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CFD Abgeltungssteuer 2017: Beachten Sie diese Informationen zur steuerlichen Behandlung

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Es ist und bleibt aus Sicht vieler Anleger eine Krux mit den über Börsengeschäfte erwirtschafteten Gewinnen: Kaum hat man Rendite erzielt, kommt der Staat bzw. das Finanzamt und hält die Hand auf. Und natürlich betrifft dies nicht nur die Gewinne, die aus Aktiengeschäften stammen oder mit klassischen Geldanlagen wie einem Tagesgeldkonto erreicht werden. Im gleichen Maße fallen auch Steuern auf CFD Gewinne an. Fraglich ist vor allem für Einsteiger, in welcher Weise die Gewinne steuerpflichtig sind. Und hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan.

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Umstellung von Pauschal-Versteuerung auf Abgeltungssteuer im Jahr 2009

BeratungSo wurden Gewinne aus Trading-Engagements bis Ende des Jahres 2008 noch in pauschaler Weise versteuert – zum jeweils geltenden Einkommensteuersatz der Anleger über den Gesamtgewinn nach Saldierung. 2009 jedoch wurde die so genannte Abgeltungssteuer eingeführt, die für grundsätzlich alle Kapitaleinkünften entrichtet werden muss. Somit steht fest, dass Steuern auf CFD Gewinne zu zahlen sind. Fraglich ist dabei, ob die veränderte Situation für Trader Vorteile bringt oder eher nachteilig ist.

Die Kapitalertragssteuer wurde im Jahr 2009 jedoch nicht neu erfunden. So gab es bereits seit dem Jahr 1989 eine so genannte kleine Kapitalertragssteuer. Diese war zwar keine Kapitalertragssteuer im eigentlichen Sinne nach dem Steuerrecht, aber unterm Strich, mussten 10 % Steuern auf Zinsen gezahlt werden. Vor dem Jahr 2009 mussten nur ganz bestimmte Kapitalerträge besteuert werden.

Der Steuersatz lag damals bei:

  • 20 % für Gewinnanteile (Dividenden),
  • 30 % für Zinsen aus Kapitalanlagen und
  • 35 % für Tafelgeschäfte.

Die Kapitalertragssteuer beziehungsweise Abgeltungssteuer beträgt aktuell 25 %. Zu den 25 % werden noch einmal anteilig 5,5 % Solidaritätszuschlag fällig. Sollte der Steuerzahler einer Kirche angehören, so werden weitere acht beziehungsweise 9 % Kirchensteuer fällig. Bis vor zwei Jahren waren Banken berechtigt der Antrag des Kunden die Kirchensteuer abgelten zu lassen. Seit Anfang des letzten Jahres, führt Kirchensteuern auf Kapitalerträge ganz automatisch von den Banken einbehalten.  So hätten Anleger früher die Möglichkeit die Kirchensteuer erst im Rahmen der Einkommensteuererklärung abzuführen.  Heutzutage werden die Kirchensteuern wie bereits erwähnt pauschal von der Bank oder den jeweiligen Broker abgeführt.

Wer sich daran stört und die Kirchensteuer wieder im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung zu entrichten, der hat die Möglichkeit, sich schriftlich gegen den Datenabruf der Finanzämter zu wehren. Jedoch weiß das Bundeszentralamt für Steuern darauf hin, dass die Entrichtung der Kirchensteuer zwingend bei der Festsetzung der Einkommenssteuererklärung erfolgen muss. Dieses gilt natürlich nur für Anleger,  die auch einer Religionsgemeinschaft angehören,  welche überhaupt eine Kirchensteuer erhebt.

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Gesetzgeber sieht Freibeträge für Trader und Anleger vor

Zunächst aber soll es um die steuerlichen Rahmenbedingungen gehen. Die Abgeltungssteuer beträgt 25 %, hinzu Gebuehrenkommt der Solidaritätszuschlag, der wiederum bei 5,5 % der Abgeltungssteuer liegt. Weiterhin kann die Kirchensteuer fällig werden. Sind CFD Trader Kunden eines deutschen Brokers, wird die CFD Abgeltungssteuer automatisch vom Broker an den Fiskus gezahlt. Bei ausländischen Brokern müssen Anleger meist selbst Gewinn-Angaben in der Steuererklärung machen.

Diese Mitteilungen erfolgen in der Einkommensteuererklärung in der Anlage „KAP“. Allerdings nur dann, wenn die Kapitalerträge oberhalb der geltenden Freibeträge liegen. Dieser Freibetrag liegt im Falle Alleinstehender bei 801,00 Euro jährlich, für gemeinsam veranlagte Paare beträgt die Obergrenze 1.062,00 Euro. Diese Werte beziehen sich auf alle Erträge aus Kapitalanlagen. Also nicht nur für CFD Gewinne, sondern auch für Dividenden, Aktiengewinne und Zinserträge.

Was ist der wesentliche Vorteil der CFD Abgeltungssteuer?

bonusIn vielen Fällen liegt die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 % unter dem früheren persönlichen Steuersatz, der bei der pauschalen Versteuerung auf Gewinne aus dem CFD Handel gezahlt werden musste. Viele CFD Broker haben ihren Sitz ebenso wie die meisten Anbieter im Forex Broker Vergleich im EU-Ausland. Dadurch wird die Abgeltungssteuer nicht automatisch an das deutsche Finanzamt abgeführt, woraus sich unterjährig ein Liquiditätsvorteil im Vergleich zu einem Konto bei einem deutschen Online-Broker ergeben kann. Dafür muss sich aber der Trader im Rahmen der Einkommenssteuererklärung auch selbst um die Versteuerung der Kapitalerträge kümmern.

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Nachteil der „neuen“ Steuern auf CFD Gewinne

Ein vermeintlicher Nachteil der Steuerumstellung: Früher konnten Trader die Gewinne nach dem Auslaufen derVorlage einjährigen Spekulationsfrist ohne Steuerlast generieren. Bedenkt man jedoch, dass Laufzeiten von mindestens einem Jahr beim CFD Handel eher die Ausnahme sind, spielt dieser Aspekt eher selten eine Rolle. Ein tatsächlicher Nachteil ist aus Expertensicht darin zu sehen, dass es im Rahmen der CFD Abgeltungssteuer nicht mehr die Möglichkeit zur saldierten Steuerabrechnung gibt zum Jahresende. Broker aus Deutschland führen die Steuer auf jeden erzielten Gewinn für die Trader ab. Eine Aufrechnung mit Verlusten entfällt so weitgehend aufgrund des Saldo-Wegfalls.

Unterm Strich wirkte sich die Einführung der Abgeltungssteuer also in eher überschaubarer Form auf den CFD Handel aus. Die Veränderungen sind vergleichsweise gering und konnten oftmals sogar überraschend positive Auswirkungen haben.

Trading-Hinweis: Wenngleich das CFD Trading mit einem hohen Risiko verbunden ist, lassen sich mitunter hohe Gewinne erzielen. Hierfür müssen Trader die Kurse jedoch kontinuierlich im Blick haben und können z. B. ein Echtzeit-Finanzdiagramm nutzen.

Fazit: CFD Abgeltungssteuer

Die CFD Abgeltungssteuer setzt sich aus pauschal 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuern zusammen. Wer Gewinne aus dem CFD-Handel zieht, muss diese beim Finanzamt versteuern. Es liegt ein jährlicher Freibetrag vor, der sich aktuell auf 801 € beläuft. Wird der CFD-Handel über einen Broker mit Sitz im Ausland abgewickelt, so meldet dieser die Steuern zumeist nicht eigenständig an das deutsche Finanzamt. Erzielte Einkünfte müssen in diesem Fall vom Trader selbst gemeldet werden. Erfolgt der Handel mit CFDs über einen deutschen Broker, so zahlt dieser die Steuern direkt an das Finanzamt. Es zeigt sich ratsam für ausführliche Informationen zur CFD Abgeltungssteuer einen fachkundigen Steuerberater aufzusuchen.

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