren Wachstumskurs zurückkehrt.

Bald könnten eine große Anzahl an Bürgerinnen und Bürgern zumindest die erste Corona-Impfung bekommen haben. Dann könnten schrittweise die Corona-Maßnahmen gelockert werden. Die Hoffnung besteht, dass dann vielerorts auch der Konsum zurückkehrt. Beispielsweise gehen die Wirtschaftswissenschaftler der Deutschen Bank davon aus, dass sich die Wirtschaft im Sommerhalbjahr deutlich erholen wird. Diese Erholung könnte von der internationalen Nachfrage getrieben werden, aber auch von den Nachholeffekten beim Konsum privater Haushalte. Dieser Effekt könnte nach Ende der Pandemie rasch einsetzen.

Wirtschaftseinbruch im 1. Quartal

Hoffnungen verfrüht?

Einige Experten warnen aber auch vor verfrühten oder überhöhten Erwartungen, da die Risiken durch die Pandemie weiter hoch sind. Der aktuelle Lockdown wird wohl noch bis weit ins zweite Quartal hinein dauern. Damit könnte die wirtschaftliche Entwicklung auch im zweiten Quartal unter den Erwartungen bleiben. Spätestens nach Ende des Lockdowns könnte die Binnenkonjunktur eine hohe Nachfrage erfahren. Dazu kommen ein Berg an Aufträgen, der abgearbeitet werden muss, sowie leere Lager, die wieder aufgefüllt werden müssen.

Aufgrund dieser Faktoren und des starken Exports erwartet nun auch die Bundesregierung ein höheres Wirtschaftswachstum in diesem Jahr. Statt nur drei Prozent geht sie nun von 3,5 Prozent aus. Für das nächste Jahr geht die Bundesregierung zudem von einem Plus von 3,6 Prozent aus. Dann soll die Wirtschaft auch laut Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier wieder zu alter Stärke zurückgefunden haben. Altmaier sieht die Wirtschaft für den Neustart gut gerüstet.

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Schwaches Wirtschaftswachstum im Vergleich zu anderen Ländern

Aktiendepot.com Icon ChecklisteEin Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent ist im Vergleich zu China, den USA und vielen europäischen Nachbarländern vergleichsweise schwach. Allein die amerikanische Wirtschaft könnte in diesem Jahr um 6,5 Prozent wachsen und sogar Frankreich, Italien und Spanien gehen von einem Plus von fünf bis sechs Prozent aus. Sicher muss man hier immer die teilweise sehr schwachen Zahlen aus dem letzten Jahr im Hinterkopf behalten, die nun die Ausgangsbasis für deutliche Wachstumsraten sind.

Die Exporte können in diesem Jahr eine wichtige Säule bei der Erholung der Wirtschaft sein und um 9,2 Prozent steigen, da die Nachfrage in wichtigen Absatzmärkten wie China oder den USA hoch ist. Das Wirtschaftsministerium geht zudem von höheren Investitionen aus. Auch hier könnten sich Nachholeffekte zeigen, da viele Unternehmen aufgrund der Pandemie Investitionen zurückgestellt haben. Darüber hinaus wird der Bauboom wohl weitergehen. Aufgrund der weiter niedrigen Zinsen ergeben sich hier lukrative Möglichkeiten. Zudem ist die Nachfrage nach Wohnraum weiter hoch.

Wirtschaftsleistung im 1. Quartal

Exporterwartungen so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr

Die Exporterwartungen liegen zurzeit auf einem Zehn-Jahres-Hoch und die Exporteure zeigen sich so optimistisch wie seit Anfang 2011 nicht mehr. Eine Umfrage des ifo-Instiututs hat gezeigt, dass das Barometer für Exporterwartungen der Industrie im April um 0,8 auf 24,6 Punkte anstieg. Laut ifo-Präsident Clemens Fuest war die Industrie in vielen Ländern kaum von der Pandemie beeinträchtigt, worin nun die Nachfrage nach Produkten aus Deutschland resultiert.

Laut des ifo-Instituts kommen aus fast allen Industriezweigen positive Nachrichten. Vor allem die Elektroindustrie zeigt sich sehr optimistisch. Der Indikator für den Maschinenbau liegt auf dem höchsten Wert seit über zehn Jahren. Aus der chemischen Industrie kommen ebenfalls gute Zahlen. Sorgenkinder sind aber Bekleidungshersteller und Teile des Fahrzeugbaus. Dort wird mit sinkenden Auslandsumsätzen gerechnet.

Die Binnenkonjunktur und der private Konsum in Deutschland könnte bald besser in Schwung kommen und auch in den Arbeitsmarkt könnte Belebung kommen. Dort war der Jahresbeginn eher schwierig. 2021 könnte die Zahl der Erwerbstätigen um 60.000 Menschen sinken. Für 2022 hofft man auf einen Beschäftigungsaufbau um 290.000 Stellen.

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Verzögerte Konjunkturerwartung wahrscheinlich

Aktiendepot.com Icon MustervorlageGenerell gehen Wirtschaftsforschungsinstitute von einer verzögerten Konjunkturerholung in diesem Jahr aus. Alle führenden Wirtschaftsinstitute in Deutschland, darunter das ifo-Institut, das IfW aus Kiel und das DIW in Berlin, senkten ihre Zahlen in einem Gemeinschaftsgutachten von 4,7 auf 3,7 Prozent. Die Wirtschaftswissenschaftler sehen in steigenden Infektionszahlen und Gefahren durch Virusmutationen große Gefahren. Das Infektionsgeschehen ist dabei eng mit Eindämmungsmaßnahmen verbunden.

Die Experten gehen davon aus, dass vor allem das schwache erste Quartal die Konjunktur belastet. Torsten Schmidt, der Konjunkturchef des RWI, ging schon vor einigen Wochen davon aus, dass die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal um 1,8 Prozent zurückgehen könnte. Falls sich die Pandemie weiter negativ entwickelt und die Zahl der Neuinfektionen weiter auf einen hohen Niveau bleibt, sind dies sicher noch immer große Gefahren für die Konjunktur. Weiter denkbare Schwierigkeiten ergeben sich aus Lieferproblemen bei Impfstoffen und Schnelltests sowie durch Virusmutationen.

Wirtschaftsleistung geht zurück

Lockerungen im zweiten Quartal?

Die führenden Wirtschaftsinstitute gehen davon aus, dass erst ab Mitte des zweiten Quartals zu ersten Lockerungen kommen könnte. Denkbar ist, dass alle Beschränkungen oder zumindest ein Großteil dann gegen Ende des dritten Quartals aufgehoben werden könnten. Kürzlich berichtete der „Tagesspiegel“, dass Kanzleramtschef Helge Braun davon ausgehe, dass der aktuelle Lockdown noch bis Ende Mai oder Mitte Juni gehen könnte. Braun dementierte dies jedoch später bei Twitter.

Dennoch werden spätestens im Sommer Lockerungen erwartet, die wohl auch positive Auswirkungen auf die Wirtschaftsaktivität, insbesondere in Dienstleistungsbereichen, die von der Krise stark betroffen waren, haben werden. Vor allem, wenn das Interaktionsgeschehen durch flächendeckende Impfungen endgültig unter Kontrolle ist, wird wohl eine starke wirtschaftliche Erholung beginnen. Zu Beginn des nächsten Jahres könnte den die wirtschaftlichen Kapazitäten dann wieder wie gewohnt ausgelastet sein und auch die Zahl der Arbeitslosen und der Menschen in Kurzarbeit wird sinken.

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Staatsschulden steigen

Aktiendepot.com Icon GebührenAllerdings werden als Folge der Pandemie wohl auch die Staatsschulden steigen. Daher sprechen sich die wichtigsten Wirtschaftsforschungsinstitute in Deutschland für eine Erhöhung des Rentenalters aus. Nach der Pandemie wird es eine wichtige Aufgabe, die Staatsfinanzen wieder auf eine stabile Grundlage zu stellen. Die Menschen in Deutschland werden aber immer älter, daher könnte sich ein höheres Rentenalter positive auf die Staatsfinanzen auswirken. Auch die Rentenversicherung würde so entlastet.

Aktuell versucht die Bundesregierung, mit Hilfspaketen in Milliardenhöhe die Folgen der Krise abzumildern. Noch immer sind die meisten Hotels und Restaurants geschlossen. Für den Einzelhandel gibt es strenge Auflagen. Fitnessstudios sind ebenso geschlossen wie Kinos und Freizeiteinrichtungen. Noch immer gehen Ökonomen daher von einer drohenden Pleitewelle aus. Die Innenstädte könnten nach der Krise nicht mehr so aussehen wie vor der Pandemie, auch da der Trend weiter zum Einkaufen im Internet geht.

Wirtschaftsleistung geht im 1. Quartal zurück

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Fazit: Lockdown belastet Wirtschaft

Aktiendepot.com Icon FazitWie erwartet sank die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal. Das Minus betrug 1,7 Prozent und fiel damit höher aus, als von vielen Experten erwartet worden war. Hoffnung auf eine Trendwende ist aber in Sicht. Je mehr Menschen geimpft sind, umso rascher können die Lockdown-Maßnahmen zurückgenommen werden, was zur wirtschaftlichen Erholung beitragen wird.

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