Trend zum Homeoffice als Vorteil für PC-Markt

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 20.08.2021


Die PC-Branche ist im letzten Jahr so stark gewachsen wie lange nicht mehr, denn die Corona-Krise, verbunden mit dem Trend zum Homeoffice, lies die Nachfrage deutlich steigen. Die Branche wuchs so stark wie seit Jahren nicht mehr. Vor allem die Nachfrage nach PCs stieg deutlich. In den letzten Jahren lagen die Verkaufszahlen für Smartphones deutlich höher. Technik-Aktien machen auch einen Teil des Angebots von XTB aus.

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Erholung schon vor Corona begonnen

Schon vor der Corona-Krise hatte sich eine Markterholung bei PCs angedeutet, aber durch die Pandemie bekam die Branche nochmals einen Schub. Lernen und Arbeiten zuhause ist ohne einen leistungsstarken PC kaum möglich. Daher benötigten viele Verbraucher neue Geräte, was das stärkste Wachstum seit 2010 zur Folge hatte. Laut der Analystin Mikako Kitagawa von der Marktforschungsfirma Gartner wurden PCs im letzten Jahr wieder zu einem unentbehrlichen Gerät.

Laut der Marktforschungsfirma Gartner betrug das Verkaufsplus im letzten Jahr rund 4,8 Prozent. Damit stiegen die Verkäufe um etwa 275 Millionen Geräte, insbesondere Notebooks und Desktop-Rechner. Die Marktforscher von IDC, die ihren Schwerpunkt auf den Technologiebereich legen, sprechen sogar von einem Absatzplus von 13 Prozent bzw. 302,6 Millionen Geräten. Beide Marktforschungsunternehmen definieren die Produktkategorie Personal Computer etwas anders und kommen so auf verschiedene Zahlen. So rechnet IDC zum Beispiel Chromebooks mit Google-Software dazu.

Trend zum Homeoffice als Vorteil für PC-Markt

Lenovo bleibt Marktführer

Zudem geht IDC davon aus, dass die stärkere Nachfrage nach PCs für zuhause nicht nur durch den Trend zum Homeoffice verursacht wurde, sondern auch durch die Nachfrage von Gamern. Gaming-PCs wurden im letzten Jahr deutlich besser verkauft als 2019. Dies könnte damit zusammenhängen, dass Menschen aufgrund des Lockdowns mehr Zeit für Spiele am heimischen PC haben.

Marktführer bei PCs ist und bleibt Lenovo. Das chinesische Unternehmen konnte seinen Marktanteil von 24 Prozent behaupten. Hewlett Packard verzeichnete dagegen leichte Rückgänge und liegt mit einem Marktanteil von 21 Prozent auf dem zweiten Rang. Danach folgt Dell mit einem Marktanteil von 16 Prozent und auf Platz 4 ist Apple zu finden. Apple hat bei den PC-Herstellern den größten Sprung gemacht. Laut IDC stieg der Verkauf von Mac-Computern um 29 Prozent. Gartner geht von 22,5 Prozent aus. Damit liegt der Marktanteil von Mac-PCs nun bei knapp acht Prozent.

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Trend könnte weitergehen

Die Marktforscher gehen davon aus, dass der PC-Trend auch in diesem Jahr weitergehen wird. Beide Unternehmen rechnen für das vierte Quartal 2020 mit einer noch größeren Steigerung gegenüber 2019. Die Nachfrage könnte weiter hoch bleiben, allerdings könnte es zu einer Verknappung bei Bauteilen wie Halbleitern kommen, was die Nachfrage bremsen könnte.

Übrigens besteht vielerorts in Deutschland Nachholbedarf bei der IT-Infrastruktur. Denkbar ist daher, dass die Nachfrage auch steigen könnte, weil Privatpersonen, Behörden und Unternehmen aufrüsten müssen. Wie kürzlich gemeldet wurde, laufen viele PCs in Deutschland noch immer mit dem Betriebssystem Windows 7, obwohl die Software schon vor einem Jahr eingestellt wurde und viele Experten davon ausgehen, dass die Sicherheitslücken groß sind.

 PC-Markt Lenovo wächst

Viele Rechner mit veralteter Software

Aktiendepot.com Icon ErfahrungenLaut der Analysefirma Statcounter aus Irland laufen weltweit noch immer 18 Prozent aller Rechner mit der veralteten Software. Viele Nutzer unterschätzen dabei auch das Sicherheitsrisiko, das unter anderem von Cyberkriminellen ausgenutzt werden kann. In Deutschland hat das Betriebssystem von Windows einen Marktanteil von 80 Prozent. Laut Statcounter laufen hierzulande noch vier Millionen PCs (8,3 Prozent) mit Windows 7. Veraltet und unsicher sind zudem die Betriebssysteme Vista, Windows XP und Windows 8. Zusammengerechnet laufen diese Betriebssysteme noch auf 5,2 Millionen Geräten in Deutschland.

Öffentliche Einrichtungen und Unternehmen konnten jedoch eine Support-Verlängerung bei Microsoft kaufen, die weiterhin eine Versorgung mit Updates sicherstellen soll. Für private Anwender gibt es eine solche Option nicht. Viele öffentliche Einrichtungen haben bisher nicht auf ein modernes Betriebssystem umgestellt.

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Öffentliche Einrichtungen mit Nachholbedarf

Eines der prominentesten Beispiele ist womöglich die Berliner Stadtverwaltung. Anfang letzten Jahres waren erst 82 Prozent der IT-Arbeitsplätze mit Windows 10 eingerichtet. Damit kommen auf die Berliner Stadtverwaltung ebenso wie auf anderen Organisationen und Unternehmen Kosten von 25 bis 50 Euro im Jahr für spezielle Support-Verträge pro Windows-Lizenz mit Microsoft zu. Bei der Berliner Stadtverwaltung könnte sich dies allein im Jahr 2020 auf einen sechsstelligen Betrag belaufen, der letztlich zulasten der Steuerzahler geht.

Home Office & Pc Markt

Hohe Nachfrage von Gamern

Aktiendepot.com Icon SteuerWelchen Anteil die Gamer an der hohen PC-Nachfrage hatten, zeigt auch eine Meldung aus der Vorweihachtszeit. Lokale Händler meldeten ebenso wie Elektronik-Ketten und Online-Händler eine hohe Nachfrage an Spielekonsolen, die teilweise wohl unterschätzt wurde und somit nicht bedient werden konnte.

Zeitweise war beispielsweise die Playstation 5 von Sony nicht verfügbar. Dies galt für Saturn oder Media Markt ebenso wie für Amazon. Die Unternehmen konnte die PS5 in ihren Onlineshops wie auch im stationären Handel nicht mehr anbieten. Auch die Xbox Series X war teilweise nicht erhältlich. Die Konsole von Microsoft konnte zwar bestellt werden, kam aber meist nicht rechtzeitig an, um als Geschenk unter dem Weihnachtsbaum zu liegen. Bei Amazon war die Xbox gar nicht verfügbar. Laut Xbox-Finanzchef Tim Stuart ist noch bis ins Frühjahr hinein mit Lieferengpässen zu rechnen. Erst ab April könnte die Spielekonsole wieder ohne lange Lieferzeiten erhältlich sein.

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Neue Spielekonsolen ohnehin beliebt

Neue Spielekonsolen sind ohnehin sehr beliebt. Beispielsweise wurden die Konsolen von Sony, Nintendo und Microsoft in der letzten Novemberwoche laut dem Weihnachtsreport des eBay-Vermarkters eBay Ads 1,5 Millionen Mal gesucht. Die neuesten Smartphone-Modelle hatten lediglich ein Suchvolumen von 380.000.

Mit Blick auf diese Informationen ist es auch nicht verwunderlich, dass die Preise für Spielekonsolen in den letzten Wochen deutlich stiegen. Auf eBay mussten teilweise 900 Euro für eine PS5 hingeblättert werden. Die Lieferengpässe sollten aber nicht nur Neuheiten auf dem Spielemarkt betreffen. Auch die Nintendo Switch, die schon seit drei Jahren auf dem Markt ist, war vor Weihnachten in vielen Geschäften ausverkauft.

PC-Markt wächst stark

Hohe Nachfrage durch Lockdown

Aktiendepot.com Icon KündigungDie hohe Nachfrage lässt sich ebenfalls mit dem Lockdown erklären. Familien sind mehr zuhause und möchten sich in dieser Zeit beschäftigen. Innovationen wie neue Konsolen stoßen zudem schon seit Jahren auf reges Interesse. Nun hat aber die Verbindung von Lockdown und Neuheit zur Folge, dass die Hersteller ihre Kapazitäten nicht mehr exakt planen können. Die steigende Nachfrage war für viele wohl nur schwer vorherzusehen.

Laut einer Sprecherin des Handelsverbands Nordrhein-Westfalen gab es außer Spielekonsolen keine größeren Lieferschwierigkeiten während des Weihnachtsgeschäfts im Einzelhandel. Dies ergab eine wöchentliche Umfrage unter Händlern. Vor einigen Wochen waren aufgrund der Netflixserie „Das Damengambit“ lediglich Schachspiele besonders gefragt, sind aber nun wieder wie gewohnt erhältlich.

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Auch Apple erwartet große Nachfrage

Apple meldet, dass das Unternehmen auch bei den neuen Geräten iPhone 11 und 12 eine hohe Nachfrage erwartet und damit mit Rückenwind aus der Corona-Krise kommen könnte. Das Unternehmen will die Produktion im ersten Halbjahr 2021 deutlich erweitern und bis zu 96 Millionen Geräte produzieren. Dies meldet die japanische Nachrichtenagentur Nikkei und beruft sich dabei auf Insider.

Vor allem die iPhone-12-Modellreihe sei sehr gefragt. Das etwas ältere iPhone 11 soll aber ebenfalls mit Nachdruck auf den Markt gebracht werden. Allerdings befürchtet aber auch Apple Lieferengpässe, die den Plänen von Apple entgegenstehen könnten. Schon Anfang Dezember verwies das Unternehmen auf Lieferengpässe in China. Die Produktion wurde daher langsamer wieder hochgefahren als zuvor geplant. In China befinden sich wichtige Produktionsstätten für Apple. Unter anderem werden dort durch die Auftragsfertiger Foxconn und Pegatron iPhones hergestellt.

PC-Markt Apple

Apple will 30 Prozent mehr Smartphones herstellen

Aktiendepot.com Icon ErfahrungenApple hat sich vorgenommen, in diesem Jahr bis zu 230 Millionen iPhones herzustellen, was eine Steigerung von 30 Prozent bedeuten würde. Obwohl der Hersteller nicht mehr auf Platz eins bei den Smartphones ist, macht Apple noch immer viel Umsatz mit iPhones. Einen vergleichbaren Absatz gab es zuletzt 2015. Im dritten Quartal 2020 verfehlte Apple mit 26,4 Millionen verkaufter iPhones die Erwartungen. Aufgrund der bereits aufgetretenen Lieferengpässe konnte Apple im Oktober noch keine Umsatzprognose, insbesondere mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft, abgeben. 2019 wurde im gleichen Zeitraum ein Erlös von 58 Milliarden Euro erzielt.

Zahlreiche Technik-Aktien sind auch im Angebot von XTB. Unter den insgesamt über 4.000 Finanzinstrumenten finden Trader auch 2.000 Aktien von 16 Börsen. Dies könnten über die hauseigene Plattform des Brokers gehandelt werden. Dort finden Trader auch unter anderem

  • einen Aktien-Scanner
  • Analysetools
  • aktuelle Marktnachrichten
  • einen Wirtschaftskalender und
  • einen Trading-Rechner.
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Kein weiteres Konto für Aktien nötig

Wer bereits ein Konto für den CFD-Handel bei XTB besitzt, benötigt für den Aktienhandel kein weiteres Konto oder Depot. Über mehrere kostenlose Einzahlungswege können Trader Geld auf ihr Konto einzahlen. Bei der Kontoeröffnung ist keine Mindesteinzahlung vorgegeben. Bis zu einer monatlichen Summe von 100.000 Euro ist der Aktienhandel bei XTB kommissionsfrei.

Alternativ bietet XTB auch CFDs auf Aktien an. Dies gibt Trader die Möglichkeit, ihre Aktien-Positionen über CFDs abzusichern. In Deutschland arbeitet XTB mit der Commerzbank AG zusammen. So sind sofortige Auszahlungen möglich. Der Broker wird zudem von mehreren Finanzaufsichtsbehörden reguliert.

PC-Markt wächst stark

Fazit: PCs und Spielekonsolen gefragt

Aktiendepot.com Icon FazitDie PC-Branche profitierte von der Corona-Krise und konnte 2020 das stärkste Wachstum seit 2010 verzeichnen. Neben PCs zum Arbeiten und Lernen zuhause waren aber auch Gaming-PCs gefragt. Marktführer ist weiter Lenovo, gefolgt von Hewlett Packard und Dell. Der Trend zu neuen PCs könnte auch 2021 weitergehen.

Technik-Aktien sind auch unter den 4.000 Finanzinstrumenten von XTB zu finden. Der Broker bietet Aktien direkt oder als CFDs an. Dies ist über nur ein Konto möglich, sodass Trader zwischen beiden Wegen wählen könnten oder Aktien-Position über CFDs absichern können. Für die Kontoeröffnung ist keine Mindesteinzahlung vorgesehen.

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