Was ist ein Girokonto – Das Girokonto für Anfänger leicht und verständlich erklärt!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 14.05.2020


Ohne Girokonto ist der ganz normale Alltag kaum mehr vorstellbar. Aber was ist ein Girokonto eigentlich? Und wie hat es sich zu einer solchen Schaltzentrale für alle Transaktionen entwickelt? Die Bezeichnung des praktischen Kontokorrentkontos stammt aus dem Italienischen – Giro heißt Umdrehung, weil Kapital auf dem Girokonto ständig in Bewegung ist. Lohn- und Gehaltszahlungen gehen ein, regelmäßige Ausgaben werden über das Girokonto getätigt, und das meist komfortabel online. Dank der angeschlossenen Karten kann bargeldlos bezahlt werden, ein Kreditrahmen ist möglich und mit einem Girokonto können Verbraucher außerdem leicht weitere Dienste einer Bank nutzen, etwa ein Festgeld- oder Depotkonto und Finanzierungslösungen. Ein Girokonto kann man bei der Bank seiner Wahl einrichten – in vielen Fällen sogar kostenlos und meist ganz unkompliziert.

  • Ein Girokonto ist die persönliche Schnittstelle für den elektronischen Zahlungsverkehr
  • Zahlungen lassen sich komfortabel ausführen
  • Löhne und Gehälter werden fast ausschließlich auf ein Girokonto ausgezahlt
  • Mit angeschlossenen Karten kann bargeldlos bezahlt und Bargeld am Automaten bezogen werden

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Die Geschichte des Girokontos

Flächendeckend verbreitet hat sich das Girokonto erst seit den sechziger Jahren – aber eine neue Erfindung war es bereits damals nicht. Schon im Mittelalter gab es die Vorläufer der heutigen Kreditinstitute – bei Wechslern konnten Reisende Geld umtauschen, wer gut vernetzt war, hatte allerdings auch die Möglichkeit, Gelder zu deponieren und diese anderswo gegen Vorlage eines „Wechsels“ einzulösen. Bereits recht früh gab es also Modelle für Ein- und Auszahlungen, Schecks oder Überweisungen, die das Leben leichter machten. Mit zunehmender Institutionalisierung und Internationalisierung des Finanzwesens entstanden aus diesen Anfängen die uns heute bekannten Strukturen, darunter auch das Girokonto.

Die Nutzung des Kontokorrentkontos nahm erst vor ungefähr 50 Jahren richtig Fahrt auf – bis dahin war die Barzahlung von Gehältern weit verbreitet. Die Verteilung und Verwaltung der „Lohntüten“ war jedoch aufwendig und nicht ohne Risiken. Umgekehrt ist es heute kaum möglich, ohne Girokonto ein Arbeitsverhältnis einzugehen, da Löhne und Gehälter so gut wie ausschließlich auf das persönliche Konto transferiert werden.

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Was ist ein Girokonto allgemein? Alle Vorteile und Leistungen

Das Girokonto ist ausdrücklich dafür konzipiert, Zahlungsströme zu verwalten. Seine Basisfunktion ist der Eingang von Lohn- und Gehaltszahlungen. Graduell wurde die Funktionalität des Kontos immer weiter ausgebaut, so dass das Girokonto heute die Abwicklung aller persönlichen Transaktionen des Inhabers erlaubt.

Der Kontoinhaber kann nicht nur Zahlungen entgegennehmen – er kann sie auch selbst per Überweisung ausführen, und das in ganz Europa und weltweit. Bargeld kann am Schalter oder am Automaten ein- und ausgezahlt werden. Außerdem erlaubt das Konto die Automatisierung wiederkehrender Vorgänge durch Daueraufträge oder die Ermächtigung zum Einzug für den Zahlungsempfänger durch das Lastschriftverfahren. Darüber hinaus gehört zum Girokonto in der Regel ein Kreditrahmen, der von der Bonität des Inhabers abhängt.

  • Bargeldlose Zahlungen und Online-Banking
  • Überweisungen, Daueraufträge, Lastschriften
  • Kreditrahmen
  • Kredit- und Debitkarten

Bei Filialbanken gehören zum Girokonto überdies Schecks, in den meisten Fällen sind Kredit- oder Debitkarten Bestandteil der Leistungen. In Deutschland bevorzugen die meisten Nutzer noch immer die Girocard, früher EC-Card genannt. Mit der Girocard ist bargeldloses, auch kontaktloses Bezahlen ebenso möglich wie das Abheben von Bargeld am Automaten – ein Kartentyp, der ausdrücklich für die Vorlieben der Deutschen entwickelt wurde.

Dank der fast flächendeckenden Internetnutzung verbesserte sich die Nutzung des Girokontos zusätzlich – die meisten Kontoinhaber suchen keine Bankfiliale mehr auf, sondern erledigen die Verwaltung ihres Kontos komfortabel im Online-Banking. Und auch die Verknüpfung mit elektronischen Zahlungsdienstleistern wie PayPal oder dem Paydirekt-Dienst der Sparkassen ist mit dem Girokonto möglich.

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Karten, Konten und Depots

Neben den Leistungen des eigentlichen Girokontos haben Kontoinhaber die Möglichkeit, weitere Angebote der kontoführenden Bank in Anspruch zu nehmen – dafür ist das Girokonto die Voraussetzung. Das beginnt bereits mit der Nutzung von Debit- und Kreditkarten. Bei vielen Banken und Sparkassen wird zusätzlich zum Girokonto ein Tagesgeld- oder Festgeldkonto angelegt, das zumindest minimale Zinsen erbringt. Mit dem Girokonto als Verrechnungskonto lässt sich auch ein Depot nutzen. Dies ist nichts anderes als ein spezielles Wertpapierkonto, das der Aufbewahrung von Aktien und anderen Anlagen dient und den Handel mit Wertpapieren ermöglicht.

Was ist ein Girokonto im Digitalzeitalter?

Egal, welche Leistungen der Inhaber eines Girokontos nutzen will, er muss dazu keine Bankfiliale aufsuchen – denn dank des elektronischen Bankings lassen sich alle finanziellen Belange des Alltags am PC daheim verwalten. Das Anlegen, Ändern oder Stornieren von Daueraufträgen oder Lastschriften gehört ebenso dazu wie die Ausführung von Überweisungen und die Verwaltung der eigenen Karten. Bei den meisten Banken können Kunden dank sehr guter Sicherheitsmechanismen davon ausgehen, dass es Hackern nicht leicht gemacht wird, sich Zugang zu den Konten und damit den Geldern der Nutzer zu verschaffen – vorausgesetzt, der Kunde geht mit den eigenen Zugangsdaten verantwortungsbewusst um. Damit werden auch Kontoauszüge und früher gängige Formulare redundant. Ebenso komfortabel und immer beliebter sind Banking Apps für mobile Endgeräte.

Sie verfügen über besondere Funktionen wie Fotoüberweisungen, den Transfer von Beträgen von Smartphone zu Smartphone und die Push-Nachrichten bei Kontobewegungen.

Sogar als Geldbörse kann das Handy dienen, sofern man Google oder Apple Pay mit dem Girokonto verknüpft. Der Besitzer des Smartphones hält sein Gerät kurz vor das Bezahlterminal – bei kleinen Beträgen ist nicht einmal die Eingabe einer PIN notwendig. Aber auch hier geht selbst mit modernster Technologie nichts ohne das Girokonto!

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Kreditrahmen für das Girokonto

Mit einem Girokonto verwalten Kunden nicht nur ihr Guthaben, denn in den meisten Fällen wird ihnen bei entsprechender Bonität auch ein Kreditrahmen eingeräumt. Das Girokonto kann damit „überzogen“ werden, die Dispozinsen können jedoch recht hoch ausfallen. Wer von derartigen Überziehungskrediten öfter Gebrauch macht, sollte in jedem Fall die Konditionen der Anbieter vergleichen. Besonders Direktbanken gewähren hier meist bessere Konditionen und sind auch bei anderen Finanzierungsangeboten recht günstig. Mit einem Kleinkredit ist der Kunde oft besser beraten als mit der ständigen Überziehung des Girokontos.

Bargeld bei Bedarf und überall

Das Girokonto ist ein wahres Sesam-öffne-dich für bargeldlose Zahlungen. Aber nicht immer werden Karten akzeptiert. Mit einem Girokonto und der zum Standard gehörenden Girocard hat jeder Kontoinhaber die Möglichkeit, bei einem der Tausende Geldautomaten in Deutschland ohne zusätzliche Kosten Bargeld abzuheben. Umgekehrt sind auch Einzahlungen möglich, wenn man Bares nicht mit sich herumtragen will.

Da Verbraucher überdies weit mehr reisen, in Deutschland und Europa, aber auch weltweit, können sie sich darüber freuen, dass auch dies dank des Girokontos deutlich unkomplizierter wird. Denn gegenüber dem Reisenden der siebziger und achtziger Jahre, der mit Reiseschecks und viel Bargeld unterwegs war, können heutige Urlauber und Geschäftsreisende so gut wie überall mit der Karte zahlen. Das beginnt mit der Hotel- und Flugbuchung, aber auch das Abheben von Bargeld in der Landeswährung ist weltweit an Geldautomaten möglich. Dabei können Gebühren für den Automatenbetreiber oder die Umrechnung der Währung anfallen, dennoch ist der Prozess deutlich sicherer, als unterwegs Bargeld mitzuführen.

Nicht alle Inhaber eines Girokontos haben einen Geldautomaten in der Nähe. Aber auch sie können jetzt in vielen Fällen unkompliziert an Bargeld kommen. Mit der Girocard ist die Abhebung kleinerer Beträge an der Kasse von Supermärkten oder Tankstellen möglich, und zwar in Verbindung mit einem Einkauf. Der Verfügungsrahmen hängt vom Finanzdienstleister und den kooperierenden Geschäften ab.

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Die Voraussetzung für die Einrichtung eines Girokontos

Wer das praktische Allroundkonto einrichten will, trifft bei so gut wie allen Finanzdienstleistern auf ähnliche Bedingungen. Der prospektive Kunde muss volljährig sein – doch für Minderjährige werden Ausnahmen gemacht. Auszubildende, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, benötigen dennoch ein Lohn- oder Gehaltskonto. Mit einer schriftlichen Erlaubnis der Eltern richten Banken dies auch ein. Für die Eröffnung des Girokontos ist die Vorlage eines gültigen Ausweises notwendig, außerdem eine Meldebescheinigung oder ein andersartiger Nachweis des Wohnsitzes – beispielsweise durch die Vorlage einer Versorgerrechnung. Bei einigen Banken sind regelmäßige Zahlungseingänge gefordert, damit der Kunde alle Funktionen des Kontos vollumfänglich nutzen kann. Für Personen ohne Berufstätigkeit besteht jedoch die Möglichkeit, ein Girokonto als reines Guthabenkonto zu führen.

Girokonto: wer bietet Konten an?

Ein Girokonto wird bei einer Bank, einer Sparkasse oder Genossenschaftsbank geführt. Vor der Entscheidung für einen bestimmten Anbieter sollten Kunden sich fragen, ob sie Wert auf eine Filialbank legen, oder ob es eine Direktbank sein darf. In der Niederlassung einer Filialbank sind persönliche Beratungsgespräche möglich, Geldgeschäfte können am Schalter abgewickelt werden. Bei Direktbanken wird alles online erledigt, hier ist eine gewisse Internet-Affinität Voraussetzung. Dafür sind die Angebote der Direktbanken meist deutlich günstiger, denn diese Anbieter haben geringere Kosten und lassen auch ihre Kunden von dieser Tatsache profitieren. Bei Direktbanken kann das Girokonto oft ganz kostenlos geführt werden, und in vielen Fällen werden auch die angeschlossenen Karten ohne Mehrkosten ausgegeben.

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Vorher einen Anbietervergleich durchführen!

Die deutsche Bankenlandschaft ist sehr vielfältig, der Wettbewerb ist ausgeprägt. Deshalb bemühen sich die Filial- und Direktbanken in der Bundesrepublik um Neukunden, aber auch um Nutzer, die ihre Bank wechseln möchten. Zwar gibt es das „eine“, beste Konto nicht, ein Anbietervergleich schafft jedoch einen Überblick darüber, welche Vorteile bei den verschiedenen Banken zu erwarten sind. Denn in vielen Fällen profitieren Kunden von Konten, die ausdrücklich auf die Anforderungen bestimmter Gruppen ausgelegt sind, etwa Konten für Auszubildende, Geschäftskonten, Konten für Freiberufler oder Personen ohne Einkommen.

Diese Konten unterscheiden sich hinsichtlich der Zielgruppe, alle sollten aber geprüft werden auf bestimmte Konditionen, und zwar

  • Kontoführungsgebühren
  • laufend anfallende Kosten
  • Startguthaben
  • Boni und andere Werbeaktionen

Ein Vergleich der in Frage kommenden Banken gibt dem Neukunden einen Überblick über die Leistungen und die anfallenden Kosten. Dies beginnt bei der Eröffnung: wenn ein Girokonto gratis eingerichtet und geführt werden kann – inklusive Karten – warum bei einer anderen Bank für denselben Service zahlen? Die Zinsen für Dispokredite, mögliche Startguthaben oder andere Prämien, beispielsweise Cashback-Modelle, kann man bei einem Girokonto-Vergleich ebenfalls unter die Lupe nehmen und so bares Geld sparen bzw. von den Werbeaktionen der Banken profitieren.

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Unkompliziert ein Girokonto eröffnen

Liegen die notwendigen Dokumente vor, ist es sehr unkompliziert, ein Girokonto einzurichten. In der Filialbank wird das Konto durch einen Mitarbeiter eröffnet, der gesamte Vorgang dauert weniger als eine halbe Stunde. Auch bei einer Direktbank geht die Kontoeröffnung sehr schnell von sich, und zwar online. Bei den meisten Anbietern ist der Ablauf ähnlich. Ein Online-Formular wird ausgefüllt, das in erster Linie die persönlichen Angaben und Kontaktmöglichkeiten abfragt. Mithilfe einer E-Mail wird ein Bestätigungslink versandt. Klickt der Kunde darauf, erhält er die Informationen, die benötigt werden, um die nun erforderliche Legitimierung einzuleiten. Dies wiederum findet ebenfalls online statt: im Videochat mit einem Servicemitarbeiter hält man sein Ausweisdokument vor die Webcam und zeigt gegebenenfalls auch eine Versorgerrechnung vor.

Wer kein schnelles Internet oder keine Kamera hat, kann sich auch an einem Schalter der Deutschen Post legitimieren. Egal, ob man das Konto in einer Bankfiliale oder online eröffnet – die Karten und die Zugangsdaten zum Online-Banking erhält der Kunde innerhalb von schätzungsweise zwei Wochen auf dem Postweg. Dann kann man die vielen Vorzüge des persönlichen Girokontos uneingeschränkt nutzen.

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Fazit: Das Girokonto – nicht mehr wegzudenken

Die Frage „Was ist ein Girokonto?“ ist nun beantwortet. Wie sich gezeigt hat, ist das Girokonto viel mehr als nur ein Gehaltskonto, sondern bietet darüber hinaus eine Fülle von Funktionen und Zusatzleistungen. Neben der Verwaltung der eigenen Finanzen – meist online – kann der Kunde bargeldlos zahlen, und das auf unterschiedliche Weisen, entsprechend den eigenen Präferenzen. Die Verfügbarkeit von Bargeld ist immer noch gegeben, dank eines dichten Netzes von Geldautomaten und der Möglichkeit, sogar im Ausland Bargeld abheben zu können. Hinzu kommen die angeschlossenen Leistung, nämlich Tages- und Festgeldkonten, Wertpapierdepots und die Kreditangebote der Banken, die ebenfalls nur mit einem Girokonto genutzt werden können.

Das Girokonto ist also praktisch unerlässlich für die Teilnahme am modernen Leben. Da dies so ist, können inzwischen nicht nur Berufstätige, sondern auch Personen ohne Einkommen ein solches Konto nutzen, auch wenn die zugehörigen Karten in diesem Fall lediglich Debitkarten sind.

Dank seiner Vielseitigkeit und der komfortablen Verwaltung ist das Kontokorrentkonto für jeden erwachsenen Menschen eine wesentliche Erleichterung, so vertraut, dass man sich kaum vorstellen kann, wie viele regelmäßige Vorgänge anders zu erledigen wären. Eröffnet ist es schnell, egal ob in einer Bankfiliale oder online. Und da es in vielen Fällen vollkommen kostenlos ist, kann sich tatsächlich jeder über den beachtlichen Funktionsumfang eines persönlichen oder geschäftlich genutzten Girokontos freuen.