Wirecard-Aktie mit überraschendem Anstieg

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 01.07.2020


Die Aktie des angeschlagenen Unternehmens Wirecard begann die Handelswoche mit einem historischen Kursanstieg. Der Hintergrund für den Kursanstieg um über 316 Prozent waren auch Kaufgerüchte. Einen so hoher Kursanstieg gab es in der Geschichte des DAX bisher noch nie. 2008 konnte die VW-Aktie nach einer gescheiterten Übernahme durch Porsche um rund 201 Prozent zulegen. Allerdings setzten auch Leerverkäufer auf fallende Kurse bei der Wirecard-Aktie.

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Aktien auch zum Börsenschluss im Plus

Am Vormittag verlor die Wirecard-Aktie wieder leicht, aber zum Handelsschluss am Montag lag die Aktie noch immer mit 154 Prozent im Plus und war 3,20 Euro wert. An den letzten Handelstagen verlor die Wirecard-Aktie fast 99 Prozent. Am Montag erreichte sie mit 4,05 Euro ein Tageshoch. Noch vor zwei Monaten war die Wirecard-Aktie noch mehr als 140 Euro wert.

Zuvor waren Gerüchte zu hören, dass unter anderem der Zahlungsabwickler Worldline aus Frankreich an einem Kauf von Wirecard interessiert sein soll. Allerdings ist unklar, wie ernst diese Spekulationen sind. Weiterhin ist es auch denkbar, dass die Aktie von Wirecard in den sogenannten Pennystock-Bereich abrutscht. In diesem Fall würde der Wert der Aktie unter einen Euro sinken. Erste Analysten haben ihre Kursziele für die Wirecard-Aktie bereits auf unter einen Euro gesenkt. Vor einigen Tagen kam die Aktie mit einem Wert von 1,08 Euro dem Pennystock-Bereich schon gefährlich nahe.

Auch Leerverkäufe der Wirecard-Aktie

Zudem spekulieren Leerverkäufer derzeit auf weiter fallende Kurse der Wirecard-Aktie. Zudem nutzen sie die hohen Kursabstürze zum Teil für Rückkäufe, haben ihre Wetten aber nicht aufgelöst. Am Ende der letzten Woche lag die Leerverkauf-Quote bei über elf Prozent. Damit müssen noch knapp 15 Millionen Wirecard-Aktien zurückgekauft werden. Die Kurserholung nach den hohen Verlusten der letzten Tage hat wohl aber auch damit zu tun, dass die Aktie nun auf ihrem niedrigen Wert von Anlegern gekauft wird, die auf eine weitere Erholung hoffen.

Auch Leerverkäufe der Wirecard-Aktie

DAX-Verbleib unklar

Wie lange die Wirecard-Aktie aber noch im DAX bleibt, ist bisher unklar. Erstmals musste ein DAX-Unternehmen Insolvenz anmelden. Daher werden die Forderungen nach einem raschen Rauswurf aus dem DAX lauter. Dies ist allerdings aufgrund der aktuellen Regeln nicht möglich. Die Deutsche Börse schwieg lange zu den Vorfällen bei Wirecard. Nun kam eine erste Reaktion aus Frankfurt. Dabei gestand die Deutsche Börse auch ein, dass das Vertrauen in den Aktienmarkt in den letzten Tagen gesunken ist. Das Unternehmen sieht sich in der Pflicht, das Vertrauen in die Kapitalmärkte zu stärken. Daher kündigte die Deutsche Börse an, die Regeln für die Zugehörigkeit zum DAX zu prüfen und zu überarbeiten.

Zudem prüft die Deutsche Börse ein Sanktionsverfahren gegen Wirecard. Allerdings hat auch ein solches keine Auswirkungen auf die Mitgliedschaft im Leitindex. Ähnliches gilt auch für die Mitgliedschaft im Prime Standard. Damit wird die Wirecard-Aktie nach derzeitigem Stand den DAX nicht vor September verlassen.

Insolvenz und geringer Börsenwert

Zuletzt schrumpfte der Börsenwert der Wirecard-Aktie auf unter 500 Millionen Euro. Dies ist weniger als viele Unternehmen im SDax. Bevor bekannt wurde, dass fast zwei Milliarden Euro auf philippinischen Konten nicht existieren, lag der Börsenwert von Wirecard noch bei 13 Milliarden Euro.

Mittlerweile steht Wirecard unter der Kontrolle des Rechtsanwalts Michael Jaffé, der als vorläufiger Insolvenzverwalter agiert. Dies ordnete das Amtsgericht München am Montag als Folge des letzte Woche eingereichten Insolvenzantrags an. Jaffé ist als Insolvenzverwalter einer der bekanntesten in Deutschland. Er kann nun über die Finanzen des Unternehmens entscheiden.

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Geschäfte sollen weitergehen

Trotz des Insolvenzantrags will Wirecard seine Geschäfte weiterführen und glaubt, dass dies auch im Interesse der Gläubiger ist. Die Konzerngesellschaften und die lizenzierten Einheiten werden bis auf weiteres fortgesetzt. Darüber hinaus wird auch noch geprüft, ob auch für Tochterunternehmen von Wirecard Insolvenzanträge gestellt werden müssen.

Bislang hat lediglich eine kleine Entwicklungsniederlassung einen Insolvenzantrag gestellt. Auch die Wirecard Bank ist bisher nicht in das Insolvenz-Verfahren involviert. Die Wirecard Card Solutions Limited aus Newcastle musste allerdings in Folge einer Anordnung der Financial Conduct Authority ihre Geschäfte zunächst einstellen. Wirecard ist im Gespräch mit den Behörden, um die Arbeit dort wieder aufnehmen zu können.

Gegen mehrere Verantwortliche laufen mittlerweile Ermittlungen. Das ehemalige Vorstandsmitglied Jan Marsalek will sich allerdings laut Medienberichten nicht den Behörden stellen. Marsalek verlor seine Position im Vorstand, nachdem die Luftbuchungen auf den Philippinen bekannt wurden. Der ehemalige Vorstandchef Markus Braun ist nach der Zahlung einer Kaution von fünf Millionen Euro wieder auf freiem Fuß.

Aktien weiter interessant und sicher

Auch wenn die letzten Tage am Aktienmarkt nicht leicht waren, kann sich für Anleger ein Investment weiter lohnen. Voraussetzung ist aber ein passender Broker. Interessante Angebote kann eToro machen. Der Broker hat sich eigentlich einen Namen im Social Trading gemacht, bietet aber auch den regulären Aktienhandel an. Dabei werden Aktien ohne Hebelwirkung gekauft.

Hebel können nur im CFD-Handel eingesetzt werden, den eToro ebenfalls für Aktien anbietet. Alternativ zu Leerverkäufen können Anleger hier auch auf fallende Kurse setzen. Sowohl beim Aktienhandeln über CFDs wie auch beim direkten Kauf von Aktien ist es bei eToro auch möglich, nur Bruchteile von Aktien zu erwerben. Der Handel mit mehr als 500 Aktien erfolgt in Echtzeit über die Handelsplattform bzw. die App des Brokers.

Risikomanagement bei eToro

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Im Rahmen des Risikomanagements können Anleger auch Orderarten wie Stop Loss oder Take Profit einsetzen. Die Bearbeitung einer Order ist rund um die Uhr möglich, auch wenn die Order unter Umständen erst dann ausgeführt wird, wenn die Börsen wieder öffnen. Neben dem regulären Aktienhandel können Trader auch beim Handel mit Aktien über das Social Trading aktiv werden. Hier ist es ratsam, einem Trader zu folgen, der sich auf Aktien spezialisiert hat. Bei jeder Order müssen mindestens 50 Euro eingesetzt werden.

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Um einen anderen Trader zu kopieren, müssen Trader mindestens 200 Dollar anlegen. Das Einstellen des Copy Tradings erfolgt meist sehr schnell. Zunächst recherchieren Trader, welchem Trader sie folgen wollen. Etoro bietet hier auch Suchfilter. Nach der Eingabe des Anlagebetrags kann die Position direkt ins eigene Konto übernommen werden. Trader behalten jedoch weiter die volle Kontrolle, denn sie können das Kopieren jederzeit stoppen oder verändern, beispielsweise durch das Setzen eines Stopp Loss.

Der Aktienhandel bei eToro ist ohne Ticketgebühren, Aufschläge oder Managementgebühren möglich. Managementgebühren entfallen auch beim Kopieren anderer Trader. Die Kontoeröffnung bei eToro ist ebenfalls kostenlos. Allerdings fallen beispielsweise für Auszahlungen Gebühren an. Der Aktienhandel kann ebenso wie das Social Trading mit einem virtuellen Guthaben von 100.000 Euro über ein Demokonto getestet werden.

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Investment in vorgegebene Portfolios

Interessant ist bei eToro auch die Möglichkeit, in sogenannte CopyPortfolios zu investieren. Trader können dabei zwischen Top Trader Portfolios und Market Portfolios wählen. Alle Vermögenswerte in den Portfolios wurden auf der Basis einer bestimmten Strategie zusammengefasst. Top Trader Portfolios umfassen Portfolios von Tradern mit hoher Nachhaltigkeit und Wertentwicklung. Bei Markt Portfolios wurden Pakete von CFDs auf Aktien, Rohstoffe oder ETFs nach einer bestimmten Strategie zusammengefasst. Durch solche sehr diversifizieren Portfolios können Tradern ihr Risiko senken, aber dennoch interessante Wachstumschancen nutzen.

Fazit: Wirecard mit historischem Kurssprung

Selten schafft es eine Aktie im DAX so hohe Tageszuwächse zu erzielen, wie die Wirecard-Aktie am Montag. Die Aktie steig zeitweise um mehr als 300 Prozent. Einige Investoren hoffen wohl nach dem Bilanzskandal um Wirecard auf eine Erholung der Aktie. Andere Anleger setzen allerdings auf fallende Kurse und führen Leerverkäufe durch. Die Aktie war am Montag zeitweise wieder 4,05 Euro wert. Allerdings ist dies immer noch sehr wenig, wenn man bedenkt, dass die Wirecard-Aktie noch vor wenigen Wochen über 100 Euro kostete.

Der Skandal um Wirecard hat die Börse und auch das Vertrauen vieler Anleger erschüttert. Allerdings sind Aktien bei einem guten Broker weiter eine attraktive Anlage. Bei eToro können Anleger Aktien ohne Provisionen handeln und auch Bruchteile von Aktien handeln. Gehen Trader aber von sinkenden Kursen aus, haben sie hier auch die Möglichkeit, mit CFDs auf fallende Kurse zu setzen. Im CFD-Handel können auch Hebel eingesetzt werden.

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