DAX bald mit 40 Werten

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 08.12.2020


Der DAX umfasst bald 40 Werte. Darüber hinaus werden Kontrollen und Aufnahmekriterien verschärft. Das neue Regelwerk ist eine Reaktion auf den Wirecard-Skandal in diesem Jahr. Los geht es für den neu zusammengesetzten DAX im September 2021. Profitabilität und Transparenz in der Berichterstattung sollen bald bei der Aufnahme in den Leitindex stärker berücksichtigt werden.

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Neues Regelwerk und DAX-Vergrößerung

Aktiendepot.com Icon ChecklisteDie Ausweitung des Index war erwartet worden. Wie Stefan Flägel von der Börsentochter Qontigo sagte, hatte der Börsenbetreiber zuvor Akteure aus der Finanzindustrie, Unternehmen, Verbände und Interessengruppen befragt und die etwa 600 Rückmeldungen ausgewertet. Weiter erklärte Flägel, dass die Marktteilnehmer in Zukunft von einem einfachen Regelwerk profitieren, dass sich an internationalen Standards und neuen qualitativen Kriterien ausrichtet. Bald wird dann die Rede vom DAX 40 sein.

Da der DAX von 30 auf 40 Werte erhöht wird, schrumpft der MDax von 60 auf 50 Unternehmen. Der SDax bleibt unverändert bei 70 Mitgliedern. Durch den Bilanzskandal bei Wirecard ging viel Vertrauen verloren, insbesondere bei internationalen Anlegern. Diese zeigten sich vom deutschen Aktienmarkt und dem Umgang der Kontrollinstanzen mit Wirecard enttäuscht. Dazu kamen Forderungen von Experten und Investoren, die sich eine breitere Abdeckung wichtiger Branchen der deutschen Wirtschaft im DAX wünschten. Der Wirecard-Skandal hat das Image des DAX stark beschädigt. Daher kommt das neue Regelwerk noch vor Jahresende, um das Image wieder aufzupolieren. Zudem wird die Wirtschaft in Deutschland breiter abgebildet.

DAX bald mit 40 Werten

Strengere Regeln nach Wirecard-Skandal

Aktiendepot.com Icon UmzugDer Wirecard-Skandal hat nun auch strengere Regeln für die Mitgliedschaft im DAX zur Folge. Schon ab Dezember 2020 müssen alle zukünftigen DAX-Kandidaten schon vor der Aufnahme in den Leitindex ein positives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, kurz Ebitda, in den letzten zwei Finanzberichten vorweisen. Damit sollen es nur noch Unternehmen in den DAX schaffen, die auch wirklich profitabel sind. Diese Regel gilt nur für neue Mitglieder. Zudem dürfen im MDax und im SDax auch weiter Unternehmen vertreten sein, die unprofitabel sind.

Neben den Vorkommnissen rund um Wirecard, bei dem nicht nur die Deutsche Börse, sondern auch die BaFin kein gutes Bild abgaben, führte auch die Aufnahme des Nachfolgers Delivery Hero zu Kritik am Regelwerk. Der Essenslieferant arbeitet bisher nicht profitabel. In der Folge hatte die Deutsche Börse Ende Juli eine Überarbeitung der Richtlinien für die ganze DAX-Familie angekündigt und erste Vorschläge gemacht, zu denen sich dann Banken oder Verbände äußern konnten.

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Ausschluss aus Index möglich

Wenn ein Unternehmen seine Zahlen nicht fristgerecht vorlegt, kann der Betreiber das Unternehmen aus dem DAX, dem MDax, dem SDax und dem TecDAX herauswerfen. Ab März nächsten Jahres müssen Unternehmen dazu testierte Geschäftsberichte vorlegen sowie vierteljährliche Quartalsmitteilungen übermitteln. Die aktuellen Unternehmenszahlen müssen drei Monate nach Ende des Geschäftsjahres bzw. 45 Tage nach Ablauf eines Quartals vorliegen. Legt ein Unternehmen diese auch nach einer „Warnfrist“ von 30 Tagen nicht vor, wird das Unternehmen sofort aus dem Index ausgeschlossen.

Ab März müssen alle Unternehmen im Index zudem den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechen. Diese beziehen sich auf die Einsetzung eines Prüfungsausschusses. Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) ist ein Regelwerk, dass insbesondere börsennotierten Unternehmen Handlungsempfehlungen zur guten Unternehmensführung an die Hand gibt.

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Gute Unternehmensführung bald Teil der Vorgaben

Aktiendepot.com Icon KündigungMit dem Thema gute Unternehmensführung beschäftigen sich Unternehmen und andere Verantwortliche seit den 1990er Jahren. Dies gilt auch für die Bundesregierung, die 1998 das erste Corporate-Governance-Gesetz auf den Weg brachte. Im Jahr 200 wurde dann eine Regierungskommission mit dem Namen „Corporate Governance – Unternehmensführung – Unternehmenskontrolle – Modernisierung des Aktienrechts“ eingesetzt, die unter anderem einen „Code of Best Practise“ für deutsche Unternehmen vorgeschlagen hat.

In der Folge bildete die damalige Justizministerin Herta Däubler-Gmelin 2001 mit der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ eine Selbstregulierungseinrichtung der Wirtschaft, die von der Wirtschaft finanziert wird und unabhängig von der Politik agiert. Diese Kommission erarbeitete den Deutschen Corporate Governance Kodex, der im Februar 2002 vorgelegt wurde. Unter anderem geht die Erklärungspflicht nach § 161 des Aktiengesetzes für börsennotierte Aktiengesellschaften auf diesen Kodex zurück.

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Kodex seit 2002

Seit 2002 wird der Kodex einmal im Jahr von der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ geprüft und bei Bedarf verändert. Im Kodex selbst geht es unter anderem um Vorgaben zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat, Transparenz und Rechnungslegung. Der Kodex will Regeln und Werte für eine angemessene Unternehmensführung vorgeben. Diese sollen zudem verständlich und transparent sein und damit auch das Vertrauen in Unternehmensführungen und den Finanzmarkt gestärkt werden.

Der neue DAX 40 wird in Zukunft zweimal im Jahr bei einer Hauptprüfung überprüft. Die nächste reguläre Prüfung findet im März 2021 statt. Allerdings kann es auch zwischen den Prüfungen zu Aufnahmen oder Ausschlüssen aus den Indizes kommen. Eine weitere grundlegende Veränderung ist, dass der Börsenwert bzw. die Marktkapitalisierung das einzige qualitativen Aufnahmekriterium darstellt. Die Höhe der Börsenumsätze spielt in Zukunft keine Rolle mehr. Indexmitglieder müssen jedoch eine Mindestliquidität an der Börse nachweisen können.

DAX Erweiterung & DAX-Regeln

Prüfungsausschuss vorgesehen

Aktiendepot.com Icon MustervorlageNeu ist auch ein Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats, der beispielsweise die Rechnungslegung überwacht und Konsequenzen bei Regelverstößen ergreift. Jedes Unternehmen im DAX muss nun einen solchen Prüfungsausschuss haben. Auch Wirecard hatte im letzten Jahr einen solchen eingerichtet, nun muss jeder neue DAX-Kandidat ab März 2021 einen Prüfungsausschuss haben. Bei bereits bestehenden Mitgliedern gilt eine Übergangsfrist bis September 2022.

Außer dem Corporate Governance Kodex spielt das Thema Nachhaltigkeit allerdings zunächst keine Rolle und wird auch kein Kriterium für die Aufnahme in den DAX sein. Unter anderem wurde vorgeschlagen, zumindest Unternehmen, die an umstrittenen Waffen beteiligt sind, aus dem Index auszuschließen. Diese Regel wurde jedoch nicht in die neuen Vorgaben aufgenommen, da dies zur Folge gehabt hätte, dass Airbus nicht mehr im DAX vertreten wäre. Eine Tochterfirma des Flugzeugbauers wartete die Trägerraketen für Atomwaffen aus Frankreich. Die Deutsche Börse will allerdings über spezielle Nachhaltigkeits-Indizes das Thema Nachhaltigkeit stärker aufgreifen.

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Schon zuvor Forderungen nach DAX-Erweiterung

Börsenchef Theodor Weimer hatte sich immer wieder für mehr Mitglieder im Leitindex ausgesprochen. Zwar umfasst der Dow Jones ebenfalls 30 Unternehmen, aber viele andere internationale Leitindizes sind größer. Beispielsweise umfassen die Leitindizes Frankreichs und Italiens 40 Unternehmen und im EuroStoxx 50, der als Leitindex der Eurozone gilt, sind sogar 50 Werte vertreten.

Die befragten Investoren waren sich jedoch nicht einig über die Aufstockung. Beispielsweise befürchtetet der Investor-Relations-Verband DIRK, dass die Verkleinerung des MDax die Erfolgsgeschichte des Nebenwerteindex in den letzten 25 Jahren infrage stellen würde. Dazu kommt, dass im neuen DAX bald auch Unternehmen mit einem relativ geringen Börsenwert vertreten sein werden.

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DAX-Aktien bei eToro

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Viele Informationen für Trader

Gerade in unruhigen Börsenzeiten ist es wichtig, den Überblick über den Markt nicht zu verlieren. Etoro bietet dafür unter anderem Analysen und aktuelle Nachrichten an. Marktanalysen gibt es täglich per E-Mail und auch über Volatilitäten an den Märkten werden Trader informiert. Dazu kommt eine Watchlist – bzw. bis zu zehn Watchlisten mit je bis zu 50 Einträgen – über die Trader interessante Aktien und Märkte verfolgen können. Letztendlich fungiert die Watchlist als eine Art persönliches Dashboard, dass auf den letzten Investitionen basiert, aber mit wenigen Klicks auf die persönlichen Anforderungen eingestellt werden kann. Weiteren Information bietet der Wirtschaftskalender von eToro.

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Leicht verständliches Preismodell

Der Broker arbeitet mit einem leicht verständlichen Preismodell und verzichtet beispielsweise auf Übernacht-Finanzierungskosten. Bei einigen Aktien entfallen Provision. Trader können ab einer Mindestanlage von 50 Dollar selbst entscheiden, welche Summe sie investieren wollen. Dabei können auch nur Bruchteile einer Aktie erworben werden. Bei der Kontoeröffnung ist eine Mindesteinzahlung von 200 Dollar vorgesehen.

Im CFD-Handel bei eToro variieren die Spreads je nach Marktbedingungen. Ist ein Finanzinstrument sehr volatil, schwanken die Spreads oft stärker. Etoro bemüht sich, seinen Trader die bestmöglichen Kurse anzubieten und arbeitet dafür mit bekannten Liquiditätsanbietern zusammen. CFDs und Aktien sind auch im Social Trading handelbar. Alle Handelsmöglichkeiten und Tools können Trader über ein Demokonto austesten.

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Fazit: DAX reagiert auf Wirecard-Skandal mit neuen Regeln

Aktiendepot.com Icon FazitDer Betreiber der Deutschen Börse reagiert auf den Wirecard-Skandal und verschärft seine Kontrollen und Aufnahmekriterien. Darüber hinaus wird der DAX von 30 auf 40 Werte erhöht, um die deutsche Wirtschaft noch breiter abzubilden. Der neue DAX startet im September 2021. Zuvor wurden zahlreiche Unternehmen und andere Akteure aus der Finanzwelt befragt und deren Rückmeldungen in das neue Regelwerk einbezogen.

DAX-Werte machen auch bei eToro einen großen Teil des Angebots aus. Diese können direkt oder über CFDs sowie im Social Trading gehandelt werden. Da es nicht nur in unruhigen Börsenzeiten wichtig ist, immer gut über die Märkte informiert zu sein, bietet der Broker auch viele Tools, Analysen und Marktnachrichten an.

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