Airbus mit Milliardenverlust

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 22.02.2021


Die Luftfahrt steckt mitten in der Krise. Die Situation macht auch vor Airbus nicht Halt. Der Umsatz brach so stark ein, dass der Konzern einen Verlust in Milliardenhöhe erlitt. Der größte Flugzeugbauer der Welt musste im letzten Jahr einen Verlust von 1,13 Milliarden Euro hinnehmen. Bereits im letzten Jahr wurde der Abbau von Stellen angekündigt. Europäische Aktien finden Trader, laut unserer XTB Depot Erfahrungen, auch bei XTB.

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Rückstellungen für Stellenabbau

Airbus musste zuletzt Rückstellungen in Milliardenhöhe aufbringen, um den geplanten Stellenabbau von 15.000 Mitarbeitern zu finanzieren. Bislang hatte Airbus etwa 134.000 Mitarbeiter. Der Umsatz ging im letzten Jahr um 29 Prozent auf knapp 50 Milliarden Euro zurück. Die Aufträge für den Flugzeugbauer brachen massiv ein. 2020 erhielt der Konzern nur noch Aufträge im Wert von 33,3 Milliarden Euro, was einen Rückgang um 59 Prozent bedeutete. Insgesamt wurden nur 269 Verkehrsflugzeuge bestellt. 2019 waren es noch etwa 500 mehr.

Viele Airlines gehen davon aus, dass sich die Luftfahrt nachhaltig verändert. Unter anderem könnte es sein, dass weniger Menschen Geschäftsreisen unternehmen, da sie in den letzten Monaten die Vorzüge von virtuellen Besprechungen schätzen gelernt haben. Daher könnte es weniger Reisen geben und in der Folge werden weniger Flugzeuge benötigt.

Airbus mit Milliardenverlust

Ein Drittel weniger Flugzeuge ausgeliefert

Aktiendepot.com Icon MustervorlageAirbus lieferte in den letzten Monaten nur 566 Maschinen aus, was ein Rückgang um mehr als ein Drittel war. Dennoch kann das Unternehmen seinen Vorsprung vor Boeing behaupten. Das Ebit von Airbus brach jedoch um drei Viertel auf 1,71 Milliarden Euro ein. In der Rüstungssparte sankt der Umsatz um vier Prozent. Die Hubschrauber-Sparte konnte dagegen ein Wachstum erreichen. Airbus will in diesem Jahr etwa genauso viele Flugzeuge wie im letzten Jahr ausliefern. Das bereinigte operative Ergebnis könnte dann auf zwei Milliarden Euro steigen.

Ökonomen bewerten die Ziele des Konzerns als eher konservativ und wenig ambitioniert. Sie liegen teilweise unter den Markterwartungen. Anleger, die eher auf die langfristige Entwicklung eines Unternehmens blicken, reagierten an der Börse mit Verkäufen. Die Aktie verlor um über drei Prozent.

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Schweres Jahr auch für Boeing

Auch der Konkurrent Boeing hat ein schweres Jahr hinter sich und erlitt ebenfalls einen Rekordverlust. Der Autobauer lieferte im letzten Jahr nur 157 Flugzeuge aus. Dies war über 50 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit fällt Boeing weiter hinter Airbus zurück. Boeing befindet sich gerade in der schwersten Krise seiner über 100-jährigen Geschichte. Das Unternehmen erlitt einen Verlust von fast zwölf Milliarden Dollar. Allerdings lag der Verlust schon 2019 bei 636 Millionen Dollar, was angesichts der aktuellen Zahlen verschwindend gering erscheint.

Nach zwei Flugzeugabstürzen geriet das Modell 737-Max massiv in die Kritik. Die amerikanische Justizbehörde warf Boeing vor, irreführende Angaben gemacht zu haben und damit die Sicherheit im öffentlichen Flugverkehr gefährdet zu haben. Boeing soll das Flugzeug vorschnell auf den Markt gebracht haben, was auf Kosten der Sicherheit ging.

Airbus mit Milliardenverlust

Stornierungen für 737-Max

Aktiendepot.com Icon ErfahrungenMehrere Airlines stornierten ihre Bestellungen für das Modell 737-Max und forderten Schadensersatz. Mit dem amerikanischen Justizministerium einigte sich der Flugzeugbauer auf eine Zahlung von 2,5 Milliarden Dollar. Das Unternehmen gab zudem zu, dass zwei Piloten die Flugzeugbehörde FAA vor der Zulassung getäuscht hatten. Insgesamt kostete die Situation Boeing wohl 20 Milliarden Dollar. Ende letzten Jahres erhielt Boeing aber wieder eine Starterlaubnis für den 737-Max.

Die ersten 40 Maschinen des Flugzeugtyps konnten wieder ausgeliefert werden. Ryanair kaufte 75 Jets des 737-Max. Die Airline will mit den neuen Flugzeugen die Betriebskosten niedrig halten und Boeing freute sich über den ersten Großauftrag seit zwei Jahren. Allerdings ist der Großraumjet 777X ein weiteres Sorgenkind. Boeing plante die Markteinführung des Modells für 2020, verschob den Termin aber zunächst auf 2022 und mittlerweile auf 2023. Die Verzögerungen haben Sonderbelastungen in Höhe von 6,5 Milliarden Euro zur Folge. Auch dies wirkte sich mit Blick auf den sehr hohen Verlust im letzten Geschäftsjahr aus.

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Mehrere „Sorgenkinder“ bei Boeing

Der 777X ist für internationale Flüge geeignet und sollte der Nachfolger des 747 werden, der ab 2022 nicht mehr produziert werden soll. Die Boeing 747 war das größte Passagierflugzeug der Welt, bis der Airbus A380 auf den Markt kam. Zudem gibt es Probleme bei der Produktion des 747 Dreamliners. Die Produktion wurde in den letzten eineinhalb Jahren schon mehrfach zurückgefahren und soll nun nochmals reduziert werden. Ab Mitte des Jahres sollen nur noch fünf Flugzeuge im Monat hergestellt werden.

Boeing konnte im letzten Jahr nur mit der Rüstungssparte punkten, die im letzten Jahr ihren Umsatz steigern konnte. Die Kampfjets von Boeing umfassen mittlerweile ein Drittel des gesamten Geschäfts. Boeing hofft, dass mit dem 737-Max doch noch Erfolge erzielt werden können. Allerdings ist unklar, ob Boeing mit diesem Flugzeugtyp mit den Modellen aus der A320-Serie von Airbus mithalten kann.

Airbus in der Krise

Pläne für neuen 797 aufgegeben?

Aktiendepot.com Icon KündigungBeim 797 scheint Boeing frühere Pläne aufgegeben zu haben. Das Unternehmen benötigt eigentlich einen mittelgroßen Jet. Langstreckenjets wie der Dreamliner und Mittelstreckenjets wie die Flugzeuge aus der 737-Reihe sind vorhanden. Dazwischen gibt es aber eine Lücke. Im Gespräch war der „New Midsize Aircraft“ (NMA), inoffiziell auch 797 genannt, der für Langstreckenflüge an kleineren Drehkreuzen genutzt werden kann. Bis 2004 wurde der 757 mit Platz für bis zu 295 Passagieren gebaut. Eine Entscheidung über einen neuen Jet dieser Größenordnung wird seit 2015 immer wieder vertagt. Für den neuen NMA müsste Boeing wohl mindestens 15 Milliarden Dollar für die Entwicklung aufbringen und könnte das neue Modell frühestes in vier Jahren auf den Markt bringen.

Airbus kommt schneller voran. Die neue Super-Langstreckenversion des A321neo könnte die Lücke für mittelgroße Jets schneller füllen. Mitte 2019 wurde zudem der A321XKR angekündigt, der bis zu 8.700 ohne Nachtanken fliegen kann, Treibstoff spart und weniger CO2 ausstößt. Das Modell könnte schon 2023 auf den Markt kommen.

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Airbus könnte von steigender Nachfrage profitieren

Sobald die Nachfrage für Flugzeuge wieder anzieht, könnte davon eher Airbus profitieren. Bei Airbus könnten spätestens im nächsten Jahr die Auftragsbücher wieder gut gefüllt sein. Boeing dagegen könnte weitere Aufträge verlieren. Allerdings existiert weiter das sogenannte Duopol. Airbus und Boeing teilen sich den Markt und viele Airlines müssen bei Boeing ihre neuen Flugzeuge bestellen.

Schon im Juni 2020 war klar, dass Airbus auf die Krise mit der Streichung von 15.000 Stellen reagieren wird. Dies betrifft jede zehnte Stelle und Mitarbeiter in Deutschland und Frankreich sind besonders stark betroffen. Der Stellenabbau soll spätestens im Sommer 2021 beginnen. Sowohl in Deutschland wie auch in Frankreich gehen wohl jeweils mehr als 5.000 Stellen verloren. Schon letzten Sommer ging Airbus davon aus, dass sich die Luftfahrt wohl erst 2023, vielleicht auch erst 2025, von der Corona-Krise erholen wird. Erst dann könnte die Auslastung der Produktion bei Airbus wieder so hoch sein wie vor der Krise.

Airbus News

Airbus liefert auch 2021 weniger Flugzeuge aus

Aktiendepot.com Icon ChecklisteAirbus plant, 2021 und 2022 seine Auslieferungen um 40 Prozent zu reduzieren. Alle Modelle werden weiter hergestellt, aber langsamer. Beispielsweise sollen nur noch 40 Maschinen aus der Baureihe A320 im Monat hergestellt werden. Schon im ersten Quartal 2020, als die Corona-Pandemie begann, machte Airbus einen Verlust von fast 500.000 Millionen Euro. Anfang 2019 lag der Gewinn noch bei 40 Millionen Euro.

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Airbus mit Verlusten

Fazit: Airbus kommt besser durch die Krise als Boeing

Aktiendepot.com Icon FazitAirbus musste im letzten Jahr einen Verlust von über einer Milliarde Euro hinnehmen. Schon im letzten Jahr wurden Stellenstreichungen angekündigt. Die Rückstellungen hierfür belasten das Geschäftsergebnis weiter. Der Flugzeugbauer ging schon vor Monaten davon aus, dass sich der Markt erst in einigen Jahren erholen wird. Der Konkurrent Boeing ist jedoch noch weitaus stärker von der Krise betroffen.

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