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Aktienanalyse Lufthansa Aktie – So profitiert das deutsche Unternehmen von der Pleite des Reisekonzerns Thomas Cook!

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Die Meldung der Woche ist wohl die Insolvenz des britischen Reisekonzerns Thomas Cook. Am Montag wurde der Betrieb eingestellt und auch die Aktie an der Londoner Börse vom Handel ausgesetzt. Für viele Reisende ist die Insolvenz des Reiseveranstalters eine schlechte Nachricht, denn sie können entweder nicht wie geplant in ihren Urlaub starten oder kommen nicht mehr zurück.

Die deutsche Tochter von Thomas Cook stoppte den Verkauf von Reisen. Zuvor waren alle Versuche, das Unternehmen zu retten, gescheitert. Betroffen sind nun vor alle etwa 600.000 Reisende, die gerade mit einer über Thomas Cook gebuchten Reise im Urlaub sind. Dazu kommen etwa eine Million Kunden, die ihren Urlaub in den nächsten Tagen oder Wochen antreten wollten.

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Aktien von Lufthansa und TUI profitierten zunächst

Profitieren konnte zunächst neben der TUI-Aktie, die um fast sieben Prozent anstieg, auch die Aktie der Lufthansa. Die Aktie von Thomas Cook verlor in den letzten Monaten bereits deutlich. Möglicherweise wird die Aktie allerdings trotz Insolvenzverfahrens noch einmal kurzfristig wieder zum Handel zugelassen. Wird die Aktie allerdings mit einem Wert von 0,0001 Euro ausgebucht, können Anleger ihre Verluste zumindest steuerlich geltend machen.

Hinter der Lufthansa-Aktie liegt eine Woche mit Höhen und Tiefen. Zunächst profitierte die Aktie von der Thomas-Cook-Pleite und erreichte ein Zwischenhoch von 14,755 Euro. Der zwischenzeitliche Anstieg von 1,5 Prozent bedeutende einen Sprung über die 50-Tage-Linie. Der Kurs bewegte sich seit Monatsbeginn um diese Linie herum. Im Verlauf der Woche ging es jedoch wieder nach unten.

Mit einem Rückgang von 2,58 Prozent und einem Wert von 13,81 Euro war die Lufthansa-Aktie zwischenzeitlich das Schlusslicht im DAX. Ein herber Rückschlag war die Gewinnwarnung der britisch-spanischen Fluggesellschaft IAG, die in dieser Woche ihre Jahresziele nach unten korrigieren musste. Das Unternehmen wird in diesem Jahr wohl 215 Millionen Euro weniger einnehmen als im Vorjahr. Die IAG ist die Muttergesellschaft von Unternehmen wie British Airways oder Iberia.

Lufthansa Aktie Prognose

Spekulationen über Condor-Übernahme

Zudem befeuerten Spekulationen über eine mögliche Übernahme von Condor, einer Tochtergesellschaft von Thomas Cook, den Aktienkurs der Lufthansa. Im Mai hatte Lufthansa-Chef Carsten Spohr anlässlich der Hauptversammlung erklärt, dass sein Unternehmen durchaus Interesse an Condor habe.

Condor war schon einmal ein Tochterunternehmen der Lufthansa. Nun scheint es jedoch unter anderem kartellrechtliche Bedenken hinsichtlich einer Condor-Übernahme zu geben. Nach der Insolvenz von Thomas Cook ist zudem fraglich, ob Condor in Zukunft weiter profitabel sein wird. Würde die Lufthansa Condor übernehmen, würde dies die Marktmacht des Unternehmens in Europa weiter erhöhen.

Allerdings scheint auch der amerikanische Investor Indigo großes Interesse an einem Kauf von Condor zu haben. Der Investor ist bereits der ungarischen Billig-Airline Wizz Air beteiligt und will wohl weiter am europäischen Markt expandieren. Diese Option könnte sich negativ auf die Lufthansa auswirken, denn die Ticketpreise könnten weiter sinken und ein weiterer Konkurrent stärker werden. Mehrere Interessenten haben damit wohl ein Auge auf Condor geworfen. Easyjet scheint beispielsweise ebenso interessiert zu sein wie TUI.

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Kartellrechtliche Bedenken

Die Lufthansa kann sich wohl auch ein sogenanntes Codesharing-Abkommen vorstellen und noch damit enger mit Condor zusammenarbeiten, auch wenn gegen eine vollständige Übernahme kartellrechtliche Gründe sprechen. Schon jetzt ist Condor stark von der Lufthansa abhängig. Viele Reisende, die beispielsweise in Frankfurt in ein Condor-Flugzeug steigen, nutzen die Lufthansa oder eine ihre Tochtergesellschaften für den Weg dorthin. Dies ist jedoch auch einer der Gründe, weshalb sich eine Übernahme kartellrechtlich als schwierig gestalten könnte.

Zudem ist das Marktumfeld auch für die Lufthansa weiter schwierig, wie nicht nur die Gewinnwarnung von IAG zeigt. Dennoch wird auch die Pleite von Thomas Cook nicht das Ende des Pauschalurlaubs sein. Weitere Probleme, mit denen sich alle europäischen Fluggesellschaften derzeit auseinandersetzen müssen, sind steigende Treibstoffkosten und eine langsamer steigende Nachfrage. Die Thomas-Cook-Pleite könnte kurzfristig auch Diskussionen wie zum Thema Emissionen in den Hintergrund rücken lassen. Dringlicher könnten nur Themen wie Flugkapazitäten oder steigende Ticketpreise sein.

Lufthansa Aktien Zukunft

Kursziele beibehalten

Allerdings behalten Beobachter ihr Kursziel für die Lufthansa-Aktie auch angesichts der Thomas-Cook-Insolvenz bei. Möglich scheint in naher Zukunft ein Aktienkurs von 15 Euro. Die Lufthansa gehört zu den größten Unternehmen in Deutschland. Zum Lufthansa-Verbund gehören weitere Airlines wie SWISS und Germanwings.

Das Unternehmen hält zudem Beteiligungen an weiteren Fluglinien. Gemeinsam fliegt man Ziele in über 100 Ländern auf vier Kontinenten an. Im letzten Geschäftsjahr konnte die Lufthansa so einen Gewinn von 2,15 Milliarden Euro sowie einen Umsatz von 35,8 Milliarden Euro erzielen. Am 7. November will die Lufthansa neue Geschäftszahlen bekannt geben.

Zum Ende der Woche erholte sich die Lufthansa-Aktie auch wieder von den Rückschlägen infolge der Gewinnwarnung der IAG. Mit einem Plus von 2,18 Prozent schlug sich die Lufthansa-Aktie am Freitagmittag besser als viel andere DAX-Unternehmen. Nach einem Schlusskurs von nur 13,90 Euro am Donnerstag stieg die Aktie am Freitag wieder auf 14,21 Euro an. Dies war eine deutliche Erholung nach den Verlusten der letzten Tage. Dennoch liegt die Aktie noch immer weit unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 23,66 Euro. Das 52-Wochen-Tief von 12,60 Euro ist dagegen noch immer in Sichtweite.

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Fazit: Lufthansa profitierte kurzzeitig von Thomas-Cook-Pleite

Am Montag wurde bekannt, dass der britische Reiseveranstalter Thomas Cook einen Insolvenzantrag gestellt hat. Alle geplanten Flüge wurden gestrichen und auch die Aktie an der Londoner Börse vom Handel ausgesetzt. Profitiert hat von der Situation neben dem Konkurrenten TUI auch die Lufthansa. Die Lufthansa-Aktie stieg um über 1,5 Prozent, konnte dieser Gewinne jedoch nicht halten.

Einen Rückschlag für den Aktienkurs der Lufthansa bedeutete die Gewinnwarnung des britisch-spanischen Unternehmens IAG, der Muttergesellschaft von Airlines wie British Airways. Diese Nachricht zog auch die Lufthansa-Aktie mit nach unten, die in der Folge um 2,58 Prozent einbracht. Die Gewinnwarnung der IAG zeigt erneut, dass sich die Lufthansa derzeit in einem schwierigen Marktumfeld befindet. Airlines haben unter anderem mit steigenden Treibstoffkosten und einer langsamer steigenden Nachfrage zu kämpfen.

Aufwind für die Lufthansa-Aktie gaben in dieser Woche Spekulationen um eine mögliche Übernahme von Condor, eine Thomas-Cook-Tochter. Schon im Frühjahr hatte die Lufthansa Interesse signalisiert. Allerdings sind die Lufthansa und Condor schon jetzt eng miteinander verbunden, sodass kartellrechtliche Gründe gegen eine Übernahme sprechen. Auch andere Unternehmen haben bereits Interesse an Condor signalisiert. Zum Ende der Woche konnte sich die Lufthansa-Aktie wieder steigern und gewann nochmals um 2,18 Prozent hinzu.

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