Inflation steigt weiter

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 05.07.2021


Laut der Europäischen Zentralbank könnte die Inflation über drei Prozent steigen. In den USA ist die Inflationserwartung so hoch wie zuletzt vor einem Jahrzehnt. Die Preise steigen seit Monaten. Im April lag die Inflationsrate nach einer vorläufigen Rechnung des Statistischen Bundesamts bei zwei Prozent. Vor allem die immer höheren Preise für Energie und Rohstoffe sind dabei Preistreiber. Dies hat auch Auswirkungen auf die Aktienmärkte. Aktien sind, laut unseren XTB Depot Erfahrungen, auch bei XTB handelbar.

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Preise für Industriemetalle steigen

Seit Monaten steigen die Preise für Industriemetalle wie Kupfer oder Zink. Die Anleger gehen hier im Zuge der weltweiten Konjunkturerholung von einer steigenden Nachfrage aus. Laut dem Statistischen Bundesamt stiegen in Deutschland zuletzt auch die Großhandelspreise um 7,2 Prozent im Vergleich zum letzten Jahr. Im Vergleich zum März betrug der Anstieg 1,1 Prozent. Die Preise für Mineralölerzeugnissen stiegen um gut 34 Prozent.

EZB-Direktorin Isabel Schnabel geht derzeit davon aus, dass es in Deutschland zu einer Inflation von über drei Prozent kommen kann. Dies ist aus ihrer Sicht aber kein Grund, die Geldpolitik der EZB zu ändern. Derzeit geht man bei der EZB nur von einer kurzfristigen Schwankung aus. Die geldpolitische Strategie sei jedoch mittelfristig ausgelegt. Die EZB sieht eine Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent weiter als ideal an. Die EZB wird neue Prognosen bei der Zinssitzung am 10. Juni bekanntgeben.

Inflation steigt weiter

Inflation in der Eurozone bei 1,6 Prozent

Aktiendepot.com Icon ZielgruppeDie Inflation in der Eurozone lag im April bei 1,6 Prozent. In ihrer neuesten Konjunkturprognose aus dem März gehen die Volkswirte der EZB von einer Teuerungsrate von 1,5 Prozent für 2021 und von 1,2 Prozent für nächstes Jahr aus. An den Finanzmärkten wird das Thema Inflation seit Wochen diskutiert und eine Veränderung der Zinspolitik befürchtet. Daher bemühen sich Verantwortliche wie Isabel Schnabel um beruhigende Aussagen. Würde die Inflation dauerhaft steigen, wäre die EZB womöglich gezwungen, ihre ultralockere Geldpolitik aufzugeben. Für Anleger wären dies schlechte Nachrichten.

Andere Ökonomen sehen in einer Veränderung der Geldpolitik nichts schlechtes, denn dies würde mit einer konjunkturellen Erholung einhergehen und einen Ausweg aus der Pandemie bedeuten. Die Niedrigzinspolitik ist allerdings auch einer der Gründe für die Kursrally an den Aktienmärkten. Die Indizes steigen von Rekord zu Rekord. In dieser Woche stieg der Dow Jones zum ersten Mal auf über 35.000 Punkte. Der US-Index hat sich in den letzten Jahren verdoppelt.

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Informationserwartungen in den USA steigen

Aktiendepot.com Icon MustervorlageDie Inflationserwartungen in den USA liegen jedoch bei 2,73 Prozent und damit so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr. Im März betrug die US-Inflation 2,6 Prozent. Die dortige Notenbank Fed ist jedoch ebenfalls der Auffassung, dass die hohe Inflation nur ein vorübergehendes Phänomen ist. Experten gehen davon aus, dass kurzfristige Sonderfaktoren für die derzeitige Entwicklung der Inflation verantwortlich sind. Dazu gehören Basiseffekte im Vergleich zum Wirtschaftseinbruch im letzten Jahr, höhere Preise für Rohstoffe und Nachholeffekte beim privaten Konsum.

Die Inflationsrate von zwei Prozent in Deutschland ist der höchste Wert seit zwei Jahren, wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat. Die Energiepreise stiegen zuletzt überdurchschnittlich und trugen maßgeblich zur hohen Inflation bei. Eine derart hohe Teuerungsrate gab es zuletzt im April 2019. Seit dem Ende der Mehrwertsteuersenkung stiegen die Verbraucherpreise vier Monate in Folge.

Inflationsrate steigt

Energiepreise steigen um fast acht Prozent

Aktiendepot.com Icon GebührenDie Energiepreise stiegen um fast acht Prozent. Dies ist auch auf die seit Jahresbeginn bestehende CO2-Abgabe zurückzuführen. Zudem sanken vor einem Jahr die Preise für Energieprodukte, als zu Beginn der Pandemie die Nachfrage einbrach. Vor allem Sprit und Heizöl waren zuletzt deutlich teurer. Die Spritpreise stiegen im Vergleich zum April 2020 um 23,3 Prozent und Heizöl war gut 21 Prozent teurer als vor einem Jahr.

Seit Januar muss zudem für jede Tonne ausgestoßenem CO2 eine Abgabe von 25 Euro gezahlt werden. Dies verteuert die Preise für Heizen und Tanken. Würde man die Energiepreise herausrechnen, wäre die Inflationsrate bei 1,4 Prozent und ohne Heizöl und Sprit bei 1,2 Prozent. Auch andere Produkte wie Lebensmittel, Blumen und Kaffee sind zuletzt teurer geworden.

Innerhalb eines Jahres wurden Lebensmittel fast zwei Prozent teurer. Beispielsweise stiegen die Preise für Süßwaren um gut drei Prozent und für Butter um 2,5 Prozent. Bei Blumen stiegen die Preise um 7,5 Prozent und Kaffee wurde um gut fünf Prozent teurer. Mobiltelefone waren dagegen 8,3 Prozent günstiger.

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Verbraucherpreise steigen

Aktiendepot.com Icon AnfängerFür Besucher beim Friseur oder für Körperpflege mussten Verbraucher über sechs Prozent mehr zahlen. Friseure oder Kosmetikstudios waren lange geschlossen und hatten hohe Kosten durch Hygienemaßnahmen zu tragen. Die Verbraucherpreise gingen im Vergleich zum März insgesamt um 0,7 Prozent nach oben.

Die EZB hofft weiter auf eine Inflationsrate in allen 19 Ländern im Währungsraum von knapp unter zwei Prozent. Würde die Preise dauerhaft niedriger liegen, so könnte dies Unternehmen dazu bringen, weniger zu investierten bzw. Investitionen zu verschieben. Ähnliches gilt auch für Verbraucher. Damit könnte die Wirtschaft gebremst werden.

Volkswirte gehen davon aus, dass die Inflation in Deutschland und in der ganzen Eurozone in diesem Jahr weiter steigen wird. 2020 ging die Inflation teilweise in den negativen Bereich nach unten und stieg in den letzten Monaten enorm. Allerdings geht die EU-Kommission derzeit von einer besseren Wirtschaftsentwicklung in der Eurozone aus.

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Regionale Unterschiede

Aktiendepot.com Icon KündigungObwohl die EU-Kommission ihre Prognose nach oben korrigiert hat, sind die regionalen Unterschiede weiter groß. Die EU setzt vor allem auf Frankreich, Italien und Deutschland, sieht aber weiter Risiken für die Konjunkturentwicklung. Das Bruttoinlandsprodukt könnte in diesem Jahr im ganzen Euroraum um 4,3 Prozent steigen. Noch vor einigen Monaten ging die EU-Kommission nur von 3,8 Prozent aus. 2022 könnte das Bruttoinlandsprodukt sogar wieder um 4,4 Prozent steigen. Zuletzt lag auch hier die Prognose nur bei 3,8 Prozent.

Die EU-Kommission hob auch die Aussichten für die drei größten Volkswirtschaften des Euroraums an. Es wird wohl Unterschiede geben, aber alle Mitgliedstaaten werden wohl bis Ende nächsten Jahres wieder auf dem Niveau von vor der Krise liegen. Dennoch wird das Wachstum in der Eurozone wieder anziehen, wenn mehr Menschen geimpft sind und sich der private Konsum erholt. Dazu kommen Investitionen und eine steigende Nachfrage nach Exporten aus der EU.

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Deutsche Wirtschaft könnte sich besser entwickeln

Die deutsche Wirtschaft könnte um 3,4 Prozent zulegen. Zuvor ging die EU-Kommission nur von 3,2 Prozent aus. Für 2022 hob die EU-Kommission ihre Prognose für Deutschland sogar von 3,1 auf 4,1 Prozent an. Frankreich könnte in diesem Jahr ein Wachstum von 5,7 Prozent erreichen und nächstes Jahr um 4,2 Prozent wachsen. Die EU-Kommission prognostiziert für Italien ein Wachstum von 4,2 Prozent und für das nächste Jahr ein Plus von 4,4 Prozent.

Die steigende Inflation könnte diese gute Prognose aber belasten und auch Risiken für die Börsen im zweiten Halbjahr bringen. Auch die EU-Kommission geht derzeit davon aus, dass die Inflation in diesem Jahr auf 1,7 Prozent steigen könnte, bevor sie nächstes Jahr wieder auf 1,3 Prozent sinkt. Generell sind weiter einige Risiken zu sehen, solange die Pandemie weiter ein Thema ist.

Möglicherweise wird bei den aktuellen Prognosen unterschätzt, wie die Haushalte die Risiken einschätzen und wie hoch ihre Risikobereitschaft ist. Denkbar ist, dass private und öffentliche Haushalte sich dafür entscheiden, vorsorglich weiter zu sparen. Zudem könnte ein zu frühes Ende der fiskalischen Unterstützung dazu führen, dass die Erholung massiv ausgebremst wird.

Inflation steigt weiter

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Fazit: Inflation geht weiter nach oben

Aktiendepot.com Icon FazitDie Prognosen zur Inflation in der Eurozone steigen weiter. In Deutschland lag die Teuerungsrate im April bei zwei Prozent. Für dieses Jahr ist zudem ein Anstieg auf drei Prozent denkbar. Die EZB signalisiert weiter keine Veränderungen bei der Geldpolitik. Unterdessen hat die EU-Kommission ihre Prognose für die Wirtschaftsentwicklung in der Eurozone erhöht.

Veränderungen bei der Geldpolitik haben auch Auswirkung auf die Aktienmärkte. Aktien machen einen großen Teil des Angebots von XTB aus. Von den 16 Börsen im Angebot sind auch Echtzeitkurse verfügbar. Zudem bietet der Broker zahlreiche Tools und Nachrichten von den Märkten an.

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