Gutes Tesla-Ergebnis durch Nebengeschäfte

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 27.08.2021


Die Nebengeschäfte von Tesla wirken sich vorteilhaft auf den Gesamtgewinn des Unternehmens aus. Das Unternehmen erreichte zum siebten Mal in Folge die Gewinnzone. Würde man den Verkauf von Abgaszertifikaten und die jüngsten Spekulationen mit Bitcoin aber herausrechnen, sähe das Ereignis nicht so rosig aus. Die Tesla-Aktie gehört auch bei XTB zu den beliebtesten Werten.

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Umsatzsteigerung im ersten Quartal

Aktiendepot.com Icon VerbrauchertippsAuf den ersten Blick scheint die Erfolgsstory von Tesla damit weiterzugehen. Im ersten Quartal ging der Umsatz zum 74 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro nach oben. Der Gewinn lag bei umgerechnet 362 Millionen Euro bzw. 438 Millionen Dollar. Im ersten Quartal 2020 lag der Gewinn nur bei 16 Millionen Dollar. Der operative Gewinn zu Jahresbeginn lag bei fast 600 Millionen Dollar. Zudem wurden 184.877 Autos ausgeliefert, was nicht nur ein fast doppelt so viele waren wie im letzten Jahr, sondern insgesamt ein neuer Rekord.

Vor allem der Handel mit Abgaszertifikaten war – nicht zum ersten Mal – ein Vorteil für das Ergebnis. Auf diesem Wege erzielte Tesla einen Umsatz von 518 Millionen Dollar, was 46 Prozent mehr als vor einem Jahr waren. Der Handel mit Kryptowährungen wirkte sich ebenfalls positiv aus. Tesla hatte vor einer Weile für 1,5 Milliarden Dollar Bitcoins gekauft und 300 Millionen Dollar davon wieder verkauft. Dabei profitierte Tesla von Kursgewinnen in Höhe von über 100 Millionen Dollar. Elon Musk gilt als Bitcoin-Unterstützer und hat sich immer wieder positiv über die Kryptowährung geäußert. Damit hat er immer wieder auch zur Kursentwicklung von Bitcoin beigetragen. Darüber hinaus können Tesla-Autos mittlerweile auch in Bitcoins gezahlt werden.

Gutes Tesla-Ergebnis durch Nebengeschäfte

Autoverkauf eher schwach

Aktiendepot.com Icon ChecklisteEigentlich müssten die Gewinne aus dem Bitcoin-Handel und dem Handel mit Abgaszertifikaten vom operativen Gewinn abgezogen werden. Dann würde man nach Auffassung vieler Experten zu dem Ergebnis kommen, dass Tesla mit dem Verkauf von E-Autos weiter kein Geld verdient. Dazu kommt, dass die Geschäftsfelder und das Geschäftsmodell von Tesla noch immer recht unübersichtlich sind.

Viele Anleger zeigten sich damit aus guten Gründen mit dem Ergebnis von Tesla unzufrieden. Nach Bekanntwerden der Quartalszahlen ging der Aktienkurs um über zwei Prozent nach unten. Dies hängt damit zusammen, dass Gewinne, die über Bitcoins oder Abgaszertifikate erzielt wurden, nicht nachhaltig sind.

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Konkurrenz wird stärker

Dazu kommt, dass die Konkurrenz, wie zum Beispiel Qingling Motors aus China, bei Elektroautos deutlich aufholt. Je besser die Konkurrenten aufgestellt sind, umso weniger Geld kann Tesla über Abgaszertifikate einnehmen. Auch Bitcoins sind ein unsicheres Geschäft, da die Kryptowährung sehr schwankungsanfällig ist. Unsicherheit gibt es auch bezüglich des Tesla-Werks in Grünheide. Noch immer gibt es keine endgültige umweltrechtliche Genehmigung.

Erst wenn das Werk fertig ist und die endgültige Genehmigung vorliegt, kann laut Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach das erste Auto fertiggestellt werden. Auch Steinbach kann kein konkretes Datum nennen, wann das Genehmigungsverfahren zum Ende kommt. Bisher ging man davon aus, dass die Produktion in Grünheide Mitte 2021 starten könnte. Der Geschäftsbericht von Tesla deutet aber darauf hin, dass es erst später im Jahr soweit sein könnte und die ersten Tesla-Autos in Brandenburg gebaut werden.

Tesla Zahlen

Elektromobilität wird gefördert

Aktiendepot.com Icon GebührenDie Autoindustrie soll mehr und mehr auch von staatlicher Seite verpflichtet werden, klimaschonendere Autos herzustellen. Sowohl die EU wie auch einige US-Bundesstaaten haben mittlerweile entsprechende Gesetze auf den Weg gebracht. Liegt ein Hersteller über bestimmten Grenzwerten, so können andere Hersteller, die die Vorgaben erreichen, Abgaszertifikate erwerben und damit ihre Emissionsbilanz verbessern. Tesla produziert ausschließlich Elektroautos und blickt damit ohnehin auf eine gute Ökobilanz. Dies gibt Tesla mehr Spielraum zum Handel mit Abgaszertifikaten.

Die Konkurrenz wird allerdings immer aktiver. Im Fokus steht dabei besonders VW. Der Wolfsburger Autobauer holt auf und könnte früher oder später den Marktführer Tesla vielleicht sogar an der Spitze ablösen. Vielen Unternehmen ist in der Zwischenzeit klar geworden, dass im Kampf gegen den Klimawandel vor allem der Elektromobilität eine große Rolle zukommt.

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Deutsche Autobauer müssen aufholen

Auch um international konkurrenzfähig zu bleiben, müssen insbesondere die deutschen Autobauer aufholen. VW-Chef Herbert Diess sagte kürzlich bei einer Veranstaltung, dass Batterien die einzige Möglichkeit seien, um den Verkehr CO2-frei zu bekommen. VW setzt nun sehr stark auf E-Mobilität. In den nächsten Jahren will der Autobauer etwa 35 Milliarden Euro in diesen Bereich investieren und plant, dass bis 2030 etwa 70 reine E-Modelle verkauft werden. Bis dahin sollen 60 Prozent aller neuen VW-Autos mit Batterien angetrieben werden.

Die Autofahrer in Deutschland scheinen die E-Mobilität ebenfalls immer interessanter zu finden. Auf dem Markt gibt es zum einen einige neue Modelle, zum anderen bieten die Kaufprämien der Bundesregierung einen Anreiz. Im letzten Jahr waren über 13 Prozent der Neuzulassungen Elektroautos oder Plug-in-Hybride, wie aus Zahlen des Kraftfahrtbundesamts (KBA) hervorgeht. Noch 2016 lag dieser Wert bei unter einem Prozent.

Gutes Tesla Ergebnis

Anteil von E-Autos steigt

Aktiendepot.com Icon AnfängerDer Trend setzt sich in diesem Jahr fort. Im März war jeder zehnte Neuwagen batteriebetrieben. Der Marktanteil von Autos mit alternativen Antrieben wie Batterien, Hybrid oder Wasserstoff liegt derzeit bei 37,6 Prozent. Laut dem KBA ist dieser Wert so hoch wie nie. Im ersten Quartal war VW die beliebteste Marke. Laut eigener Angaben liegt der Marktanteil von VW bei E-Autos bei rund 34 Prozent.

Die Zielmarke ist aber auf jeden Fall weiter Tesla. Der Marktanteil des Autobauers ging jedoch zuletzt in Deutschland von 30 Prozent vor zwei Jahre auf jetzt nur noch neun Prozent zurück. International ist Tesla aber weiter klar Marktführer. Im letzten Jahr verkaufte Tesla fast eine halbe Million Autos, was 36 Prozent mehr waren als im Vorjahr.

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Tesla auf chinesischem Markt vorne

Auf dem auch für E-Autos sehr wichtigen chinesischen Markt liegt Tesla mehr als deutlich vorne. Jedes dritte E-Auto von Tesla wird in China verkauft. In den USA liegt der Marktanteil bei 80 Prozent. Auch VW-Chef Diess sieht in Tesla eine wichtige Benchmark. Diess hält viel von Tesla und Elon Musk und sieht in dem US-Autobauer die Messlatte für die Autobranche. Auch mit Blick auf Produktionsweisen und Trends gibt Tesla anderen Autobauern Impulse.

Tesla hat weiter einige Wettbewerbsvorteile und hat in den letzten Jahren sicher Zielmarken gesetzt. Ohne Tesla wäre die Elektromobilität vielleicht noch lange nicht da, wo sie heute ist. Unter anderem ist Tesla bei der Batterietechnologie führend und auch bei Schnellladestationen Vorreiter. Hier liegen die deutschen Autobauer noch zurück. Vor allem bei der Ladeinfrastruktur gibt es einen Rückstand.

Tesla hat zudem eine spezielle Fahrzeugarchitektur, eigene Betriebssysteme und Chips. VW muss dagegen Software einkaufen. Bei der Produktion hat Tesla ebenfalls Vorteile. In kurzer Zeit kann das Unternehmen Werke bauen und der Automatisierungsgrad ist höher. VW versucht jedoch aufzuholen. Derzeit sind sechs Gigafabriken geplant, in denen Batteriezellen gebaut werden sollen. Außerdem sind 18.000 Schnellladestationen geplant.

Geschäftszahlen bei Tesla

VW holt weiter auf

Aktiendepot.com Icon KündigungVW holt damit immer weiter auf und könnte Tesla bald gefährlich werden. Ein Vorteil von VW ist beispielsweise der modulare E-Antriebs-Baukasten (MEB), der für zahlreiche Modelle verwendet werden kann. Zudem kann der Autobauer seine Strategien auf vielen Märkten und bei unterschiedlichen Marken umsetzen.

Tesla hat weiter ein eher kleines Angebot. VW kann allerdings neben eigenen Modellen auch beispielsweise Autos der Marken Audi oder Skoda anbieten. So könnte VW E-Autos bald massentauglich anbieten. Der Autobauer will bis 2025 in aller Welt über eine Million E-Autos im Jahr verkaufen. Dazu sollen auch Wagen aus den Mittel- und Kompaktklassen gehören.

Dabei kann VW auf ein internationales Produktionsnetzwerk zurückgreifen. Tesla versucht ein solches gerade erst aufzubauen. Zudem hat VW jahrelanges Fachwissen bei Karosserien, Fahrwerken und den Ausbau des Innenraums. Die Qualität ist hier sehr hoch. VW hat damit gute Voraussetzungen, irgendwann internationaler Marktführer bei E-Autos zu werden.

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VW könnte Tesla schon bald ablösen

Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom Duisburger CAR-Institut kann sich sogar vorstellen, dass dies schon 2022 so weit ist. Der Hintergrund dafür könnte die große Anzahl an Modellen sein. Lange hatte Tesla scheinbar uneinholbar die Nase bei E-Autos vorne. Dies könnte nun vorbei sein, denn nach und nach holt die Konkurrenz auf und könnte für Tesla zur Gefahr werden. Mit neuen Innovation könnte Tesla den Vorsprung halten, aber sowohl bei Innovationen wie auch bei den Absatzzahlen holt die Konkurrenz auf.

Neue Tesla Zahlen

Tesla-Aktie bei XTB handeln

Aktiendepot.com Icon ChecklisteDie Tesla-Aktie ist unter den Tradern von XTB sehr beliebt. Der Broker bietet insgesamt 2.500 Aktien von 16 Börsen an. Diese können im direkten Handel bis zu einer Summe von 100.000 Euro im Monat kommissionsfrei gehandelt werden. Auch der Aktienhandel über CFDs ist möglich. Von allen angebotenen Börsen bietet XTB auch Echtzeitkurse an. Dazu kommen zahlreiche Tools auf der modernen XTB Handelsplattform, die von XTB selbst entwickelt wurde.

CFDs und Aktien werden über nur ein Konto gehandelt. Bei der Kontoeröffnung gibt der Broker keine Mindesteinzahlung vor. Zudem sind viele Einzahlungswege kostenlos. Zuvor kann das Angebot 30 Tage lang über ein XTB Demokonto getestet werden. Der Broker bietet zahlreiche Schulungsangebote an, die über die Trading Academy abrufbar sind. Dazu gehören auch Webinare, für die sich Trader kostenlos auf der Webseite von XTB anmelden können.

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Kundendienst beantwortet viele Fragen

Viele Fragen rund ums Trading beantwortet der Kundenservice des Brokers. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Frankfurt am Main sind unter der Woche rund um die Uhr erreichbar. Das Frankfurter Büro wurde 2008 eröffnet. Der Warschauer Broker ist bereits seit über 15 Jahren am Markt und expandierte in den letzten Jahren in viele europäische Länder.

Daher sind mehrere Aufsichtsbehörden für den börsennotierten Anbieter zuständig. Über 275.000 Trader aus aller Welt sind bei XTB aktiv. Der Broker arbeitet daran, seine Handelsplattform immer weiter zu verbessern. Insgesamt können Trader über 4.000 Finanzinstrumente, laut unseren XTB Depot Erfahrungen, bei XTB handeln und finden dafür zahlreiche Marktinformationen, Charts und Indikatoren.

Gute Tesla Zahlen

Fazit: Tesla dank Nebengeschäften mit guten Quartalszahlen

Aktiendepot.com Icon FazitDank des Handels mit Bitcoin und Abgaszertifikate legte Tesla erneut gute Quartalszahlen vor. Würden man diese jedoch abziehen, wäre das Autogeschäft nicht profitabel. Beide Nebengeschäfte gelten als wenig nachhaltig, daher waren Anleger nicht überzeugt. Dazu kommt, dass zahlreich Konkurrenten, allen voran VW, immer mehr aufholen.

Dennoch ist die Tesla-Aktie bei XTB weiter sehr beliebt. Trader können 2.500 Aktien von 16 Börsen bis zu einer Handelssumme von 100.000 Euro im Monat kommissionsfrei handeln. Dazu kommen zahlreiche weitere Handelsinstrumente wie ETFs und CFDs. Der Handel erfolgt über nur ein Konto.

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