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Wertpapierdepot beantragen – Gebühren beachten!

Aktie des Monats - RWE

Wer ein Wertpapierdepot beantragen möchte, wird sich zunächst Gedanken über die möglichen Gebühren machen. Diese Überlegung treffen seit 2014 immer mehr Anleger, denn Festgeldanlagen, Tagesgeld, Sparbriefe oder gar das Sparbuch werfen praktisch kaum noch Renditen ab. Bei Aktienanlagen, Derivaten oder Rohstofffonds sind langfristig indes tatsächlich Gewinne zu erwarten. Um solche Werte zu handeln, müssen die Anleger ein Wertpapierdepot beantragen.

Wo kann ich ein Wertpapierdepot beantragen?

Praktisch jede Bank bietet heute ein Wertpapierdepot an, jedoch gibt es große Unterschiede bei den Kosten. Bei klassischen Filialbanken wie den Sparkassen und Raiffeisenbanken kann es passieren, dass jede eingegangene Position mit einem kleinen Prozentsatz vom Wert (in der Regel um ein Prozent) kostenseitig belastet wird, was für eine lang laufende Aktienanlage in Ordnung sein kann, für Kurzfristhändler oder Derivatetrader (Optionsscheine, Zertifikate oder ähnliche Finanzprodukte) hingegen inakzeptabel erscheint.

Auch können die Ordergebühren mit zehn Euro und mehr pro Order viel zu hoch ausfallen. Ein weiteres Merkmal von Wertpapierdepots ist ihr Handling: Die Einrichtung eines Depots bei der Hausbank – Raiffeisenbank oder Sparkasse – kann einfach sein, das Aufgeben von Orders hingegen sehr kompliziert. In einigen Fällen sind diese Konten für den Intraday-Handel, bei dem der Anleger schnell den Stopp für eine Order nachzieht, vollkommen ungeeignet. Das verwirrt den Anleger, der doch dachte, seine Hausbank und ihr Online-Banking müssten auch für den Wertpapierhandel prima geeignet sein. So ist es aber nicht. Einige Direktbanken jedoch und alle Online-Broker bieten gut verständliche, leicht zu bedienende und in den meisten Fällen kostenlose Wertpapierdepots mit geringeren Ordergebühren an. Aus diesem Grund ist ein Wertpapierdepot Vergleich unerlässlich, siehe dazu unter anderem auch www.konto-vergleich.org.

Auch hier gibt es wiederum feine Unterschiede. So gibt es Discountbroker wie flatex, die an sich schon mit sehr niedrigen Ordergebühren punkten (um sechs Euro für eine Order) und mit einigen Emittenten sogar die kostenlose Orderaufgabe bei Derivaten vereinbart haben. Dieser Broker weist jedoch einige technische Schwächen auf, er fällt manchmal aus. Beim Derivatehandel könnte das enorme Verluste verursachen.

Andere Broker sind zuverlässiger, aber auch einen Tick teurer. Daher muss sich der Anleger fragen, was für ein Typ er ist, wie oft er ordern wird, auf welche Werte er dabei setzt (bei Aktien müssen nicht unbedingt Stopps programmiert werden!) und wie sein Anlagehorizont ausfällt. Nach der Beantwortung dieser Fragen beginnt die Auswahl des passenden Brokers.

Weiter zu DEGIRO: www.degiro.de

Wie setzen sich die Kosten eines Depots zusammen?

Kosten eines Wertpapierdepots können wie folgt aufgebaut sein:

  • Grundgebühr: Diese verlangen nur noch sehr wenige Banken, sie gilt als überholt. Alle Anleger sollten konsequent auf die Depotführung ohne Grundgebühr setzen.
  • Gebühr in Prozent der Anlage: Wie oben beschrieben, verlangen einige Filialbanken prozentuale Anteile auf den Wert aller Anlagen im Depot, oft um 0,5 – 1,0 %. Auch davon ist eher abzuraten. Es gibt aber bei Online-Brokern auch das Gegenteil, nämlich
  • Kosten bei Inaktivität: Einige Online-Broker verlangen Geld von ihren Kunden, wenn diese länger als ein Vierteljahr nicht mit dem Konto handeln. Wir sagen ganz klar: Abzocke, Finger weg!
  • Transaktionsgebühren: Ordergebühren sind überall zu entrichten, sie können zwischen 3,90 bis 12,00 Euro (selten mehr) pro Order betragen. Vorsicht bei der Werbung mit 3,90 oder 5,90 Euro: Zu diesen Kosten kommen stets Gebühren vonseiten des Emittenten hinzu. Wiederum das Beispiel flatex: Dieser Online-Broker wirbt mit 5,90 Euro pro Order als “Flatrate”, jedoch kostet eine Derivateorder durchschnittlich um 6,20 Euro wegen anderer, zusätzlicher Gebühren (das haben wir über Jahre und mit mehreren Tausend Orders ermittelt). Jedoch gibt es bei flatex und anderen Brokern Sonderaktionen, die Derivate einzelner Emittenten können zumindest im OTC-Handel kostenlos gebucht werden.
  • Kosten für Orderstreichungen oder -änderungen: Das ist eine absolut unverschämte Forderung, die Gott sei Dank nur noch selten anzutreffen ist. Wer handelt, ändern manchmal seine Orders im Sekundentakt. Finger weg von solchen Brokern.Aktie des Monats - RWE
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