Neue Risiken für die Luftfahrtbranche

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 27.08.2021


Die Luftfahrt steht nach der Corona-Pandemie vor neuen Herausforderungen. Auch die Allianz warnt in einer Studie vor weiteren Risiken. Ein Begriff, der in der letzten Zeit immer wieder fällt, ist „Air Rage“ bzw. „Wut in der Luft“. Dies bezieht sich auf aggressive Fluggäste. Zudem sind einige Piloten lange nicht mehr geflogen. Aktien aus der Reisebranche sind, laut unseren XTB Depot Erfahrungen, auch bei XTB handelbar.

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Studie zu aktuellen Risiken in der Luftfahrt

Der Industrieversicherers AGCS, der zum Versicherungskonzern Allianz gehört, führte eine Studie zu aktuellen Risiken und Gefahren im Flugverkehr nach Ende der Pandemie durch. Laut Axel von Frowein, dem Regional Head of Aviation bei AGCS in Zentral- und Osteuropa, sieht im Stillstand der Flotten während der Pandemie ein „beispielloses Ereignis für die Luftfahrtindustrie“. Nun werden seiner Auffassung nach neue Herausforderungen aufkommen, sobald wieder mehr Flugzeuge abheben.

In der Studie werden einige Faktoren aufgeführt. Dazu gehört auch, dass vielen Piloten derzeit Flugpraxis fehlt. Laut den Experten der AGCS hatten wohl im Januar, als wieder mehr Flüge starteten, zahlreiche Piloten Fehler beim Landeanflug aufgrund fehlender Flugpraxis angegeben. Viele Piloten sind eineinhalb Jahre wenig oder gar nicht geflogen. Daher sieht AGCS-Schadenmanager Till Kürschner die fehlende Flugpraxis mit Sorge. Einige große Airlines haben gezielte Trainings für Piloten aufgelegt, bevor diese wieder im Cockpit saßen.

Neue Risiken für die Luftfahrtbranche

Schäden an Flugzeugen denkbar

Aus dem Stillstand vieler Flugzeuge in den letzten Monaten ergeben sich weitere Probleme. Beispielsweise könnten Insektennester unentdeckt geblieben sein, die Sensoren oder Triebwerke beschädigen können. Wenn Richtlinien für die Einlagerung nicht eingehalten werden, können die Risiken eines Tierbefalls steigen. Laut dem AGCS-Bericht haben sich wohl in den USA in einigen Fällen unbemerkt Insekten in geparkten Flugzeugen eingenistet. Aus Deutschland sind keine derartigen Berichte bekannt.

In der letzten Zeit wird häufiger auch von „Air Rage“ oder „Wut in der Luft“ gesprochen. Dieses Phänomen beschreibt wütende Passagiere. Berichte über Vorfälle mit wütenden Passagieren gibt es vor allem aus den USA. Die dortigen Luftfahrtbehörde FAA kommt seit Jahresbeginn auf 3.100 Fälle, was deutlich mehr war als vor der Pandemie. Bei 2.350 Vorfällen kam es wohl zu Streitigkeiten mit Maskenverweigeren. In Europa gibt es deutlich weniger solcher Fälle, aber zuletzt kam es ebenfalls zu Streitigkeiten mit Passagieren in Flugzeugen und an Flughäfen.

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Veränderungen in der Luftfahrtbranche

Die Experten von AGCS gehen davon aus, dass sich die Flugbranche insgesamt verändert wird. So könnte es mittelfristig zu einem Pilotenmangel kommen. Viele Flugzeuge könnten dann von wenig erfahrenen Piloten geflogen werden. Zudem wurden während der Pandemie mehr älterer Flugzeuge durch neue ersetzt. Teilweise wären Reparaturen aufgrund neuer Materialien zu teuer.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es in den letzten Monaten zu vergleichsweise wenigen Schadensfällen gekommen sei. Kleinere Schäden wie Stürze oder verlorenes Gepäck am Flughafen sind deutlich zurückgegangen, da die Zahl der Passagiere stark gesunken ist. Trotz Pandemie gab es dennoch große Schäden an geparkten Flugzeugen und auch durch Abstürze oder Notlandungen. Es gab in den letzten Monaten auch einige tragische Unfälle.

Die Schadenaktivität wird aber wohl wieder steigen, sobald wieder mehr Fluggäste unterwegs sind. Von 2016 bis 2020 waren laut der AGCS Kollisionen und Abstürze die Ursache für 30 Prozent aller Versicherungsfälle und für über die Hälfte der Schäden. Durch Fehler bei Verarbeitung und Wartung entstehen 13 Prozent der Schadensfälle sowie 24 Prozent der Schäden.

 Risiken für die Luftfahrtbranche

Sorgen mit Blick auf Delta-Variante

Zwar gibt es wieder mehr Passagiere bei Billig Airlines, aber, die Delta-Variante des Coronavirus bereitet weiter große Sorgen. Derzeit wird wieder über das Thema Reisebeschränkungen diskutiert. Einige Länder wie Griechenland, die Türkei oder Kroatien haben in den letzten Tagen ihre Vorgaben wieder verschärft. So hatte Griechenland aufgrund sinkender Neuinfektionszahlen eigentlich bereits einen großen Teil seiner Corona-Maßnahmen aufgehoben. Es gilt beispielsweise keine Maskenpflicht mehr im Freien und die nächtliche Ausgangssperre wurde aufgehoben. Das Auswärtige Amt listet Griechenland ebenfalls nicht mehr als Hochrisikogebiet.

Allerdings sind die Regeln auf Fähren zu den griechischen Inseln zuletzt wieder schärfer geworden. Reisende müssen vor Fahrtantritt einen negativen Schnelltest vorlegen, der höchstens 48 Stunden alt ist. Auch der Nachweis einer Impfung oder Genesung sowie ein maximal 72 Stunden alter PCR-Test wird akzeptiert. In Griechenland wurden zuletzt täglich wieder 700 neue Infektionen gemeldet. Zuvor waren es nur 200 bis 400 am Tag. Die Delta-Variante wurde unter anderem auf Kreta nachgewiesen.

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Neue Regeln in Kroatien

Auch Kroatien hat Anfang Juli seine Einreisevorgaben erneut verändert. Reisende benötigen nun das in der ganzen EU gültige Corona-Zertifikat, auch „Grüner Pass“ genannt. Bis Mitte Juli wird aber auch noch eine Bescheinigungen der einzelnen Länder über Impfungen, Test oder Genesungen akzeptiert.

Wer nicht geimpft ist oder bisher nicht an Covid-19 erkrankt war, muss einen Corona-Test durchführen lassen, wenn er nach Kroatien einreisen will. Bis das Ergebnis da ist, müssen sich Reisende isolieren. Reisende aus einem EU-Land können auch einreisen, wenn sie einen höchstens 72 Stunden alten PCR-Test oder einen maximal 48 Stunden alten Antigen-Schnelltest vorlegen können. Wenn die Eltern genesen, getestet oder geimpft sind, sind Kinder unter 12 Jahren von diesen Vorgaben befreit.

Türkei ebenfalls betroffen

In der Türkei ist die Delta-Variante noch nicht so weit verbreitet, dennoch ist das Land ebenfalls stark von der Pandemie betroffen. Vor einigen Tage stufte das Auswärtige Amt die Türkei von Hochinzidenzgebiet auf Risikogebiet nach unten. Die Bundesregierung hat aber zum 1. Juli neue Vorgaben für Reisen in die Türkei verkündet.

Bei der Einreise muss ein negativer Antigen-Schnelltest vorgelegt werden und Reisende müssen sich 72 Stunden vor der Ankunft über ein Formular registrieren. 48 Stunden vor der Rückreise nach Deutschland muss dann nochmals ein negativer Coronatest vorgelegt und ein Einreiseformular ausgefüllt werden. In der Türkei gelten weiter eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit sowie Abstand- und Hygieneregeln. Zudem darf ab Mitternacht in Bars keine Musik mehr abgespielt werden.

Die Balearen-Insel Mallorca hat kürzlich ebenfalls seine Einreisevorgaben für bestimmte Gruppen verändert. Wer an einer organisierten Gruppenreise teilnimmt, muss einen negative PCR-Test vorlegen oder geimpft sein. Auch in Spanien steigen die Infektionszahlen wieder und die 7-Tage-Inzidenz ist in den letzten Tagen auf 67 geklettert. In Barcelona liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 121.

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Keine großen Sorgenfalten an der Börse

Diese neuen Vorgaben sorgten an der Börse allerdings nicht für größere Sorgenfalten. Bisher wird nicht davon ausgegangen, dass das gerade anziehende Tourismus-Geschäft einen größeren Rückschlag erleidet. Auch TUI zeigte sich zuversichtlich. Die Aktie des Reisekonzerns musste keine Rückschläge hinnehmen.

Reisestornierungen beobachtet TUI derzeit kaum. Ohnehin würde Reisende im Moment die Entwicklungen beobachten und eher kurzfristig buchen, aber auch die ersten Buchungen für Winterurlaube gehen schon ein. Die Reiselust der Menschen scheint bisher ungebrochen. Allerdings hat TUI Reisen nach Portugal bis Ende Juli zunächst aus dem Programm gestrichen. Griechenland, Spanien und die Türkei gelten allerdings als Trend-Ziele und sind derzeit sehr gefragt.

Sorgen der Airlines

Bisher keine strengeren Regeln erwartet

Vor allem die Nachfrage nach Reisen in die Türkei hat bei TUI zuletzt zugenommen, nachdem das Land nicht mehr als Hochinzidenzgebiet eingestuft wird. Reisen in die Türkei trugen vor der Pandemie mit rund sieben Prozent zum Geschäft von TUI bei. Die Situation in Spanien wird auch von Außenminister Heiko Maas noch nicht als besorgniserregend eingestuft. Derzeit sei nicht in Sicht, dass bald wieder strengere Entscheidungen getroffen werden müssen, sodass deutsche Touristen keinen Urlaub mehr in Spanien machen können. Auch eine erneute Einführung der Quarantänepflicht für Urlauber, die aus Spanien zurückkommen, ist derzeit nicht in Sicht, obwohl weiter Grund zur Vorsicht besteht.

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Neue Sorgen für Airlines

Fazit: Luftfahrt weiter vor großen Herausforderungen

Nachdem die Buchungen für Flugreisen wieder anziehen, könnten durch andere Faktoren Risiken drohen. Ein Aspekt ist dabei die fehlende Flugpraxis vieler Piloten. Auch wieder verschärfte Einreiseregeln in einigen Ländern aufgrund wieder steigender Infektionszahlen bergen Risiken. Noch geht die Branche aber nicht von einem erneuten Rückschlag aus.

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