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Wertpapierdepot kündigen – so geht es!

Aktie des Monats - RWE

Wer sein Wertpapierdepot kündigen will, erhält dabei meist Hilfestellung vom neuen Broker. Wer dagegen das Aktiendepot auflösen muss ohne ein neues Depot zu beantragen, kann das mit Hilfe eines Musters ebenfalls problemlos tun.

Das ist zu beachten

  • Aktiendepot umschreiben oder Aktiendepot auflösen?
  • Hilfe vom neuen Broker
  • Muster für Kündigungen
  • Konten nicht vergessen
  • Unterschrift nicht vergessen

Ratgeber: Wertpapierdepot kündigen – so geht es!


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Wertpapierdepot kündigen

kontoeroeffnungWer sein Depot ersatzlos kündigen will, muss den Broker zunächst anweisen, alle noch darin befindlichen Papiere zu verkaufen. Das geht am einfachsten online. Wer dagegen ein Depot geerbt hat und keinen Online-Zugriff hat, kann die Bitte mit in das Kündigungsschreiben aufnehmen. Dann muss allerdings auch ein Erbschein beigelegt werden, der die Erbschaft belegt.

Auf jeden Fall gehört in das Schreiben die explizite Bitte, das Depot schnellstmöglich aufzulösen sowie Name und Anschrift des Depotinhabers und eine Unterschrift.

Zu einem Depot gehört meist auch ein Verrechnungskonto. Das kann ein Giro- oder Tagesgeldkonto sein, das weiter bestehen bleibt. Dann sind keine weiteren Angaben nötig. Wer aber die Bank ganz wechseln will oder ein spezielles Verrechnungskonto genutzt hat, muss noch explizit bestimmen, wohin das Guthaben überwiesen werden soll und welche Konten aufgelöst werden sollen. Dabei helfen Vorlagen für die Depotkündigung.

Depot umschreiben

handelsplattformWer sein altes Wertpapierdepot kündigen und ein neues einrichten will, also das Depot umschreiben möchte, bekommt Hilfe vom neuen Broker. Der stellt meist ein Muster bereit, mit dem Wertpapiere übertragen werden können. Werden alle Wertpapiere umgezogen, müssen diese nicht explizit angegeben werden, wer nur einzelne verlagern will, muss in das Formular die entsprechenden Positionen eintragen.

Ausgewählt werden muss außerdem, was mit den Guthaben auf dem Verrechnungskonto und eventuellen weiteren Konten passiert. Außerdem sollte der Freistellungsauftrag bei der alten Bank reduziert oder ganz gekündigt werden. Unter den Antrag gehört in jedem Fall eine Unterschrift.

Wertpapierdepot kündigen: Die Mustervorlage

Wer sein Wertpapierdepot kündigen möchte, muss sich an gewisse Formalitäten halten. Das folgende Musterschreiben soll Anlegern dabei helfen, ihr Wertpapierdepot zu kündigen bzw. umzuschreiben.

Max Mustermann
Musterstraße 2
11111 Musterstadt

XX.XX.20XX

Kündigung meines Aktiendepots und des Verrechnungskontos (falls letzteres gekündigt werden soll)

Kundenummer: XXXXX

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich mein bei ihrem Unternehmen bestehendes Aktiendepot mit der Depotnummer XXX und das damit verbundene Verrechnungskonto. Die Kündigung erfolgt laut vertraglicher Vereinbarung zum XX.XX.20XX. Sollte dies nicht möglich sein kündige ich hilfsweise zum frühestmöglichen Termin.

Ich bitte Sie, den Eingang dieser Kündigung sowie den genauen Termin der Kündigung schriftlich zu bestätigen.

Es befinden sich noch folgende Aktien im Depot:

100 Aktien der XYZ AG

50 Aktien der ABC AG

Bitte verkaufen Sie die Aktien am XX.XX.20XX zum besten Kurs und überweisen Sie den Ertrag auf folgendes Konto.

Alternativ:

Mein neuer Depot-Vertragspartner XYZ wurde von mir bereits bevollmächtigt, den Depotwechsel laut meinen Anweisungen durchzuführen. Der Aktienbestand wird in folgendes Depot: XXX bei XYZ übertragen.

Darüber hinaus bitte ich Sie, alle Freistellungsaufträge zu löschen.

Mit freundlichen Grüßen

Max Mustermann

Es gilt zu beachten, dass die Kündigung handschriftlich unterschrieben werden muss. Das Schreiben selbst sollte nicht per Mail, sondern auf dem Postweg versendet werden.

Wertpapierdepot kündigen oder umschreiben: Die Checkliste für den reibungslosen Ablauf

Die Kündigung oder das Umschreiben des Wertpapierdepots ist oftmals weniger kompliziert, als viele Broker annehmen. Trotzdem sollten einige wichtige Aspekte beachtet werden, um Fehlern bereits im Ansatz vorzubeugen.

  • Broker finden:
    Vor dem Wechsel des Brokers muss zunächst ein neuer Anbieter gefunden werden, wenn Trader auch in Zukunft weiterhin handeln möchten. Die Wahl des neuen Brokers hängt dabei von verschiedenen Aspekten ab. Besonders die Kosten spielen eine entscheidende Rolle. Aber auch der Support, das Produktangebot und die eingesetzte Tradingsoftware sind wichtige Aspekte, die Trader beachten müssen. Interessant für Anleger sind zudem Wechselprämien. Sie können den Ausschlag geben, wenn zwei Broker ansonsten als gleichwertig einzustufen sind.
  • Eröffnung und Übertrag:
    Das neue Konto muss bereits vollständig eröffnet sein, bevor das alte gekündigt wird. Die Registrierung eines neuen Accounts könnte dabei einfacher kaum sein. Fast alle renommierten Broker bieten standardisierte Online-Formulare an. Mit dessen Hilfe kann der Eröffnungsprozess in wenigen Minuten abgeschlossen werden.
    Sobald das neue Konto freigeschaltet ist, kann der Übertrag des Depots eingeleitet werden.
  • Depot aufräumen:
    Viele Trader haben Fondsanteile in ihrem Portfolio. Wird das Wertpapierdepot gekündigt und anschließend gewechselt, können nicht immer alle Fondsanteile übertragen werden. Genauer gesagt können Bruchstücke nicht ins neue Depot verschickt werden. Der Trader muss die Fondsanteile manuell über das alte Depot verkaufen bzw. seinem alten Broker mitteilen, dass dieser die Fondsanteile veräußert.

Wertpapierdepot wechseln – welche rechtlichen Aspekte müssen Trader beachten?

Aus rechtlicher Sicht ist der Wechsel des Wertpapierdepots unproblematisch. Die gängigen Vorschriften richten sich fast alle an Banken und Broker. Der Verbraucher soll durch die gesetzlichen Regelungen geschützt und der Wettbewerb unter den Anbietern gefördert werden.

  • Kosten:
    Der Wechsel eines Depots ist für Anleger immer kostenlos
    . Bereits im Jahr 2004 fällte der BGH ein entsprechendes Grundsatzurteil hierzu. Es gehört zur Pflicht des Brokers, die Wertpapiere aufzubewahren und wieder an Kunden herauszugeben. Entstehen hierfür Kosten, dürfen diese nicht an den Kunden weitergegeben werden.
  • Möglichkeit zum Wechsel:
    Anleger dürfen frei über all ihre Wertpapiere verfügen. Im Gegensatz zu Sparanlagen wie Festgeld haben Depots auch keine feste Mindestlaufzeit. Die Kündigung oder den Wechsel des Depots darf der alte Broker daher in keiner Weise verhindern oder blockieren. Andernfalls drohen rechtliche Sanktionen.
  • Dauer des Wechsels:
    Der Gesetzgeber macht leider keine Vorschriften darüber, wie lange der Depotwechsel dauern darf. In der Praxis hat sich eine Zeitspanne von rund vier Wochen etabliert. Nimmt der Wechsel mehr Zeit in Anspruch, sollte der alte Broker erneut kontaktiert werden.

Der Wechsel des Wertpapierdepots ist aus rechtlicher Sicht problemlos möglich. Allerdings müssen sich Trader darauf einstellen, für einige Wochen keinerlei Transaktionen durchführen zu können.

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Welcher Broker eignet sich für den Wechsel?

Auf dem Markt haben sich mittlerweile zahlreiche Anbieter von Brokerage-Leistungen etabliert. Besonders die Kosten sollten darüber entscheiden, wo das neue Konto eröffnet wird. Aber auch weichere Faktoren wie das Produktangebot spielen eine Rolle. Grundsätzlich zu empfehlen sind die Top 3 Broker DEGIRO, OnVista Bank und Consorsbank.

DEGIRO:

DEGIRO ist ein niederländischer Broker und wurde im Jahr 2008 gegründet. Der Anbieter gehört zu den bekanntesten Discount-Brokern und erhielt bereits diverse Auszeichnungen. Auch einige Jahre nach der Gründung kann DEGIRO die Kosten für Trader im unteren Bereich halten. Trades sind bereits ab 2,00 Euro zzgl. einer geringen Provision möglich. Gleichzeitig können Anleger auf eine Vielzahl weiterer Dienstleistungen zurückgreifen. DEGIRO ermöglicht den Zugang zu deutschen und zahlreichen ausländischen Börsenplätzen. Neben Aktien können Trader bei DEGIRO u. a. auch Fonds, Optionen und Zertifikate handeln.

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OnVista:

Die OnVista Bank ist ein reiner Online-Broker, der trotz seines Namens keine weiteren Bankdienstleistungen anbietet. Besonders zu empfehlen ist der Anbieter aufgrund der engen Verzahnung mit dem gleichnamigen Finanzportal OnVista. Hierüber stehen Tradern zahlreiche börsenrelevante Informationen und Analysen zur Verfügung. Zusätzlich können sich Anleger untereinander im Forum austauschen. Positionen können sogar direkt im Finanzportal eröffnet werden, um wertvolle Zeit zu sparen. Das Leistungsangebot von OnVista konzentriert sich vor allem auf den Handel mit Wertpapieren, Futures und Optionen. Der Broker setzt auf zwei verschiedene Kostenmodelle. Mit dem sogenannten FreeBuy Depot ist es möglich, monatlich eine gewisse Anzahl an kostenlosen Trades durchzuführen. Die genaue Anzahl basiert dabei auf dem Durchschnittsguthaben, das auf dem Verrechnungskonto gehalten wird. Das zweite Kostenmodell ist sehr transparent aufgebaut. Es handelt sich um eine Festpreis-Konto, bei dem Trades ab 5 Euro verfügbar sind.

Consorsbank:

Die Consorsbank ist eine vollständige Tochter von BNP Paribas, einer der größten Bankengruppen weltweit. Die Consorsbank selbst wurde bereits im Jahr 1994 gegründet und fungiert seitdem als Broker. Darüber hinaus können Trader auch auf klassische Bankdienstleistungen wie Girokonten, Kredite, Tagesgeld und Festgeld zurückgreifen. Das Produktangebot ist vor allem im Bereich des Aktien- und Fondshandels breit aufgestellt. Aber auch Daytrader kommen bei der Consorsbank voll auf ihre Kosten. Besonders die eingesetzte Trading-Software weiß zu überzeugen. Sie ist in insgesamt vier Varianten verfügbar, sodass sowohl Anfängern als auch professionelle Anleger adäquat handeln können. Der Kundenservice der Consorsbank ist ebenfalls positiv zu bewerten. Die Mitarbeiter sind börsentäglich zwischen 07:00 und 22:30 Uhr erreichbar. An den übrigen Tagen steht der Support von 09:00 bis 20:00 Uhr zur Verfügung.

Alle drei vorgestellten Broker sind absolut zu empfehlen. Für Anfänger eignet sich dabei vor allem DEGIRO. Erfahrene und professionelle Trader sollten Depots bei OnVista oder der Consorsbank führen.

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Fazit: Wertpapierdepot kündigen ohne Problem möglich

VorteileEine ersatzlose Depotkündigung ist vor allem sinnvoll, wenn ein Zweitdepot aufgelöst werden soll. Wer das Depot kündigen will, weil er gerade Verluste gemacht hat, sollte sich den Schritt überlegen.

Denn viele Kleinaktionäre machen den Fehler einzusteigen, wenn die Kurse sich gut entwickelt haben („Milchmädchenhausse“) und zu verkaufen, wenn sie gefallen sind – und verpassen so die Erholung.

Besser ist es, ein günstiges Depot zu suchen und eventuell an der Anlagestrategie zu feilen. Bestes Depotkonto sind aktuell die Angebote der DAB Bank, Conrosbank und der Onvista Bank.

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