Tagesgeld Hopping – So können Sie die besten Angebote für Tagesgeld nutzen!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 15.04.2020


Das Tagesgeldkonto ist das moderne Sparbuch. Wer eines eingerichtet hat, hinterfragt es meist nicht mehr und gibt sich auch über einen längeren Zeitraum mit geringen Zinsen zufrieden. Gerade weil die Zinsen beim Tagesgeld jedoch überschaubar sind, kann sich das Tagesgeld Hopping lohnen. Bei dieser Form der Anlage wird geschaut, wo es gerade ansprechende Aktionen beim Tagesgeld gibt. Hier eröffnen Sparer dann für einen gewissen Zeitraum ein Konto, das sie wieder kündigen, wenn die Zinsen sinken oder sich bei einem anderen Anbieter ein gutes Angebot zeigt.

  • Beste Angebote für Tagesgeld nutzen
  • Tagesgeldvergleiche als wichtige Grundlage
  • Mit einem festen Guthaben Zinsen nutzen
  • Lohnenswert erst ab höheren Sparbeträgen

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Was ist der Sinn hinter Tagesgeld Hopping?

Was genau sich hinter dem Tagesgeld Hopping verbirgt, lässt sich schon dem Namen entnehmen. Es handelt sich hierbei um die Idee, mit einem gewissen Betrag von einem Tagesgeldkonto zu einem anderen zu wechseln. Dabei müssen nicht einmal lange Zeiten zwischen diesem Wechsel liegen. Ziel ist es, stets die höchsten Zinsen mitzunehmen. Tagesgeld gilt heute als eine Form der Anlage, die eher weniger Guthaben mit sich bringt. Dies hängt damit zusammen, dass für die Banken Anleger nicht attraktiv sind, die ihr Geld nicht fest binden möchten. Gerade für Sparer ist es jedoch gut zu wissen, dass sie jederzeit an ihr Geld gelangen können. Daher ist das Tagesgeld auch dann noch attraktiv, wenn die Zinsen relativ gering sind. Geringe Zinsen sind hier allerdings tatsächlich schon zum Alltag geworden. Teilweise bieten die Banken nur noch Verzinsungen von 0,2 oder 0,1 % an. Auch bei höheren Beträgen ist dies natürlich kaum attraktiv.

Die höchsten Zinsen sichern

Das Tagesgeldkonto Hopping ist aus der Idee heraus entstanden, mit seinem Guthaben flexibel zu bleiben, dabei aber dennoch auch hohe Zinsen erhalten zu können. Natürlich ist dies mit etwas Aufwand verbunden. Gerade die Eröffnung von einem Tagesgeldkonto ist nicht immer in ein paar Minuten erledigt. Daher ist es wichtig, genau zu überlegen, ob diese Form des Sparens überhaupt in den eigenen Zeitplan passt.

Tagesgeld Vergleich - Unsere Erfahrungen

Tagesgeld Hopping und Schufa – hat es eine Auswirkung?

Bevor der Sparer nun damit beginnt, bei den einzelnen Banken Konten zu eröffnen, tritt erst einmal die Frage auf, ob Tagesgeld Hopping die Schufa beeinflussen kann. Gerade dann, wenn man vielleicht einen Kredit benötigt, spielt die Schufa eine große Rolle. Umso wichtiger ist es, sich vor dem Hopping zu informieren. Tagesgeldkonten können bei den meisten Banken kostenfrei eröffnet und geführt werden. Wer sich dafür entscheidet, mit seinem Guthaben das Konto immer wieder zu wechseln, muss nicht jedes Mal eine Kündigung durchführen. Doch auch selbst dann, wenn gekündigt wird, kann sich das Tagesgeldkonto Hopping nicht auf die Schufa auswirken. Dies hat mehrere Gründe:

  1. Es handelt sich um ein Guthaben-Konto.
  2. Es kann auch leer geführt werden.
  3. Bei der Eröffnung ist keine Abfrage bei der Schufa notwendig.

Tagesgeldkonten beinhalten keinerlei finanzielle Risiken. Tatsächlich handelt es sich hierbei um reine Guthabenkonten, bei denen es nicht möglich ist, ins Minus zu gehen. So haben sie auch keinen Einfluss auf die Schufa des Inhabers. Abhängig von der Bank lassen sich sogar mehrere der Konten nebeneinander führen. Dies ist aber nicht überall möglich.

Aber: Oft wird ein Tagesgeldkonto nur im Zusammenhang mit einem Girokonto zur Verfügung gestellt. Wer verschiedene Girokonten eröffnet, kann durchaus ein schlechteres Scoring erhalten.

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Wie funktioniert diese Anlagestrategie nun genau?

Die Funktionsweise von Tagesgeld Hopping ist eigentlich ganz einfach. Der Anleger nimmt ein Guthaben, mit dem er arbeiten möchte. Dann begibt er sich auf die Suche nach der Bank mit den höchsten Zinsen. Hier sind mehrere Faktoren zu beachten:

  • Wie lang ist die Zinsgarantie?
  • Für welchen Betrag werden die Zinsen gezahlt?
  • Was ist für eine Kontoeröffnung notwendig?

Die Zinsgarantie beträgt bei Tagesgeldkonten meist null Tage, weil es sich um einen variablen Zinssatz handelt. Dennoch gibt es immer wieder besondere Angebote, die Neukunden anlocken sollen. Hier wird beispielsweise eine Zinsgarantie von 30 Tagen gegeben. Für den Anleger ist es wichtig, diesen Zeitraum im Auge zu behalten.

Wer nur mit einem kleinen Betrag arbeitet, hat normalerweise nicht das Problem, dass ihm die Zinsen auf den Betrag nicht gezahlt werden. Schwieriger wird es allerdings bei höheren Beträgen. So deckeln Banken höhere Zinsen beim Tagesgeld teilweise. In diesen Fällen ist es dann so, dass der Zins beispielsweise nur bis zu einem Betrag in Höhe von 10.000 Euro gezahlt wird. Wer aber mit 50.000 Euro das Hopping betreibt, kann den vollen Zinsbetrag nicht in Anspruch nehmen.

Die dritte Frage ist, was bei der Eröffnung des Kontos beachtet werden muss. Möchte die Bank, dass ein Girokonto eröffnet wird? In diesem Fall ist es notwendig, eine Verifizierung durchzuführen sowie ein PostIdent-Verfahren zu durchlaufen. Das dauert teilweise mehrere Tage und kann schon wertvolle Zeit in Bezug auf die Zinsen kosten.

Das Problem mit den Neukunden-Angeboten

Wer den Markt rund um das Tagesgeld ein wenig beobachtet, wird schnell feststellen, dass die guten Zinsen vor allem für Neukunden angeboten werden. Das ist durchaus verständlich, immerhin möchten die Banken gerne neue Kunden gewinnen und diese dann auch behalten. Dabei verlassen sie sich ein wenig auf den Gewohnheitseffekt. Das heißt, sie suchen nach Kunden, die ein Konto bei ihnen eröffnen und das Geld dann darauf liegen lassen. Das ist natürlich nicht das Ziel beim Hopping. Weil die Banken jedoch wissen, dass es auch Anleger gibt, die klare Strategien verfolgen, begrenzen sie die Angebote auf Neukunden. Ein Neukunde ist man aber nur dann, wenn man einen bestimmten Zeitraum kein Konto bei der Bank eröffnet und geführt hatte. Diese Zeiträume bewegen sich zwischen sechs und 24 Monaten. Das heißt, um dauerhaft von Neukunden-Angeboten profitieren zu können, muss beim Hopping das Konto beim Wechsel stets geschlossen werden. Dies gilt sowohl für das Tagesgeldkonto als auch für das Girokonto. Dann ist es notwendig, eine gewisse Zeit zu warten, bis man wieder als Neukunde gilt. Wie bereits erwähnt, kann sich das Eröffnen und Schließen von Girokonten allerdings durchaus auf das Scoring bei der Schufa auswirken.

Eine weitere Option ist es, die Tagesgeldkonten bestehen zu lassen und zu prüfen, wie sich der Zinssatz entwickelt. In dem Fall würde ein Anleger eine Liste mit den Banken führen, bei denen er ein Konto für das Tagesgeld hat, und in regelmäßigen Abständen die Verzinsung überprüfen. Wenn sie steigt, erfolgt das Verschieben des Geldes.

So bestimmten wir den Tagesgeld Testsieger

Probleme mit den Überweisungszeiten

Normalerweise arbeiten Banken beim Tagesgeld mit einem Referenzkonto. Das heißt, der Kunde benötigt ein Girokonto, von dem das Geld auf das Tagesgeldkonto überwiesen wird. Möchte er dann Geld vom Tagesgeldkonto abheben, geht dieses auf das Girokonto und von dort aus dann auf das neue Tagesgeldkonto. Dafür muss das Girokonto aber auch für das neue Tagesgeldkonto als Referenzkonto dienen. Verwirrend? Anhand von einem Beispiel lässt sich dies besser erklären.

  1. Der Anleger eröffnet ein Girokonto bei Bank 1 und lässt sich dazu auch gleich ein Tagesgeldkonto einrichten. Das Girokonto ist gleichzeitig das Referenzkonto.
  2. Der Anleger stellt fest, dass bei Bank 2 die Zinsen für Tagesgeld besser sind. Er richtet hier ebenfalls ein Referenzkonto sowie ein Tagesgeldkonto ein.
  3. Für den Übertrag überweist er nun das Tagesgeld auf das Referenzkonto 1. Vom Referenzkonto 1 geht es auf das Referenzkonto 2 und von hier auf das zweite Tagesgeldkonto.

Zwischen dem Übertrag von Referenzkonto auf Tagesgeldkonto liegen in der Regel nur ein paar Minuten. Anders sieht es mit der Überweisung von Girokonto zu Girokonto aus. Je nach Bank kann es sich hier um bis zu zwei oder drei Werktage handeln, in denen das Geld keine Zinsen bringt. Auf das Jahr gesehen können sich diese sogenannten Null-Zeiten summieren und für einen kleinen Verlust sorgen.

Die Vorteile von Tagesgeld Hopping

Anleger kennen nun die Nachteile, die es mit sich bringen kann, das Tagesgeld Hopping zu betreiben. Doch wie sieht es mit den Vorteilen aus? Flexibilität ist nie falsch, wenn es um die Geldanlage geht. Durch die Nutzung von Tagesgeld steht das Guthaben jederzeit zur Verfügung. Dadurch ist es natürlich möglich, schnell und einfach auf gute Angebote und wechselnde Zinsen zu reagieren. Wer diese Form der Anlage sehr exzessiv betreibt und hier auch viel Zeit investiert, kann jährlich einiges an Guthaben erwirtschaften. Dabei reden wir in der Regel aber lediglich von Beträgen im dreistelligen Bereich, die dann auch noch der Kapitalertragssteuer unterliegen.

Um die Vorteile wirklich effektiv nutzen zu können, gibt es einige Tipps, die helfen können:

  1. Angebote mit Zinsgarantie nutzen
    Wie schon kurz angeschnitten, ist die Zinsgarantie bei Tagesgeldkonten eher selten, aber dennoch vorhanden. Wer die Möglichkeit hat, sollte diese Angebote in Anspruch nehmen und das Geld auch für den Zeitraum der Garantie auf dem Konto belassen.
  2. Mit höheren Summen arbeiten
    Hohe Summen bringen auch hohe Zinsen. Dabei muss es sich nicht um Summen im fünfstelligen Bereich handeln. Beträge um die 5.000 Euro sollten jedoch schon eingesetzt werden.
  3. Den Zinseszinseffekt nutzen
    Beim Tagesgeld Hopping kann der Zinseszinseffekt eine ganz besondere Wirkung haben.

Tagesgeld Hopping die Schufa

Der Einfluss von Zinseszins beim Hopping

Ziel beim Hopping zwischen den verschiedenen Tagesgeldkonten ist es, möglichst von den Zinsen zu profitieren. Daher ist es in diesem Zusammenhang empfehlenswert, die Zinseszinsen anzulegen. Der Anleger beginnt mit einem Betrag in Höhe von 5.000 Euro auf einem Konto. Er erhält auf diesem Konto einen jährlichen Zins von 1,0 %. Dies macht eine jährliche Rendite von 50 Euro aus. Die Zahlung der Zinsen erfolgt vierteljährlich. Er hat nach drei Monaten einen Betrag von 5012,50 Euro. Nun findet er ein neues Angebot, bei dem der Zins pro Jahr bei 1,30 % liegt. Er geht mit seinem Tagesgeld und den Zinsen zu dieser Bank und legt hier 5012,50 Euro an. Dies macht in einem Jahr eine Rendite von 65,16 Euro. Würde er allerdings nur mit seinem Erstguthaben wechseln, läge die Rendite lediglich bei 65 Euro. Dies macht jetzt zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel aus. Insgesamt ergibt sich jetzt ein Betrag von 5077, 66 Euro. Dies gilt, wenn er das Tagesgeldkonto für ein Jahr verwendet und sich den Zins auszahlen lässt.

Nimmt sich der Anleger die Zeit und sucht über die Jahre hinweg immer wieder die besten Zinsangebote und nimmt den Zinseszins mit, steigt der Betrag der Rendite deutlich schneller an. Dennoch hat er von Beginn an nur ein Guthaben von 5.000 Euro investiert.

Tagesgeldkonto Hopping mit Angeboten aus dem Ausland

Tagesgeld gilt als eine besonders sichere Methode für die Geldanlage. Dies hängt damit zusammen, dass kein Risiko eingegangen wird. Das einzige Risiko hierbei ist, dass die Zinsen so stark sinken, dass sich die Anlage nicht lohnt. Anders sieht es aus, wenn das Tagesgeld Hopping nicht nur im Rahmen von deutschen Banken betrieben wird. Warum sollten Anleger ihren Blick auch über die Grenzen hinaus richten? Wer seine Rendite größtmöglich erhöhen möchte, wird in Deutschland eher selten fündig werden. Zwar gibt es auch hier immer wieder attraktive Angebote für Neukunden. Die Zinsen für Tagesgeld bleiben allerdings überschaubar. Anders kann es im Ausland aussehen. Vergleichsseiten zeigen, dass hier Banken deutlich höhere Zinsen zur Verfügung stellen. Der Haken liegt jedoch bei der Sicherheit. Wer das Hopping mit ausländischen Banken betreibt, sollte seine Rendite eher als eine Risikoprämie betrachten. Der Grund dafür ist die oft fehlende Einlagensicherung. Dabei stellt sich natürlich die Frage, in welchem Land sich die Bank befindet. In Deutschland greift bei Banken eine rechtliche Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro pro Kunde. Egal, wie sich also die Zinsen der Tagesgelder entwickeln, dieser Betrag geht nicht verloren. Bei ausländischen Banken kann die Einlagensicherung geringer ausfallen oder auch völlig fehlen. Für Sparer ist es daher empfehlenswert, hier zwar die Angebote zu vergleichen, das Risiko jedoch im Blick zu behalten.

Tagesgeldanbieter prüfen und wählen

Fazit: Tagesgeldkonto Hopping ist echte Arbeit

Was einfach klingt, ist tatsächlich mit recht viel Aufwand verbunden. Tagesgeld Hopping ist eine Anlagestrategie, die dem Sparer viel Geduld und auch Zeit abverlangt. Der Zeitaufwand beginnt bereits bei der Suche nach guten Angeboten der Banken und reicht bis hin zu der Kontoeröffnung, um überhaupt das Angebot in Anspruch nehmen zu können. Eine Zeitersparnis können seriöse Vergleichsseiten bringen, bei denen die aktuellen Zinsen für das Tagesgeld dargestellt werden. Da sich diese Zinsen täglich ändern können, sollten Anleger auch regelmäßig die Daten prüfen. Die Ergebnisse aus dem Hopping sind ebenfalls oft ernüchternd. Werden nicht sehr hohe Anlagebeträge verschoben, liegen die Renditen eher im kleinen dreistelligen Bereich pro Jahr. Heruntergerechnet auf den Stundenlohn, der sich daraus ergibt, zeigt sich schnell, dass effektivere Methoden existieren, um sein Geld für sich arbeiten zu lassen. Dennoch kann es sich lohnen, sich mit dem Thema einfach einmal zu beschäftigen.

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